chriwi wrote:
Bei manchen entsteht für mich allerdings der Eindruck, dass die eigenen Interessen völlig zurückgestellt werden, nur um den Kindern ein besonderes Urlaubserlebnis zu bescheren.
Ich hab den Eindruck, Kindern wird einfach nichts mehr zugetraut.
Da wird gleich z.B. von vornherein angenommen, dass ein Kind ja nur isst was es kennt, Pommes, Fischstäbchen, Chicken Nuggets, und so bietet man ihm den Ziegenkäse, das Shawarma, Falafel, Couscous oder Phad Thai gar nicht erst an, sondern geht in ein Hotel, wo das Essen wie zuhause und McDoof um die Ecke ist. Und bringt das Kind vielleicht um eine Ess-Erfahrung für's Leben.
Ab einem gewissen Alter sind Kinder leicht für einen Spleen zu begeistern, für Technik, die alten Römer, Dinosaurier, Ritter, die alten Ägypter, Afrika etc. Und dann macht es ihnen auch Spass, eine Burg, ein Museum, die Pyramiden zu besichtigen.
Wenn ein Kind gern malt, warum nicht in Barcelona in eine Picasso-Ausstellung? Und Gaudis Kunstwerke anschauen?
Wenn es Musik liebt, warum nicht in London ins Musical oder in die Oper?
Und warum soll ein Kind in Rom oder Madrid nicht wie die einheimischen Kinder abends mal bis spät ins Restaurant mitdürfen?
Stattdessen herrscht der Konsens, dass ein Kind ausschliesslich im AI-Bade-Hotel, mit Wasserrutschen und organisierter Bespassung, glücklich sein kann. Komisch.