• Tiara1
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    geschrieben 1371746827000

    Am 18.Juni 2013 berichtete "Report" darüber. In Deutschland werden Singvögel

    mit 2 Milliarden Euro geschützt. In Ägypten werden von August bis November

    10 Millionen Singvögel gejagt und getötet. 700 km Mittelmeerküste vom Gazastreifen

    bis zur lybischen Grenze sind fast durchgehend mit Netzen überzogen. Dies entspricht

    einer Strecke von Hamburg bis München. Fast jeder Baum und Strauch ist mit Netzen

    überspannt. Nachtigall, Pirol, Wendehals,Neuntöter Wiedehopf, Wachtel werden erst

    die Flügel gebrochen, damit sie nicht mehr wegfliegen können.  Dann werden sie von

    örtlichen Metzgern zum Beispiel in El Rashid, die tausende Vögel in Käfigen halten,

    verkauft. 

    Das Ganze geschieht mit Duldung der ägyptischen Regierung. Auf Dauer werden die

    Populationen diesen Aderlaß bei den Zugvögeln wohl kaum verkraften. Ein Aussterben

    der Vögel ist zu befürchten, wenn die ägyptische Regierung nicht ein Verbot ausspricht.

    Dies sollten Touristen aktiv vor Ort und in Deutschland ansprechen.

  • curiosus
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    gesperrt
    geschrieben 1371747474000

    Ja, und es werden jeden Monat Milliarden von unschuldigen Mücken und Kakerlaken vergiftet.

    Auch das sollte man einmal ansprechen. ;)

  • wiener-michl
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    Verwarnt
    geschrieben 1371748891000

    Hi Tiara,

    bin da ganz deiner Meinung, aber als Tourist wird man daran nichts ändern können.

    Und in anderen Mittelmeerstaaten wird das leider auch praktiziert, traurig aber war.

    Curi- den hättest stecken lassen können, zwischen Kakerlaken vergiften und seltenen Vögeln die Flügel brechen ist doch ein großer Unterschied.

    Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund
  • curiosus
    Dabei seit: 1469923200000
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    gesperrt
    geschrieben 1371749271000

    Nö, denn auch in Deutschland werden diese Tiere vergiftet. Davon abgesehen gibt es keine "fast durchgehende" Netzlinie entlang der Mittelmeerküste in Ägypten und desweiteren werden selbst durch die dort und auch in Südeuropa stattfindende Vogeljagd die Bestände zwar dezimiert, aber nicht ausgerottet.

    Man möge sich einmal auch in heimischen Gefilden umsehen, was hier mit Tieren gemacht wird, bevor mit dem erhobenen Zeigefinger auf andere Länder zielt.

    Soweit meine persönliche Meinung dazu.

  • juanito
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    geschrieben 1371750216000

    Und was wird mit den süßen kleinen Kälbchen gemacht, damit die Wiener Schnitzel zart sind?

    :shock1:

    En marcha con compañero Fidel en la sierra maestra 1959
  • digger69
    Dabei seit: 1185580800000
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    geschrieben 1371750590000

    @juan

    was hat das eine mit dem anderen zu tun? :frowning:

    Die, Kälber werden extra dafür gezogen... die meisten sind nicht mal Natursprung, sondern Besamungsstation...

    Wenn du das so siehst, darfste garnix mehr essen... die armen Tiere, die armen Pflanzen etc...

    Gruss...

  • StefanLupus
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    geschrieben 1371753166000

    @tiara1: Rechnest du wirklich damit, dass sich auch nur ein Ägypter in Hurghada oder Marsa Alam auch nur ein bißchen interessiert, was knapp 800 km entfernt an der Mittelmeerküste passiert? Der hat gerade massiv andere Sorgen wie er sich und seine Familie über die Runden bringen kann.

    Tierschutz hin oder her- ich schließe mich da @curiosus an: wer im Glashaus sitzt, sollte mit Wattebäuschen werfen und erstmal vor der eigenen Türe kehren. Aber- zum Teufel mit der Doppelmoral. ;)

  • Tiara1
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    geschrieben 1371758511000

    Wer abstreitet, dass die Bestände der Vögel massiv gefährdet sind, ist weltfremd. Ich

    glaube zudem schon, wenn z.B. die Vögel auf King Island in Luxor weniger werden, dies auch die Ägypter interessieren könnte, da viele Touristen wegen bird-watching kommen. 2012 waren jedenfalls schon erheblich weniger Wiedehopfe als in den zurückliegenden

    Jahren da. " Wir können nichts machen" und "das interessiert die Ägypter nicht", sind

    Totschlagsargumente. Um so mehr Touristen die Sache problematisieren, um so un-

    angenehmer wird es. Wenn die Medien das aufgreifen, könnte auch Ägypten ein Interesse daran haben, nicht noch eine  weitere Baustelle zu haben.  Und soviel

    Geld dürfte es nicht kosten, den Vogelfängern "normale" Beschäftigungen anzubieten,

    in welchen sie den Durchschnittslohn eines ägyptischen Arbeiters von 50 Euro pro

    Monat verdienen. Es muss ja nicht sein, dass man für jeden gefangenen Vogel 5 Euro 

    erhält. Schließlich muss ich auch an die  hunderte Millionen Insekten denken, die durch die gefangenen Vögel nunmehr weiter den Menschen piesacken.

  • kiotari
    Dabei seit: 1117670400000
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    geschrieben 1371760784000

    " Und soviel

    Geld dürfte es nicht kosten, den Vogelfängern "normale" Beschäftigungen anzubieten,

    in welchen sie den Durchschnittslohn eines ägyptischen Arbeiters von 50 Euro pro

    Monat verdienen."

    Nur allein dieser Satz beweist mir schon das Du absolut keine Ahnung hast wie es z.Zt.

    Ägyptens Wirtschaft geht .

    13,3 % Arbeitslosigkeit und sie steigt weiter .

    Über 50 Euro-Monatslohn regst Du Dich nicht auf ,das stört Dich nicht .

    Naja ich will jetzt mal lieber aufhören .

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies aus dem man nicht vertrieben werden kann
  • kiba76
    Dabei seit: 1213142400000
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    geschrieben 1371761921000

    hier mal ein filmchen dazu..

    http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/vogelmord100.html

     

    und sorry.. mücken etc.. mit singvögel zu vergleichen??? da fällt mir irgendwie nicht mehr ein.

    das sind wildtiere.. gegen dephinschwimmen sind hier aber schon komischerweise die meisten.. (gott sei dank)

    aber das ist wieder ein anderes thema.

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