• mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1128515926000

    ...Und in der Reisebestätigung steht auch nix über Flugzeiten, Fluggesellschaft und Fluggerät? Das kann ich nicht glauben, das wäre ja für den Urlauber das reinste Vabanquespiel!

    Die Urlauber wollen aber nicht Roulette spielen, sondern in Ruhe ihren Urlaub planen. Die haben Kinder und alte Leute zu versorgen, müssen planen,

    Na ja:

    Der deutsche Gesetzgeber verlangt - sinnigerweise - dass Fluglinie-gerät-zeiten bestimmbar spätestens in der Buchungsbestätigung angeführt werden - was so gut wie eh kein Reisebüro erfüllen kann.

    Der österreichische Gesetzgeber ist da weniger genau - da reicht in der Buchungsbestätigung schon der Hinweis, zu welcher Tageszeit die Reise beginnt.

    Beiden ist ein Punkt aber gleich: der Kunde soll wissen, wann (ungefähr) seine Reise beginnt.

    Somit ist das Thema Abflugszeitverschiebung im Grunde genommen ein Dauerthema: Vorbehaltsklauseln erlauben dies usw.

    Was aber mir nicht recht in den Kopf will - Stichwort: in Ruhe planen - was ist da so wichtig an näheren Umständen in der Planung, wenn ich weiß, ich fliege am Dienstag nach Spanien! Und alles weitere finde ich dann in meinen Reiseunterlagen. Für mich beginnt dann der Urlaub eben am Dienstag. Ob um 6, ob um 12 oder 18 Uhr - ich habe Urlaub. Oder ordnet ihr alle Dinge wie Opa, Omi und Hund erst um 6.33 Uhr am Abflugstag?

    So, und genau hier setzte aber der Konsument, rechtlich gesehen zu recht, ein: Er will es genau haben: wann mit welcher Fluglinie (... welchem Maschinentyp...). Diese Vorgaben kann oder will die heutige Touristikindustrie nicht mehr erfüllen, trotz Auftrag vom Gesetz her.

    Die Touristikindustrie steht genau wie alle anderen Branchen unter Umsatz- und Ertragsdruck: Banken, Einkaufszentren, Firmen - alle richten sich mehr oder weniger nach dem, was ihre Kunden von ihnen fordern.

    Bei dieser Branche hier heißt es eben: ich buche nur, wenn ich alles weiß. Gut, sagt der Veranstalter, sollst auch alles erfahren. Nur, ich darf sowieso dies und jenes ändern. Bei einer Planungszeit von meist einem Jahr oder sogar mehr sind einfach zu viele nicht im Bereich des Veranstalters gelegene Unwägbarkeiten.

    Klar, jeder Veranstalter wird auch versuchen, wenn er sich irgendwie Kosten spart, kurzfristige Änderungen vorzunehmen. Macht ja auch der Wirt, der gerne mal auf einen billigeren Wein umsteigt - er verspricht Wein und den bekommt man ja. Und dass manche Reiseveranstalter - jetzt muss ich vorsichtig formulieren, sonst bekomm ich wieder Drohmails von @... - dass manche Reiseveranstalter es nicht mehr ganz so genau mit den Dingen des guten Anstands und so ... nehmen, will ich ja gar nicht leugnen. Man probiert's halt - und wenn's halt einer wirklich bis zum Kadi treibt hat man halt Pech gehabt (1.000 mögliche, 100 tatsächliche Reklamationen und zwei "Querulanten" macht mindestens 900 ersparte...).

    Da hat der Gesetzgeber, sage ich mal, den Joker selbst gegeben: früher gab es wenige Bestimmungen, wenig zu lesen, viel aber wurde dann krumm gedreht. Also gibt es immer mehr an Bestimmungen, Verordnungen usw., die dem Kunden schriftlich mündlich bildlich und was weiß ich noch wie zur Kenntnis gebracht werden müssen. Also: gibt es laaaange AGB, viiiele zulässige Klauseln, auch viieele unzulässige - kurz: jetzt hat der Konsument seine ausgeweiteten Rechte, nur muss er sie lesen und meist einklagen - aber haben tut er sie! Das geht sogar soweit, dass wenn einer sagt: ja, ich akzeptiere Ihre AGB [ohne sie überhaupt gesehen zu haben], dann ist das in Deutschland rechtskräftig (in Österreich aber wiederum nicht...).

    Freunde, ich sag es Euch, genießt Euren Urlaub und sorgt Euch nicht zu viel um das Drumherum...

    Gruß

    Peter

  • Sokrates
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    geschrieben 1128516512000

    @'Sina1' sagte:

    In der Reisebestätigung steht "Voraussichtliche Flugzeiten" und meistens auch, daß diese sich noch einmal ändern können und daß die entgültigen Zeiten (die sich aber manchmal auch noch mal verschieben können) in den Tickets stehen werden, die man kurz vor Reisebeginn bekommt.

    Das ist der Unterschied zum Blumenmuster.

    Genau so ist es! Aber angenommen, es stände in den Geschäftbedingungen für den Kleiderkauf "voraussichtliches Muster", "voraussichtliche Größe" und "etwaige Lieferzeit" - wenn überhaupt, es könnte ja ein Erdbeben kommen und dadurch die Nähte im Zick-Zack laufen - , also das stände darin, wie lange - glaubst Du - würde der Laden noch existieren?

    Aber auf sowas muss der zahlende Kunde sich bei den Reiseveranstaltern einlassen!

    Egal welche Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Nationalität - ich habe mit fast keinem Menschen Probleme. Probleme habe ich nur mit A....löchern!
  • emdebo
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    geschrieben 1128517404000

    @mosaik

    ..."geniesst Euren Urlaub"...

    Danke, dazu gehört für mich aber auch

    - kein Bus, der mich um 04:00 Uhr morgens vom Hotel abholt

    - kein Stress durch geänderte Abflugzeiten -

    JA, ich plane mit den Flugzeiten. Arbeite z.B. freitags noch

    bis mittags und fliege gerne am frühen Nachmittag ( europäische

    Urlaubsziele ) und fliege ebenso mittags/nachmittags zurück.

    Klappt ausgezeichnet mit Airlines wie Condor, AirBerlin und HLF oder auch

    Linie Spanair / LH oder Iberia.

    Ganz entspannt - eben Urlaub geniessen. ...

  • salvamor41
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    geschrieben 1128517990000

    Sokrates schrieb:

    Aber auf sowas muss der zahlende Kunde sich bei den Reiseveranstaltern einlassen!

    @ sokrates

    Das unglaubliche ist, daß sich immer noch so viele Kunden darauf einlassen. Sie werden zum Spielball der Veranstalter und merken es gar nicht mehr, weil diese "Sperünxchen" der Veranstalter ihnen zur Gewohnheit geworden sind. Viele regen sich zwar immer wieder aufs neue auf, daß

    -Flugtermine teils mehrfach verschoben werden

    -sie erst am Flughafen erfahren, mit welcher Gesellschaft sie fliegen

    -sie nicht in dem gebuchten Hotel landen, weil überbucht,

    aber beim nächsten Urlaub spielen sie trotzdem wieder "Reise-Roulette".

    Die Veranstalter stellen sich auf den Standpunkt: Lieber beschäftigen wir eine ganze Reihe von Juristen, die sich mit den (eingeplanten) Reklamationen der Kunden beschäftigen, als den Kunden fixe Flugtermine und fixe Angaben zu Fluggesellschaft/Fluggerät zu geben und abzusichern, daß das gebuchte Hotel auch wirklich Platz hat. Diese Zusagen würden nämlich weit höhere Kosten generieren.

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1128520327000

    na ja @sokrates, über das Beispiel kann man wie oft bei Vergleichen philosphieren:

    Im Kleidergeschäft schau ich mir das Kleid an bevor ich es mir kaufe - das kostet nichts (weil Verkäuferin mehrer Kunden nebeneinander betreuen könnte)

    Im Reisebüro möchte ich auch "anschauen" - sprich Beratung haben - darf auch nichts kosten (kostet aber was, weil ein Berater nur eine Beratung gleichzeitig machen kann und nach acht Stunden was verdient haben muss)

    ... da liegt schon alleine wieder Gesprächstoff für einen Thread

    Beim "voraussichtlichen Muster" handelt es sich aber um ein Kleidungsstück, das ich dann tatsächlich auch tragen muss. Das wäre für mich mit der Hauptleistung des Veranstalters aber vergleichbar - also mit dem Hotel, Club usw.

    Bei einer "voraussichtlichen Flugzeit" weiß ich aber, dass ich mein "Kleid" (=Hotel) auch tatsächlich anziehen (konsumieren) kann, nur weiß ich noch nicht, wann der Änderungsschneider fertig sein wird...

    Autoauslieferungen - man erfährt in welcher Woche, aber nicht genau an welchem Tag... aber man weiß, wie die Hauptleistung = Auto aussieht.

    Und so denke ich, sollte man auch den Flug sehen. Ich verstehe schon, dass ein "Sicherheitsdenken" auch legal ist. Aber können wir als Laien beurteilen, ob bei einem fünf Jahre alten Airbus auch tatsächlich die Klimaanlage funktionieren wird oder nicht? Ob die Tankuhr auch richtig eingebaut wurde und ob der Kapitän nicht auch Segelflugeigenschften hat (Hapag Llyod läßt grüßen...)?

    Gruß

    Peter

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1128521849000

    @ Peter mosaik,

    alle Vergleiche hinken irgendwie, da hast Du ja recht! Aber Du weißt, so glaube ich, ganz genau, was ich mit meinem Vergleich ausdrücken wollte.

    Aber was sollen wir hier lange lamentieren? Wenn ich als Reisegast diese Bedingungen akzeptiere, dann habe ich nichts anderes verdient als Ärger und Verdruß! Der Kunde ist König, er sollte die Richtlinien des Geschäfts bestimmen, tut es aber halt nicht immer!

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Mika77
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    geschrieben 1128542665000

    wir haben auch eine reise über 1-2fly gebucht. unsere flugzeiten haben sich gegenüber der reisebestätigung ebenfalls geändert.

    wir wussten allerdings schon frühzeitig, dass wir andere flugzeiten haben werden, denn ich habe mich bereits bei der buchung bei der airline erkundigt und zu den zeiten die die airline mir gab, wurde dann auch geflogen!

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1128544180000

    @'Mika77' sagte:

    wir haben auch eine reise über 1-2fly gebucht. unsere flugzeiten haben sich gegenüber der reisebestätigung ebenfalls geändert.

    wir wussten allerdings schon frühzeitig, dass wir andere flugzeiten haben werden, denn ich habe mich bereits bei der buchung bei der airline erkundigt und zu den zeiten die die airline mir gab, wurde dann auch geflogen!

    Ach, das wird ja immer lustiger! Da bucht Ihr eine Reise, fragt gleichzeitig die Fluggesellschaft, wann geflogen wird, bekommt dann von Eurem Vertragspartner in der Bestätigung Flugzeiten genannt, von denen Ihr inzwischen wißt, daß sie gar nicht stimmen. Wirklich eine saubere Kommunikation zwischen Fluggesellschaft und Veranstalter!

    Fühlt Ihr Euch in dieser Gemengelage wirklich wohl?

    Man kann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln!

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1128588066000

    Beispiel TUI, wozu ja auch 1-2-Fly gehört: die TUI AG beschäftigt mehr als 56.000 Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen. Alleine in der EDV in Hannover sind mehrere Hundert Personen beschäftigt.

    Flugeinkauf für Sommer 2006 wurde in diesem Jahr in Juni beendet. Die dabei ausgehandelten Daten werden manuell ins Netz der TUI eingegeben.

    Würde man dann monatlich alle Daten ständig manuell warten müssen, ist das ein nicht bezahlbarer Faktor. Noch dazu, wo Fluglinien im Laufe von 12 Monaten durchaus mehrmals ihren Flugplan umstellen (Charterfluggesellschaften).

    Daher belässt man die Daten bis die Unterlagenproduktion beginnt, meist drei bis vier Wochen vor Abflugstermin. Erst dann werden die "endgültigen" Daten eingespeist.

    Bei der riesigen Menge an Flugdaten ist es wahrscheinlich eben nicht anders machbar. Ich sehe das im Zeitalter des Massentourismus nicht als schlechte Kommunikation, sondern als eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Diese "Perfektion" zu jeder Zeit alle Daten präsent zu haben, bringt den Menschen in einen "Datenstreß", bei dem er schier zu kollabieren scheint, wenn sich dann etwas zu seinen Ungunsten ändert...

    Wer einmal mit "Gruppen" (jeder Abflug ist ja im Grunde eine Gruppe") gearbeitet hat, weiß, wie zeitaufwendig oft auch nur kleine Änderungen sind. 10 kleine Änderungen und ein Vormittag ist zeitmäßig gesehen dahin. Ich weiß, wovon ich spreche, da ich diesem September und Oktober rund 25 Gruppen komplett alleine betreue (vom Angebot, über Leistungsbuchungen, Teilnehmerlisten, Abwicklung, Abrechnung usw.), neben zwei größeren Veranstaltungen mit rund 700 Personen hier in Salzburg und einer Informationsreise für Journalisten und Gruppenreisenverantwortlichen.

    Auch aus diesen Kommunikationsgründen fände ich es für alle Beteiligten wesentlich einfacher und sinnvoller, wenn die Veranstalter keine Flugzeiten mehr bekannt gäben. Aber wir haben ja bereits über diese Thema diskutiert.

    Gruß

    Peter

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1128596594000

    @ Peter

    Nein, nein, lieber Peter, in Zeiten, in denen die ganze Welt miteinander vernetzt ist, kannst Du das, was Du da geschrieben hast, niemandem weis machen. Wenn es darum geht, die eigenen Belange zu unterstützen, werden datentechnisch von den Veranstaltern die tollsten Bocksprünge veranstaltet, wenn es um die Belange der Kundschaft geht, ist das alles auf einmal zu kostenaufwändig. Was ist eigentlich daran kostenaufwändig, den Veranstalter hinsichtlich Flugplänen, Fluggerät und Belegung der Hotels auf dem laufenden zu halten? Was spricht zum Beispiel dagegen, fixe Flugzeiten und fixe Angaben zum Fluggerät zum Bestandteil der Verträge zwischen Veranstaltern und Fluggesellschaften zu machen?

    Ich will es Dir sagen, dagegen spricht nur, daß die Kunden ihre eigene Verunsicherung schon mit der Unterschrift unter den Reisevertrag akzeptieren, also warum sollte man es ändern?

    Die schlucken es ja, die regen sich zwar jedes Mal wieder aufs neue darüber auf, daß ihre Flugzeiten mehrere Male verschoben werden, daß sie erst dann wissen, mit welchem Flieger sie transportiert werden, wenn sie am Flughafen erscheinen und daß sie am Ende aus Überbuchungsgründen nicht einmal in dem Hotel landen, das sie gebucht haben. Aber die nächste Urlaubsreise buchen sie trotzdem wieder genau so! Same procedure inclusive!

    Aber ich wiederhole mich: Wer das alles mit der Unterschrift unter den Reisevertrag akzeptiert, soll sich hinterher nicht beklagen, wenn ihm die Urlaubsfreude vergällt wird.

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
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