• bernhard707
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    geschrieben 1268766643000

    Die Finance der Veranstalter, ...sogar ganz sicher!

     

    Denn mit Deinen genannten

    "...die zahlen gerne € 20.-- mehr -oder so ähnlich- wenn sie dafür Sicherheit bekommen..."

    x 150 Paxe = 3.000€ fliegt so ein Jet gerade mal eine Platzrunde.

    Life is too short to limit your vision ... indeed
  • ADEgi
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    geschrieben 1268767385000

    Hallo,

    es gibt die Möglichkeit feste Flugzeiten zu bekommen, so man denn Linienflüge bucht. Das geht halt nicht mit einer Pauschalreise, da die Flugzeiten und Fluggesellschaft dadurch unverbindlich werden.

    Bei garantierten Flugzeiten werden die Preise für die Pauschalreise aber nciht nur teure, sondern die Auswahl wird wesentlich geringer werden.

    Viele haben es schon erlebt, daß zu Zeiten in denen eine geringe Nachfrage herrscht Flüge zusammengelegt werden. Dies ist dann nicht mehr möglich. Kostet also extra.

    Fällt eine Fluggesellschaft, oder auch nur ein Fluggerät kurzfristig aus. Aus welchen Gründen auch immer, so muß ein Ersatzgerät exakt zur gleichen Zeit fliegen. Es kann also nicht auf eine maschine zurückgegriffen werden, die vielleicht zu einer anderen Tageszeit ohnehin verfügbar wäre. Eventuell kommt auch noch ein Positionierungsflug hinzu. Auch das kostet alles extra.

    Die Fluggesellschaften hätten keine Möglichkeit mehr kurzfristige Einzelcharter zu nutzen. Denn hierfür müssen Sie unter Umständen die Umläufe ändern; die Zeiten für die anderen Passagiere also verschieben, damit der andere Flug durchgeführt werden kann. Sei es weil es zeitlich einfach nicht passt, oder auch weil keine vorhandenen Slots am Boden, oder in der Luft verfügbar sind. Dadurch können die Airlines weniger zusätzlich verdienen und somit werden die Flüge ebenfalls teurer.

    Weiterhin gibt es noch die Ausfälle, die ja auch einkalkuliert werden müssen. Diese werden ja je nach Grund nicht unbedingt als unabwendbar gewertet. Auch hier wären Ersatzzahlungen fällig, die aber am Ende auch wieder der Kunde bezahlen wird.

    Dann hätten wir noch den Fall, daß es bei Drucklegung, oder Buchungsfreigabe manchmal noch gar keine Bestätigung der Flugzeiten geben kann. Denn diese sind zwar so beantragt, wurden aber noch nicht genehmigt. Also würden deutlich weniger Flugzeiten veröffentlicht.

    Noch einer: Im Laufe einer Charterkette können ja Flughäfen beinhaltet sein, bei denen es sich herausstellt, daß diese die zugesagten Zeiten nicht einhalten. Auch hier müssen Flüge wieder umgeplant werden, da sonst die Kette auf Dauer nicht mehr passt. Die Kosten trägt am Ende der Kunde.

    Auch eine Flottenänderung kann zu geänderten Zeiten fürhen. Fliege ich bisher mit einem Turboprop und wird das im Laufe des Jahres auf einen Jet umgestellt, so entstehen hier auch wieder Änderungen. Denn es kann immer Lieferverzögerungen geben. Auch hier müssten dann Zahlungen erfolgen, die wiederum der Kunde übernimmt.

    Denn alles was die Airline etwas kostet, zahlt am Ende immer der Kunde. Ohne Ausnahme. Wer da anderer Ansicht ist, der lebt in einer Traumwelt.

    Jetzt wird der schlaue Bucher aber sagen, daß dies bei Linien und Billigfliegern doch auch so ist und man trotzdem günstig fliegt. Das ist zwar richtig, doch dabei werden die Plätze vergessen, die deutlich mehr bezahlen, als der normale Tourist. Also Business und First Class. Als Reisebüro weiß ich wovon ich spreche, denn auch ich verkaufe immer wieder Economy Tickets für über 1.000,- €. Wohlgemerkt innerhalb Europas! Diese Kunden bezahlen dann die billigen Preis mit. Diese Kunden gibt es aber auf den meisten Charterstrecken nicht.

    Womit die Billigflieger sonst noch so alles Ihre Geld verdienen muß ich wohl auch nicht extra erwähnen. Das dürfte hinlänglich bekannt sein.

    Somit ist klar, daß bei einer Änderung der bisherigen Praxis der Kunde die Zeche zahlt. Sowohl der, dem es sch... egal ist, wann er fliegt, wie auch derjenige, der nicht glaubt, daß es so kommen wird. Hinzu kommt dann noch, daß einige Strecken komplett wegfallen, weil man gerade bei neuen Destinationen natürlich nicht vorhersagen kann wie diese laufen. Die Airline wird nur selten das Risiko tragen und dann lieber auf die Strecke verzichten. Außerdem werden die Charter zeitlich kürzer werden, da in der vor und Nachsaison ebenfalls keiner das Risiko tragen möchte, da sich diese Flugtage oft nur lohnen, wenn man auch einmal kurzfristig Flüge zusammenlegen kann.

    Gruß

    Berthold

  • gabriela_maier
    Dabei seit: 1224374400000
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    gesperrt
    geschrieben 1268770512000

    Hallo ADEgi:

    ganz im Ernst, habe dich vermisst als einen meiner drei besten Diskussionspartner. Im Moment bin ich zwar ein bischen in Kommentaren -speziell in kritischen - in diesem äusserst demokratischem Forum eingegängt, aber wenn der Kanonendonner verflogen ist will ich mich gerne wieder äussern.

    In diesem Sinne Gruss Gabriela

  • gabriela_maier
    Dabei seit: 1224374400000
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    gesperrt
    geschrieben 1268770663000

    Oh Gott, Bernhard:

    schreibt man enge oder änge ? bei einge (e ) ängt ? Hilfe !! Ich möchte keinen Fehler machen, da ich wohl schon einige mehr gemacht habe.

    Gruss Gabriela

  • curiosus
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    gesperrt
    geschrieben 1268770843000

    ...vielleicht bist Du einfach eingeengt, denn hier wirst Du selbiges nicht... ;)

  • mkfpa
    Dabei seit: 1228089600000
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    geschrieben 1268832387000

    Flugzeiten müßen ja nicht unbedingt garantiert werden. Aber wenn der Freibrief, zum beliebigen ändern ohne jeglicher Konsequenz für den RV, aus den AGB's verschwinden würde wäre doch schon einiges erreicht.

  • gabriela_maier
    Dabei seit: 1224374400000
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    gesperrt
    geschrieben 1268856323000

    @curi:

    ich weiss immer noch nicht, wie ich deine Bemerkung einordnen soll. Neige dazu, darin einen Hintergedanken zu sehen, weil: so hätte ich das auch formuliert. Und ich kenne mich. Trotzdem: ich verzeihe dir! Schön geschrieben.

    Gruss Gabriela

    PS: ich liebe diese smilys nicht, aber hier hätte ich gerne einen eingefügt.

  • bernardo2001
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    geschrieben 1268919546000

    @mkfpa

    Du hast nicht alle Beitraege gelesen, denn ich hatte schon geschrieben, dass der Gesetzgeber den Reiseveranstaltern abverlangt, dass voraussichtliche Flugzeiten bekannt gegeben werden muessen, siehe BGB-InfoV, hier speziell § 6, 2, 2. Also Verursacher des Chaos ist der Gesetzgeber und nicht der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft.

    Berthold (ADEgi) hat die Logik um Aenderungen der Flugzeiten richtig erkannt, damit waere alles gesagt.

    Viele Gruesse

    bernardo2001

  • mkfpa
    Dabei seit: 1228089600000
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    geschrieben 1268922379000

    Anscheinend habe ich in meinem Beitrag nicht richtig rübergebracht was ich meine.

     

    Das BGB verpflichtet die RV's voraussichtliche Flugzeit anzugeben. Das ist soweit ja auch kein Problem. RV's können bisher diese vorausichtlichen Flugzeiten aber ohne eigene Konsequenzen ändern (sprich haben einen "Freibrief" ) . Damit besteht, zumindest die Versuchung, erstmal attraktive Flugzeiten anzugeben. Eine spätere Änderung auf unattraktive Zeiten bleibt im Moment ja ohne Folgen.

     

    Deswegen mein Kommentar das Flugzeiten nicht garantiert werden müssen, sondern dass es schon helfen würde diesen "Freibrief" (durch den Gesetzgeber), durch vernünftige Rücktritts- oder Entschädigungsklauseln, zu ersetzen.

     

    Damit würde zumindest das absichtliche publizieren und nachträgliche ändern von attraktiven Flugzeiten verschwinden oder stark eingedämmt. Ebenso würden RV und Airlines dann eher versuchen Flugzeitenverschiebungen auf ein notwendiges Minimum zu begrenzen.

     

    Ob damit alles gesagt ist traue ich mir allerdings nicht anzumaßen. ;)

  • gabriela_maier
    Dabei seit: 1224374400000
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    gesperrt
    geschrieben 1268929997000

    Das ist richtig. Was im Gesetzblatt steht sind die Mindestansprüche an den RV. Habe ich auch schon so geschrieben. Denen muss er nachkommen, aber es spricht rein gar nichts dagegen, schon gar nicht eine Gestzesbarriere, das er statt der unverbindlichen Abflugzeiten sofort oder irgend wann verbindliche Abflugzeiten bekannt gibt. Es ist schon erstaunlich, was hier für Argumente vorgetragen werden, und der Eindruck erweckt werden soll, es wäre anders nicht möglich, wie es jetzt praktiziert wird.

    Gruss Gabriela

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