Das Hotel ist eine sehr schöne Anlage. Alles ist sehr schön bewachsen und hat geblüht. Man fühlt sich wie in einem tropischen Garten. Die Gebäude sind etwas in die Jahre gekommen und die Poolbar bedarf dringend einer Sanierung. Die Gäste sind bunt gemischt vom Alter her und es kommen ganz verschiedene Nationalitäten. Im Vergleich zu vor 3 Jahren sind jetzt viele Osteuropäer da, aber das stellt kein Problem dar. Wir haben es zum Teil als ein wenig störend empfunden, wenn am Wochenende Tagungen und verschiedene Convents stattfanden, deren Gäste dann sehr laut und schwungvoll in die Restaurants eingefallen sind.( wir reden von etwa 100 Menschen) Unser Handy hat nicht funktioniert, aber ich habe meine Kinder dann über Skype gut erreicht. Da kosten 15 min 3 Dollar. Auf dem Rückweg wurde so gut wie jeder Koffer durchwühlt. Ich weiß nicht was die gesucht haben, aber wir hatten das Gefühl, das es dabei eher um Schikane ging, denn die Kameratasche und den Rucksack hat man nicht angeschaut. Einige Passagiere wurden dann nochmal aus der Abflughalle gefischt, die wurden die Koffer nochmal kontrolliert und aus dem Flugzeug wurde dann auch nochmal jemand herausgeholt zur Kontrolle. Wir haben erlebt das die gleichen Leute 2 mal kontrolliert wurden, die gleichen Koffer und wir hatten einfach das Gefühl das es dabei um reine Machtdemonstration ging. Besonders aufpassen muß man beim Abflug auf das Gewicht der Koffer. Nur 20 Kilo sind erlaubt und jedes Kilo mehr kostet 24 Dollar (16 Euro pro Kilo).
Die Zimmer sind ausreichend groß und ruhig. Wir hatten eine Jumiorsuite, leider mit nur einem großen Bett. Wenn sich einer von uns beiden umgedreht hat, ist der andere mitgehopst. Von den Hustenanfällen meines Mannes und den dazugehörigen Bewegungen bin ich dann leicht seekrank geworden, so dass wir das Sofa im Wohnraum mitbenutzt haben. Die Möbel sind leider schon etwas verwohnt und sollten wohl bald ausgetauscht werden. Fön ist vorhanden und auch Handtücher. Insgesamt waren die Zimmer sehr sauber und Bettwäsche wurde sehr oft gewechselt.
Das Essen war immer ausreichend da, war gut gewürzt und hat sich natürlich im Lauf der 3 Wochen ein paarmal wiederholt. Ich habe allerdings nie herausgefunden, wie die Köche aus einem toten Tier ein noch töteres Fleisch hinkriegen. Vor allem das Rindfleisch ist nicht zu empfehlen. Gestört hat uns vor allem aber das Mc Donald Feeling mit den Plastikwegwerfbechern im Hauprestaurant. Bier aus solchen Bechern schmeckt einfach nicht, aber ein Likör zum Abschluß des Dinners in einem solchen Becher geht ja wohl gar nicht. Das war übrigens vor 3 Jahren auch noch nicht so. Das es in diesem Restaurant auch Themenbuffets gab , haben wir eher durch Zufall herausgefunden, es gab einen Aushang wo´s draufstand. Das mexikanische Restaurant ist sehr gut. Empfehlen kann ich die Fajita mit Huhn und das ChimiChanga (ist eine kleine Roulade aus Teig mit Hähnchenfleisch, Käse und Gewürzen). Italienisch ißt man hierzulande auf jeden Fall besser.
Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, was man von den Verkäufern am Strand nicht behaupten kann. Dort wird z. B. Schmuck sehr überteuert angeboten und wenn man was sagt reagiert die Dame sehr zickig. An der Rezeption wird deutsch und auch englisch gesprochen und Angela vom Gästeservice kümmert sich sehr nett um kleine Probleme und spricht sehr gut deutsch. Die Kellner waren manchmal ein bißchen launisch, je nachdem ob der Manager gerade seinen Rundgang gemacht hat. Dann wurde "Dienst nach Vorschrift" gemacht und eine ernste Miene aufgesetzt. Besonders an der Poolbar hatten wir Spaß, als das Personal nachmittags einfach verschwand und nach 20 Minuten noch nicht zurück war nahmen die Gäste die Bedienung selbst in die Hand. Ein Brite und ein Deutscher übernahmen das Bierzapfen und bedienten die jeweiligen Landsleute. Nach ca. 45 Minuten tauchte dann zufällig ein Kellner aus einem anderen Restaurant auf und übernahm dann wieder. Falls da jemand hinfährt, dann haltet euch an den Kellner Markus, der ist immer nett und freundlich und versucht immer dem Gast den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Er ist sehr aufmerksam und hat als einziger die Tische dekoriert mit Blüten und so.
Das Hotel liegt ein bißchen einsam. Man kann nur mit dem Taxi z. B. nach Juan Griego oder Porlamar. Das ist abends aber auch nicht wirklich zu empfehlen. Wir waren vor 3 Jahren schon einmal im gleichen Hotel, da war die Kriminalität noch nicht so hoch in der Umgebung. Es gibt keine Promenade oder so was , aber in Porlamar kann man bummeln und shoppen, wenn man das "Sambil" Einkaufszentrum verläßt und mit dem Taxi in Zentrum fährt. Taxi kostet 12 Bolivares = ca. 4 Euro. Das Sambil ist ziemlich teuer. Markengeschäfte gibt es in der Avenida 4. Mayo. Da kann man recht gut einkaufen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsteam haben wir leider nicht kennengelernt. Sie sind recht wenig in Erscheinung getreten, wenn man mal von den Abendshows absieht. Wir haben ab und zu mal vorbeigeschaut, aber immer die gleichen Schritte nur mit anderen Kostümen und anderer Musik, ist auf Dauer langweilig. Haben wir schon besser gesehen. Ein Manko ist auch, dass keiner vom Animationsteam deutsch spricht, vor allem doof für die Kinderbetreuung haben wir mitbekommen. Meist haben wir die Animateure essen sehen oder sie haben alberne Spiele mit den Gästen gemacht (Sackhüpfen, Tau ziehen o.ä.). Die Disco haben wir auch anders in Erinnerung, jetzt würde ich es als einen Ort bezeichnen, vor dem meine Eltern mich früher gewarnt haben. Für junge Leute ist es sehr langweilig abends, da man nicht wirklich irgendwohin kann. Live Musik hat es zweimal gegeben, allerdings nicht für die Touris, sondern einmal für die Gäste einer Tagung (war dann alles abgesperrt) und einmal für eine venezolanische Hochzeit (ebenfalls abgesperrt). An den Bars läuft leider keine Musik. Strandparty gibt es jede Woche einmal, allerdings mit Technomusic und Punkt 23 Uhr ist schluß. Das haben wir auch ganz anders in Erinnerung und können nur hoffen, das sich das wieder ändert. Ich denke die meisten haben ganz einfach das Karibik Feeling vermißt. Schade!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marita & Detlev |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |

