• Mausebaer120
    Dabei seit: 1156636800000
    Beiträge: 28978
    Zielexperte/in für: ZE
    geschrieben 1319545580000

    Interessante Diskussion :D

     

     

    Mir persönlich reichen die derzeitigen Öffnungszeiten auch vollkommen aus, jedoch fände ich es auch besser, wenn jeder Unternehmer/Besitzer selbst entscheiden könnte, wie lange es sein Geschäft geöffnet haben möchte.

    Mir sind es einfach zu viele Vorschriften hier in Deutschland - und warum darf denn bitte nicht der Besitzer selbst entscheiden, ob er nun sein Geschäft um 20.00 oder 22.00 abschließt, bzw. ob er es komplett und durchgehend geöffnet läßt ? 

     

    Ich habe mal einen sehr interessanten Bericht aus Amerika gesehen ( nein, nicht auf RTL oder auf einem sonstigen Sensationssender ... ), dort wurden auch die Angestellten der Supermärkte befragt, die 24 h offen haben - ihr glaubt ja gar nicht, wieviele Mütter froh waren, daß sie Nachts arbeiten konnten, während der Ehemann mit den Kindern zu Hause war.

    Der Mann arbeitete bis Abend und die Kinder waren noch zu klein, um alleine zu Hause zu bleiben. Für diese Mütter war es optimal, daß sie Nachts arbeiten gehen konnten.

     

    Und ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß das auch hier bei einigen Familien gut ankommen würde.

     

    Und zum Thema es würde sich nicht lohnen, ich denke das merkt ein Unternehmer / Geschäft dann doch schon selbst recht schnell und kann dann ja dementsprechend auch frei entscheiden, ob er sein Geschäft weiterhin durchgehend / länger auflässt oder eben nicht.

    Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine größere Freude. ( Epikur von Samos )
  • Woody_
    Dabei seit: 1083456000000
    Beiträge: 9960
    geschrieben 1319546575000

    Die jetzigen verlängerten öffnungszeiten sind ja schon ein Fortschritt gegenüber früher.

    aber wenn die das jetzt wieder rückgängig machen wollen und dann z.b Sa nur noch bis 14 Uhr geöffnet,in der Woche nur bis 18 Uhr oder 18:30 Uhr,dann verschwindet wieder ein Stück service gegenüber dem Kunden.Und Servicewüste Deutschland macht seinem Namen mal wieder alle Ehre.Selbst Einkaufstüten mit deren Werbung drauf muß man hier bezahlen,in vielen anderen Ländern gibts die gratis.

    Ok ich benutz eh meistens nur meine eigenen stofftaschen.es kommt aber mal vor,das der Platz nicht ausreicht,oder das ich unterwegs bin und keine dabei hab-und muß dann 20 (oder mehr oder weniger,je nach Geschäft)Cent für ne Tüte Bezahlen.20 Cent sind zwar nicht viel,es geht aber ums Prinzip.

  • gastwirt
    Dabei seit: 1157414400000
    Beiträge: 10938
    gesperrt
    geschrieben 1319549898000

    Mehr Flexibilität und das eingehen auf örtliche Gegebenheiten würde sich wohl fast jeder wünschen. Auch ich bin dafür, dass Unternehmer mit allen Konsequenzen selbst entscheiden dürfen, wann die Türe auf ist.

    ABER: Zum Beispiel bei den Discountern sind es Entscheidungen der Konzernleitung für ein Verkaufsgebiet. Spielraum hat der angestellte Marktleiter eines Ortsteils von Hintertupfing im Vergleich zu seinem Kollegen aus der Großstadt da schon nicht mehr.

    Noch ärmer dran sind "selbstständige" Franchisenehmer irgendwelcher Ketten.

    Entscheidungsfreiheit vor Ort geht gegen Null. Also insgesamt eine schon vertrackte Situation.

  • Rhodos-Peter
    Dabei seit: 1163635200000
    Beiträge: 7064
    Verwarnt
    geschrieben 1319556410000

    ...jetzt stelle ich doch mal etwas provokantes in den Raum:

     

    es sind ja nicht nur die Ladenöffnungszeiten, die so manchem zu schaffen machen, wenn man einen Job von morgens bis abends hat. Das geht ja mit allen anderen möglichen Dienstleistern weiter, ich nenne mal an ein paar Beispiele und lasse das Internet dabei außen vor.

    So ist es ja auch nicht möglich, sich nachts um halb 3Uhr einen neuen Reisepass im Einwohnermeldeamt ausstellen zu lassen oder morgens um 4Uhr einen Bausparvertrag bei der Sparkasse abzuschließen oder auch die KFZ-Haftpflicht (bald ist wieder 30.Nov.) in der Filiale zu kündigen.

    Knurrt mir um 2Uhr der Magen, kann ich nicht in mein Lieblingsrestaurant gehen, der Waschsalon hat auch geschlossen, der Pizzaservice spricht vom Band, dass ich morgens ab um 10Uhr wieder anrufen soll und last but not least ist die Hotline von HC auch nur Mo - Sa 08:30 - 21:30 Uhr und So + Feiertage 14:00 - 21:30 Uhr besetzt.

    Die Aufzählung läßt sich noch fast unendlich fortführen, warum muss es denn nun ausgerechnet der Einzelhandel sein, der für jeden und alle 24h erreichbar sein muss? Alle anderen Institutionen kann man doch auch während der "normalen" Öffnungszeiten aufsuchen und jeder empfindet das als ziemlich normal, warum also sollen längere Öffnungszeiten nur das Personal im Verkauf treffen?

    Und wenn ich wirklich doch noch mal kurz vor 20Uhr schnell etwas einkaufen muss, liegt auf dem Band vor bzw. hinter mir meist nur Cola, Zigaretten, Pizza oder ein Sechserpack Bier und das gibt es im Notfall auch an der Tanke, doch wie gesagt, es ist meine Meinung dazu, sie muss sich nicht mit den Meinungen oder den Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder entsprechen, uuppps falscher Thread... ;)

     

    Gruß Peter

    "Ein Merkmal geistiger Mittelmäßigkeit ist die Sucht, immer etwas zu erzählen" -Jean de La Bruyère-
  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
    Beiträge: 16122
    geschrieben 1319557334000

    Es sind doch manchmal gerade etwas "provokante", aber deswegen noch lange nicht böse gemeinte Äußerung, die einer Diskussion neue, wichtige und durchaus interessante Impulse geben.

     

    Ich denke, der Unterschied der von Dir benannten Institutionen und Situationen zum Einzelhandel ist ganz einfach der, das letzterer Bestandteil des wirklich unmittelbaren täglichen Alltags ist!

     

    In einigen der von Dir benannten Beispielen tut sich dahingehend etwas, das z.B. das Online-Angebot ständig erweitert wird, es immer mehr Gastronomie gibt, die deutlich länger/früher geöffnet hat, es immer mehr Bring-Dienste auch mitten in der Nacht gibt...und...und...und...

     

    Übrigens, ich hatte es schon einmal erwähnt: Tankstellen fallen rein rechtlich eigentlich aus der nächtlichen Versorgungsschiene heraus, denn diese dürfen nach Geschäftsschluß der entsprechenden örtlichen Läden eigentlich keine Getränke/Lebensmittel u.ä. an Nicht-Reisende verkaufen. Da wird eine kleine Grau-Zone genutzt, der aber auch schon häufiger widersprochen wurde und die auch schon mehrfach zu Strafen führte!

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • Woody_
    Dabei seit: 1083456000000
    Beiträge: 9960
    geschrieben 1319557622000

    Naja,aber man braucht doch nicht jeden zweiten,dritten Tag nen neuen reisepaß :laughing: ,da geht man 1-2 Mal hin und hat 10 Jahre Ruhe,.einkäufe macht man doch alle ca 2-3 Tage,je nachdem.

    Waschsalon,also ich hab ne Waschmaschine,und falls die mal klaputt ist,dann bräuchte ich auch nicht jeden Tag dorthin,evl mal 1 Mal die Woche.

    Es muß ja auch nicht unbedingt 24 Stunden durchgehend geöffnet sein,bis 0 Uhr reicht auch,aber das die jetzt planen das 22Uhr/24 Uhr wieder rückgängig zu machen,ärgert mich schon.

  • Rhodos-Peter
    Dabei seit: 1163635200000
    Beiträge: 7064
    Verwarnt
    geschrieben 1319559102000

    @Woody

    natürlich habe ich selber eine Waschmaschine, doch die läuft auch nicht mitten in der Nacht. Ich hätte auch noch Münz-Mallorca aufführen können, da ist aber zu, wenn ich morgens um halb 5Uhr ein paar Pigmente brauche. Auch da (wie in den Waschsalon) gehe ich nicht hin, sondern fliege lieber selber in ein paar Tagen an den Originalschauplatz, es sollten nur ein paar Beispiele sein, doch dass weißt Du ja ;)

     

    @Holger

    Deinen Beitrag mit den Tankstellen habe ich schon vorher gelesen, auch hier möchte ich ein gutes Beispiel für Verkaufskultur verlinken klick und zugegeben, da war ich auch schon shoppen nach Mamma Mia (und es war kein Eisbergsalat)...

     

    Gruß Peter

    "Ein Merkmal geistiger Mittelmäßigkeit ist die Sucht, immer etwas zu erzählen" -Jean de La Bruyère-
  • Woody_
    Dabei seit: 1083456000000
    Beiträge: 9960
    geschrieben 1319568859000

    Muß den Beteiligten hier mal ein Kompliment machen.

    Obwohl wir unterschiedlicher Meinung sind,läuft die Diskussion doch recht friedlich ab :-) :thumbsup:

    ,hab ich schon ganz anders erlebt.

  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
    Beiträge: 11567
    geschrieben 1319574431000

    die öffnungszeiten so, wie sie derzeit sind, sind doch eigentlich o.k. und decken einen großteil des tages ab.

    ich verstehe nicht, wie manche nun das argument der schichtarbeit anbringen.

    wie muß ich mir das vorstellen? wenn man beispielsweise mittagschicht oder spätschicht hat. dann hat man vormittags doch zeit, seine einkäufe zu tätigen.

    oder ist das bei manchen nicht drin?

    wenn man nachtschicht hat, kann man das doch auch irgendwie regeln.

     

    zudem arbeiten die leute dann ja in unterschiedlichen schichten, so dass dann auch mal wieder eine "normale" frühschicht woche kommt, in der man seine einkäufe tätigen kann.

     

    ich finde es allerdings auch nicht gut, dass die unternehmer eben nicht selbst bestimmen können, wann sie öffnen und wann sie schließen. (aber es gibt so viele dinge, die wir als "normaler" bürger (mehr)nicht entscheiden dürfen).

    was mich allerdings auch ein bißchen nervt ist, dass viele supermärkte und geschäfte mit den öffnungszeiten experimentieren.

    der lidl hat bis 10 auf, der penny bis 9, im sommer hat der rewe bis 11 auf, im winter aber "nur" bis 10, usw. usw.

    da wünsche ich mir manchmal die gute alte zeit zurück, in der man eben wußte:

    um halb sieben machen alle läden zu und gut ist es.    

    wer hat denn heute noch einen überblick, bis wann er wo einkaufen kann.

     

    und jetzt bald zur weihnachtszeit kommen dann noch die verkaufsoffenen sonntage, goldener herbst, vollmond-shopping-nächte, und wie sie alle heißen.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Reiselady
    Dabei seit: 1105228800000
    Beiträge: 19415
    geschrieben 1319578366000

    Ich bin auch noch nach wie vor der Meinung, dass die Öffnungszeiten ausreichen. Nicht alles, was in Amerika praktiziert wird, muss man hier nachmachen. Das Verkaufspersonal wird dort schlecht bezahlt, ist oft nicht krankenversichert. Auch hat man dort lange nicht so einen hohen Urlaubsanspruch wie bei uns. Anders lassen sich die 24-Std.-Öffnungszeiten wahrscheinlich nicht finanzieren.Denn es wird ja nicht mehr verkauft, nein, der Umsatz verteilt sich nur auf einen längeren Zeitraum. Man kann das nicht mit Schichtarbeit in einer Fabrik vergleichen, wo ja auch mehr produziert wird.

    Zu dem Argument "Für Mütter mit kleinen Kindern ist Nachtarbeit ideal" möchte ich bemerken, dass ich dies gar nicht so ideal finde. Wenn das Geld dringend benötigt wird zum Familienunterhalt, ok, ist es immer noch eine Notlösung. Da würde ich es allerdings viel besser finden, wenn es für die Kurzen Betreungsmöglichkeiten über Tage geben würde, so dass Mutter ihrem Beruf nachgehen kann. Wenn der Vater tagsüber arbeitet und die Mutter nachts, wo bleibt dann das gemeinsame Familienleben? Kleine Kinder sind lieb, aber auch anstrengend. Wenn ICH nachts meinen Schlaf nicht bekomme, hätte ich am Tage wahrscheinlicfh nicht die Nerven,  mich ruhig und ausgeglichen mit dem Nachwuchs zu beschäftigen. Ich könnte mich dann ja nicht hinlegen und schlafen, da dann ja der Vater bei der Arbeit ist.

Antworten
Thema gesperrt
Interner Fehler.

Ups! Scheint als wäre etwas schief gelaufen!