- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Die 852 Zimmer des seit Dezember 2000 (mit ursprünglich etwa 300 Zimmern) bestehenden Hotels verteilen sich auf etwa 50 meist dreigeschossige im karibischen Stil errichtete Gebäude ohne Aufzug. Das mit tropischen Bäumen und Gewächsen sowie vielen Blumen bepflanzte Hanggrundstück ist parkähnlich angelegt, wobei man bemüht war, den vorhandenen Baumbestand weitgehend zu erhalten und zu integrieren. An der höchsten Stelle liegt die Hauptlobby mit Rezeption, Decameron-Explorer-Reisebüro und Souvenirshop. Die Gartenanlagen, die von zahlreichen Leguanen, Eichhörnchen und Vögeln bewohnt werden, sind ebenso wie die Gebäude recht gepflegt und werden stets sauber gehalten. Die "alten" Zimmer entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen und müssten bzgl. Haustechnik und Einrichtung dringend umfassend überholt werden. Das Hotel gehört zur kolumbianischen Decameron-Gruppe und wird nur mit AI angeboten. Als wir im Hotel waren, stammte ein Großteil der Gäste aus Kolumbien, Kanada und Panama, die in der Regel nur einige Tage blieben. Die restlichen Gäste kamen meistens aus anderen lateinamerikanischen Ländern und Frankreich. Wir waren -obwohl das Hotel stets gut ausgelastet war- die einzigen Deutschen. Die Anlage ist familienfreundlich, aber wegen der Hanglage und fehlender Aufzüge nur bedingt behindertengerecht. Ältere Menschen und Gehbehinderte sollten versuchen, ein Zimmer im unteren Bereich zu bekommen, da die Steigungen im Gelände für sie -auch in Anbetracht des Klimas- nur schwer zu überwinden wären Homepage des Hotels: http://www.decameron.co/promosite/index.php/en/decameron-com/panama-hotels/farallon/royal-decameron-golf-beach-resort-villas
Die Standardzimmer sind ca. 25 qm groß und einigermaßen komfortabel eingerichtet. Unser Zimmer (2510) im alten Hotelbereich hatte zwei Kingsizebetten (Matratzen etwas zu weich, aber nicht durchgelegen) mit Kissenmenue, ein normales Bett mit Lattenrost (wir nutzten es zur Kofferablage), einen großen Kleiderschrank mit ausreichend Ablageflächen und einem kostenpflichigen Safe, einen Schreibtisch, eine Sitzecke mit zwei Sesseln und einem kleinen Tisch sowie eine Kofferablage. Es war sauber, die Einrichtung war etwas abgewohnt, aber funktionsfähig. Die Kühlschrankbenutzung war kostenpflichtig (US-$ 3,55/Tag).Man bekam täglich kostenlos eine Flasche mit 1,5 Liter Mineralwasser. Die Sanitäranlagen (Duschkabine mit Glasabtrennung und Regenduschkopf, Waschbecken mit ausreichenden Ablagemöglichkeiten, Toilette und Föhn) sind einfach. Die Vorrichtung zum Wäschetrocknen in der Duschkabine war nur von sehr großen Menschen ohne Hilfsmittel erreichbar. Die Zimmer haben eine Ein/Aus Klimaanlage, Selbstwahltelefon und einen LCD-Fernseher mit vielen Kabelprogrammen, darunter auch die Deutsche Welle Amerika in Deutsch und Spanisch. Handtücher werden täglich, Bettwäsche zwei Mal in der Woche gewechselt. Die Zimmer im Erdgeschoss haben eine Terrasse, die im Obergeschoss einen Balkon, jeweils möbliert mit zwei Plastikstühlen und einem kleinen Tisch. Stromspannung 110 Volt, Flachstecker, Adapter erforderlich. Die Zimmerbeleuchtung könnte verbessert werden. Zu beanstanden ist die extreme Hellhörigkeit der Zimmer.
Frühstück (7 bis 11 Uhr), Mittag- (12 bis 14.30 Uhr) und Abendessen (18.30 bis 22.30 Uhr) gab es in Buffetform in den offenen Restaurants Atlantis, Pacifiko und Panamai. Die Räumlichkeiten sind ansprechend und einladend eingerichtet. Die angebotenen kalt/warmen Gerichte waren auf den kolumbianischen Geschmack ausgerichtet und dadurch für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Die vielen Rabenvögel auf dem Gelände haben natürlich auch erkannt, dass hier leicht an Nahrung zu kommen ist. Sie nutzen jede Gelegenheit, von den Randtischen und dem Salatbuffet etwas zu stibitzen. Darüber hinaus gibt es acht Spezialitätenrestaurants, von denen sich nur das Fischrestaurant in einem geschlossenen klimatisierten Raum befindet. Zum Abendessen musste man sich in allen Restaurants außer dem Pacifiko spätestens morgens einen Platz reservieren. Zusätzliche Kosten entstanden dadurch -außer im Catch-of-the-Day-Fischrestaurant- nicht. Qualität und Quantität der Speisen waren -wie auch der angebotene Tischwein- in den von uns besuchten Restaurants zufriedenstellend, wir hätten uns jedoch etwas mehr Abwechslung gewünscht. Es gab zwar Themenabende (Kreolisch, karibisch, mexikanisch usw.) - der Unterschied war jedoch nur bei den Hauptgerichten zu bemerken. Da die meisten Gäste -wie schon vorher geschrieben- nur wenige Tage bleiben, merken sie die ständigen Wiederholungen nicht. Leere Teller wurden stets schnell abgeräumt. Kindersitze waren überall vorhanden. Zu jeder Tageszeit konnte man irgendwo Snacks bekommen. Insgesamt gibt es 12 Bars, wo eine breite Auswahl von Cocktails angeboten wurde. Diese wurden stets frisch zubereitet, fielen aber sehr unterschiedlich aus. Die Restaurants und Bars machten einen sauberen und hygienischen Eindruck.
Das Personal war hilfsbereit, freundlich und zuvorkommend, oft aber sehr bürokratisch. Englisch wird nur in Ansätzen verstanden, Deutschkenntnisse sind nicht vorhanden. Check-out ist um 13 Uhr, Check-in um 15 Uhr. Der Kofferservice bei Ankunft und Abfahrt klappte perfekt. Zusätzliche Serviceleistungen: Wäscherei, Babysitting, Massage (auch am Strand), Sanitätsstation, Convention-Center mit Tagungsmöglichkeiten, Internetzugang über Terminals kostenpflichtig (15 Minuten 3 US-$, 1 Stunde 10 US-$), WiFi in den Rezeptionen kostenfrei - ansonsten kostenpflichtig. Umgang mit Reklamationen: Im Sanitärbereich unseres Zimmers waren die Steckdose ohne Strom und die Wasserauslässe in der Dusche wacklig. Außerdem löste sich im Zimmer nachts die Klimaanlage aus ihrer Verankerung. Die Mängel wurden nach unserer Meldung unverzüglich in Ordnung gebracht.
Das Decameron liegt auf der pazifischen Seite von Panamá an einem etwa vier Kilometer langen hellen Sandstrand, der im Westen vom Rio Farallón und im Osten von Felsformationen begrenzt wird. Die nächste Stadt Farallón ist etwa fünf Kilometer entfernt, der internationale Flughafen Tocumen in Panamá City etwa 140 Kilometer. Im Westen des Hotels stehen am Strand drei hohe Häuser mit Ferienwohnungen, die in der Regel nur am Wochenende genutzt werden, sowie eine kleine Ansiedlung, von der aus die "Strandverkäufer" operieren. Der Hotelstrand und das Wasser im Meer sind sauber; der Strand außerhalb des Hotelbereichs ist nach den Wochenenden voller Unrat, der bei der nächsten Flut vom Meer "entsorgt" wird. Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es in der näheren Umgebung nicht. Unmittelbar hinter der Hotelanlage befindet sich der hoteleigene Mantarraya-Golfplatz mit der erforderlichen Infrastruktur. Viele Gäste reisen über den zwei Kilometer entfernten Scarlet Martinez Airport an, auf dem auch kleinere Jets (Airbus 319, Boeing 737) abgefertigt werden können. Bei der Landung fliegen die Flugzeuge in geringer Höhe über das Hotel. Da während unserem Aufenthalt nur wenige Jets ankamen, empfanden wir dies nicht als Belästigung sondern als interessante Unterbrechung. Unser Transfer vom Flughafen Tocumen zum Hotel dauerte entgegen den offiziellen Angaben (90 Minuten bis zwei Stunden) etwa 4 1/2 Stunden, da wir am späten Freitagnachmittag durch den Wochenend- und Feierabendverkehr "stop-and-go" genießen durften. Wenn unser Fahrer nicht so gute Ortskenntnisse gehabt hätte, wären wir noch wesentlich länger unterwegs gewesen. Auf dem Hotelgrundstück gibt es Parkmöglichkeiten. Eine Bushaltestelle befindet sich etwa einen Kilometer vor der Rezeption an der "Panamericana".
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Vorhanden sind: Zehn Swimmingpools, davon einer nur für Erwachsene, und drei Whirlpools mit Sonnenliegen, Duschen und Kinderbereichen, aber zuwenig Sonnenschirme bzw. Sonnendächer. Man konnte seinen Liegestuhl jedoch auch unter hohen Bäumen auf dem Rasen plazieren. Anzumerken ist, dass die Liegen wegen fehlender Auflagen etwas unbequem waren und die besten Schattenplätze bereits früh am Morgen von Gästen belegt wurden. "Oben ohne" wird weder am Pool noch am Strand geduldet. Sowohl die Pools als auch der Strand werden permanent von Security bewacht. Weiterhin gibt es einen Fußballplatz vor dem Hotel, einen Fitnessraum, einen Volleyballplatz, Tennisplätze, Tischtennisplatten, einen Kinderspielplatz und ein Großschach. Eine Wasserrutsche war gerade im Bau. Das Animationsprogramm begann morgens um 9 Uhr und entsprach dem Üblichen, war aber zum Glück nicht aufdringlich. Der Kinderclub war geöffnet. Die Abendveranstaltungen der Animation waren während unserer Anwesenheit schwach und bestanden zum großen Teil aus Publikumsbespassung seitens des Chefanimateurs: Gäste aus Kolumbien, Kanada .... Im Café Med spielte abends eine Band, dazu tanzen konnte man aufgrund der Bodenverhältnisse nicht. Für nicht motorisierten Wassersport sind ausreichende Gerätschaften vorhanden. Motorisierter Wassersport ist kostenpflichtig, nur außerhalb des Badebereichs möglich und deshalb wenig störend. Die Discothek am Rande des Resorts öffnet um ca. 23 Uhr nach dem Ende der Abendveranstaltung im Theater. Außerdem gibt es ein Casino mit Automaten- und Tischspielen. Reitmöglichkeiten findet man in der kleinen Siedlung neben dem Hotel.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Januar 2016 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Karlheinz & Edith |
Alter: | 71+ |
Bewertungen: | 122 |