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Es geht auch so ...
Hallo zusammen
Wandern, Joggen ist ein Thema in diesem Forum. Wobei man sich von Wandern via Jogging über Walking bis zu Nordic Walking steigern kann. Mehr oder weniger in dieser Reihenfolge. Nachdem ich mich eingehend mit diesen Sportarten vertraut gemacht habe, fühle ich mich prädestiniert, interessierten Forenteilnehmern diese herrlichen Tätigkeiten aus dem Gesichtswinkel eines Genießers und dem Motto: “Es geht auch so!” schmackhaft zu machen. Bei eingefleischten Nordic Walking Sportlern, die für “Spezies” wie mich lediglich ein mitleidiges Lächeln übrig haben, entschuldige ich mich präventiv in aller Form!
Kürzlich entschlossen wir uns, ein Grüppchen noch einigermaßen rüstiger Rentner, zu einem Trip über die Jurahöhen im Nord/Westen der Schweiz. Ein Blick in den Kleiderschrank war angesagt und ich wurde fündig. Eine alte verwaschene, aber immer noch bequeme Jeanshose, eine Windjacke aus grauer Vorzeit und nicht zuletzt meine alten Wanderschuhe. Befriedigt nahm ich zur Kenntnis, ich war gut ausgerüstet. Ähnlich erging es meinen Freunden.
Am Tag “X” ging es ab in das herrliche Juragebiet. Unterwegs bastelten wir noch mit unseren Taschenmessern speziell auf unsere Körpermasse zugeschnittene Wanderstöcke aus Abfallholz. Und weiter ging es gut gelaunt über Stock und Stein. Hin und wieder ein kurzer Halt, zwecks Benutzung des mit entsprechender Flüssigkeit gefüllten “Flachmanns”, der (zufälligerweise, prall gefüllt!) in einer der vielen Taschen meiner Windjacke zum Vorschein kam.
Nach etwa drei Stunden erblickten wir in der Ferne ein Haus, das sich dann aus der Nähe als Gasthaus zu erkennen gab. Einstimmig beschlossen wir, etwas für unsere knurrenden Mägen und die ausgetrockneten Kehlen zu unternehmen. Also hinein in die gute Stube und Beschlagnahmung eines großen Tisches in der gemütlichen Gaststube.
Wir waren nicht die einzigen Gäste. Am Nebentisch hatte sich ebenfalls eine Wandergruppe breit gemacht. Nein, Wandergruppe ist das falsche Wort. Aus der heftig geführten Diskussion entnahm ich, das waren Nordic Walking-Sportler. Im emotional geführten Gespräch ging es um die besten Trekkingschuhe, die richtigen Klamotten und natürlich um die speziellen Teleskopstöcke. Hin und wieder kamen auch die Verkaufspreise der Artikel zu Sprache. Ich glaube, ich muss mich verhört haben. Ein vernünftiger Mensch bezahlt doch nicht solche Preise. Doch er zahlt -- ohne diese Ausrüstung ist man nicht bei den Leuten, sagen PR Profis. Und wer will nicht bei den Leuten sein?
Wir waren noch voll am genießen der exzellenten regionalen Spezialitäten und des vorzüglichen Hausweines, als die Gruppe in ihren, in allen Farben leuchtenden Designer-Nordic-Walking-Sport-Klamotten und ihren Teleskop-Trekking-Walking-Stöcken das Lokal verließen.
Inzwischen waren wir fertig mit dem herrlichen Essen und verließen die gastliche Stätte in unseren immer noch zweckmäßigen alten Klamotten und den knorrigen selbstgebastelten Wanderstöcken zum Nulltarif. Gut gelaunt und voller Tatendrang als Wanderer, resp. Nordic-Walking-Spaziergänger!
Gruß
Pesche
Reisebericht Januar/Februar 2009
Hallo Dylan
Etwas verspätet habe ich deinen Reisebericht auch noch konsumiert. Böse Zungen sagen: Wir Berner sind etwas langsam!. Das ist jedoch eine böse Unterstellung. Wir nehmen lediglich alles etwas gemächlicher als andere liebe Zeitgenossen. Ich musste zuerst deinen Reisebericht finden und das Lesen braucht eben auch seine Zeit!
Nun, zum Bericht habe ich eine positive und eine negative Kritik.
Positive Kritik:
Herrlich, dieser etwas andere Reisebericht. Man ist fast hautnah dabei, in der Musik-Casa “Artex” und in der Bar “Cachita” auf der Dachterrasse, inmitten besoffener Einheimischen. Wohltuend, der Verzicht auf die üblichen ausführlichen Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten, die man in 08/15 Reiseberichten findet. Herrlich auch die “Episödchen” am Frühstückstisch und auf den Trips unterwes. Kompliment, oder auf gut Deutsch “Chapeau!” kann ich da nur sagen!!
Negative Kritik:
Angeregt durch gewisse Textpassagen realisierten meine grauen Hirnzellen ohne jegliche Vorwarnung plötzlich eigenartige Gelüste, die einen abrupten Unterbruch beim Lesen zur Folge hatten. Einige Minuten später, konnte ich das Lesen wieder aufnehmen. Jetzt aber in Begleitung einer halbvollen, respektive einer halbleeren Flasche gut gelagerten Rum vom “Inselchen” und einer herrlich schmeckenden handgerollten Zigarre. Die gleiche Marke übrigens, die schon unser guter “Fidel” zu seinen besten Zeiten geraucht hat und vielleicht auch heute noch raucht. Schande: Als ich den letzten Abschnitt des Reiseberichtes abhaken konnte -- war die Rumflasche leer!! :shock: Alle meine guten Vorsätze für das laufende Jahr, einen etwas weniger lasterhaften Lebenswandel bezüglich Alkohol & Tabak zu führen sind im Eimer. Na, was soll’s. Das mit den Vorsätzen verschiebe ich mal auf das nächste Jahr! Dann sehen wir weiter.
Lediglich etwas gibt mir zu denken:
Kuba war doch immer ein Eldorado für Raucher. Eine Zigarre raucht man nicht, man genießt sie, sagte mir mal vor Jahren ein Kubaner.
Leider ist das alles Schnee von gestern. Ab dem 6. Februar 2005 gilt ja jetzt auch in Kuba ein striktes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Büros, Theatern, Versammlungsräumen, Kinos sowie allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis. In Restaurants ist das Rauchen nur noch in speziell ausgewiesenen Raucherzonen erlaubt.
Deshalb noch eine Frage: Darf in Etablissements wie “Casa-Artex & Co” noch gequalmt werden? Oder ist die Situation vergleichbar wie in meinem Stammlokal, einer Quartierkneipe in Marbella (SP) ??:
Ein vergilbter Anschlag bei der Eingangstür weist darauf hin, dass in diesem Lokal laut Gesetz nicht geraucht werden darf. Also alles klar? Nicht ganz, in meinem Lokal wird geraucht wie eh und je. Die Nichtraucher meiden das Lokal und sind in ihren rauchfreien Restaurants zufrieden, und die Raucher inklusive Wirtsfamilie, alles Raucher und in der Küche und im Service tätig, sind zufrieden! Und die Behörden sind zufrieden, weil niemand reklamiert. So einfach ist das. Funktioniert leider bei uns in der Schweiz nicht! :shock:
Pesche