Reisetipp Krüger Nationalpark

100% Weiterempfehlung 5.4 von 6 Gesamtbewertung
4.5
“Auch im Krüger Nationalpark kann man frieren” mehr lesen
im Juli 14, Manfred , >70
“Ein Muss für Südafrikabesucher” mehr lesen
im Oktober 13, Manuel , 26-30

Infos Krüger Nationalpark

Der Krüger Nationalpark (im folgenden KN) ist ideal um als Selbstfahrer in eigener Regie auf die Pirsch zu gehen. Man darf nicht die großen Herden, wie in Botswana oder in der Massai Mara erwarten. Dafür kann man auf einem guten Wegenetz viele verschiedene Tierarten entdecken.

Durchzogen wird der KN von Asphalt- und Pistenstraßen. Beide Versionen sind in gutem Zustand und werden ständig unterhalten. Es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/H auf den Asphaltstraßen und 40 km/H auf den Pistenstraßen. Die Begrenzungen werden durch mobile Radargeräte überwacht. Es empfiehlt sich aber sowieso wegen der höheren Chance Tiere zu entdecken deutlich langsamer zu fahren. Auf beiden Straßentypen kommt man mit einem normalen PKW gut zurecht. Hat man die (finanzielle) Möglichkeit, ist ein Jeep ähnliches Fahrzeug auf Grund der höheren Sitzposition dennoch die bessere Wahl. Auch ein Van oder Camper erfüllen dieses Kriterium.
Das Gras und die Büsche direkt an den Straßen verhindern sonst manche Entdeckung. In der Regenzeit kann es passieren, das manche der Pistenstrecken für PKWs unbefahrbar werden. Diese werden dann rechtzeitig von den Rangern deutlich sichtbar gesperrt.
Auf beiden Straßentypen im KN sind Tierbeobachtungen in gleicher Qualität möglich. Die Pistenstraßen werden allerdings geringer frequentiert und vermitteln dadurch exklusivere Erlebnisse.
Ein Verlassen des Fahrzeugs ist auf beiden Straßenarten nicht gestattet. Aussteigen ist nur in Restcamps, an einigen deutlich markierten Aussichtspunkten und an Picknickplätzen auf eigene Gefahr erlaubt.
Die Straßen verbinden die sogenannten Restcamps miteinander. In den eingezäunten Restcamps stehen unterschiedlichste Unterkünfte vom Zeltplatz bis zum \"Mehrfamilienhaus\" zur Verfügung. Es gibt je nach Größe des Camps Tankstelle, Swimming Pool, Shops und Restaurant, die die Grundbedürfnisse abdecken. Leider werden seit einiger Zeit alle Restaurants von "Tree Catering" betrieben, was der Qualität und Auswahl der Speisen doch sehr abträglich ist. Es ist daher empfehlenswert, selber zu kochen oder zu grillen. Grills sind vor jeder Unterkunft vorhanden. Die Camps haben Tore, die zu festgelegten Zeiten um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geschlossen werden. Während der Nacht ist ein Aufenthalt im KN außerhalb der Restcamps nicht gestattet.
Eine Buchung der Unterkünfte ist über einige deutsche Reiseveranstalter (dertour, ADAC, Tui, usw.) möglich, kann aber auch über sanparks.org in Eigenregie getätigt werden. Bei den Reisveranstalten hat man allerdings keine Auswahl der Unterkünfte, sondern erhält einen \"Hut\", der mit Kühlschrank, WC, Dusche und Klimaanlage versehen ist. Manchmal ist auch eine kleine Küchenzeile vorhanden, immer gibt es eine Gemeinschaftsküche, die auch von Mitarbeitern der Camps genutzt wird und eine kommunikative Begegnungsstätte sein kann. Kochuntensilien müssen allerdings mitgebracht werden oder können an der Rezeption gegen einen geringen Obolus gemietet werden. Besonders ist noch, dass sich der Kühlschrank in aller Regel auf der Veranda befindet. Das hält Ungeziefer aus der Hütte, bringt kurze Wege zum Grill, der vor jedem \"Hut\" steht und mindert die Geräusche in der Unterkunft. Teilweise sind die Kühlschränke mit einfachen Sicherungen gegen den Zugriff von Affen gesichert.

Bei den Fahrten von Camp zu Camp sind nicht zu lange Strecken einzuplanen. Da die Fahrten mit ihren Tiersichtungen die eigentliche Attraktion im KN sind, sollte man sie genießen können und dennoch rechtzeitig vor dem rigiden Toreschluß das nächste Camp erreichen. Es empfiehlt sich Morgens mit der Toröffnung das Camp zu verlassen, da zu der Zeit die Tiere aktiver sind als in den Mittagsstunden. Auch kurz vor Toreschluß ist eine kurze Fahrt in der Nähe des Camps noch eine gute Idee, um langsam wach werdende nachtaktive Tiere zu entdecken.

Wer am Ende des Tages noch nicht genug vom Fahren hat, kann auch eine organisierte Nachtfahrt mit einem Großraumjeep unternehmen. Dieses ist sehr ratsam, da es oft die einzige Möglichkeit ist, nachtaktive Tiere zu entdecken. Diese Touren sind allerdings sehr begehrt und daher möglichst frühzeitig zu buchen. Auch Wanderungen und Tagesfahrten mit Rangern werden in einigen Camps angeboten.

Die Landschft ändert sich im etwa 20000 qkm großen KN ständig. Dadurch sind immer wieder unterschiedliche Tiere zu sehen, zum Beispiel Nyalas im Norden, Geparden in den Ebenen und Flusspferde im wasserreicheren Süden. Wenn man also den KN mit seiner großen Tiervielfalt richtig entdecken möchte sind zwei Wochen Aufenthalt im Park nötig. Die Route kann man mit einer Karte schon zu Hause planen, die Unterkünfte und eventuellen Nachtfahrten und Wanderungen buchen und dann vor Ort den Park richtig erleben. Für ein bis zwei Tagetrips ist eher der Süden des Parks mit seiner guten Anbindung an die N4 zu empfehlen. Bei einem längeren Aufenthalt ist auch der Norden mit seinem kleinen Camp Punda Maria zu erreichen.

Fazit: Der Krüger Nationalpark ist jede Reise wert aber erst wer länger bleibt, entdeckt wirklich seine Einzigartigkeit.

12 Bewertungen Krüger Nationalpark Reisetipp bewerten

Bild des Benutzers Mansol
Manfred
Alter >70

Auch im Krüger Nationalpark kann man frieren

Wir wurden bereits vor 05.00 Uhr telephonisch in unserem Hotel geweckt. Das Frühstücksbuffet wurde für unsere Reisegruppe von der Hotelleitung Hippo Hollow vorbereitet. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zum Parkplatz vor dem Krüger Nationalpark. Der Treffpunkt war um 06.00 Uhr mit den Jeepfahrern. Die ganztägige Pirschfahrt erfolgte in einem offenen Safarifahrzeug. Der Krüger Nationalpark ist 350 km lang und etwa 54 km breit und ein Tagesausflug in den Park gehört zum Pflich... weiterlesen

im Juli 14
100% hilfreich
Gesamtbewertung 5.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers *mega*star*
Manuel
Alter 26-30

Ein Muss für Südafrikabesucher

Für alle Südafrikabesucher eigentlich schon ein Muss, der Besuch in Südafrikas größten Nationalpark (Wildschutzpark). Der rund 20000 km² große Park kann auf den rund 2000 km langem Straßennetz selbst mit dem eigenem Auto bzw. Mietauto erkundet werden oder auf einer organisierten Pirschfahrt im offenen Geländewagen (was ich euch nur wärmsten empfehlen kann). Mit den Eintrittsgeldern unterstützen sie auch alle weiteren Nationalparks Südafrikas um die einzigartige Tierwelt weiterhin zu erhalten... weiterlesen

im Oktober 13
Gesamtbewertung 5.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers w.gansel
Inge
Alter 66-70

Big five an einem Tag

Wir waren einen ganzen Tag (seit Öffnung am frühen Morgen) unterwegs. Um viele Tiere zu sehen, ist es schon Glücksache - wir waren schon 2006 dort und zwar im März, da waren nicht so viele Tiere unterwegs. Wir haben also an einem Tag die "Big Five" - Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn und Büffel - gesehen. Und natürlich auch alle möglichen Arten von Antilopen (Springbock, Impalas, Oryx-Antilopen) Giraffen, Affen, Gnus, Krokodile, Zebra, Kudu, Wasserbock, Schildkröte, Warzenschwein und viele... weiterlesen

im Oktober 11
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers vielunterwegs
Sabine
Alter 31-35

Krüger Park auf eigene Faust erleben

Vorneweg gesagt, ich bin ein Wiederholungstäter....das erste Mal war ich 1997 im KNP und danach immer wieder. Die letzten Male immer mit meiner Mutter - also für alle die, die denken man kann als Frau sowas nicht alleine machen... es geht super. Nach der Landung in JNB haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind die ca. 370 km nach White River ( das war eigentlich immer unser Ausgangsort) gefahren.Den Wagen habe ich immer schon von Deutschland aus gebucht, entweder bei Sixt oder bei Europ... weiterlesen

im November 10
100% hilfreich
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers karlkraus
Karl
Alter 41-45

Im Park ist der Weg das Ziel

Wenn es sieben Daumen gäbe, der Krüger Nationalpark würde sie von mir erhalten. Die Möglichkeit mit dem eigenen Leihwagen so viele Tiere selbst zu entdecken ist einmalig. Wenn man die Augen auch für Insekten, Vögel, Reptilien offen hält, kann man keinen Meter fahren ohne Interessantes zu entdecken. Natürlich sind auch die Big Five plus Geparden, Flusspferde, Giraffen usw. zu finden. Mit etwas Glück und einem wachen Auge erspäht man auch die eine oder andere Schwarze Mamba, den seltenen Hornra... weiterlesen

im Februar 07
73% hilfreich
Gesamtbewertung 6.0
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