• tancarino
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    geschrieben 1398780139000

    Der Sitzabstand sollte bei der Buchung "benannt" werden? Was soll das denn für eine Regelung sein? Da stehen dann 86 cm im Ticket? Noch weitere Informationen? Entfernung zum Klo und Anzahl der Toiletten, Auswahl der Menüs und Getränkepreise? Wie schon erwähnt: auf zahlreichen Websites wie Seatguru etc. kann man sich prima darüber informieren, was welche Airline an Sitzkomfort bietet. Am Ende läufts nach meiner Erfahrung aber immer auf dasselbe heraus: man bucht dann doch den niedrigsten Preis und denkt "ach, wird schon nicht so schlimm werden", und wenn es dann doch "schlimm eng ist", wird genörgelt. Sorry, dafür kann man kein Verständnis aufbringen. Im Kollegium witzelten wir schon seit Jahren: "Wenn erst jemand Stehlplätze auf Transatlantik für 99 EUR anbietet, werden sich auch dafür Kunden finden, aber sie werden laut über dicke Füße lamentieren." Wetten, dass?

    Nee, wirklich: wenn man billig bucht, muss man eng sitzen, das ist bei Firma Donnerflug so und auch bei Lufthansa nicht anders, denn alle Fluggesellschaften kochen nur mit Wasser. Das heißt: sie müssen mit der begrenzten Fläche des Passagierdecks einen Ertrag erwirtschaften, der die Kosten deckt und möglichst noch ein bisschen Gewinn abwirft. Auch wenn viele glauben, dass man mit dem Fluggeschäft reich werden kann: viele Strecken, auf denen vorzugsweise Touristen unterwegs sind, schreiben rote Zahlen. Und wie schwierig ist es, schwarze zu schreiben, sieht man gerade eindrucksvoll am Beispiel AirBerlin.

    "Upgrades sollten angeboten werden". Also wirklich, das kann doch wirklich nicht ernst gemeint sein! Ich zahle Erbsensuppe und bekomme Kaviar und Hummerschwänze? Fetter Daimler wird ausgeliefert, obwohl ich nur einen Smart bezahlt habe? What you pay is what you get - was man bezahlt ist das, was man bekommt. Upgrades, wenn überhaupt, gibt es nur im Notfall - das bedeutet: die Airline hat mehr Tickets in der Economy Class verkauft als hineinpassen, und in der Business wäre noch Platz. Dann versucht die Airline schon beim Check-In oder am Gate, gegen Meilen an ihre Vielflieger ein Upgrade zu verkaufen.

    Wenn dies nicht gelingt, werden die Passagiere mit den teuersten Economy-Tickets kostenlos in der Business Class umgesetzt, was auch nur fair ist. Die Tarife in der Economy Class sind sehr unterschiedlich. Das geht von 600 EUR hin und retour nach USA, aber auch für 2.800 EUR. Damit ist der teuerste Economy-Tarif gleich dem billigsten Business-Class-Tarif. Kurzfristig lässt sich da ohnehin nur teuer buchen. Für Passagiere mit Billigticket gibt's auch in solchen Situationen keine Upgrades.

    Wer aber den Geiz (oder auch die Gier) zu seiner Grundhaltung erklärt, dem empfehle ich folgendes: zunächst einmal muss man herausfinden, welche Flüge zu welchem Termin so richtig "überlaufen", wegen Ferienterminen, mit Hilfe des Internets und durch Berichte anderer. Dann bucht man sich ein billiges Eco-Ticket und wenn dann die Airline mit VDB lockt (voluntary denied boarding), also Zurücktreten vom Flug und Umbuchung auf einen späteren für 600 EUR pro Person plus evtl. nötige kostenlose Übernachtung, der kann einen richtig guten Schnitt machen und holt quasi seinen Flugpreis komplett wieder raus...

    Gute Reise und glückliche Heimkehr!
  • bernhard707
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    geschrieben 1398788641000

    Eigentlich off topic, aber keine Bange, diese 'Spezialisten' gibt es bereits.

    Wie ich schon bei einem LH Flug frühmorgens FRA - LCY selbst erleben durfte, hoben nach Ansage einer Überbuchung spontan an die 10 gebuchte Passagiere die Hand mit Aussicht auf die ihnen zustehende Entschädigung... die eigentlich frühe Ankunft in London konnte offensichtlich problemlos verschoben werden.

    Life is too short to limit your vision ... indeed
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