• Dirk-1708
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    geschrieben 1096729091000

    Zum Thema. Pressemitteilung der Pilotenvereinigung Cockpit.

    AKTUELLE PRESSEINFORMATIONEN

    Vereinigung Cockpit klagt Verfall der Sicherheitskultur bei deutschen Fluggesellschaften an

    Die Vereinigung Cockpit e.V. (VC), der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland, befürchtet den Verlust der einst hohen Sicherheitskultur bei deutschen Airlines.

    Wie in der gestrigen ARD-Sendung „Monitor“ berichtet wurde, werden vor allem bei der Billig-Airline „Air Berlin“ die Cockpit- und Kabinenbesatzungen unter Missachtung sämtlicher neuester Erkenntnisse bezüglich der menschlichen Leistungsfähigkeit bis an den Rand der Erschöpfung belastet. Berichten zu Folge schleppen sich manche Flugbegleiter sogar krank zum Dienst, aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

    Erstmals äußerten sich aktive und ehemalige Piloten der betreffenden Fluggesellschaft im deutschen Fernsehen, um die Arbeitsbedingungen der Airline aufs Schärfste zu kritisieren. So seien nach eigenen Aussagen Piloten von Hunolds Geschäftsführung als „Füllstoff“ und Flugbegleiter als „Verbrauchsmaterial“ bezeichnet worden.

    Die Vereinigung Cockpit äußert sich hierzu wie folgt:

    Joachim Hunold, Geschäftsführer bei „Air Berlin“ und öffentlicher Befürworter des Patriarchentums, nutzt den Deckmantel einer völlig veralteten Regelung bezüglich der maximalen Arbeitszeiten von Piloten und Flugbegleitern bis zur letzten Möglichkeit aus und wird nicht müde zu betonen, dass bei seiner Fluggesellschaft gesetzliche Vorschriften eingehalten werden. Gleichwohl scheint ihm die Kontrolle über sein straff organisiertes Unternehmen zu entgleiten.

    Warum wehren sich dann die Mitarbeiter von Air Berlin nicht?

    1. Joachim Hunold betont „wem es nicht passt, der kann ja gehen“. Er schafft damit ein Klima der Angst, das eine sehr effektive Drohung bei mehr als 1.000 arbeitslosen Piloten in Deutschland darstellt.

    2. Der Gesetzgeber hat das fliegende Personal aus dem Geltungsbereich des Betriebsverfassungsgesetzes ausgeklammert, so dass ein Betriebsrat nur im gegenseitigen Konsens etabliert werden könnte, laut Hunold sei allerdings „Mitbestimmung das größte Übel“.

    3. Somit hat ein Angestellter der Air Berlin derzeit nur auf dem individualrechtlichen Weg eine Chance, sich gegen ungerechte oder willkürliche Behandlung zu wehren. Die Rechtsberatungen innerhalb der VC und Verfahren von Mitarbeitern der „Air Berlin“ gegen das eigene Unternehmen haben jedoch mittlerweile ein Ausmaß angenommen, welches uns zum Handeln zwingt.

    Die Vereinigung Cockpit sieht sich erstmals in Deutschland mit einem Management konfrontiert, das sich konsequent weigert, mit der VC oder anderen Verbänden in einen konstruktiven Dialog zu treten, um die Sicherheit im Flugverkehr zu verbessern. Die Airline stellt damit eine Ausnahme in der deutschen Airline-Landschaft dar. Die Vereinigung Cockpit sieht aufgrund des Fliegens am Rande der Legalität langfristig eine Gefahr auf den gesamten deutschen Flugmarkt zukommen. Der Gesetzgeber scheint offensichtlich überfordert, hier mäßigend auf Herrn Hunold und sein Management einzuwirken.

    Wir fordern Herrn Hunold zum wiederholten Male auf, mit der Vereinigung Cockpit und seinen Mitarbeitern in einen konstruktiven Dialog zu treten, um die Airline sowohl wettbewerbsfähig zu erhalten als auch den Flugbetrieb für seine Fluggäste und Angestellten so sicher wie irgend möglich zu gestalten.

    Mit einem leeren Kopf nickt es sich leichter.
  • Dirk-1708
    Dabei seit: 1230681600000
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    geschrieben 1096729448000

    Also ich werde in Zukunft mit Sicherheit auf die AirBerlin verzichten. (Die Verzichten ja auch auf die Sicherheit der Paxe) Ich habe keine Lust von einem Piloten, der als "Leibeigener" gehalten wird, zu meinem Urlaubsziel gebracht zu werden. Auch die Damen vom Service müssen für einen Hungerlohn und bei miesen Arbeitsbedingungen immer schön Lächeln. NEIN DANKE! 

    Ich bin mir sicher, das sich das ARD-Magazin Monitor niemals soweit aus dem Fenster lehnen würde, wenn an der Sache nichts dran wäre. Die Pressemitteilung der Vereingung Cockpit sagst ja auch einiges aus und die werden bestimmt auch keine Lügen verbreiten.

    Mit einem leeren Kopf nickt es sich leichter.
  • TvB
    Dabei seit: 1093478400000
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    geschrieben 1096733031000

    Na, dann haben die Redakteure von Monitor und die Gewerkschaften ja genau das geschafft, was sie mit der "Hetzkampagne" erreichen wollten. Wenn bei Air Berlin - zweitgrößte Fluggesellschaft in Deutschland - die Sicherheit derart mit dem Füßen getreten würde, wie dort behauptet, dann müssten deren Maschinen ja nur so vom Himmel fallen...

  • sandra36
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    geschrieben 1096734674000

    Auszug aus der Presse Info von Air Berlin:

    Bei dem in der Sendung vorgeführten Piloten handelt es sich offensichtlich um einen frühreren Flugkapitän, der zweimal bei einer Routineprüfung im Simulator durchgefallen war und deshalb zum Copiloten zurückgestuft werden sollte.Danach behauptete er, dies sei wegen seines gewekschaftlichen Engagements geschehen. Andere Piloten bestanden den gleichen Test ohne Beanstandungen, Gerade dieser Vorgang beweist, wie ernst wir das Thema Sicherheit nehmen.

  • jaykayham
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    geschrieben 1096736566000

    "Auch die Damen vom Service müssen für einen Hungerlohn und bei miesen Arbeitsbedingungen immer schön Lächeln. NEIN DANKE!"

    @Dirk,

    Ersteinmal tut es mir leid, dass du in der Zukunft auf AirBerlin verzichten willst- schade; du verpasst was!!

    Die damen werden ja nicht gezwungen bei AB wie Sklaven zu arbeiten, jedem steht es frei, ob er dafür arbeiten will oder nicht! es gab am mittwoch einen beitrag bei RTL2 "Zwischen Himmel und Hektik"- ein Tag einer AB besatzung; hoffentlich hast du dir diesen beitrag mal angeschaut! Die besatzung spiegelte genau das gegenteil.

    Ach so, und Hapag-Lloyd hat erst einen vertrag mit AB abgeschlossen! Waere AB so katastrophal, würden sie sicher nicht den Vertrag erhalten haben, ergo: wenn du bald mit HF fliegst, kannst du sicher sein, bald an bord einer AB-Maschine zu landen!!

    Zum Monitor und VC-Beitrag, die Billig-Angebote gehen auf die Sicherheit! Und was bitte ist mit CONDOR's 29EURO tickets??? Air Berlin mit den 29Euro angeboten wird beschossen, Condor aber nicht- soviel zur Gerechtigkeit und Neutralität des Beitrages!!! Auch kein Wort über die aus dem lufthansa-Hause stammende germanwings, oder über die HLX, die bereits für 19Euro fliegen.

    Ich fand es schade, dass es nur einsichtig behandelt wurde!

    LEBEN IST, WAS EINEM BEGEGNET, WÄHREND MAN AUF SEINE TRÄUME WARTET!
  • O_Rio
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    geschrieben 1096736974000

    Hallo zusammen!!

    Warum wird hier nur von Air Berlin gesprochen? Wie ich schon in meinen letzen

    Beitrag geschrieben habe, halte ich den Bericht von Monitor sehr einseitig.

    Wir sollten uns alle Frage ob, das was bei Air Berlin angebelich so alles mit den Mitarbeitern passiert nicht auch bei anderen Airlines nicht auch zur normalität gehört.

    Gruß Thomas!

  • sandra36
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    geschrieben 1096738747000

    @Chris,

    du hast ja so recht, die AB fliegt mit HF im Codeshare, und da ist es durchaus möglich dass ich bei einem HF Flug auf einer AB Maschine sitze.

    Und den Bericht habe ich auch auf RTL2 gesehen, wenn ich gemobbt oder versklavt werde, hätte ich nicht eine so super laune.

    Ich bin voll der Meinung das dies eine beabsichtigte Hetzkampagne ist um die Air Berlin auszubooten, und ich hoffe das es nicht gelingt.

  • wukovits
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    geschrieben 1096754259000

    Hallo Dirk

    Sicher ist kein Flugpassagier begeistert wenn er erfährt, daß für Flugpersonal 14 Stunden OK sind während ein LKW-Fahrer nach 8 Stunden Pause machen muß.

    Allerdings finde ich, daß die Fluggesellschaften in dieser Frage die falsche Zielscheibe sind.

    Vielmehr denke ich, daß die EU gefordert wäre die alten Vorschriften - die aus einer Zeit stammen wo die geringe Fluggeschwindigkeit der Maschinen solche langen Flugzeiten erforderlich machten - an die heutige Zeit anzupassen.

    Ein Alleingang einer eizelnen Fluglinie wäre wohl wirtschaftlicher Selbstmord.

                                                          Gruß

                                                          Karl

  • Dirk-1708
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    geschrieben 1096812100000

    Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er weiterhin mit AirBerlin fliegt und das ist auch vollkommend in Ordnung.

    Manche User haben allerdings wohl die Haltung:

    Meine Meinung steht fest - bitte verwirren sie mich nicht mit Tatsachen.

    Mit einem leeren Kopf nickt es sich leichter.
  • nbv
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    geschrieben 1096814061000

    Also Dirk!

    Ich wohne im Einzugsbereich vom Airport Niederrhein. Ich fliege öfter nach Wien oder München,und zwar mit V-BIRD aus den Niederlanden.Diese Maschinen werden  von der LTU gewartet. Diese hat extra ein Team auf NRN abberufen.

    Deshalb habe ich keine Probleme mit Billigfliegern auf Reise zu gehen.

    Deswegen guten Flug mit Billigairlines!

    Gruss Jürgen

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