- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Vorab - als wir uns Ende September für eine Woche im Nubian-Resort entschieden haben, waren wir froh. Als wir dann nach und nach die eine oder andere - negative - Bewertung hier gelesen haben, wurde uns schon leicht mulmig. Ganz gespannt sind wir dann Richtung Ägypten aufgebrochen. Und wir wurden nicht enttäuscht! Das Hotel liegt gut 20 Minuten vom Airport entfernt, nach und nach wurden einige Touris an den auf dem Weg liegenden Hotels aus dem Bus entlassen. Die Hotels auf dem Weg (eins hieß "Tulip", die anderen haben wir vergessen) waren optisch solàlà. Der erste Eindruck vom Nubian: subber! Im Gegensatz zu den übrigen Hotels in einem freundlichen Weiß gehalten, die Zimmer verteilt auf maximal einstöckige Gebäude. Das gefällt. Die Anlage ist weitläufig, man tritt sich nicht gegenseitig auf die Füße. Vier Pools, wobei die Poolbar in Pool IV nach wie vor noch nicht in Betrieb ist. Es wird hier und da noch an weiteren Zimmern gewerkelt, Baulärm während unseres Aufenthaltes = Null. Die Anlage war tippitoppi sauber, überall kam sofort ein Ägyptiker hinter einer Palme hervor, falls dann doch mal irgendwo eine Zigarettenkippe irrtümlich ins Grün geschnippst wurde. Sehr vorbildlich, sehr aufmerksam! Wir hatten AI, dazu weiter unten. Gästestruktur? Von 10 Touris waren drei aus dem russischen Raum, drei aus dem Deutschen, zwei Italiener und der Rest prozentual verteilt auf Skandinavier, Niederländer oder oder oder.... Keine Sauftouren ...allet juut! Handy-Empfang überall o.k., Internet kostenlos hinter den o.g. Mini-Shops. Der Kram in den kleinen Läden ist eher grenzwertiger Plagiat-Mist, aber wer sich schon immer ein Kamel als Kühlschrank-Magnet gewünscht hat, wird hier glücklich. Nach dem Abendessen kann man vor der Terrasse des Hauptrestaurants eine Shisha-Dröhnung in die Birne kiffen. Kostet aber extra. Noch ein Tipp, den scheinbar kaum einer hier liest oder fix wieder vergisst: Bei der Ankunft muss man sich ein Visum besorgen. Das passiert in der Ankunfthalle noch vor der Passkontrolle. Problem: abgerichtete Untertanen der Reiseveranstalter ziehen den ankommenden Touri förmlich zu ihren Ständen, um dort ein Visum in den Pass zu backen. Kostet dann später im Bus 18 Euro. Der nette Ägyptiker kann leider nie wechseln, so dass der Durchschnitts-Touri eben einen Zwanziger gibt. Das freut den Ägyptiker. Besser: in der Ankunfthalle NICHT zum Reiseveranstalter ziehen lassen, sondern zum Bankschalter gehen. Da gibt's das gleiche Visum für 15 Dollar. Ergo ca. 12,50 Euro. Das freut zwar nicht den Ägyptiker, aber das eigene Portemonnaie... Ach so, überhaupt Flughafen. Duty Free lohnt absolut gar nicht, eine Rolle Mentos 5 Euro, eine Tüte Kekse 7 Euro, Parfüm und Fusel in etwa das Doppelte im Vergleich zu Douglas oder dem heimischen Getränkehändler. Und: Zeit mitbringen, ja nicht ungeduldig werden. Im Zeitfenster zwischen 14:00 und 14:40 Ortszeit kamen vier Maschinen aus Deutscheland an. Macht vier Maschinen Touristen. Und für vier Maschinen Touristen stempelt ein Ägyptiker die Pässe ab. Und zwar gaaanz langsam....... Spätestens hier wird einem klar, dass die Ägypter niemals die Pyramiden gebaut haben können....;-) Wir wünschen euch einen flotten Urlaub im Hilton Nubian-Resort in Marsa Alam...es lohnt sich! Und wir hoffen, dass die guten Vorsätze des Managements über Jahre Bestand haben, denn dann ist das Nubian auch in den kommenden Jahren eine Reise wert..... Die komplette Anlage ist behindertengerecht! Mit Ausnahme einer der Bars darf man überall schmooken. Im Restaurant natürlich nicht, aber sonst everywhere. Die Abendunterhaltung in der Aksis-Bar ist eher mau. Jeden Abend um 20:30 Kinderdisco mit der ägyptischen Variante des Ententanzes. Wie lustig. Gut, dass der Kinder-Disco-DJ jeden Abend die gleiche Platte aufgelegt hat. Danach gab es dann wildes Afrikaner-Getrommel, putzige Tänze verkleideter Einheimischer oder auch mal nur Live-Fußball im TV. Jeder wie er will...
Sehr groß, sehr sauber. Klimaanlage leise, Deckenquirl auch. Bügeleisen, Bügelbrett, Flachbild-TV, Radiowecker mit iPhone-Straps, Tresor, Kühlschrank, Kaffee & Tee zum Aufköcheln (Wasserkocher: ja). Das Bad mit Villeroy & Boch - Geräten, Vollglasduschwand, Bidét und täglichem Handtuchwechsel. Ablagen gibt es satt. Selbst wer 120 Kg Freigepäck mit schleppt, kann alles in den zahlreichen Schubladen und Schränken verstauen. Da die Anlage erst jüngst eröffnet wurde, merkt man ihr den aktuellen Ausstattungscharakter an. Spannend wird sein, wie aufmerksam das Management die Anlage weiter pflegt. Unsere Badezimmertür war leicht verzogen und ließ sich nicht korrekt schließen, die innen beleuchteten Schränke sind eher Ikea-Standard. Hoffen wir, dass man in dieser Beziehung genau so aufmerksam ist, wie in allen anderen Dingen auch.... Wie schon oft hier geschrieben, fehlen sowohl im Zimmer als auch in den öffentlichen Toiletten des Hotels die Ködelbürsten. Also gut gezielt und alles wird gut...;-)
Unser Lieblingspunkt in Sachen Hotelbewertung! Mehrere der Hotelbewerter hier haben über das eintönige Essen gemosert. Da wir sehr gerne gut Essen (ohne adipös zu sein...;-)) waren wir echt gespannt, was uns hier erwartet. Also, jeden Tag gab es mindestens fünf warme Speisen (ich spreche jetzt von abends, Mittag haben wir gerne mal ausfallen lassen, weil sonst würden wir dann doch irgendwann zur Gattung der Seekühe gezählt werden). Es wurde durch den Chefkoch täglich ein anderes Tier filettiert (Lamm, Rind, Huhn,Ente, etc...), dazu Fisch, täglich mindestens sechs Salate, Käseplatten, Kleinigkeiten wie frisch zurecht gemachte Mini-Döners, frisch zusammen gewürfelte Pasta-Gerichte mit Zutaten nach Wahl sowie Beilagen aller Coleur. Das Gemüse war übrigens frisch zurecht geschnippelt und kam nicht aus der Dose. Dazu jeden Tag zwei Süppchen zur Wahl sowie ein umfangreiches Dessert-Buffet. Warum hier im Vorfeld so viel gemeckert wurde, können wir absolut nicht nachvollziehen. Nur so viel dazu: es gab auch Touris (ja, es waren Deutsche...:-((...) die vehemennt nach Schweinefleisch verlangt haben und am quaken waren, dass die Pommes kalt sind. Kein Wunder, wenn man zwanzig Minuten überlegt, ob man nun noch einen dritten Teller voll packt oder nicht. Es waren die typischen Hartz-Fünf-Empfänger unter den (deutschen) Gästen, die diese Reise wahrscheinlich gewonnen haben und zuhause zwei Mal wöchentlich als Highlight eine Dose Ravioli aufmachen. Im (gewonnenen) Urlaub machen sie dann einen auf dicke Hose und mosern wo es nur geht. Unser herzlichstes Beileid. Wer von euch die Reise noch vor sich hat, möge sich keine Gedanken über das Essen machen, Ihr werdet satt, es wird euch schmecken und es wird auch nicht langweilig am Buffet! Ach so, Frühstück gab es ja auch noch. Dort bruzelt der Eiermann das, was man gerne hätte (Dialog eines deutschen Mit-Sechzigers mit dem Eiermann: "What do you want?" - "Zwei" - "Entschuldigung?" - "Zwei" (deutet auf die rohen Eier) - "Fried eggs or an omelett?" - "Zwei"). Kein Kommentar. Ich habe ihm dann für die Zukunft gesagt, dass Spiegeleier auf Englisch "Mirror-Eggs" heißen...*lachtot...fand er klasse, dass ich ihm geholfen habe..... Also, Käse drei Sorten (wechselt nicht), Wurst täglich zwei Sorten (wechselt auch nicht). Da könnte man vielleicht nachbessern. Gurken, Tomaten waren frisch, Baked beans, Bohnenpürree und was der Ägyptiker sonst so futtert war vorhanden. Brot in zig Variationen, Süßkrams dito. Müsli gab's eine Sorte, aber so gesund habe ich mich eh nicht ernährt...;-) Während das Personal am Mittag und am Abend sensationell aufmerksam war, wurden die Ägypter, die in der Schule nicht zu den Klassenbesten gehörten, zum Frühstückspersonal gemacht. Es kam dann schon mal vor, dass der Kaffee zwanzig Minuten von vier Bediensteten auf dreizehn Tischen zwischengeparkt wurde. Fühlte sich dann doch ein Pyramidenwächter zuständig, kam der Kaffee lauwarm in unserer Tasse an. NACHBESSERUNGSBEDARF, daher keine volle Punktzahl. Trinkgeld haben wir abends den beiden aufmerksamsten Kellnern gegeben. Mit der Folge, dass "unser" Tisch auf der Terrasse fortan für uns frei gehalten wurde. Sehr nette Geeste für einen Dollar...;-) An der Beachbar gibt es mittags vier überaus gesunde Auswahlessen. Burger mit Pommes, Pommes mit Burger, Pommes oder Burger. Oder so ähnlich. Kann man essen, muss man nicht. Jeder wie er will.... Da wir All-In hatten, erfreuten wir uns auch an den freien Getränken. Das Bier kann man tatsächlich trinken, eine Mischung aus Beck's und Heineken. Die "Kurzen" sind - sagen wir es mal vorsichtig - gewöhnungsbedürftig. Bestellt man z.B. Ouzo, bekommt man einen Sambuca ohne süß. Kömisch. Bestellt man einen Brandy, kann man mit der Lieferung sicher Möbel abbeiozen, trinken kann man das Zeug definitiv nicht. "Europäische" Getränke im Cocktail kosten einen Fünfer extra, wobei die einheimischen Cocktails mehr oder weniger gingen. Aufpassen, wenn man Cola Light bzw. Diet-Coke bestellt. In knapp 100 % der Fälle bekommt man die fiese normale Coke, weil der Ägyptiker es nicht gerafft hat.
Elf von zehn Punkten! Wer über den Service bzw. die Freundlichkeit des Personals meckert, ist zuhause wahrscheinlich siebzehn Butler gewöhnt. Diese Gattung kehrt allerdings wahrscheinlich nicht im Nubian-Hilton ein. Sehr, sehr aufmerksam, sowohl an der Rezeption, an den Bars, am Beach, und auch (Ausnahme Frühstück) im Restaurant. Während des einwöchigen Aufenthaltes wurden wir zwei Mal von einer jungen Dame angesprochen, die wahllos Touris nach ihren Nöten und Sorgen fragt. Kritik wird sofort notiert und ebenso schnell umgesetzt. Vorbildlich. Der schon erwähnte 'Omar' an der Rezeption spricht besser deutsch als so mancher Tourist mit Geburtsland Deutschland, sonst kommt man mit Englisch immer zurecht. Zimmerreinigung war ohne Beanstandungen. Manchmal erst gegen 15:30 Uhr, aber egal. Die weiteren Annehmlichkeiten wie Wäscherei und Co. haben wir nicht getestet und können es demnach auch nicht bewerten.
O.k., WIR wollten einfach nur eine Woche Sonne, Sonne, Sonne. Wer hier zum Shoppen herkommt, hat sich wohl verflogen. Guckst Du vorne aus der Anlage, siehst Du nix. Guckst Du links, siehst Du nix. Guckst Du rechts, siehst Du das Nachbarhotel, dahinter nix. Guckst Du hinten, siehst Du Wasser. Soll heißen, die Anlage liegt im Nichts, aber das war eben auch genau das was wir wollten. Entfernung zum Airport wie schon gesagt gute 20 Minuten mit dem Bus. Der nächste Ort (Marsa Alam - City etwa 60 Km weg, El Quesir ca. 30) wurde von uns nicht besucht. Luxor hatten wir eigentlich auf dem Zettel, um wenigstens etwas Kultur in der Heimat vorweisen zu können. Der deutschsprachige Rezeptions-Mokel 'Omar' teilte uns aber ehrlich mit, dass der Bustransfer "mit einem guten Fahrer" vier, mit einem durchschnittlichen Fahrer fünf Stunden dauert. One way. Bedeutet, dass man morgens gegen 06:00 abgeholt wird, bis 11:00 durch die Wüste gurkt, zwei Stunden Luxor erkundet, um dann wieder stundenlang durch die Einöde gekarrt zu werden. Völlig überraschend haben wir darauf verzichtet. Ausflüge nach Kairo o.ä. sind entsprechend dann noch zeitaufwändiger. Im Hotel gibt es vier "landestypische" Shops, mit absolut landestypischen Verkäufern. Achtung! Shop 2 bietet "Natur-Parfüm" an! Der ägyptische Händler Hassan ("Wenn ihr bei mir kauft, dürft ihr 'Hasi' zu mir sagen...") ist leicht aufdringlich und etwas nervig. Gerne verkauft er auch Natur-Parfüm im 1-Liter-Eimer. Dass man nur 125 ml aus- bzw. in Djörmänie einführen darf, beeinflusst seine Verhandlungen nicht im Geringsten...;-) So, nun zum Strand. Diverse Menschen haben hier geschrieben, dass der Strand 'ohne Ende weit weg' ist. Hallo?! Ja, der Strand beginnt tatsächlich nicht einen Meter vor der eigenen Terrasse. Und ja, auch das Riff ist frecherweise weiter als diesen einen Meter weg. Skandal! Wer mehr oder weniger gut zu Fuß ist, erreicht den Strand vom entferntesten Zimmer mit Schnorchel-Gepäck in sieben Minuten. Dazu fährt den ganzen Tag ein Elektro-Shuttle. Kostet nix und verkürzt die aufwendige Anreise vom Hotel zum Strand auf drei Minuten. Wem das zu weit ist, der ist entweder bedenklich adipös, chronisch faul oder einfach nur weltfremd....
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Fangen wir mit den Pools an. Wie schon beschrieben, war alles pickobello sauber. Die Beachbar ist nett, das Personal schnell und aufmerksam. Der Hauptpool war einigermaßen besucht, die drei kleineren Pools dito. Das Hotel war allerdings auch nicht komplett ausgebucht. Obwohl die Hütte erst seit ein paar Monaten geöffnet ist, wurden in unserer Woche sämtliche Liegenauflagen an den Pools ausgetauscht. Animation gab es ausschließlich am Hauptpool. Wobei das Wort "Animation" relativ gesehen werden darf, denn kein Animateur zieht einen am Ohr zu putzigen Aktivitäten wie Water-Polo, Water-Gym oder sonstwas. Wenn man nicht will, dann wird es akzeptiert. Sehr schön. Während es am Pool auch gegen Mittag immer ausreichend Liegen gab, musste man am Strand dann schon rechtzeitig dort sein. Wir waren meist spätestens gegen halb zehn dort, die Liegen wurden da schon knapp. O.k., den gemeinen deutschen Liegenreservierer gab es auch dort, aber wer dann erst mittags zum Strand wollte, musste warten, bis durch das Personal rubbeldiekatz weitere Liegen angekarrt wurden. Das Riff vor dem Strand ist schon klasse. Als chronische Malediven-Fahrer haben wir zwar Großfisch vermisst, aber die UW-Flora ist doch gut intakt, Schildkröten satt, gute Sicht. Seekühe sollte es dort auch geben. Haben wir auch gesehen. Ich wusste vorher nur nicht, dass die Seekuh ausnahmslos in lustig geblümten Badeanzügen umher paddelt. Soll heißen, dass wir keine echten, aber eine gewaltige Menge unechter Seekühe gesehen haben...;-) Um am Riff zu schnorcheln, muss man am Strand noch ca. 200 m i.R. des Nachbarhotels latschen. Oder man torkelt direkt über das Riffdach. Das könnte aber zur Folge haben, dass andere aufmerksame Touristen oder die Strandpolizei (es liefen ab und an zwei Uniformierte durch den Sand) unkontrolliert auf einen einschlagen...
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im November 2011 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Inga & Sven |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 9 |