• Blues
    Dabei seit: 1169510400000
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    geschrieben 1113763345000

    @Salvamor41 - wie recht Du hast mit Deinen nachfolgend

    nochmals zitierten Aussagen

    "jede Woche liest man in der Zeitung, daß

    wieder ein Mittelständler oder kleiner Laden Insolvenz anmelden mußte"

    "....die Kundenzufriedenheit bleibt oft auf

    der Strecke.

    " "Reisebüros durch eine kreative

    Geschäftspolitik gegensteuern können...",

    "wie defensiv,

    teilweise regelrecht lethargisch manche Reisebüros auf diese

    neuen Entwicklungen reagieren..."

    Erlaube mir meine Frage - wo sind die Kunden die diesen

    Mehrwert, den man auf den Reisebüros geben sollten resp.

    auch geben könnte, bezahlen! Dass dies alles "gratis und franko"

    geschehen kann, ist illusorisch.

    Ueberall werden Provisionen gekürzt, die Reisen sollten nicht mehr

    als "ein Apfel und ein Ei" kosten - die Reisefachfrauen und -männer

    aber auf höchstem Niveau funktionieren.

    Wir Konsumenten sollten hier schnellstens umdenken (..ich weiss,

    ist auch illusorisch) aber sonst nimmts ein ungutes Ende.

    Dies sind u.a. Gründe, warum ich all unsere Reisen bei einem

    kleineren Reisebüro der Region buche - auch wenns mal ein

    paar Franken mehr kostet. Die Beratung etc. ist dafür aber in

    jedem Falle hervorragend!

  • salvamor41
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    geschrieben 1113814665000

    @ Blues

    Das ist schon richtig, was Du schreibst, das Konsumverhalten vieler Menschen hat sich verändert. Zweifellos gibt es zwar immer noch den Luxusbereich, der weiterhin floriert, aber den gibt es sogar in Entwicklungsländern der 3. Welt, der läuft immer. Ich weiß nicht, wie es bei Euch in der Schweiz ist, aber das Gros der Menschen in Deutschland ist zunehmend zurückhaltend beim Geldausgeben, weil die Menschen bezüglich ihrer persönlichen und beruflichen Zukunft verunsichert sind. Allenthalben wird über diese Konsumzurückhaltung geklagt, und sie trägt ja auch die Hauptschuld daran, daß es wirtschaftlich vielen Betrieben in den unterschiedlichsten Branchen schlecht geht. Daß das auch Auswirkungen auf das Buchungsverhalten von Urlaubsreisen hat, ist völlig klar. Und es macht auch keinen Sinn, Du hast es ja auch angedeutet, ein verändertes Verhalten der Verbraucher zu reklamieren. Vielmehr müssen sich die Reise-Anbieter auf diese veränderte Situation einstellen. Und da liegt halt vieles im Argen, das kann wohl niemand bestreiten.

    Über die eigentlichen Auslöser der Misere ließe sich trefflich streiten, aber dann müßten wir hier wieder politisch werden, und das wollen wir ja nicht mehr.

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Holginho
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    geschrieben 1113817811000

    Zu diesem Thema kann ich euch sagen, das z.Z. an diversen Stellen kalkuliert wird und Prognosen erstellt werden was passiert, wenn ein gesamter(!) "Verband" X das komplette(!) Programm eines "Lieferanten" Y als Reaktion auf eine solche Provisionsstreichung aus dem Programm nimmt.

    Erste Rechen(!)-Werte deuten darauf hin, das der Verlierer dabei der Lieferant wäre - eine zwangsweise Beschränkung auf die Buchungsoption "Internet" würde bei Weitem nicht zu seinem wirtschaftlichen Überleben ausreichen.

    Bedauerlicherweise kommen noch andere (noch nicht, oder gar nicht kalkulierbare) Faktoren hinzu - ansonsten wäre dies ein guter Weg, "großkotzigen" Lieferanten, aber auch ignoranten Kunden einmal Grenzen aufzuzeigen.

    Schade, das solche Projekte (noch???) u.a. an der Uneinigkeit innerhalb der Verbandstrukturen scheitern müssen.

    Nachdenklich, Holger

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • salvamor41
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    geschrieben 1113818701000

    Hallo Holger,

    das Streichen von Programmen aus dem eigenen Angebotsspektrum halte ich sogar für wirtschaftlich notwendig! Was soll das Ganze, wenn ich nix mehr verdiene an dem, was ich da tue. Von "Selbstbefriedigung" wird keiner satt.

    Mir ist das Verhalten des Verbandes allerdings zu destruktiv, wenn nicht gleichzeitig Alternativen aufgezeigt werden.

    Ich weiß auch nicht, ob es etwas bringt, Druck auszuüben. Wenn meine "Geliebte" mich verlassen will, bringt es auch nichts mehr, sie unter Druck zu setzen. Sie ist so oder so weg!

    Du weißt, wie ich das meine. Es hilft nichts, einer schlechten Sache "gute Nerven" hinterher zu werfen.

    Beste Grüße

    salvamor Wolfgang

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Holginho
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    geschrieben 1113822146000

    Richtig salvamor!

    Bisher gehen "einige Konzerne" aber davon aus (ist dies arrogant?, uneinsichtig?, kurzsichtig?, dumm?...), das ihre "Vertriebsstellen" trotz allem weiter für sie arbeiten, und den fast kompletten Service am Kunden übernehmen. (Ist ja auch verständlich - natürlich würde auch im realen Arbeitsleben jeder Arbeitnehmer liebend gerne unentgeltlich und mit vollem Einsatz für sienen Arbeitgeber arbeiten!)

    Sollte es hier aber endlich mal zu einer "Totalverweigerung" seitens der Reisebüros kommen, hätte dies fatale Folgen für die Konzerne

    (Anderes Beispiel:

    "Wir" lassen uns die Benzinpreise nicht mehr länger gefallen, und verweigern in unserer Gesamtheit eine Woche lang vollkommen den Gang zu einer Tankstelle ... scheitert leider (noch?) an der Uneinigkeit der Verbraucher)

    "Kunden" müssen sich dagegen aber auch ein paar Fragen gefallen lassen - u.a. ob ihnen bewußt ist, was sie mit ihrem veränderten Kaufverhalten (und ich meine dies nicht(!) in Bezug auf Mengenkennziffern) bewirken (nicht nur in der Tourismusbranche!) ... sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht, alsauch in Bezug auf ihre Service-Gewohnheiten, aber auch -erwartungen.

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • salvamor41
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    geschrieben 1113823079000

    Aber, lieber Prinzensohn Holger, mir fehlen immer noch die positiven alternativen Ansätze des Verbandes oder Verbundes. Nur mit Verweigerung ist noch nichts gewonnen!

    Gruß salvamor

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Holginho
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    geschrieben 1113823917000

    Das ist ja die Krux - als "Verteiler" hast Du in dieser Hinsicht keine "positiven" Alternativen. Du kannst nur sagen: Bis hierhin und nicht weiter...oder Du machst einen auf Friede-Freude-Eierkuchen und zögerst Deinen Untergang ein wenig hinaus.

    Änderungen müssen aber selbstverständlich in anderen Bereichen stattfinden...und zwar zwingend notwendig und sehr kurzfristig!

    Kundenservice, verbesserte Beratungskompetenz, angepaßte Öffnungszeiten, Kundenaktionen sind vielgenannt und würden neben einer Menge Aufklärungsarbeit auch schon etwas bewirken.

    Eine andere Frage ist, ob es dazu nicht schon fast zu spät ist. Denn, wie soll das finanziert werden aus den z.Z. fast durchweg knappen Reisebürokasssen?

    Also gilt es nun in einigen Punkten auch einmal "zurückzubeißen" - den Lieferanten der mich ausbeutet, den Kunden der mich ignoriert (aber im Falle eines Falles Hilfe erwartet).

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • salvamor41
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    geschrieben 1113841004000

    Holger, Du hast schon Recht mit Deinen Feststellungen zur Lage vieler (nicht aller) Reisebüros. Die Innovationen müssen aber aus der Branche selber kommen, an eine Änderung des Kaufverhaltens zu appellieren und darauf zu hoffen, daß von den Kunden  etwas kommt, führt zu nichts. Die Kunden sind nur ganz bedingt zu beeinflussen, sie laufen dahin, wo sie ihrer Meinung nach den besten Gegenwert für ihr Geld bekommen. Daß sie woanders unter dem Strich oft keinen besseren Gegenwert erhalten, ist sicher unbestritten.

    Die Kunden bestimmen durch ihr Kaufverhalten, wo es lang geht!

    Mir fallen spontan zwei Beispiele ein, wie durch verändertes Kaufverhalten der Kunden ganze Branchen zum Einsturz gebracht wurden, ohne daß auch nur der Hauch einer Chance bestanden hätte, das Unheil abzuwenden.

    Ich denke an die Feuerzeugindustrie, in der ich mal beschäftigt war. Noch zu Beginn der 70er Jahre teilten Unternehmen wie Ronson, Rowenta, Ibelo und einige kleinere den Markt sozusagen unter sich auf. Dann warfen die Asiaten den Markt mit Einwegfeuerzeugen zu, und was passierte? Die Verbraucher, die bisher gediegene Produkte der o.e. Marken gekauft hatten, wandten sich ziemlich schnell dem neuen asiatischen Produkt zu, es war damals regelrecht in, ein solches Billig-Feuerzeug zu besitzen. Die etablierten Firmen verschwanden vom Markt (z.B. Ronson, Ibelo) oder verlegten den Schwerpunkt auf andere Sparten (z.B. Rowenta).

    Ein anderes Beispiel ist der Lebensmittel-Einzelhandel. Ich kann mich erinnern, daß es in der Ortschaft, in der ich früher wohnte, für ca. 1.200 Einwohner drei kleine bis mittelgroße, privat geführte Lebensmittelläden gab. Dann machten sich Aldi, Plus etc. auf der grünen Wiese breit. Was passierte? Die Kunden der kleinen Einzelhändler, die sich teilweise sogar die Ware heim bringen ließen, liefen in Scharen zu den Discountern über.

    Verbundenheit? Solidarität? Fehlanzeige! Die Folgen kennen wir alle, die Tante-Emma-Läden verschwanden zuhauf von der Bildfläche. 

    Was hätte man tuen können, um gegenzusteuern? In beiden Fällen nicht viel! Es gibt eben Marktentwicklungen, die nicht aufzuhalten sind.

    Ähnlich, aber nicht ganz so schnell und dramatisch, ist die Entwicklung bei den Reisebüros. Es wurden viele Gelegenheiten verpaßt, rechtzeitig zu reagieren, da gebe ich Dir Recht. Und wahrscheinlich ist es für viele schon 5 nach 12. Aber ich denke, daß viele auch noch die Kurve kriegen könnten, wenn sie sich zusammenschließen und innovative Ideen realisieren würden.

    Es ist schon klar, das alles ist nicht so einfach, wie es sich liest. Als Nichtbeteiligter an diesem Prozess hat man sicher auch gut reden, aber ich meine, es nützt nie im Leben, den Kopf in den Sand zu stecken!  

    Schöne Grüße nach Solingen

    salvamor

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • kimaugust
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    geschrieben 1113855257000

    ich glaube, dies passt gut zu diesem Thema.

    Expedia und TUI kämpfen jetzt offen um die Marktführerschaft im Online-Buchungsgeschäft europaweit. TUI gibt sich - wie immer- selbstsicher und siegessicher, hoffentlich steigt dann auch der Aktienkurs.   Experten rechnen mit Wachstumsraten von über 60% in den nächsten 2 Jahren  bei Onlinebuchungen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 

    PS: Der "Feuerzeugvergleich" trifft den Nagel auf den Kopf, und wie gesagt, es war in, diese billigen Dinger zu besitzen.

    gruss jürgen 

  • Asia
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    geschrieben 1113904474000

    Hallo allerseits,

    möchte hier mal einen etwas anderen Tenor reinbringen. Selbstmitleid hilft niemandem und ändert nichts. Ich gehöre auch zu denjenigen, die in letzter Zeit fast ausschließlich übers Internet oder vor Ort buchen. Warum?

    Zwei Gründe hauptsächlich:

    1. völlig überteuerte Angebote seitens der Veranstalter (zT ein Mehrfaches des von mir problemlos !!!! vor Ort erzielten Preises). Wo fängt eigentlich Wucher an? (ZB Lateinamerika, Usbekistan, Japan, Südkorea, Tibet...indiv. VIEL preisgünstiger zu bereisen, trotzdem (mit Ausnahme von Tibet mangels Infrastruktur) ist angemessener Standard möglich. Dennoch gehe ich davon aus, dass ich in fast allen o.g. Ländern noch mit einem "Ausländerpreis" beglückt wurde. Trotzdem VIEL preisgünstiger. Die RB werden hier praktisch zu Opfern der Veranstalter. Aus Mitleid hat aber wohl noch kaum jemand etwas gekauft, oder?

    2. Unqualifiziertes Personal im "kleinen" Reisebüro um die Ecke, zT mit finanziellen Nachteilen für mich (mehrfach passiert), ohne irgendeinen Entschuldigung u.dgl. In letzter Zeit habe ich auch den Eindruck, dass immer mehr RB-Angestellte in Geografie gefehlt haben. Der Horizont sollte über Mallorca hinausgehen.

    Hatte zB in der Flugbörse hier in FFM einen HERVORRAGENDEN Mann sitzen, der noch so verrückte Tickets für mich gefunden hat. Ihm traure ich noch immer nach!!!!! Jetzt gehe ich dort nicht mehr hin. Bin zu kompliziert (bzw. meine Buchungen, obwohl sie jetzt ja gelöhnt werden müssen). Nee, also Internet oder Vorsprache bei der jeweiligen Fluggesellschaft. ist hier in FFM meist problemlos möglich!

    Die Frage ist doch (wurde hier auch schon gestellt)- was tut das jeweilige RB, um Kunden zu halten? Gilt ja auch für den ewig jammernden Einzelhandel. Hier könnte ich Romane schreiben. Einen Vorteil hat das Nichtangebot natürlich - man kommt endlich mal dazu, ein paar Euros zurückzulegen (auf den Handel bezogen).

    Asia: ---> Der schlimmste Feind im ganzen Land ist der Denunziant!
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