• Sina1
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    gesperrt
    geschrieben 1124117042000

    Hallo!

    Kürzlich hatte ich auf einer Dienstreise (Teneriffa) ein Gespräch mit einem Ehepaar (Alter schätzungsweise Mitte 50). Die beiden regten sich fürchterlich darüber auf, daß angeblich NIEMAND im Hotel deutsch sprechen würden. (Was aber nicht der Fall war, ich selbst wurde 10 Minuten vorher bei meinem Eintreffen von der Rezeption in nicht ganz perfekten, aber durchaus verständlichem deutsch begrüßt, von einem Kellner auf deutsch gefragt, was ich trinken möchte, etc.). Das reichte diesem Ehepaar allerdings nicht aus. Die beiden bestanden darauf, daß jedes Zimmermädchen, jeder Koch, ja sogar jeder Gärtner über perfekte Deutschkenntnisse verfügen sollte. Mein Einwand, daß man ja schließlich in Spanien sei, und man sich notfalls doch auch mit ein paar Brocken Englisch oder, wenn gar nichts geht, mit Händen und Füßen oder auch mit kleinen Skizzen verständlich machen könne und daß ich auf Auslandsreisen generell immer wieder von der großen Präsenz der deutschen Sprache überrascht bin, wurde als blanke Provokation angesehen und rief eine entsprechend heftige Reaktion hervor. Details möchte ich allen hier ersparen...

     

    Anmerken möchte ich, daß auch ich als Norddeutsche meine Mühe hatte, den sehr stark ausgeprägten sächsischen Dialekt vollkommen zu verstehen.

    Nun meine Frage:

    Erwartet Ihr bei Auslandsreise wirklich, daß Ihr Euch überall auf Deutsch verständigen könnt?

    Sprecht ihr im Ausland mit einer Selbstverständlichkeit jeden auf deutsch an oder fragt ihr zunächst, ob der andere deutsch kann? 

    Oder gehört Ihr eher zu der lobenswerten Gruppe von Urlaubern, die sich mit etwas Englisch und Händen und Füßen verständigen oder vielleicht sogar vor oder während der Reise bemüht sind ein paar der wichtigsten Vokabeln in der Landessprache (Bitte, danke, guten Tag, auf Wiedersehen, ein Bier/einen Kaffee/ein Wasser bitte, etc.) einzuprägen und auch anzuwenden? (Für mich persönlich gehört das zum Urlaub und auf Dienstreisen einfach mit dazu, wenn ich mit Englisch oder Spanisch nicht mehr weiterkomme - und macht mir auch einen Riesenspaß!)

  • melbelle
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    geschrieben 1124117844000

    hab in der Dom Rep mal ein Pärchen kennengelernt, wo er den ganzen Tag im Liegestuhl am Strand schlief und wenn er mal wachgeworden war, ist er an die Bar und sagte: una serveza y una sprite  *schmunzel* um sich selbst ein Radler (für die Norddeutschen: Alsterwasser) mischen zu können.

    Rentner, die meinen, man müsste sie im perfekten Deutsch bedienen, denen würde ich einen Urlaub in Reit im Winkl oder in Mittenwald empfehlen ;-)

    ;) melbelle
  • xela411
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    geschrieben 1124117890000

    Hallo!

    Also mein Freund und ich gehören unter Garatie nicht zu den Urlaubern, die darauf bestehen, dass jegliches Personal Deutsch sprechen muß!!! :benetton: Wenn man ins Ausland fährt, weiß man doch wohl vorher, dass dort nicht alle unsere deutsche Sprache beherrschen! Ist doch totaler Quatsch, dies anzunehmen! Natürlich ist es nett, sich in seiner Sprache zu unterhalten, doch wenn das halt nicht geht, dann muß man halt die letzten Fremdsprachenfetzen aus seinem Gehirn holen oder sich mit Händen und Füßen verständlich machen! Oder wie Du es schreibst, sich gängige Sätze beibringen lassen von den Einheimischen! Und in aller Not gibt es ja auch noch die bekannten Wörterbücher, die man sich ja nur zu kaufen braucht! ;)

    Ich, als Erzieherin, bewundere in diesem Zusammenhang immer die Kinder, die ohne Probleme miteinander sprechen und spielen, egal welcher Sprache sie mächtig sind! :laughing: Auch hier wird mit Händen und Füßen kommuniziert und sich gegenseitig etwas von der anderen Sprache beigebracht! Ich finde, einige Erwachsene könnten sich an so einigen Kindern mal ein Beispiel nehmen!!! :sarcastic:

    Grüßchen Alex :wave:

    die"Aggressive", der größte Werder-Fan oder einfach Alex ;)
  • emdebo
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    geschrieben 1124118154000

    Wird wohl weniger am Alter gelegen haben, sondern daran, dass jahrzehntelang die Vermittlung der englischen Sprache in der genannten Region nicht gerade sehr verbreitet war.

    Es wäre nicht fair, jetzt daran Kritik zu üben.

    Das können augenblicklich andere besser.

    Unabhängig davon gilt bei uns, zunächst landestypische Begrüßung

    und dann auf englisch umwechseln. In Paris hatten wir uns mit

    lange zurückliegendem Schulwissen an der Hotelreception bemüht.

    Nachdem wir ungestört üben konnten, war die Mitarbeiterin

    aus Deutschland ... :p

  • marina2303
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    geschrieben 1124118483000

    Natürlich nicht! Also nütrlich erwarte ich nicht, dass in dem Land, welches ich bereise auch nur irgendjemand deutsch spricht. Auch nicht das Hotelpersonal. In einem großen, internationalen Hotel sollte man aber schon zumindest an der Rezeption mit englisch weiter kommen.

    Und ohne mich selbst beweihräuchern zu wollen ;-) : Ja, ich versuche mir die wichtigsten Vokabeln der Landessprache anzueignen, ja, ich schlage mich mit englisch und Händen und Füßen durch, und ich frage auch in Ländern wie den Niederlanden, in denen man gemeinhin davon ausgeht, dass uns die Menschen dort schon verstehen, immer erstmal nach, ob sie denn auch deutsch sprächen. Welche Meinung ich zu Spiessern habe, die im Ausland erwarten, dass man (im Hotel) nahezu überall ihre Sprache versteht und spricht, und dass man am besten als Verpflegung Sauerkraut und Eisbein bekommt, dazu brauche ich ja wirklich nichts zu sagen. Das ist ja wie bei den Fußbroichs, als Fred sich aufregte, dass in Spanien ja alles in spanischer Hand sei, und Amelie dann entgegnete: "Aber das ist doch denen ihr Land Fred!" (Anm. "Die Fußbroichs" - die erste reale Familienserie auf WDR - für die, die´s nicht kennen)

  • joto99
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    geschrieben 1124118632000

    Also selbst der deutschen Sprache nicht mächtig (Achtung Witz!) und im Ausland auch noch meckern. Typisch. "Genn se fleisch zu Haus bleeben?!!?" :smile:

    Schön rechts gehen - nichts unterschreiben!
  • andreaH
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    geschrieben 1124118746000

    Ja, das mag wohl so sein!

    Aber von dem mal abgesehen:

    1. Freu ich mich immer wenn ich mal wieder meine Sprachen auspacken kann

    2. kann ich dann nicht verstehen, dass man sich dann wenigstens mit seinem Deutsch keine Mühe gibt, wenn einem schon so entgegen gekommen wird, dass jeder 2. Kellner oder Angestellte Deutsch kann.

    Ich musste in meinem Punt Cana Urlaub auch des öfteren zutiefst schmunzeln, wenn wieder einmal einer sein Bier in Oktoberfest-Manier und demselben Dialekt bestellt hat.

    Aber ich denke, so extrem ist das auch nicht mehr verbreitet, das hoffe ich zumindest! Und sonst findet man halt schneller Kontakt, denn einer der weiterhelfen kann/dolmetschen kann findet sich immer und sei es nur mit Sprachfetzen! ;-)

    ... immer auf der Suche nach dem Paradies!
  • holzwurm
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    geschrieben 1124119060000

    Hallo Sina,

    ich schließe mich Deiner Meinung an.

    Bin auch persönlich bin auf dem Standpunkt, daß man ein paar Grundbegriffe von der Landessprache im Urlalaubsland - zumindest innerhalb Europas - beherrschen sollte. Dazu gehören, wie schon erwähnt, die Worte bitte, danke, Guten Tag, Guten Morgen, Gute Nacht und die Bestellung von gängigen Getränken. Man muß ja nicht unbedingt so perfekt sein, daß man einen Smaltalk führen könnte.

    Ich habe dabei festgestellt, daß das Personal dann viel freundlicher und zuvorkommender mit einem umgeht und auch mal eine Leistung kostenlos bzw. billiger erbringt, die man nicht unbedingt im Pauschalpaket mitgebucht hat.

    So ging es mir jedenfalls auf Fuerteventura an der Poolbar im Hotel. Erst meinten die Kellner ich sei Spanier. Löste erst einmal diesen Trugschluß auf. Dies merkte ich als am nächsten Tag als ich vor dem Abendessen noch ein kleines Bier bestellte. Nachdem ich das Bier bezahlen wollte, erhielt ich die Antwort dieses Getränk sei kostenlos, da ich einer der wenigen Gäste sei, der sich mit der Mentalität und Sprache des Landes auseinandersetzen würde..Damit hatte ich jeden Abend ein Freigetränk, obwohl ich dies eigentlich nicht wollte. Auf Mallorca ging es mir ähnlich.

    Bei solchen Leuten, die meinen sie seien die Kings im Hotel und das Personal hätte zu spuren wie ein Sklave und dann noch perfekt deutsch sprechen müsste, braucht man sich nicht wundern, wenn das ausländische Personal mit diesen Gästen unfreundlich umgeht. Dies ist wahrscheinlich mit ein Grund, warum viele Bewertungen im Bereich Service so negativ ausfallen.

    Ich hab hierzu noch einen Spruch auf Lager:

    "So wie man in den Wald hineinschreit so kommt es auch zurück"

    Dieser Spruch trifft auf alle Urlauber zu, die meinen das Hotelpersonal sei ihr Eigentum.

    Gruß

    Karl-Heinz

  • Mira
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    geschrieben 1124119454000

    Da kann ich nur zustimmen. Über solche Leute hab ich mich in unseren Urlauben auch schon mehrfach aufregen müssen.

     

    Wie gesagt, die sollen dann halt in Deutschland beleiben oder in Österreich Urlaub machen. 

     

    Ich finde es immer schön, auch mal andere Sprachen zu hören. Wir konnten uns in allen Urlauben mit Englisch, Händen und Füßen und Taschenwörterbuch gut verständigen.

     

    Habe kürzlich auch einen Spanischkurs belegt, da ich es immer schön finde, dass wenn man in einem fremden Land Urlaub macht ein bisschen mehr in der Landessprache sagen kann als nur "Ja", "nein" oder "hallo" 

     

    Viele Grüße, 

    Mira

  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1124119682000

    man darf aber auch nicht vergessen, dass manche kein englisch oder gar spansich können.

    und manche sind, was fremdsprachen angeht, eher talentfrei.

    dürfen die nicht ins ausland fahren???

    Das "F" in Montag steht für Freude.
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