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Stefan (36-40)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Familie • September 2013 • 1 Woche • Strand
Sanierungsbedürftiges Hotel mit Sauberkeitsproblem
2,5 / 6

Allgemein

Die Bewertungen, die tollen Bilder im Internet und im Prospekt haben uns bewogen das Costa Lindia Beach Resort auf Rhodos zwischen Lardos und Lindos zu buchen. Um eines gleich vorweg zu nehmen: Das Costa Lindia ist das schlechteste Hotel, in dem wir je zu Gast sein durften (außer vielleicht einem Hostel in Vendig). Die Anlage ist sehr groß und durchaus interessant gestaltet. Dass man beinahe direkt von manchen Zimmern aus den Pool benutzen kann, finde ich eine tolle Sache. Aber das große Problem ist, dass es einem fast weh tut, wie heruntergekommen die gesamte Anlage ist. Was auf den Bildern noch toll aussah, ist bei näherer Betrachtung eine Katastrophe. Je mehr wir vom Hotel sahen, desto mehr bröckelten für uns die 4 Sterne des Hotels. Wir würden eher 1 oder 2 Sterne vergeben (und wir kennen auch andere 4 Sterne Hotels in Griechenland - und da liegen Welten dazwischen). Aber jetzt einmal zu den Fakten: Wir reisten mit Kind und Kegel, sprich mit unserer kleinen Tochter und einem Kinderwagen an. Das Costa Lindia ist für Kinderwägen, Rollstühle, etc. absolut ungeignet. Was wir diese Woche den Kinderwagen über Stufen auf und ab getragen haben, da braucht man kein Fitnesstudio mehr. Als uns der "Page" zu unserem (ersten von drei) Zimmer führte, kamen wir ihm, vor lauter Stufen und Winkel, kaum hinterher. Das führt uns zum nächsten Punkt - die Anlage ist extrem verwinkelt und hat viele Ebenen, sodass wir zu Beginn dachten, dass wir hier nie wieder rausfinden würden. Dazu kam noch, dass die "Hotelunterlagen" - 2 schon geschätze 100x kopierte S/W-Zettel, mit allgemeinen Infos und einem Plan der Anlage - dürftig waren (sollten derartige Unterlagen nicht auch das Hotel von der Optik her präsentieren? Aber von dem her passten die beiden Zettel eh gut zum Hotel.) Mitte der Woche fiel auch noch 2x der Hauptlift aus, was unsere Muskeln noch mehr anschwellen ließ. Je nach Lage des Zimmers hat man daher auch mehr oder weniger lange Wege zum Hauptrestaurant "La Luna". Das Essen empfanden wir im Allgemeinen als gut (ok bis gut) - eines der beiden Highlights des Hotels. Getränke waren typische Automatengetränke (Softdrinks, Wasser, Säfte), es gab auch jeweils eine Bier, Rot- und Weißweinsorte aus dem Zapfhahn. Einige Bars schmücken ebenfalls die AllInclusive-Anlage, wobei dort die Getränkequalität noch schlechter ist, als im Hauptrestaurant. Scheint man im Restaurant z.B. noch mehr oder weniger "richtiges" Cola zu bekommen, so schmeckt das Cola an der Bar nur mehr wie braunes Wasser. Aber das kennt man ja auch von anderen AllInclusive-Anlage. In der Hauptbar gab es auch Eis zur Selbstentnahme. Man darf natürlich keine Premiumqualität erwarten, im Gegenteil. Giftige, künstliche Farben, aber es schmeckte ganz ok, ohne dass wir genau sagen konnten, welche Sorte es war. In der Anlage trifft man hauptsächlich auf russische Gäste (ca. 70 bis 80%), als kleinere Gruppe konnten wir einige Deutsche und Österreicher ausmachen. Auch einige einzelne Gäste aus Spanien, Frankreich und Italien konnten wir "heraushören". Die Auswirkung ist natürlich, dass sich die Anlage doch ziemlich auf die russischen Gäste spezialisiert hat (z.B. beim Essen, Sprache, Beschriftungen). Internet ist leider nicht inkludiert und muss extra bezahlt werden, es gibt auch kein freies Internet in der Lobby, wie man es von anderen Hotels her kennt. Zusätzlich gibt es 3 Computerstationen, zum Spielen und für Internet, jedoch nur gegen Münzeinwurf. Auch Billard und AirHockey gibt es nur gegen Münzeinwurf. An der Rezeption kann man sich für 10 EUR Kaution ein (leicht schmutziges) Badetuch besorgen. Überhaupt die Themen "Schmutz" und "Reparaturbedürftigkeit" ziehen sich wie ein roter Faden durch die ganze Anlage. - Die Wasserflaschen aus der Minibar unbedingt aufheben nachdem man sie ausgetrunken hat. Wasser ist zwar im AllInclusive-Paket enthalten, aber nicht in Form vom Flaschen, sondern in Form von Nachfüllgelegenheiten. - Für Familien mit Babies - nicht die extrem überteuerten Windeln im Hoteleigenen Shop, oder in den umliegenden Minimärkten kaufen. Auf dem Weg nach Rhodos gibt es sogar einen Lidl (kurz vor Rhodos), bei dem man solche Dinge für einen Bruchteil des Preises bekommt. - Wenn man Wert auf sauberen Wasserkocher legt (Babynahrung), dann diesen lieber selber mitbringen. - Ein Besuch einer Taverne in Lardos am Abend. - Nicht ein Auto über die vom Veranstalter angepriesene Autovermietung mieten (in unserem Fall autocandia). Für 65 EUR wurde uns eine Schrottkiste untergejubelt, die man nichteinmal starten konnte. Für 15 EUR weniger gabs gleich nebem dem Hotel ein Auto um sogar etwas bessere Bedingungen. Und dieses war auch erst 1 Jahr alt. - Thema Internet im Hotel - da es dieses nicht kostenfrei gibt, haben wir Internet immer in Tavernen und Bars außerhalb des Clubs benutzt.


Zimmer
  • Sehr schlecht
  • Die Zimmer spiegeln den traurigen Zustand der gesamten Anlage wieder. Wir tauschten unser Zimmer (Familienzimmer Typ B) mehrmals, kennen auch die Zimmer von anderen. Deshalb glaube ich auch nicht, dass wir nur "Pech" hatten. Sprachen auch mit anderen Gästen, denn die Schlangen bei der Rezeption mit sich beschwerenden Gästen war oft lange. Aber machen wir es kurz: Zimmer #1: Bei unserer Zimmerübergabe, werkte der Techniker gerade mit dem Saugpümpel/-glocke im Badezimmer, das ganze Bad war naß. Die Matratze war versifft, sodass sich meine Frau weigerte, sich jemals in dieses Bett zu legen. Es gab keine Fernbedienung für die Klimaanlage. Das Telefon funktionierte nicht (wollten bei der Rezeption anrufen, dort sagte man uns später, dass das Telefon in weiten Teilen des Hotels nicht funktioniert). Das zusätzliche Zimmer beim Familienzimmer ist ein Durchgangszimmer ohne Fenster. In unserem Nachbarzimmer könnte man weder die Badtür, noch die des Extrazimmers schließen. Zimmer #2: Wir bekamen dann ein anderes Zimmer, wobei wir dieses auch wieder ablehnten, da die Klimaanlage offenbar undicht war und das Schlafzimmer unter Wasser setzte. Zimmer #3 War dann angeblich aus einer besseren Kategorie, wobei wir nicht wussten warum - es war im Grunde wie die anderen, nur kleiner. Was alle Zimmer aber gemeinsam hatten: Schimmel im Bad, allgemein hoher Schmutzfaktor. Verdreckte alte Badewanne. Alle Wasserhähne und Duschdüsen waren voll mit Grünspan. Einen Röhrenfernseher (den wir allerdings nie eingeschalten hatten - Anmerkung: wobei lt. Beschreibung in den Familienzimmern eigentlich 2 TVs sein sollten). Lampen, die nicht funktionierten. Wir mussten feststellen, dass zwar der Fliesenboden (im gesamten Zimmer, also Bad und Schlafzimmer) gewischt wurde, das Bett gemacht und die Mistkübel geleert wurden, das Bad aber nie geputzt wurde (Spiegel, Waschbecken, Badewanne, Toilette). Wenn man beim Einzug noch die angefangenen Seifen und Duschgels der Vorgäste vorfindet, dann weiß man bereits, was es geschlagen hat. In unserem Zimmer #3 kam dann noch hinzu, dass wir gegen Ende der Woche auf ein paar kleine Tierchen im Bad trafen, die aber schnell wieder unter der Badewanne verschwanden. Zusätzlich war bei der Balkontür das Schloß gebrochen, sodass man jederzeit von der Poollandschaft in unser Zimmer gelangen konnte (Vielleicht war dies auch ein Versuch und zum kostenpflichtigen Zimmertresor zu verleiten). Der Höhepunkt war dann jedoch, als es anfing windig zu werden. Da pfiff der Wind durch das Zimmer, als ob wir in einer Höhle wohnten. Der Grund: die Balkontür und dessen Rahmen wurden so eingebaut, dass ein ca. 1cm Spalt zur Mauer blieb. Da wir es müde waren, erneut die Zimmer zu tauschen und unsere Aufforderung zur Reparatur nicht nachgegangen wurde, haben wir den Spalt notdürftig selbst mit Toilettenpapier gestopft, was aber nicht wirklich Erfolg brachte. Die Minibar wurde einmal zu Beginn gefüllt, danach nicht mehr - dies stand jedoch in der Hotelbeschreibung. Alles in allem, versiffte Zimmer auf niedrigem Niveau, die mehr und mehr auseinanderfallen. Im Prinzip werden Reparaturen leider nur passiv bei Beschwerden notdürftig durchgeführt. Dabei hätte jedes Zimmer eine Generalrenovierung nötig. Interessant auch: die Klimanlagen schienen zwar ziemlich neu zu sein, waren aber alle direkt auf die Betten ausgerichtet.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Eines der wenigen Pluspunkte des Hotels war das Essen. Das fanden wir zwischen ok und wirklich gut. Eine gewisse Abwechslung bei den Speisen war auch geboten. Da haben wir schon Schlimmeres erlebt. Der Anteil an wirklich griechischem Essen hielt sich aber in Grenzen. Anscheinend gab es einmal in unserer Woche ein Moussaka und genau dann, als wir nicht Essen gingen. Wie bereits in anderen Bewertungen zu lesen, der Buffetraum war dem Menschenansturm nicht wirklich gewachsen. Das war oft ein Gedränge und Kampf. Gewisse Speisen, wie Waffeln oder Pancakes waren nur sehr schwer oder mit Ellbogentechnik zu ergattern. Unverständlich auch diese Rotlichtlampen, mit denen anscheinend versucht wurde, einige Speisen warm zu halten. Das Rotlicht hatte zur Folge, dass man oft nicht sah, was das genau ist, was man präsentiert bekam. Ich bin sicher, dass es auch andere Wärmelampen gäbe, die nicht das ganze Essen Rot bestrahlen. Anscheinend gibt es auch nur eine Art von Glas, eine Art von Weinglas, aus dem Saft, Bier, Wein getrunken wird. Will man sich einen Saft nicht in ein zuvor getrunkenes Bierglas schütten, muss man sich das Glas halt vorher selbst mit Wasser auswaschen. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Genauso wie die Plastikbecher an den Bars - Plastikbecher sind ja auf Grund der Pools verständlich, aber müssen sie dermassen billig und dünn sein, dass man sie nur ganz vorsichtig angreifen muss und kann :) Wie gesagt - für mich auch nur eine Kleinigkeit. Viel schlimmer fanden wir wieder die fehlende Sauberkeit im Restaurant. Speziell auch die Stuhlhussen in den Außenplätzen. Ich dachte immer, wenn die Hussen schon so dreckig und fleckig sind, wie müssen dann erst die Stühle darunter aussehen. Anscheined wird wirklich nicht oft gewaschen und geputzt im Costa Lindia. Bzw. Geld in die Handgenommen, um abgenutze und nicht mehr waschbare Dinge zu ersetzen. Dies führt mich als Vater wirklich zum unverständlichsten und erschreckendsten Punkt - die Kindersitze (Hochstühle) im Restaurant. Sämtliche Sitze hätten schon seit Jahren auf den Müll gehört. Rostig, verschlissen, sämtliche Gurte abgerissen. Es gab nur einen Sitz mit Gurten! Und dieser war natürlich immer schnell vergriffen. Die Polsterungen waren aufgerissen, die Füllung kam heraus. Man musste aufpassen, dass die Kinder nicht plötzlich die Füllung essen (was meine Tocher beinahe tat). Als ich einen der Manager drauf ansprach und fragte, wann das Hotel diese eigentlich gefährlichen Kindersitze zu ersetzen gedenkt - kam nur die Antwort - vielleicht irgendwann und man werde die Hotelleitung informieren. Zumindest wurde der Sitz mit offener Polsterung kurzfristig entfernt.


    Service
  • Eher schlecht
  • Für mich eines der Highlights des Costa Lindias: die freundlichen und meist gut gelaunten Mitarbeiter. Speziell in den Restaurants und Bars und beim Reinigungspersonal. Nur ganz selten kam es vor, dass man sich nicht verständigen konnte, d.h. die Fremdsprachenkenntnisse waren gut. (Spez. Englisch, tlw. auch Deutsch, aber haupts. russisch :) ) Die Rezeption war bemüht, hatte aber natürlich auf Grund der Fülle der Beschwerden einen schwierungen Stand. Sie wirkten oft genervt bzw. waren denn froh, wenn man nicht mit einer Beschwerde, sondern mit der Bitte um ein Taxi ankam. Auch das Reinigungspersonal war sehr nett, wobei wie gesagt, bei uns speziell im Badezimmer nicht richtig geputzt wurde. Die "öffentlichen" Toiletten wurden offenbar auch nicht wirklich gereinigt oder gewartet. Die sahen an unserem Abreisetag um 5 Uhr früh genauso aus, als während des Tages. Tlw. überschwemmt, Klopapier zum Handeabtrocken, etc. Im "Freizeitraum" mit den Pooltischen - die gleichen Ringe auf den Couchtischen von abgestellten Getränken konnten wir am ersten und bis zum letzten Tag bewundern. Beschwerden wurde mehr oder weniger genervt von der Rezeption aufgenommen. Man sah, dass bereits ellenslange Listen geführt wurden. Unsere letzten Beschwerde wurde dann nicht mehr nachgegangen (Abdichtung der Balkontürritzen, wegen starkem "nächtlichem Windpfeifen"). Die anderen Beschwerden wurden jedoch behandelt und gelöst. Sehr hilfsbreit war man immer beim Bestellen von Taxis oder auch beim Anrufen der Autovermietung.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Anlage hat direkten Zugang zum Strand. Unsere Zimmer waren im hinteren Teil des Hotels, was zwar lange Wege zum Restaurant, aber relativ kurze Wege zum Strand bedeuteten. Hat man sich auf einer der bequemen (inkludierten) Liegen niederglassen, kann es einem passieren dass man wieder verscheucht wird. Denn es gibt am Strand einen Aufpasser, der darauf achtet, dass man sich nicht auf die Liegen der Nachbarhotels legt. Also wieder runter von den bequemen Liegen des Nachbarhotels und auf die unbequemen, tlw. kaputten Liegen ohne Auflage des Costa Lindias gelegt. Wasserqualität am Strand ist wirklich gut - klares Wasser, Kies/Sandstrand, der einem durch die Tiefe des Sandes etwas Mühe beim gehen macht. Städte in der Nähe sind Lardos und Pefki. Lindos ist etwas weiter weg (ca. 10 km). Eine Taxifahrt vom Hotel nach Lardos kostet 7 EUR, zurück waren es 5 EUR. Von Lindos zum Hotel bezahlten wir 12 EUR. Busverbindung ist gut, beim von außen wirklich gut aussehenden Nachbarhotel Lindos Princess gibt es eine Bushaltestelle (sind nur ein paar Meter zu gehen). Auf Grund der Lage des Hotels sind die Busfahrten zum oder vom Flughafen oder nach Rhodes Stadt von langfristiger Natur. 1,5 muss man für den Flughafentransfer schon einrechnen. Lardos hingegen ist mit dem Taxi nur ein paar Minuten entfernt, ist zwar sehr klein (im wesentlichen gibt es nur den "Hauptplatz"), ist aber wegen der schönen Tavernen und Bars einen abentlichen Besuch wert.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wie bereits erwähnt, bin ich ein Fan der Idee, die Pools bei den Zimmern (zumindest auf den unteren Leveln) vorbeilaufen zu lassen, sodass man fast direkt vom Zimmer in den Pool springen kann. Das Problem ist aber, dass es kein großer Pool, sondern viele kleine sind. Will man also z.B. zur Poolbar auf dem Wasserweg, so ist dies nicht möglich. Die Pools werden anscheinend rein über die Zugabe von Chemikalien gereinigt (deshalb auch die Warnschilder, den Pool zwischen 20:00 und 9 Uhr nicht zu benutzen). Um Sand, Dreck, Blätter, Becher im Wasser und rund um die Poollandschaft scheint sich nicht wirklich jemand zu kümmern. Die Poolleitern sind eine Katastrophe und tlw. gefährlich. Manche wackeln derart, dass man auch mit weniger Gewicht Sorgen machen muss, ob man die Leiter aus der "Verankerung" reißt. Die Fliesen der Poolanlage hat auch schon bessere Tage gesehen, abgebrochene Fliesen und scharfe Kanten sind keine Seltenheit. Gleiches gilt für die Liegen und die fix montierten Sonnenschirme.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im September 2013
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stefan
    Alter:36-40
    Bewertungen:2