• AT_SILVA
    Dabei seit: 1210291200000
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    geschrieben 1216630306000

    Hallo,

    ich werde am 17.08 auf die Isla Margarita ins Palm Beach reisen. Was mich jetzt etwas beunruhigt ist die Geschichte mit der Ausreise..habe jetzt schon mehrfach gehört das im Rahmen der Drogenbekämpfung gerne mal Passagiere von der Militärpolizei zwecks röntgen ins Krankenhausgefähren werden. Die Polizisten sollen auch misstrauisch auf Tabletten und Kaffee reagieren. Da ich leider auch kaum spanisch spreche und am Flughafen anscheinend kein englischprachiges Personal arbeitet, mache ich mir doch etwas Sorgen..Hat jemand damit Erfahrungen ? Ist es nach einer Kontrolle möglich den Flug noch zu erreichen bzw. wartet der Flieger. Gibt es noch andere Gegenständer bei denen die Zollbeamten wie o. g. reagieren? Wäre für Antworten dankbar!

  • schnuffi111
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    geschrieben 1216636665000

    Hallo,

    ich war vor einigen Wochen auf der Isla Margarita und habe ebenfalls diese "Geschichten" vom Flughafen Porlamar gehört.

    Fakt ist, dass am Flughafen niemand auch nur annähernd Englisch spricht. Außerdem wurden bei unserem Abflug wirklich fast alle Koffer von allen Reisenden kontrolliert.

    Es wurde ALLES auseinandergenommen und durchsucht. Aber weder geschah das unfreundlich, noch war von röntgen die Rede.

    Soweit ich weiß ist es so, dass nur Leute zum Röntgen müssen, die wirklich im Verdacht stehen Drogen zu schmuggeln. Ansonsten wird einem wohl vorher eine Cola angeboten, die evtl. Plastikbeutel im Magen zersetzen würde. Wenn man diese Cola trinkt wird man sowieso nicht zum Röntgen gebracht. Also keine Sorge, als Pauschaltourist steht man auf keinen Fall schon von vorne herein im Verdacht des Schmuggels.

    Und damit, dass ein Herr in der dreckigen Wäsche wühlt kann man leben, denke ich. Er hat seinen Job ja selbst gewählt! :-)

    LG, Schnuffi

  • charlie634
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    geschrieben 1216709068000

    Hallo,

    daß Leute zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht worden sind, habe ich nicht gehört, allerdings war es bei uns so, überall liefen Drogenhunde herum und beschnüffelten ausnahmslos jeden Koffer und jede Tasche. Auch die Hundeführer sahen aus, als wenn sie keinen Spaß verstehen.

    Gruß

    Michael

  • _esperanza
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    geschrieben 1216746419000

    ja das mit den drogenhunden ist so.. wir mussten jedes mal dort dran vorbei und dann klopfen sie schnell an den koffer (wegen lebendigen tieren) und der hund schnüffelt ihn schnell ab.. aber das wars dann auch schon

    mmmh hab jetzt nur ein bisschen bammel weil ich im september s erste mal alleine runterfliegen werde und mein pass nur venezuela-stempel drin hat.... hoffe die haben nicht s gefühl ich sei kurier für irgendwas oder irgendwen :shock1:

    und dass eigentlich niemand englisch kann kotzt mich auch ein wenig an.. wenn man mit reiseleitung fliegt, isses ja kein problem, weil die ja beim einchecken dabei sind... aber ich flieg jetzt ohne RL und naja... supi.. kann zum glück etwas spanisch.. aber bei weitem nicht perfekt.. vor allem weil die ja gerne schnell und undeutlich sprechen :?

    no todo que brilla es oro...
  • webman1
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    geschrieben 1216906134000

    Ich möchte berichten, was einer Gruppe von 5 Personen am 18.07.08 am Flughafen Porlamar zugestossen ist:

    Wir sind nach einer Kofferkontrolle (ohne Ergebnisse, auch nicht gegen Zollbestimmungen) zu fünft (2 Frauen, 3 Männer) mit einem Militärpritschenwagen und Einschussloch in der Windschutzscheibe in dunkler Nacht in ein Krankenhaus gefahren. Uns war nicht klar, was sie überhaupt wollten, sie sagten uns vorher "we take picture" und sind erstmal von Fotoaufnahmen ausgegangen. Ansonsten konnten sie kein Englisch, geschweige deutsch mit uns reden. Als wir vor dem Röntgenraum standen wurde uns klar, was sie wollten. Die Frauen wurden ohne Bleigürtel reröntgt - was das bei einer Schwangerschaft bedeutet hätte, möchte ich hier nicht weiter ausführen. Uns Männern wurde erst nach Weigerung eines Reisenden der Aufenthalt (zu kleiner) Bleigürtel gezeigt. Die hielten wir uns vor das Genital. Ein Beamter griff sich während der Wartezeit vor dem Röntgenraum ständig an seine Waffe im Halfter. Vor ihm standen Touristen in lockerer Bekleidung und teuilweise Sandalen an den Füssen. Eine absolut groteske wie Furcht einflössende Situation.

    Nach negativem Befund sind wir wieder zurück zum Flughafen verschafft und wurden gedrängt eine entsprechendes Dokument zu unterzeichnen, daß der Test durchgeführt wurde und negativ verlaufen wäre. Wie gesagt, der Text war in Spanisch verfasst und uaufgrund des psychischen Drucks und der Atmosphäre der Angst und Willkür haben wir das Dokument unterschrieben. Eine Übersetzung hat mir mittlerweile das Auswärtige Amt zugeleitet und mich beruhigen könnnen. Im nachhinein war es natürlich absoluter Wahnsinn, dort so etwas zu unterschreiben, was man nicht versteht, wer weiss, Aber wie gesagt, man muss die Begleitumstände berücksichtigen!

    Danach durften wir in den Warteraum, plötzlich hielt mir ein Beamter eine Namnesliste vor, der auch meinen Namen enthielt. Ich habe mich fürchterlich erschrocken, weil ich dachte, jetzt wollen sie andere Gründe für eine Festsetzung herbeiführen. Wieder musste ich meinen Koffer mit ca. 40 anderen Mit-reisenden kontrolluieren lassen. Ich hatte nichts dabei, was irgendwie Verdacht bei den Beamten hätte schöpfen lassen., noch habe ich gegen die Zollbestimmungen verstossen.

    Nach dieser Prozedur und am Rande des Nervenzusammenbruchs bestieg ich die Maschine und sehnte das Abheben herbei.

    Ich möchte AUSDRÜCKLICH vor Reisen als Pauschaltourist nach VEN hier warnnen!

  • AT_SILVA
    Dabei seit: 1210291200000
    Beiträge: 85
    geschrieben 1216914301000

    Das hört sich ja gar nicht gut an...vor allem das dabei kein Bleimantel benutzt wurde :disappointed:

    Wenn man sich die aktuellen Bewertungen fürs Palm Beach, die Berichte über die Kriminalität und jetzt die Sache mit den Ausreise Kontrollen anschaut, kann einem wirklich etwas die Lust am geplanten Urlaub vergehen :(

  • fernweh1957
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    geschrieben 1216916365000

    Nur mal so als kleiner Denkanstoss:

    Warum werden diese Kontrollen gemacht? Um den Schmuggel von Drogen nach Europa zu verhindern.

    Wie es ausgeführt wird, ist eine andere Sache -aber auch bei uns werden verdächtige Personen zum Röntgen "abgeführt" und das nicht zu selten. Ab und an sind es in der Tat Drogenkuriere, aber nicht immer. Und ob die unschuldig "Abgeführten" unsere Zollbeamten verstehen und sich nicht bedroht fühlen, mag ich bezweifeln.

    LG

    Andrea

    gehe in die welt und sprich mit jedem
  • Worldtravel
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    geschrieben 1216916367000

    Hallo!

    Als wir im November lezten Jahres in Venezuela waren,konnten wir nichts dergleichen in Sachen Drogenhunde usw.feststellen.

    Wir hatten vor unseren Urlaub auch solche Meldungen im www gelesen und waren verunsichert.

    Sicherlich ist es keine schöne Sache gewesen,was da webmann1 passiert ist,

    aber deshalb muß keinen die Lust auf Ven vergehen.

    Dafür hat das Land vielzuviel zu bieten.

    Reisen ist eine andere Art von Urlaub
  • _esperanza
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    geschrieben 1216936570000

    es ist uns wohl allen klar genug, wieso diese kontrolle gemacht werden... aber sooo? ... s wird immer schlimmer

    als ich vor nem monat den flug alleine nach porlamar gebucht hatte, dacht ich noch "wird schon irgendwie gehn, war ja schon dreimal da" ....aber wenn ich lese, was da mittlerweile abgeht, hab ich schon n wenig bammel alleine zu fliegen :shock1:

    (vor allem weils in meinem aktuellen pass ausschliesslich venezuela-stempel drin hat :? )

    no todo que brilla es oro...
  • Sina1
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    gesperrt
    geschrieben 1216940452000

    Über eine Sache sollte man sich klar sein: Die Isla Margarita ist einer der letzten Zwischenstops von Kokain und anderen Drogen auf dem Weg von Südamerika nach Europa. Insofern sind die Kontrollen dort sehr streng - hinzu kommt ein korrupter Verwaltungsapparat.

    Jegliche Substanz, die in irgendeiner Form fragwürdig sein könnte, gehört keinesfalls ins Gepäck. Dazu zählen z. B. auch Kakaokugeln, die man sich evtl. bei einem Ausflug nach Grenada gekauft hat, exotische Kräuter und Gewürze.

    In meiner Reiseleiterzeit hatte ich auf der Isla Margarita einen Gast, den ich wohl nie vergessen werde - sehr indioaffiner Charakter in Verbindung mit Paranoia, bildete sich ein, ein Indio zu sein und über magische Kräfte zu verfügen, verbarrikadierte sich im Hotelzimmer weil "die anderen im Hotel ihn schon seit Frankfurt verfolgen" (klar - die saßen schließlich im gleichen Flieger), rannte auch mal mit einem riesigen indianischem Kriegsbeil um den Pool und hat andere Gäste verängstigt. Er lebte, wie sich im Nachhinein herausstellte, in Deutschland in einer betreuten Wohngruppe für psychisch Kranke und war bereits entmündigt. Soviel kurz zu den Fakten - die ausführliche Version könnte ein Buch füllen.

    Dieser Gast weigerte sich am Abreisetag, den Bus zum Flughafen zu besteigen, weil die Insassen "ihn ja schon seit der Anreise verfolgen". Ist klar... Schlussendlich nahm er sich ein Taxi zum Flughafen, weil ich mich weigerte, die Gäste, die schon im Bus saßen, wieder herauszubitten - und wurde nach der Gepäckkontrolle in Handschellen abgeführt. Im Stiel seines Kriegsbeils verbargen sich knapp 2kg Kokain :shock1: Das erklärte Einiges - nach provisorischer *********-Betreuung (inkl. Essenslieferungen - Verpflegung gehört in ven. Gefängnissen nicht zum Standard) durch meine Kollegen und mich wurde der Fall ans dt. Konsulat abgegeben. Wahrscheinlich sitzt er nach gut 8 Jahren immer noch im ven. *********...

    Anyway - back to topic. Ganz so unberechtigt sind die Kontrollen sicherlich nicht - als Gast sollte man peinlichst darauf achten, keinerlei "supekte" Gegenstände im Gepäck zu haben und sich bei Gepäckkontrollen stets kooperativ verhalten und bereitwillig alles zeigen. Beim geringsten Widerstand droht "Racheröntgen" oder auch eingehende Leibesvisitation, wodurch u. U. der Flieger verpasst wird - ist leider so.

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