• Orchidee
    Dabei seit: 1113177600000
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    geschrieben 1205217388000

    Ich verstehe die Aufregung nicht! In den meisten Straßen-, U-Bahnen und auch S-Bahnen und vielen Zügen findet in den Wagons bereits eine Videoüberwachung statt! Ebenso wie an vielen Haltestellen und Bahnsteigen.

    Auch jedes Shoppingcenter, Kaufhaus, Restaurant etc. bedient sich dieser Hilfsmittel! Wo liegt das Problem! Ich kann es verstehen, dass man in seinen eigenen "Hallen" ungestört sein möchte und keine Überwachung wünscht. Aber sobald wir uns im "öffentlichen" Bereich befinden oder aber uns verschiedenster Verkehrsmittel bedienen, müssen wir uns deren Bedingungen unterwerfen, oder aber auf die Nutzung verzichten!

    Was ist hier anders, als im Flugzeug!

    Aufgrund der Tatsache, dass wir in Londong gelebt haben, finde ich es völlig normal, dass an jeder Ecke eine Kamera hängt und fast jede Straße, Shoppingmall, Tube etc. überwacht wird!

    Ich muss sagen, dass ich mich durch diese Art der Überwachung eher sicherer als eingeschränkt gefühlt habe! Und wie schon viel erwähnt, wer nichts zu verbergen hat, nimmt diese Art der "Überwachung" gar nicht wahr!

    Wenn diese Neuerung dafür sorgt, dass die Sicherheit verstärkt wird, soll Sie ruhig kommen. Und wenn Sie nur als Abschreckung für potenzielle Täter dient, hat sie auch ihre Daseinsberechtigung!

    :laughing:

    Tanja

    Man lebt nur einmal, mach das Beste daraus....
  • carstenW.
    Dabei seit: 1139875200000
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    geschrieben 1205223939000

    @hardy

    orchidee hat hier schon ein Statement geschrieben, was bisher überhaubt noch nicht angesprochen wurde. Stören diese anderen Dinge bzgl. Sicherheit in der Öffentlichkeit jemanden? Nein. Der von Dir genannte vor mir sitzende, der sich umdrehende u. zuhörende Mensch ist meiner Meinung nach ein Fall von "Äpfel mit Birnen verglichen". Hier geht es um eine staatliche Sicherheit im Interesse anderer bzw. zu deren Schutz. Und nicht nur weil der vor mir sitzende wissen will, wie meine letzte Liebesnacht ausgesehen hat. Das ganze hat auch meiner Ansicht nach nichts mit Mißtrauen zu tun. In wie fern meinst Du, daß der Staat seinen Bürgern mißtraut? Ich sehe das anders. Nach den Vorfällen wie der 11. September, Anschlag in Madrid, geplante Anschläge in Deutschland (Bahn u. s. w. ist eine Sicherheitsverstärkung zwingend notwendig. Gerade da wo viel Öffentlichkeit ist. Die Zeiten haben sich nun mal geändert, leider. Der geplante Anschlag im Bahnverkehr konnte auch dank Videokamera verhindert werden. Gar nicht auszudenken, wenn diese Überwachung nicht gewesen wäre.

    LG

  • Delfo
    Dabei seit: 1161388800000
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    geschrieben 1205226059000

    Iegentlich wollte ich ja erst nach Israel wieder hier mitschreiben. Aber wir reden gerade aneinander vorbei.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Überwachung. Aber es ist ein Unterschied, ob eine geschulte udn erfahrene Person ein Überwachungsbild ansieht und eventuell ein Gefahrenpotenzial erkennt, oder ob eine Software diese Aufgabe mehr schlecht als recht übernimmt. Es geht um die Automatisierung der Überwachung, welche und davon bin ich fest überzeugt, keinen Vorteil bringt.

    Und was die Bahn betrifft: Die schaffen es ja nicht mal, ihre Züge vor mutwilliger Zerstörung zu schützen.

    Das Anschlagrisiko in Deutschland:

    Natürlich hängt es sehr davon ab, wo man lebt. Aber selbst in Berlin ist es vermutlich nicht mal halb so hoch, wie uns Herr Schäuble und seine schwarzen (bereits mit leichtem Braunstich) Konsorten glauben machen wollen. Man sollte nie vergessen, dass solche Aussagen in aller Regel von Politikern kommen die damit ein persönliches Interesse verfolgen.

    Besonders Herr Schäuble ist, was Anschläge betrifft, ein gebranntes Kind. Er sitzt ja nicht im Rollstuhl weil es ihm so gefällt, sondern weil er einem Anschlag zum Opfer gefallen ist. Wie kann ich von so einer Person eine möglichst neutrale Einschätzung einer Gefahrenlage erwarten?

    Und bei Luftüberwachung kann von Staatsrecht nur bedingt die Rede sein, weil es sich fast immer um internationales Recht handelt.

    @ carsten:

    Unser Rechtssystem basiert auf der Unschuldsvermutung. Wenn ich aber jeden automatisiert kontrolliere, muss ich als Kontrollierter durch mein Verhalten beweisen, dass ich nichts böses im Schilde führe. Die Beweislast wird also umgekehrt. Denn eigentlich muss mir der Staat ein Vergehen nachweisen. Das kann er natürlich erst in dem Moment in dem es passiert oder nach dem es passiert ist. Werden wir jedoch pauschal überwacht, kann man wohl nicht mehr von Unschuldsvermutung sprechen. Schließlich glaubt der Staat, dass jeder Bürger etwas im Schilde führt.

  • erik e.
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    geschrieben 1205233305000

    @carstenW. sagte:

    Der geplante Anschlag im Bahnverkehr konnte auch dank Videokamera verhindert werden. Gar nicht auszudenken, wenn diese Überwachung nicht gewesen wäre.

    LG

    Morgen carstenW.

    Hier muß ich widersprechen. Durch die kameratechnische Überwachung ließ sich dieser Anschlag nicht verhindern. Gut er fand nicht statt aber nur mangels technischem Verständnis der Attentäter.

    Kameras können keine Anschläge verhindern, auch keine Software oder "Frühwarnsysteme". Einzig der Mensch kann in den Krisensituationen eingreifen. Er muß entscheiden, wenn er auf den Bildern sieht u. was er sieht u. entsprechend handeln.

    Nicht umsonst sind die Sicherheitsstandarts in einigen Ländern so hoch bei der Einreise. Technik ja u. gerne zur Unterstützung, aber das letzte Wort muß der Mensch haben. Nennen wir es Menschenkenntnis.

    Aber ein schönes Thema

    ... immer erstklassig – egal, in welcher Liga ...
  • carstenW.
    Dabei seit: 1139875200000
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    geschrieben 1205238193000

    @Delfo

    ach quatsch, jetzt lassen wir mal die Beweislastumkehr u. Unschuldsvermutung u. all den bürokratisch rechtlichen Kram außen vor. Hier geht es einfach nur um Sicherheit. Ich finde es hat noch nicht mal damit was zu tun, daß der Staat den Bürgern nicht traut, sondern einfach nur deswegen, da vieles in der Vergangenheit passiert ist. Und das ist schlimm genug. Aus einem 11. September werden viele gelernt haben. Tausende von Toden u. ich denke, daß gerade Leute, die damit betroffen waren, erst Recht von einer stärkeren Kontrolle sprechen als je zuvor. Verständlich für die jenigen, die mal in einer solchen Situation waren. Sicherlich gebe ich Dir Recht, wenn geschulte Personen in der Überwachung tätig sein sollen, aber heute geht leider nichts mehr ohne Camera bzw. pc-technisch. Daher meine Einstellung u. dabei bleibe ich auch: lieber zu viel, als zu wenig. Und wer nichts zu befürchten hat, spricht auch nicht dagegen.

    @erik e

    nein die Kamera alleine war es nicht, da gebe ich Dir recht. Aber es werden Sicherheitsmethoden entwickelt, wo Überwachungscameras u. spezielle Software Bilder von Menschen weiter verarbeiten. Eingespeicherte Gesichter aus Strafdateien sollen abgespeichert sein, worauf dann solche Frühwahrnsysteme ansprechen. Dies ist Zukunft u. Entwicklung. Natürlich in Verbindung mit dem Menschen, der dann handelt u. eingreift.

  • privacy
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    geschrieben 1205238361000

    Bezogen auf unsere "freiheitlich-demokratische" Grundordnung hat sich

    heute das Bundesverfassungsgericht wieder klar positioniert:

    Nachdem dem Gesetzgeber bereits mit der Computer-Überwachung

    klare Grenzen aufgezeigt wurden, ist heute auch die in einigen

    Bundesländern praktizierte - automatisierte - KFZ-Kennzeichen-

    Überwachung - als nicht zulässig gekippt worden.

    Automatisierte KFZ-Kennzeichenerfassung rechtswidrig. Details? >hier klicken<

    Es ist in letzter Zeit schon auffällig und bedenkenswert, mit welch heißer Nadel der Gesetzgeber Gesetze in Umlauf bringt, die anschließend vom Kontrollorgan, dem Bundesverfassungsgericht, als rechtswidrig zurückgewiesen werden.

    Gruß privacy

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • carstenW.
    Dabei seit: 1139875200000
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    geschrieben 1205238595000

    tja, so lange, bis irgendwas ist. Ist doch immer so. Und was steht drinne? Das es sich wegen der Gesetzesmäßigkeit nicht einrichten läßt. Papier, Papier, Papier. Und das ist geduldig.

  • Orchidee
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    geschrieben 1205242711000

    @privacy

    Es ist richtig, dass die derzeitige Vorgehensweise vom Verfassungsgericht gekappt wurde, aber nur, weil die Bundesländer die Anlässe für diese Art der Kontrollen zu unbestimmt gefasst haben. Das heißt im Umkehrschluss, dass bei hinreichend bestimmten Anlässen eine Zulässigkeit durchaus gegeben sein kann. Hier sind wieder einmal Korrekturen erforderlich, wie bei so vielen Verfahren!!!! ;)

    Ich bleibe auch bei meiner Einstellung. Es ist richtig, viel zu kontrollieren, auch wenn es nur der Abschreckung dient. Auch jeder gefasste Täter, der durch Videokontrollen identifiziert wurde, schreckt u. a. eine Vielzahl von Nachahmern ab!

    Man lebt nur einmal, mach das Beste daraus....
  • privacy
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    geschrieben 1205243486000

    Die Urteilsbegründung, die noch nicht vorliegt, wird zeigen, was

    von sogenannten "Rechtsexperten" in den Ministerien falsch

    eingeschätzt wurde. Mal wieder.

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • maran-08
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    geschrieben 1205262457000

    @Orchidee

    Ach so, weil an allen Punkten, die Du aufgezählt hast, bereits Cams hängen, ist das Grund genug, diese nun auch gleich auf den Flugzeug-Toiletten samt Mic zu installieren ??

    Der nächste Schritt wäre vielleicht dann noch, die Cams und Mics auch in den öffentlichen sowie in den Kaufhaus-Toiletten zu installieren.

    Du sagst, wer sich in den öffentlichen Bereich begibt, hat das zu akzeptieren. Sind Toiletten öffentlich ? Wohl kaum, auch nicht in London, so weit ich weiß.

    Und wer dies nicht akzeptieren kann, soll auf die Nutzung verzichten ?

    Vielleicht gehörst Du nicht zu den Frauen, aber ich kenne genügend Frauen, die "jede" Toilette aufsuchen (müssen) - aber die können dann ja zu Hause bleiben, oder ? Die gehen dann nicht mehr einkaufen oder fliegen mit einem Flugzeug.

    Nicht nur in London hängen an allen Ecken Cams, auch in anderen Städten. Sollen sie, ist völlig ok. Der Unterschied zum Flugzeug liegt darin, dass in allen Städten die Cam nicht ständig auf mich gerichtet ist und dass die öffentlichen Cams auch nicht gleich noch mein gesprochenes Wort aufzeichnen. Und das für die gesamte Dauer des Fluges.

    Wenn Du sagst, dass Cams der Abschreckung potentieller Täter dienen, dann frage ich Dich, wie es zu dem Attentat in London kommen konnte, als der Bus in die Luft flog. Das hätte dann doch gar nicht passieren dürfen, nach Deiner Theorie, denn da gab es die Cams an allen Ecken schon.

    Cams an öffentlichen Plätzen können bei der Aufklärung von bereits ereigneten Taten helfen, aber verhindern kann eine Cam nichts. Siehe Banküberfälle, die stattfinden, obwohl in den Banken gut sichtbar Cams hängen. Oder auch in einigen Tankstellen etc, die mit Cams bestückt sind und trotzdem überfallen werden.

    @Carsten

    Das ist nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es geht überhaupt nicht darum, WAS Du sagst, es geht darum, dass jedes Abhören Deines gesprochenen Wortes einen Eingriff in Deine Privatsphäre darstellt.

    Also - und Dein "Wunsch" doch mal den "Quatsch mit der Beweislastumkehr u. Unschuldsvermutung u. all den bürokratisch rechtlichen Kram außen vorzulassen" - also wirklich, Carsten ! Was soll das ? Knipsen wir jetzt nach Belieben unsere Gesetze ein und aus ?

    Also Carsten, bei allem Verständnis dafür, dass man versuchen kann, alle Dinge möglichst schlicht auszudrücken - das ist ja nun wohl wirklich etwas heavy !

    Gruß, Hardy

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