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Malte (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2007 • 1-3 Tage • Stadt
Teuer aber empfehlenswert
5,2 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Gut

Das Hotel de l'Europe Amsterdam ist ein klassisches, traditionelles Grand Hotel, das den Charme der guten alten Zeit versprüht. So etwas findet man in den quirligen, zukunftsorientierten Niederlanden nicht oft. Hier tragen die Zimmermädchen noch schwarze Röcke, weiße Schürzen und Spitzenhäubchen und der Doorman Zylinder und weiße Glacéhandschuhe - wo findet man so etwas heutzutage noch? Einfach nur schön! Das Hotel de l'Europe befindet sich in einem prächtigen, fünfgeschossigen Gründerzeitbau (erbaut Ende des 19. Jahrhunderts, zur Lage siehe nächster Abschnitt) im Zentrum von Amsterdam. Mit seiner pompösen Lobby (blitzblanke Marmorböden, riesige Kronleuchter und opulente Stuckdecken) und den luxuriösen Zimmern im traditionellen Stil wirkt das de l'Europe genau so, wie man sich ein altehrwürdiges, traditionelles Grand Hotel vorstellt. Kein Wunder, dass das Haus seit über 100 Jahren als erstes Haus am Platz nicht nur in Amsterdam, sondern den gesamten Niederlanden gilt. Sauberkeit überall tip top. Das hat jedoch auch seinen Preis (im ohnehin schon chronisch überteuerten Amsterdam): Unter 300 Euro ist selbst bei der Wahl von Wochenend- und Schnäppchentarifen kaum eine Nacht zu bekommen. Alles in allem können wir das Hotel de l'Europe guten Gewissens empfehlen. Nur zum Schlafen ist dieses Haus jedoch fast zu schade und zu teuer, sondern man sollte sich schon etwas Zeit nehmen und alles in Ruhe genießen. Wer ein klassisches Grand Hotel sucht, ist hier goldrichtig.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Die Zimmer im Hotel de l'Europe sind traditionell mit Stilmöbeln eingerichtet. Sicher etwas kitschig und plüschig, aber halt passend zu einem Grand Hotel der guten alten Zeit. Dank Leaders Club Mitgliedschaft bekamen wir ein Upgrade auf die Deluxe-Kategorie mit Amstelblick. Unser Zimmer bestand aus einem riesigen, sehr bequemen Kingsize-Bett, einer kleinen Sitzgruppe (2 Louis XV.-Stühle und 1 Sessel mit Beistelltisch), einer kleinen, halbrunden Kommode und einer in die Wand eingelassenen Mischung aus Schreib- und Frisiertisch. Die crème und gold gestreifte Tapete und Unmengen an goldenen Lampen mit plüschigen, roten Faltenschirmen ließen das Zimmer ein wenig wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Roman wirken, aber es hatte einen ansprechenden, liebevollen, leicht angestaubten Grand-Hotel-Charme. Alls in allem war das Zimmer in gutem Zustand, wenn man auch bei genauerem Hinsehen die eine oder andere kleine Macke entdeckte. Besonders schön wirkten die aus rotem Marmor gestalteten Stellflächen (Nachttische, Beistelltisch, Schreibtisch). Das Bad war getrennt in Toilette und Waschraum mit Badewanne und war komplett in grauen Marmor verkleidet, was sehr edel wirkte. Unmengen an Handtüchern, beheizte Handtuchhalter und eine Auswahl an edlen Bulgari-Pflegeprodukten rundeten das Bild angenehm ab. Sauberkeit nicht zu beanstanden. Die Zimmer werden zweimal täglich vom Zimmermädchen besucht (einmal Reinigen, einmal abendlicher Turndown-Service, wie es sich in einem Leading Hotel gehört, mit Betten aufdecken, Betthupferl, Bettvorlegern aus Leinen und plüschigen Pantoffeln).


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Wir hatten eine Übernachtung mit Frühstück gebucht und können uns daher nur über das Frühstücksbuffet äußern. Das war der große Schwachpunkt dieses sonst nahezu perfekten Hotels, denn die Auswahl war - um es mal vornehm zu sagen - bescheiden. Auf einem Tischchen, das nicht viel größer war als ein 8-Personen-Tisch im Restaurant, standen (zwar sehr stilvoll auf Tafelsilber angerichtet, aber das war es dann auch) eine Platte Wurst, eine Platte Käse (jeweils verschiedene Sorten), Konfitüre in kleinen Gläschen (die 0-8-15-Sorten Kirsche, Erdbeer, Aprikose), jeweils ein Korb mit kleinen Brötchen und Graubrot sowie wässriges Pulverrührei, das stundenlang vor sich hinweichte, Speck, ein wenig Joghurt und ein paar Früchtchen, von denen man sich kaum zu nehmen traute, um den anderen Gästen nicht alles weg zu essen, englische "baked beans" und kleine Würstchen. Verschiedene Eierspeisen (Omelett, French Toast, Pfannkuchen) konnte man sich dann noch individuell bestellen. Auch unsere heiße Schokolade war nichts weiter als aufgewärmter "Chocomel-Trunk". Die stilvolle Atmosphäre im eleganten Restaurant mit Kronleuchtern, goldenen Figürchen und schweren roten Vorhängen, dazu Blick auf die Amstel, kompensierte dieses Erlebnis zwar etwas, aber dennoch waren wir vom Frühstück sehr enttäuscht. Der Preis von 25 Euro pro Person hierfür ist absolut übersetzt - da bietet mancher Landgasthof in Deutschland ein opulenteres Buffet. Schade, denn ein gutes Frühstück hätte diesem ansonsten perfekten Hotel noch den letzten Schliff gegeben.


    Service
  • Sehr gut
  • Der Service im Hotel de l'Europe war (beinahe) tadellos und eines Leading Hotels auf the World würdig. Nach einem sowohl freundlichen als auch schnellen Check-In wurden wir von der Empfangsdame auf unser Zimmer gebracht. Auf dem Weg klärte uns die Mitarbeiterin über alles Wissenswerte im Hotel auf. Der von uns bereits beim Check-In betellte Begrüßungsdrink (2 Gläser Champagner, da Leaders Club Mitglieder) wurde kurze Zeit später geliefert. Wir fragten die Empfangsdame dann noch, ob es möglich sei, uns kurzfristig Eintrittskarten für das Anne Frank Haus zu besorgen, mit denen man die dort üblichen Wartezeiten von rund einer Stunde und mehr umgehen könne. Es dauerte keine Viertelstunde, und ein Hotelmitarbeiter brachte und einen Umschlag mit zwei Eintrittskarten. Kompliment! Also alles in allem professioneller, umsichtiger Grand Hotel Service. Die einzige kleine Nachlässigkeit war, dass die zugesagte deutsche Tageszeitung am nächsten Morgen (obwohl vom Hotel aus für Leaders Club Mitglieder angeboten) schlicht vergessen wurde. Deutschkenntnisse beim Personal begrenzt, aber mit Englisch kommt man überall in den Niederlanden problemlos weiter.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Hotel de l'Europe liegt einzigartig im Zentrum von Amsterdam; direkt an der Amstel und am Fuße des Münzturms, an dem auch die Haupteinkaufsstraße der niederländischen Hauptstadt beginnt. Der auf den ersten Blick eher unscheinbare Eingang liegt etwas versteckt in der Nieuwe Doelenstraat, einer kleinen Seitenstraße. Wenn möglich, sollte man vermeiden, mit dem Auto zum Hotel zu fahren, da die kleinen Kopfsteinpflastersträßchen schnell verstopfen und sich zudem Fußgänger und Radfahrer von allen Seiten auf die Fahrbahn stürzen. Unser Tipp: Auch bei einem mehrtägigen Aufenthalt lohnt es sich, das Auto am Stadtrand im großen P+R-Parkhaus "Transferium" an der "Arena" stehen zu lassen und mit der Metro (Linie 54, Station Bijlmer Arena) in die City zu fahren. Als Luxushotel bietet das Hotel de l'Europe selbstverständlich auch Parkplätze in der hoteleigenen Garage an (man muss das Auto dann vom Wagenmeister wegbringen und holen lassen, da sich die Garage nicht direkt am Hotel befindet und nicht öffentlich ist), aber der Preis hierfür von 50 Euro (!!) pro Tag grenzt - mit Verlaub - an Wucher. Im engen, verwinkelten Amsterdam braucht man eh kein Auto, da alle Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und bequem fußläufig zu erreichen sind.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Kultur & Erlebnis
    • Ausgehen & Nightlife

    Das Hotel de l'Europe verfügt über einen Wellnessbereich mit Pool, Sauna, Dampfsauna und Fitnessraum. Weiterhin werden verschiedene Massagen und Anwendungen gegen Gebühr angeboten. Der Wellnessbereich war zwar - wie das übrige Hotel auch - sehr elegant und stilvoll (im antiken römischen Stil mit Säulen, Statuen und Mosaiken) gehalten, aber ziemlich klein und beengt: Gerade einmal fünf Liegen drängten sich um einen Mini-Pool. Wir sind gegangen, als mehr als 4 Gäste kamen, da es dann einfach zu voll war. Alles in allem ist das Hotel de l'Europe also eher ein Stadt- und kein Wellnesshotel. Auch der Poolbereich war - wie das gesamte übrige Hotel - sehr sauber.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gutHotel entspricht der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1-3 Tage im November 2007
    Reisegrund:Stadt
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Malte
    Alter:26-30
    Bewertungen:52