Das Hotel selbst ist eine große Anlage, die allerdings schon deutlich in die Jahre gekommen ist. Viele Liegen am Kinderpool waren durchgebrochen. Im Pool selbst waren ebenfalls diverse Fliesen kaputt. In unserem Reisezeitraum (Mai-Juni) war das Hotel zu ca. 1/3 ausgelastet, hiervon 90% Russen. Verpflegung war All inclusive (genauere Bewertung s. u.). Mir persönlich hat die Lobby gar nicht gefallen, sie ist riesig und hat eher schon Bahnhofscharakter. Das Personal ist nur dann freundlich und hilfsbereit, wenn es Trinkgeld bekommt. Sauberkeit war seltsam aufgeteilt, man sah zwar andauernd jemanden mit dem Wischmop rumrennen, der die Böden putzte, dafür wurden die Tische im Restaurant überhaupt nicht abgewaschen.... Detailliertere Angaben zum Restaurant, Zimmer und Pool weiter unten. Mit dem Handy zu telefonieren, ist enorm teuer, ca. 5-6 Euro/Minute. Davon würde ich abraten. Günstiger ist es, im Hotel den Call Center zu nutzen. Eigentlich war es für uns jetzt schon zu heiß, wir hatten im Schnitt 40° Grad im Schatten, ohne Schuhe konnte man nicht über den Sand oder die Wege laufen! Badeschuhe sollten in jedem Fall mitgenommen werden, da im Meer doch recht viele Steine vorhanden sind (zwar nur auf einem kurzen STück, danach ist Sand, aber der Weg bis dort könnte sonst unangenehm werden). Es ist heiß und sonnig, Wolken oder gar Regen haben wir überhaupt keine gesehen. Angenehm ist, dass eigentlich ein steter Wind weht, der die Hitze einigermaßen erträglich macht. Das Hotel liegt direkt unter der Einflugschneise des Flughafens. Erstaunlicherweise hat uns das aber nicht so sehr gestört.
Die Zimmer waren überraschend angenehm: wir hatten 2 Doppelzimmer mit Verbindungstür. Die Zimmer waren sehr geräumig, man hatte richtig Platz. Die Betten waren ebenfalls ziemlich groß. Man konnte sie mithilfe eines Verdunkelungsvorhangs komplett abdunkeln. Die Klimaanlage funktionierte gut und war auch dringend nötig. Ebenso hatten wir eine Terasse mit einem Tisch und 2 Stühlen. Das Badezimmer war grundsätzlich ok, wenn auch hier der Zahn der Zeit schon ganz gewaltig genagt hatte. Schade fand ich, dass es nur eine Badewanne mit festem Duschkopf gab, eine Handbrause wäre hier teilweise angenehmer gewesen, aber das ist vielleicht auch Geschmackssache. Die Minibar enthielt drei Flaschen Wasser, die auch jeden Tag neu aufgefüllt wurden. Allerdings wirklich nur Wasser, keine Limo, Cola, Bier o. Ä. Ich gebe dem Zimmer trotzdem nur 4 Sterne, weil wir nach der ersten Woche eine Kakerlake zu Besuch hatten :(. Wir haben das Vieh getötet und mit zur Rezeption genommen, wo man sich dann entschuldigte und unsere Zimmer sofort einem Insektizid besprüht hat. Trotzdem, durch diese Begegnung, hat mein Wohlwollen für das Zimmer doch ziemlich gelitten. Fernsehen gibt es zwar (auch deutsche Sender, wie z. B. RTL), aber in sehr schlechter Bild- und Ton-Qualität
Gastronomie ist hier schon fast lachhaft. Wir hatten A.I., d. h. man geht ja eigentlich davon aus, dass man Alles mit drin hat, zumindest alles "Normale" wie z. B. Eis für die Kinder usw.- Weit gefehlt: Eis gab es zwar überall, aber man musste pro Kugel einen Euro zahlen. Nur zum Mittagessen im Hauptrestaurant gab es Eis umsonst, nahm aber sein Mittagessen als Imbiss am Pool oder am Strand ein, musste man es bezahlen - ist mit zwei kleinen Kindern nicht so prickelnd. Es lief auch immer jemand mit Melonenstücken durch die Gegend, aber auch die mussten mit 2 Euro bezahlt werden. So etwas ist extrem ärgerlich. Da das Hotel nicht vollständig ausgelastet war, hatte die meiste Zeit nur das Hauptrestaurant geöffnet. Insgesamt gibt es drei Restaurants: das Hauptrestaurant, ein "italienisches" Restaurant und ein "orientalisches" Restaurant. Letzteres hatte in den zwei Wochen überhaupt nicht geöffnet, das Italienische nur sehr sporadisch. Das Essen zeichnete sich durch ausgesprochene Einfallslosigkeit aus: es gab Reis, Nudeln und Kartoffeln. Wollte man dazu aber auch eine Soße haben, wurde es schon ziemlich schwierig. Nur für die Nudeln wurde eine Tomatensoße bzw. eine Art Sahnesoße angeboten, in die man sich dann noch ein bisschen Tomate, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch geben lassen konnte. In der Regel wurde man aber schon komisch angeguckt, wenn man von den diversen Zutaten mehr als einen Löffel haben wollte. Es gab ca. 5mal Leber gebraten oder gegrillt oder alternativ Fisch. Auch hier suchte man nach einer passenden Soße vergebens. Hühnchen gabs in Form von Chicken Wings und einmal als Geschneltzeltes (Hurra!) allerdings war hier dann so ziemlich alles von dem Vogel reingeschnitten worden, dass einem die Lust direkt wieder verging. Am reichhaltigsten war immer noch das Nachtischbuffet, allerdings schmeckten die verschiedenen Cremes/Puddings unabhängig von ihrer variierenden Farbe immer gleich. An Obst gab es immer Datteln und Apfelsinenstücke. Jeden 2. oder 3. Abend auch mal Honigmelone (mittags nie). Bananen und Äpfel suchte man am Buffet vergebens, es gab sie schon, aber auch hier musste man dafür bezahlen... Das Beste war noch das Frühstück, da man sich da wenigstens sein Ei zu einem Omelett mit diversen Zutaten zubereiten lassen konnte, allerdings musste man hier sehr lange Warteschlangen inkauf nehmen. Es gab auch Pfannkuchen, was für unsere Kinder sehr schön war, es war nämlich so ziemlich das Einzige, was sie gegessen haben... Allerdings war auch hier schon das Problem, dass man komisch angeguckt wurde, wenn man mehr als 2 Stück haben wollte, wobei die Pfannkuchen ungefähr die Größe eines Bierdeckels hatten. Nutella gab es gar nicht auch nichts was so ähnlich gewesen wäre, nur Marmelade und Honig. Als Imbiss am Pool und Strand gab es immer dassselbe, überhaupt keine Abwechslung: Fritten, Hamburger, Pizza (belegt mit ca. 3 Stücken Paprika...), Hot Dog mit Ketchup oder Senf. Insgesamt war das Essen die totale Katastrophe. Hinzu kommt, dass wir eigentlich alle krank geworden sind: mein Sohn hatte quasi die ganzen 14 Tage ständig Bauchschmerzen, meine Tochter hatte Durchfall, Ich selbst hatte in der ersten Woche Durchfall und massivste Magencholiken, mein Mann das Gleiche in der zweiten Woche. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das am Essen gelegen hat: die Tische wurde nie abgewischt, wenn jemand vor einem daran gesessen hat, sie klebten ohne Ende. Beim Frühstück flogen Servietten und sämtliche andere Abfälle durch die Gegend (wir haben immer draußen gegessen, da der Speisesaal zu groß und zu laut war und die Gerüche auch nicht nicht unbedingt die angenehmsten waren). Das italienische Restaurant hat diesen Namen eigentlich gar nicht verdient. Es ist deutlich kleiner als das Hauptrestaurant, aber der einzige Unterschied war hier, dass es noch zusätzlich Pizza gab, ebenso wie am Strand "reichhaltig" belegt mit 3 Stücken Paprika oder Champignons bzw. rein mit Käse. Fazit: Essen war insgesamt hundsmiserabel!!!
Wie oben schon gesagt, das Personal ist nur dann freundlich und hilfsbereit, wenn man Trinkgeld gibt und zwar überall. Auch nur einmal Trinkgeld geben reicht da nicht aus, sondern man muss es wirklich jedesmal neu geben: den Kellnern im Restaurant, den Leuten an der Strandbar, der Poolbar, den Liegen am Strand und am Pool etc. Deutsch wird außer: "Gehts gut" kaum gesprochen, Englisch ist ok. Bei Beschwerden kommt es auch sehr darauf an, mit wem man spricht. Wir hatten dreimal abends ziemlich lange Stromausfall (ca. 1 Stunde). Hier bekam man dann auf Wunsch eine Kerze in der Größe einer Weihnachtsbaumkerze als Lichtquelle... Das, was man so üblicherweise von den Zimmermädchen kennt, also sowas wie z. B. Figuren aus Handtüchern zu machen oder Blumen zu dekorieren etc. ist bei uns nur ein einziges Mal gemacht worden, obwohl wir auch hier immer Trinkgeld aufs Bett gelegt haben. Sicherlich ist dieses zusätzliche Verzieren des Zimmers kein Muss, aber irgendwie gewöhnt man sich doch daran. Grundsätzlich war die Sauberkeit in den Zimmer ok, die Betten hätten öfter neu bezogen werden können.
Da wir einen reinen Badeurlaub gemacht haben, haben wir uns nicht so wirklich für die Umgebung interessiert. Transfer vom Flughafen ca. 20-30 Minuten. Hurghada ca. 30 Minuten entfernt. In der Nähe (ca. 10-15 Minuten zu Fuß, 5 Minuten mit dem Taxi) ist ein riesiges Einkaufszentrum (Senzomall), in dem auch ein Spielbereich für Kinder ist mit Hüpfburg, Karussel usw. allerdings muß man hierfür bezahlen. Ebenso ist dort ein MacDonalds. Das Hotel hat einen eigenen Badestrand. Der Strand ist weitgehend sauber. Das Wasser ebenso, in kleinen Riffen kann man sogar ein paar schöne Fische sehen, allerdings gab es leider relativ viele Quallen (allerdings harmlose). Das Wasser ist recht warm (ca. 25°) und somit deutlich wärmer als der Pool. Nachteilig für Familien ist, dass nur eine Reihe Liegen mit direktem Blick zum Meer ist, die anderen sind seitlich angeordnet und zur Hälfte von geflochtenen Windschutzmatten umgeben, was ein Beobachten der Kinder am Wasser recht schwer macht. Wenn man einen Platz in der ersten Reihe haben möchte, muss man das Strandpersonal "schmieren", wenn man ihnen einen Euro in die Hand drückt, dann reservieren sie einem die Liegen. Allerdings ist halt nur ein begrenztes Kontingent an Liegen mit direktem Meerblick da.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation interessiert uns nicht, daher kann ich hierzu nicht viel sagen. Jeden Abend wurde ein bisschen Kinderdisco gemacht, die wohl auch ganz gut ankam. einen Kinderclub gab es zwar, aber da der hauptsächlich russischsprachig war, haben wir unsere Kinder dort nicht mitmachen lassen. zum Pool: Grundsätzlich war der Pool ok, wenn auch das Wasser ziemlich kalt war. Schade ist, dass es keinerlei Rutschen für die Kinder gab. Auch war der Boden rund um den Pool extrem glatt, wenn er naß war und das kommt nun mal am Pool einigermaßen häufig vor... Der Hauptpool ist riesig und auch für kleinere Kinder gut geeignet, da er in einem recht langen Stück nur eine Höhe von 75 cm hatte. Richtung Strandbar war dann die tiefste Stelle mit 1,40. Schlecht durchdacht war, dass es gerade am Kinderpool keine Toilette gegeben hat. Man musste ellenlang laufen, das nächste WC war in der Hauptlobby und das waren bestimmt gut 100 m. Die Kinder wurden ausgeschimpft, wenn sie am Pool mit Wasser spritzten und der Boden dann naß und rutschig wurde (es haben sich einige Leute dort auf die Nase gelegt)... im Pool selbst waren diverse Fliesen entweder ganz rausgebrochen oder aber auch nur teilweise - hier musste man auf scharfe Kanten aufpassen. Wenn man am Kinderpool war und etwas zu trinken haben wollte, musste man auch einen Fußmarsch auf sich nehmen. Noch nicht einmal eine Frischwasserstation gab es in der Nähe. Rund um den Kinderpool gab es nur alte Liegen, die größtenteils irgendwo gebrochen waren - aber da legt man dann einfach eine Matte drauf und dann macht das ja gar nichts (gemäß Aussage der Angestellten). Neuere Liegen verteilten sich rund um die Poolbar.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Mightymouse |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


