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Tom (19-25)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2011 • 2 Wochen • Sonstige
Hotel Elysees
5,0 / 6

Allgemein

Vorab, zwecks besserem Verständnis der nachfolgenden Bewertung, einige Hintergrundinformationen zu den Anforderungen die wir im Vorfeld an das zu buchende Hotel hatten. Die letztendliche Bewertung einer Sache hängt ja in entscheidendem Maße von der vorausgegangenen Erwartungshaltung ab. Die Hotelauswahl gestaltete sich sehr zeitintensiv aufgrund der schieren Menge an Hotels. Außerdem bekommt man zeitweilig den Eindruck es gäbe nur eine Wahl zwischen großen, geschlossenen Massenunterkünften oder aber kernsanierungsbedürftigen Absteigen. Das Hotel Elysees bekam letztlich den Zuschlag da es sämtliche Kriterien größtenteils erfüllte und zum Buchungszeitpunkt (ca. 1,5 Wochen vor Reiseantritt) zu einem guten Preis angeboten wurde. In die engere Auswahl kamen sonst eigentlich nur 2 Hotels in ElGouna. ElGouna, der saubere Touristenort aus der Retorte ca. 20km nördlich von Hurghada, war uns letztendlich doch zu weit entfernt zumal wir keinen reinen Kite- oder Tauschurlaub machen wollten. Hier die Anforderungen an das zu buchende Hotel: - keine reine, hermetisch abgeriegelte, All-In-Bettenburg sondern eher von mittlerer, beschaulicher Größe mit halbwegs persönlicher Atmosphäre und angenehmen Ambiente - relativ zentral und nah am Wasser/Strand liegen - Geschäfte des täglichen Bedarfs sollten in guter, fußläufiger Erreichbarkeit haben - nicht zu weit entfernt vom Flughafen gelegen (Transferzeiten Ankunft/Abflug) - möglichst relativer Neubau mit zeitgemäßer Einrichtung sein, keine abgerockte 80er Jahre Bude (viele Hotels werden nach Eröffnung nur unzureichend Instand gehalten) Nun zum Hotel Elysees selber: Das Hotel ist ein Neubau und wurde erst vor wenigen Jahren eröffnet. Dementsprechend ist alles relativ neu und noch relativ gut in Schuss. Die Einrichtung ist modern und ansprechend. Alles sehr europäisch angelehnt mit regionalen Akzenten. Während des Aufenthaltes kam es zu einem Ausfall der Toilettenspülung sowie des Aufzuges (obwohl moderne deutsche Produktion). Viele Sachen werden dann schnell aber nur provisorisch repariert. Obwohl eigentlich immer Handwerker im Haus in Arbeitskleidung rumliefen sind die Ägypter wahrlich keine Meister der Instandhaltung und Reparatur. Man bemüht sich würde es im Arbeitszeugnis heissen. Schlussendlich würde ich dem Hotel 4,5 Sterne auf der ägyptischen Skala geben die traditionell einen Punkt über der europäischen liegt. Das Hotel wird international gebucht und keinesfalls nur von Russen (was völlig wertungsfrei meinerseits wäre insbesondere da ausgerechnet die wenigen Deutsche die größten Anlässe zum Fremdschämen gegeben haben: Peinliches Ballermann-Verhalten betrunken um 12Uhr am Strand inkl. respektlosem Nachäffen der aus der Ferne zu hörenden Muezzin-Rufe). Bis auf diese Ausnahme war die Stimmung trotz des regen Alkoholausschanks stets friedlich und gesittet. Tatsächlich war das Hotel zu dem Zeitpunkt größtenteils von Urlaubern aus Mittel-/Osteuropa gebucht. Da ich die verschiedenen slawischen Sprachen gut identifizieren kann würde ich folgende Einschätzung abgeben: - 35% Serben - 25% Polen - 15% Russen - 10% Tschechen - 15% Deutsche, Niederländer, Schweden, Norweger, Kroaten, Engländer etc... Die Angestellten haben dementsprechend neben englischen auch gute Sprachkenntnisse in Russisch, Serbisch und Polnisch. --> Bakschisch wird erwartet und macht so manche Sache erst möglich (Optionen auf bessere Leistungen hält man sich damit offen, angefangen bei der Zimmerzuteilung usw..) --> aufmerksam bzgl. Trickbetrügereien. Es gibt bspw. Piaster-Scheine (faktisch Wertlos) die einem untergeschoben werden können sowie Münzen die Euro-Geldstücken zum Verwechseln ähnlich sehen. Außerdem immer von 4 Augen begutachten welches Geld man an Taxi-Fahrer rausgegeben hat, oftmals sind diese wahre Magier und reklamieren die Bezahlung mit einem hervorgeholten kleineren Geldschein. --> kein Leitungswasser trinken und nach Möglichkeit auf Salate verzichten dann kommt man auch ohne Magen/Darmkrankheit durch den Urlaub --> kleines arabisches Sprachrepertoir aneignen (Grußwörter, Floskeln, Bitte, Danke). Man erntet Wohlwollen und Freude. --> In Anspruchnahme der Leistungen der hoteleigenen Taxi-Fahrer (haben neben ihrer eigentlichen Tätigkeiten immer gute Tips und Kontakte)


Zimmer
  • Gut
  • Das Zimmer waren sauber, gut ausgestattet und geräumig. Nicht überall Streifenfrei aber sauber. Das Mobiliar ist noch gut in Schuss. Zur Ausstattung gehören LCD-TV mit internationalem und auch deutschen Programm (ZDF) sowie Kühlschrank, großem Kleiderschrank mit Safe, Spiegelschrank und Tisch mit Sitzgruppe. Die Betten waren sauber (auch die Matratze) und in Ordnung. Manche Zimmer sind mit einem Balkon ausgestattet. Das Badezimmer ist mit Waschtisch und großem Spiegel ausgestattet.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das hotelinterne Restaurant bietet "internationale Küche" und ausreichende Sitzgelegenheiten. Die Speisenauswahl ist vielfältig und abwechlungsreich. Es sollte für jeden Geschmack an jedem Tag etwas dabei sein. Fisch, Fleisch kombiniert mit Reis oder Pasta. Dazu frisches Obst (Wassermelonen, Honigmelonen, Ananas, Mango) und Gemüse. Desserts (diverse Kuchen, Puddings und sonstige Kalorienbomben) stehen auch in ausreichender Menge zur Verfügung. Frühstück gibt es soweit ich mich erinnere von 7-10 und Abendessen von 19-22Uhr. Mitagessen wurde aufgrund von Halbpension nicht wahrgenommen.


    Service
  • Gut
  • Der Service war stets zuvorkommend und/oder aber sehr bemüht was zum Teil vielleicht auch daran liegt, dass der Eigentümer öfter vorbeischaut. Diesem gehört angeblich auch die an den Beachclub angrenzende Residenz samt Yacht, welche mehrmals täglich an und ablegt. Das Personal ist engagiert und freundlich und hat meist ein Lächeln parat. Gerne wird gegrüßt, nach dem eigenen Wohlergehen gefragt oder einfach nur Smalltalk abgehalten. Weibliche Gäste werden noch „zuvorkommender“ behandelt. Überhaupt arbeiten nur 2 weibliche Angestellte in dem Hotel. Eine Empfangsdame an der Rezeption und die Ärztin. Eine weitere arbeitet in dem Massagesalon im Beachclub. Selbst die Zimmerreinigungskräfte sind Männer. Dem Sicherheitsgefühl der Gäste wird durch einen Eingangsdetektor (wie am Flughafen) samt Wachmann genüge getan. Hin und wieder schaut die Touristenpolizei vorbei. Alles jedoch sehr unauffällig und man hat nicht das Gefühl von einem Sicherheitsapparat drangsaliert zu werden. Wahrscheinlich wäre das noch nicht einmal notwendig. Das Gefühl fehlender Sicherheit oder gar Bedrohung kam kein einziges Mal auf (weder in Hurghada noch in Kairo oder Luxor). Erwähnenswert ist auch die angehörigen Taxi-Dienstleister vor dem Hotel als angenehme Alternative zu den teils lauten, lästigen, betrügerischen und fahrerisch nicht immer talentierten Taxen in Orange-Blau. Yasser (schwarze Toyota Limousine) und Said (weisse Kia Limousine) sind wirklich liebenswerte Menschen und hilfsbereit wo es nur geht. Sie bringen euch sicher und seriös von A nach B oder aber auch auf Ein- oder Mehrtages-Touren zu Zielen eurer Wahl. Wir haben jeweils eine Tagestour nach Kairo und Luxor gemacht. Eine wirkliche Alternative zu den von den Reiseveranstaltern angebotenen Trips sind Ausflüge mit Ihnen. Man reist angenehmer und bequemer, ist sein eigener Reiseplaner, und zahlt im Vergleich wesentlich weniger. Said spricht sogar sehr gut Deutsch da er jahrelang in Köln gewohnt hat.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel liegt ca. 4km westlich des Flughafens (es bestehen allerdings keine Beeinträchtigungen durch Fluglärm da die Flugrouten anders verlaufen) und südlich von Sekalla (Epizentrum Hurghadas mit Hafen, Einkaufszentrum, Diskotheken und Bars) sowie Downtown (teils noch ursprünglich geprägter Stadtteil). Gegenüber steht das Mariott Hotel und in naher Umgebung das stillgelegte Sheraton. Es steht in zweiter Reihe an der Küste und direkt an der Küstenstraße welche zugleich Hauptverkehrsstraße. Das Verkehrsaufkommen ist nicht übermäßig, man kommt auch ohne Ampeln über die Straße. Es ist also ein guter Ausgangspunkt für sämtliche Aktivitäten da man fussläufig in wenigen Metern entweder den hauseigenen Strandclub oder den schönen, breiten öffentlich-kostenpflichtigen OldVic-Strandabschnitt erreicht (etwa 30 Pfund/Tag). Andererseits kommt man auch schnell (5 Minuten, ca. 10 Pfund) nach Sekalla oder Downtown. Fussläufig, in wenigen Metern, gelangt man außerdem zu einem Wechselautomaten, einer Bank, kleineren Supermärkten (ein von freundlichen, stets gut gelaunten Kopten geführter Supermarkt befindet sich quasi direkt neben dem Hoteleingang, Handeln ist Pflicht dann bekommt man die Dose Limo für 4 sowie eine Packung Zigaretten für 10 Pfund (die Guten für den Ägyptischen Markt, nicht die Chinaware) sowie diversen Textil- und Souvenirgeschäften. Leider steht vor dem Elysees momentan eine ruhende Bauruine (Rohbau von dem allerdings kein Baulärm ausging) der die Sicht auf das Meer versperrt und lediglich von einigen wenigen Balkonzimmern aus ermöglicht.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    In der "Napoleon-Bar" über gibt es (gegen kleine Gebühr): - Billard - Kicker - Internet-PC (30min Internet 10 Pfund) Ansonsten soll es noch einen Spa-Bereich geben. Es gibt 2 Pools (Einen für jeden Gebäudetrakt) und einen gemeinsamen Innenbereich. Poolbar mit Bewirtung und ausreichend Liegen vorhanden. Positiver Nebeneffekt aufgrund nur mäßig vertretenen Deutschen: keine Liegen-Reserviererei, keine herrenlosen Badetücher die stundenlang irgendwelche Liegen blockieren. Weitere Möglichkeiten der sportlichen Aktivität im Strandclub: - Tretbootfahren - Beachvolleyball - Schwimmen inkl. Rutschen und Sprungbrett Am nahegelegenen Old-Vic Strand werden außerdem zahlreiche Wassersportarten angeboten: - Wasserski - Wakeboarding - Banana Riding etc.. Ausflüge werden "unter der Ladentheke" von beinahe jedem Geschäft angeboten. Zu wesentlich günstigeren Konditionen. Eine Ausflugsfahrt mit dem Boot zu der vorgelagerten Insel (Paradise Island, auch Mahmya genannt) ist für 15€ p.P. zu haben samt Mittagessen und Tauchausrüstung. In Sekalla gibt es zahlreiche Ausgehmöglichkeiten, Bars und Diskotheken (Calypso war mies, besseren waren Ministry Of Sound und vorallem White Beach, auch HedKandi BeachClub soll gut sein.)


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Mehr Bilder(20)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im August 2011
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Tom
    Alter:19-25
    Bewertungen:1