- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel allgemein war sicher nicht schlecht, aber eben auch nicht so gut, wie es hier überwiegend geschildert wurde. 4 Sterne lassen sich nur mit viel Wohlwollen rechtfertigen. Man muß sich vor Augen halten, daß das Hotel innerhalb von drei Monaten erbaut und im Mai diesen Jahres eröffnet wurde. Entsprechend ist die Anlage noch nicht fertig und bislang recht klein. Die rasante Bauweise hat ihre Spuren hinterlassen, die besonders in den Badezimmern zu erkennen sind. Während unseres 10-tägigen Aufenthalts waren fast ausschließlich Gäste aus Deutschland im Hane Garden untergebracht. Das Hane Garden würde für uns vermutlich nicht die erste Adresse, wenn wir wieder in die Türkei reisen wollen. Aber es ist auch keine Hotel, daß wie nie wieder betreten würden. Im nächsten Jahr soll die Anlage vollständig fertiggestellt sein und auch das Personal wird besser mit allem zurecht kommen, so daß wir dann vielleicht auch anders uteilen würden.
Die Zimmer waren recht steriel Ton in Ton eingerichtet. Geringfügige technische Probleme schienen "normal" zu sein. So konnte es passieren, daß man mit seiner Fernbedienung nicht nur den eigenen Fernseher bedient hat, oder, daß die Klimaanlage nicht zuverlässig lief. Am BAdezimmer wurde recht gut deutlich, in welch kurzer Zeit das Hotel errichtet und eröffnet wurde. Der Balkon war verhältnismäßig klein, dafür aber so angelegt, daß vom Nachbar-Balkon niemand rüber schauen konnte. Unsere Handtücher wurden täglich gewechselt, die Bettwäsche glaube ich alle 3 Tage. Leider wurden die Zimmer nicht naß gewischt. Die Fußbodenreinigung ist lediglich mit Staubsauger und Besen erfolgt.
Im Restaurant wurde zu jeder Tageszeit ein relativ umfangreiches Buffet angeboten, das allerdings nicht sonderlich abwechslungsreich gestaltet war. An der Strand-Bar gab es mittags grundsätzlich Salat, Fleich, Hamburger und Pizza. Ähnlich soll es auch an der Pool-Bar gewesen sein, dort haben wir allerdings nie gegessen. Nachmittags wurde sehr leckere Kekse und Obst gereicht. An der Strand-Bar mußte man möglichst früh zuschlagen, da teilweise nicht nachgefüllt wurde wenn etwas vergriffen war. Qualität und Sauberkeit in den Gastronomie-Bereichen waren völlig in Ordnung. Aufgrund des relativ klein wirkenden Restaurants war die Atmosphäre gerade Abend eher unangenehm, so daß wir uns nie länger als nötig dort aufgehalten haben. Die Lobby wirkte auf uns etwas steril. Wie auch auf den Zimmern kam man sich ein wenig vor wie in einem Business-Hotel. Die Preise für Leistungen, die nicht im AI-Angebot enthalten waren, waren fair. Ein frischer O-Saft zum Frühstück kostete einen EUR, Cocktails je 5 EUR. Etwas sauer aufgestoßen ist uns, daß abends in der Lobby um PUNKT 23:30 Uhr auch die normale Cola einen EUR kostete.
Das Personal läßt sich nicht zusammenfassen beurteilen. Wirklich nett und freundlich waren nur wenige der Kellner. Einige waren nicht in der Lage zu grüßen und haben immer den Eindruck vermittelt, daß man nicht wirklich erwünscht ist. In diesem Zusammenhang kam es auch zu Beschwerden einiger Gäste. Ausreichend gutes Deutsch haben die meisten gesprochen, und wo das nicht reichte wurde eben ein wenig englisch gesprochen. Ein Großteil des Personals schien nch recht unerfahren, was dazu führte, daß einige Abläufe noch nicht 100 %ig funktioniert haben. Hierzu zählen das Abräumen und das Decken der Tische, sowie die Versorgung mit Getränken. Absolut herausheben muß Ibrahim (kurz Ibo). Der Kellner mit dem besten Überblick. Ibo war IMMER der freundlicheste aller Service-Mitarbeiter und verstand es trotz des Streß' jederzeit noch einen kleinen Spuch zu lassen. Die Animation war aus unserer Sicht gut. Überragend war sicherlich der Umgang mit Kindern. Metti hat sich von morgens bis anbends um die Kids gekümmert und war hier scheinbar absolut nicht aus der Ruhe zu bringen. Weiter so. Die Animation am Strand bestand täglich in je 2 Runden Dart, Volley-Ball und Boccia, wobei hier keiner der Animateure länger als 15 Minuten beschätigt war. Aber auch hier sollte man den Jungs einfach noch etwas Zeit geben. Der Service am Strand war top und muß an dieser Stelle lobend erwähnt werden. Jeden Morgen haben wir einen tadellosen Strandabschnitt vorgefunden und wurden mega freundlich bedient, wenn es darum ging, daß wir unsere Handtücher holten.
Zum Strand betrug die Entferung wie im Prospekt beschrieben gute 500 Meter. Das oft erwähnte Strand-Taxi fuhr ununterbrochen und brachte auch die Lauffaulen jederzeit zügig zum Strand. Die direkte Hotelumgebung stellte sich als karger Überrest einer Baustelle dar. Hierzu sei gesagt, daß das Hotel im Winter wohl geschlossen wird um die Gartenanlage zu errichten, die dann auch das direkte Umfeld des Hotels ansehnlich machen soll. Innerhalb von wenigen Minuten läßt sich ein kleiner Basar ereichen, auf dem man eigentlich schon alles bekommt, was das Touristen-Herz begehrt. Im Domlush läßt sich Side innerhalb von gut 25 Minuten hervorragend erreichen. Der Kostenpunkt liegt hier bei 1,50 EUR pro Person und Fahrt. Alle 10 Minuten kommt ein Dolmush vorbei.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Am Pool haben wir uns nie aufgehalten. Aufgrund der (noch) sehr kleinen Gartenanlage war es hier einfach zu eng. Wer sich seine Liege nicht frühzeitig reserviert hatte, der hatte ein Problem. Die Qualität des Pools muß leider etwas in Frage gestellt werden. Nachdem der Pool zunächst aufgrund einer ausgefallenen Filteranlage gekippt und völlig trüb war, hatten anschließend wohl mehrere Poolgänger gesundheitliche Probleme. Wir waren täglich am Strand und konnten uns hier über nichts beklagen. Unser Strandabschnitt war jeden Tag in einem Top-Zustand, die Liegen waren wie an der Schnur gezogen aufgestellt und das Wasser war toll. Der Strand fiel ganz langsam ab, so daß man recht weit in Wasser laufen konnte. Die Brandung war nicht zu stark und das Wasser war sauber. Wenn das Meer etwas unruhiger wurde, hatte man wie überall am Mittelmeer ein paar Algen die Angespült wurden, aber mehr nicht. Das Wasser-Sport Angebot am Strand war üppig und preislich sehr sehr fair. Wir haben täglich Volleyball gespielt, was leider teilweise etwas schmerzhalft war. Zunächst mußte das Feld immer wieder gewässert werden, damit man sich nicht die Füße verbrannte und dann kam es leider sehr häufig vor, daß man in Dinge trat, die am Strand nichts verloren haben. Das Volleyball-Feld war mit Bauschutt-Durchzoegen, was immer wieder dazu führte, daß Steine von der Größe eines Tennisballs im Sand zum Vorschein kamen. Man mußte also aufpassen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im August 2006 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Jens |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 1 |