Der allererste Eindruck mit der Baustelle am Eingang war schockierend - besonders für meine Frau. Nachdem wir durch die relativ schlicht gestaltete Empfangshalle gegangen waren und konnten den schönen Blick von der Terasse geniessen waren wir wesentlich zufriedener. Wir hatten vorher im Internet gelesen, dass die Gartenanlagen großzügiger und vielseitig gestaltet waren und haben uns auch hierauf gefreut. Unsere Zimmer waren zum Zeitpunkt unseres Ankunfts (07: 00 Uhr) noch nicht verfügbar was anscheinend bei den flügen aus Köln/Bonn oft vorkommt, aber unser Reiseleiter hatte uns weder während der Fahrt vom Flughafen vorgewarnt, noch hatte er sich darum gekümmert nachdem wir ankamen. Im Hotel waren die Leute am Empfang allerdings sehr freundlich und schickten uns zum Frühstück, obwohl wir erst um 10: 00 Uhr unsere Armbände für "All inclusive" bekamen. Um 10: 00 Uhr war ein Zimmer schon fertig. Die Kinder konnten um 12: 00 ihr Zimmer beziehen. Mit mehr Infos vorab hätten wir diese Situation besser akzeptiert - dafür konnten aber die Leute im Hotel nichts. Am Strand ist unendlich viel Platz - mit einem langen Hauptstrand und zwei kleine Strandabschnitte auf der anderen Seite einer kleinen Lagune. Wir hatten relativ viel Wind für April und konnten bei schwarzer Fahne immer in der Lagune schwimmen. Unsere grosse Jungs wollten nur im Meer schnorkeln und kamen sehr schnell über eine Brücke mit guter Einstiegsmöglichkeit dorthin. Am Strand und im Restaurant hörten wir viele Sprachen - Russisch, Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und sogar Arabisch. Es waren viele Familien mit Kindern aber genauso viele ältere Menschen. Es gibt Rampen für Buggys und Kinderwagen aber diese sind recht steil und eng und meines Erachtens nicht für Behinderten geeignet. Unsere frühe Anreise hatte den Vorteil, dass wir viel vom ersten Tag hatten. Unsere späte Abreise am letzten Tag funktionierte genauso gut, da die Leute im Hotel sofort einen späten Checkout bis 14: 00 Uhr kostenlos anboten und bis 16: 00Uhr für 25€ pro Zimmer. Auch mit einem zusätzlichen Mittagessen am letzten Tag gab es keine Schwierigkeiten. Wir konnten alle Geschenke die wir nicht in Hughada kaufen konnten, problemlos am Flughafen einkaufen. Die Preise für Wein waren dort deutlich niedriger.
Beide Bungalows waren im 3400er Bereich, ohne Seeblick aber sehr günstig gelegen für alle Einrichtungen in und um das Haupthaus - Restaurant, Terasse, diverse Souvenirläden, Showbühne und Hauptpool. Wir hatten beide zwei Kingsize Doppelbetten und viel Platz im Zimmer. Bei uns wurde das Zimmer um die Mittagszeit gereinigt, was nicht immer so angenehm war. Die Zimmer waren aber sehr sauber und es hat fast alles reibungslos funktioniert - nur ZDF gab es nicht immer in Fernsehen. Am Balkon gab es merkwürdigerweise nur eine Sitzmöglichkeit. Das war üblich in diesem Bereich.
Das Essen war wirklich anders als erwartet. Sowohl beim Mittag- als auch beim Abendessen wurde das Hauptfleischgericht persönlich vom Koch tranchiert/serviert/gegrillt. Der Nachteil; wir mussten Schlange stehen. Der Vorteil; die schlimmsten Excesse von anderen Hotels wo Fleisch in Hülle und Fülle auf den Tellern Übrig bleibt , konnte dort vermieden werden. Es gibt sehr viel Auswahl bei Salaten und Vorspeisen - auch mit ausgefallenen Speisen. Mein Bedenken nach dem Lesen von anderen Beurteilungen wurde nicht bestätigt. Die Fischgericht waren wirklich sehr lecker. Der Hauswein kann ich allerdings nicht weiterempfehlen.
Wenn man beim neunzehten Mal die Frage beantworten muss "Where are you from?" kann die Frage anfangen zu nerven. Dennoch waren alle Mitarbeiter des Hotels bis auf einen Kellner im Restaurant und der Hauptbarkeeper am Abend sehr freundlich und zuvorkommend. Im Bar am Abend hatte man manchmal den Eindruck, das Gäste die etwas trinken wollte, für den Herrn hinter der Theke eine einzige Belästigung waren. Am Strand hatten wir verschiedene Angebote für Surfunterricht, Tauchen, Ausflüge oder Massage aber bei dem wind und bei dem Angebot an Meeresleben direkt vor der Nase haben wir nichts in Anspruch genommen. Warum 2 Stunden wegfahen , wenn ständig Boote von woanders unser Riff aufsuchten?
Die Fahrt vom Flughafen dauerte am frühen Morgen nicht lange. Coral Beach war das letzte Hotel, das angefahren wurde. Wegen der Baustelle am Eingang sieht die Anlage von der Straße nicht sehr verlockend aus. Es war aber dort sehr ruhig mit keinem Lärm von der Straße - und auch recht wenig aus der Luft. Da ist der Flughafen noch weit genug entfernt. Wenn man mutig genug ist, und 10 Minuten die Hauptstraße entlang läuft, kommt man zum Hilton Hotel, wo es eine ganze Reihe von Geschäften gibt mit deutlich mehr Auswahl als im Hotel selbst. Dort ist auch eine Apotheke. Der Shuttlebus nach Hurghada fährt zweimal am Tag, um die Mittagszeit und am Abend. Es gibt nur 11 Plätze im Bus. Bis wir uns entschieden hatten ohne die Jungs in die Stadt zu fahren, waren die Busse durchgehend ausgebucht. Es war anscheinend nicht möglich die Kapazitäten hier zu erhöhen. Woanders hatten wir es deutlich besser gehabt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Tennisplätz waren jeden Tag verwaist. Wir dachten zuerst der Wind sei der Grund dafür. Am dritten Tag haben wir unser Gutschein für eine halbe Stunde eingelöst und den ersten Platz betreten. Wir entdeckten sehr schnell, dass die Rolle, die hinter dem Sandplatz stand wohl seit langen nicht eingesetzt wurde. Der Platz war kaum fester als der Strand. Am zweiten Platz war der Zustand deutlich besser, aber die Oberfläche war alles andere als glatt. Wir haben die beiden anderen Gutscheine nicht eingelöst. Wenn man jedoch nur Badeurlaub erwartet an einem Strand mit Sand (nicht überall) und ein relativ intakter Riff mit sehr viel Leben, dann findet man hier alles - und ganz ohne Gedränge.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im April 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | David |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 4 |


