• monchichi737
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    geschrieben 1289215692000

    Hallo chamelott,

    ich finde deine Beiträge etwas konfus. An anderer Stelle schreibst du, dass ihr mit ETI unterwegs wart, aber bei Mediplus gebucht habt?

    Und was für eine Erkrankung war es denn, dass ihr nicht fliegen konntet? Ägypten-Deutschland ist ja nun auch nicht gerade ein Langstreckenflug und du sagtest ja, dass die Patientin wieder genesen war?

    Deine Schilderung steht im krassen Gegensatz zu meinen Erfahrungen mit Mediplus, gut, bei euch handelte sich es wohl auch um einen Extremfall. Aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man euch im Stich gelassen hat.

    Und die Versicherung hätte doch einen Krankenrücktransport organisieren müssen, warum habt ihr gewartet, bis die Person wieder flugfähig war?

    Es tut mir natürlich leid, dass es so viel Ärger gab, mit welchem Veranstalter auch immer. Ich hoffe, dass ihr dennoch auch ein paar schöne Erinnerungen aus Ägypten mit nach Hause nehmen konntet.

     

    Grüße

  • maria48
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    geschrieben 1295208231000

    Hat schon mal jemand mit Mediplus Reisen eine China Rundreise gemacht?                 

    Maria

     

  • schasimaus73
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    geschrieben 1296041789000

    Hallo Maria,

    Ich war bereitszweimal mit Mediplus Reisen unterwegs – einmal Ägypten, einmal China.Ich kann eigentlich nur positives über den Veranstalter sagen- die China Reise war grandios organisiert. Das Verhältnis zwischen Preis und Leistung ist absolut stimmig.

     

    Erst mal ganz allgemein: China ist ein absolut faszinierendes Land, aber unheimlich groß. Die Mediplus Reise führt einen gezielt zu den interessantesten Orten und Sehenswürdigkeiten und die Reiseleitung versorgt einen mit detaillierten und spannenden Infos, die ein Reiseführer als Buch so nicht geben könnte. Unser Reisefüher war hervorragend informiert und sprach fließend Deutsch. Die Tagesprogramme sind toll organisiert und randvoll – obwohl man nur zwei Wochen im „Reich der Mitte“ist, hat man nicht das Gefühl etwas wichtiges nicht gesehen zu haben.Die Hotels waren alle sehr gut und mit Bedacht gewählt. Es fehlte nicht an Komfort und gutem Service, denn wir haben in 4-Sterne-Häusern übernachtet–wichtig um sich auf einer Rundreise auch mal Ruhe und Entspannung zu gönnen.Auch beim Essen blieben keine wünsche offen, neben den speisen in den Hotels besucht man verschiedene Restaurants – ich hatte keinerlei Magenprobleme, was von Qualität und Hygiene zeugt.Mit bequemen Reisebussen erreicht man die meisten Ziele dieser Reise und auch eine Schiffahrt auf dem Yangtze steht auf dem Programm. Ich denke auf dieser Rundreise ist für jeden Geschmack etwas dabei –so riesige Städte wie Shanghai und Peking, Gärten, kulturelle Stätten und natürlich so beeindruckendeMonumente wie die chinesische Mauer – die muss man einfach einmal im Leben gesehen haben.Unsere Reisegruppe bestand aus etwa 35 Personen, Paare und Alleinstehende gemischt, dem Reiseleiter und einem Arzt. Das war übrigens auch ein Punkt warum ich mich für Mediplus Reisen entschieden habe. Ich bin nicht mehr ganz jung und hatte großen Respekt vor einer Chinareise auch aus der gesundheitlichen Perspektive heraus.Essen, Klima und eben auch medizinische Versorgung sind im asiatischen Raum halt doch recht anders- ich fand den Gedanken das ein erfahrener Arzt mit „an Bord“ ist enorm beruhigend. „Unser“ Arzt war wirklich die ganze Zeit dabei und stand bei allen Fragen oder Zipperlein bereit-obwohl niemand von uns ernsthaft erkrankte.Aufgrund der positiven Erfahrungen, der super Reiseleitung und Organisation,aber natürlich auch wegen des guten Preises hoffe ich bald eine weitereRundreise mit Mediplus Reisen bestreiten zu können.

     Ich hoffe das hat Dir geholfen

  • Realist34
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    geschrieben 1297435063000

    Finger weg von Mediplus Reisen ins Ausland. Wir haben für Anfang März eine Nilkreuzfahrt gebucht und konnten bis heute noch nicht kostenlos stornieren oder wenigstens umbuchen. Laut Mediplus besteht keine Gefahr am Roten Meer und so werden wir ständig hingehalten. Auch auf der Homepage wird alles rosig beschrieben. Renomierte Veranstalter bieten schon Stornierungen oder Umbuchungen bis Anfang April. Fehlt es am Geld, die bereits bezahlten Beträge wieder auszubezahlen? Wer hat ähnliche Erfahrungen wie ich?

  • tommy.vogt82
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    geschrieben 1297512786000

    Meine Eltern waren letzten Herbst mit Mediplus in Marokko und waren sehr begeistert von dem Urlaub. Lag wohl sowohl an Land aber auch am Veranstalter. Haben jedenfalls nichts negatives erzählt..

    Es gibt keine Probleme, außer man schafft sie sich selbst.
  • Grünerheinrich
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    geschrieben 1305664392000

    Wir waren 10 Tage in Israel und haben einen ausgezeichneten Reiseleiter gehabt. Er war gut ausgebildet und er konnte mehr erklären, als man speichern konnte.

    Eine Katastrophe war die ärztliche Begleitung. Die Dame machte mit ihrem Mann einen Privaturlaub. In kritischen Situationen war sie nicht zu finden. Von mitfahrenden Ärzten aus der Reisegruppe wurde sie als mindestens inkompetent bezeichnet. In den Hotels packte sie  beim Frühstück den Rucksack für ihr Mittagessen voll, was den Reiseteilnehmern äußerst peinlich war. Werbung für Mediplus war das nicht.

  • Chanel5
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    geschrieben 1307377557000

    Was die Reiseleitung angeht kann ich mich Grünerheinrich nur anschließen, die war auch bei unserer Mediplusreise durch Andalusien ganz hervorragend – einfach sehr bewandert und erzählen konnte sie auch sehr schön! Das waren überhaupt wunderschöne Tage, die wir dort verbracht haben. Die Reise war gut durchdacht und jeder Tag war mit kleinen Highlights gespickt – ob ein Besuch in einem malerischen Olivenhain oder die Teilnahme an einem traditionellen spanischen Bankett in einem kleinen Dorf – wir waren ganz verzaubert von diesem wunderschönen Andalusien.

    Über den begleitenden Arzt auf unserer Reise kann ich übrigens auch nichts Schlechtes sagen – der war immer ansprechbar und wirkte kompetent. Im Sommer fliegen wir mit Freunden nach Gran Canaria, aber für nächstes Frühjahr haben wir wieder eine Rundreise mit Mediplus geplant – diesmal soll es nach Portugal gehen… ich freu mich schon :-)

  • reisefreude15
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    geschrieben 1332457298000

    Da ich mit meinem Beitrag versehentlich ein neues Mediplus-Thema aufgemacht habe, trage ich ihn nun hier ein. Das andere (neue) Thema kann damit gelöscht werden. Danke!

     

    Indien?

    Toll, irgendwann musste das ja mal auf unserer Wunschliste stehen. Vieles auf der Welt haben wir gesehen, Indien gehörte bislang nicht dazu.

     

    Wie nun entdeckt man ein solch unbekanntes, zudem riesig grosses Land mit all seinen Sehenswürdigkeiten während einer normalen Urlaubsreise?

    Selbst auf Tour gehen, Backpacking oder doch die bequemere und sicherere Art, sich einen Reiseveranstalter zu suchen, der Erfahrung hat, sich selbst als seriös darstellt und gerade dann, wenn man 50+ ist, eben auch die Hoffnung auf eine solide Durchführung aufkommen lässt?

     

    Klar, gerade dann, wenn auch -zugegebenermassen- der Wunsch nach einer gewissen Bequemlichkeit hinzukommt :-).

     

    Wer denn nun?

    Viele Indienreiseveranstalter tummeln sich im Markt, ziemlich laut preist Mediplus sein Angebot an, musste uns also ins Auge fallen.

    Das entspr. Angebot von daher studiert und vom Ablauf her, von seiner inhaltlichen Logik, die offerierte Rajasthan-Rundreise für gut befunden.

    Dummerweise -wie sich später herausstellte- auch den Werbeaussagen zur Leistungsfähigkeit des Veranstalters Glauben geschenkt und bei Mediplus gebucht.

     

    Nicht daß wir ihn zwingend brauchen würden, aber im Rahmen der Bequemlichkeit und der Sicherheit wirkte der von Mediplus aufmerksamkeitsstark vermarktete "mitreisende Reisemediziner" durchaus interessant.

    Zwar machte sich im Reisepreis beim Vergleich mit Angeboten anderer Anbieter bemerkbar, daß hierfür ein Aufschlag verlangt wurde, warum aber sollten wir diesen nicht im Hinblick auf die vermeintliche Sicherheit der perfekten medizinischen Notfallversorgung bezahlen?

     

    Nun denn, so buchten wir bei Mediplus und freuten uns auf Indien.

    Die ersten Unterlagen kamen prompt, die späteren Reisepapiere waren vollständig, gut aufgemacht und inhaltlich ansprechend. Daß die Hotline bei Durchgabe einer geänderten Kreditkartennummer (die bei Buchung aktuelle Karte war bei Bezahlung des Restpreises abgelaufen) mürrisch reagierte, konnte das bis dahin positive Bild von Mediplus nicht trüben.

     

    Die vereinzelt negativen Kommentare zu Mediplus im Internet hatten wir zwar registriert, trotzdem blieb die Frage, warum es uns denn ebenso ergehen sollte. Bislang lief ja alles bestens und wir vertrautem einem vermeintlichen Indien-Spezialisten, dem hoffentlich das Wohl seiner Reisenden am Herzen liegt. Man wird ja noch träumen dürfen.......-und daß uns die Wirklickheit später heftigst auf den Boden zurückholen würde, ahnten wir ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

     

    In Delhi erwartete uns ein indischer Reiseleiter, ein Busfahrer und ein Hiwi - und irgendwo im Hintergrund, von fast niemandem registriert- auch der deutsche Arzt.

    Am frühen Morgen ging es nach durchflogener Nacht zum Hotelfrühstück, das sich ungewöhnlich lange hinzog (zweieinhalb Stunden). Erst später erfuhren wir, daß bereits zu diesem Zeitpunkt der marode Rundreisebus repariert werden musste und die Weiterfahrt, die Besichtigung von Delhi, sich deshalb verzögerte.

     

    Schon bei der Fahrt zum Frühstück jedoch hatten wir bemerkt, daß 11 der insgesamt ca. 32 Sitze (später nachgezählt) defekt waren, daß die Sitzrastungen nicht mehr griffen, daß diese Rückenlehnen sich unweigerlich und unabwendbar in Liegesitzposition begaben.

    Definitiv vorhandene Unwucht der Kardanwelle (das Gefährt dröhnte schon ab niedrigen Geschwindigkeiten), eine massive Unwucht in den hinteren Doppelreifen und völlig marode hintere Stoßdämpfer zeigten schon nach den ersten Kilometern, daß wir eine Abenteuerreise fernab der erhofften Bequemlichkeit vor uns hatten.

     

    Laut seiner eigenen Aussage hatte der Reiseleiter diese Mängel des ihm bis dahin nicht bekannten Busses einer Busvermietfirma ebenfalls erkannt, bemühte sich angeblich um ein anderes Fahrzeug, was mit dem Hinweis "Keiner vorhanden, sorry" abgelehnt worden sei.

    Ergebnis: Fahrt über sage und schreibe 3.300 km mit diesem wenig verkehrssicheren und technisch desolaten Gerät war unausweichlich angesagt.

     

    Daß die Klimaanlage zudem nur entweder auf "Aus" oder "Extrem kalt" funktionierte, rundete das Bild ab- zahlreiche Reisende durften sich noch viele Tage nach der Reise an einer üblen Erkältung "erfreuen".

     

    Der Busfahrer hatte seine wahre Freude, wenn er immer wieder in Fahrtpausen mit dem Schraubenschlüssel unters Gefährt kriechen musste, um irgendwelche neuen Mängel an Fahrwerk und/oder Bremsen notdürftig zu beseitigen.

     

    Ist halt Indien, sollte man in diesem Moment meinen, hier müssen andere Maßstäbe angelegt werden als in Europa.

    Klar doch!

    Neidisch wurden wir jedoch immer wieder, wenn neue oder neuwertige Volvo-Busse anderer Reiseveranstalter neben unserem maroden Gefährt parkten, wenn gutgelaunte und entspannte Reisende dort ausstiegen.

    Wir ertrugen die Schaukelei, die durchdringenden Schläge bei jedem Loch in der Strasse - anfangs noch relativ gelassen, später jedoch zunehmend genervter und angespannter.

     

    Daß bereits am dritten Tag die sorgfältig in der gepolsterten Kameratasche aufbewahrte Spiegelreflexkamera meiner Frau ihren Geist durch die Buserschütterungen aufgab, war ärgerlich. Als am darauffolgenden Tag meine Videokamera ebenfalls vollständig ausfiel (Schaden laut Panasonc: Optiksystem und Sensor gelockert) und am gleichen Tag mein Tonmaufnahmerecorder seinen Dienst einstellte, erschien die Schüttelfrequenz im Bus bedrohlich.

    Abhilfe? Nein, wo denkt man hin mit seinen Vorstellungen von einer gelungenen Reise?

     

    Da dürfen doch so ein paar ausgefallene -wertvolle- Geräte die Stimmung nicht trüben (Ironiemodus aus).

     

    Irgendwie passte es ins leicht zurechtgerückte Bild dann auch, daß mir am ersten Abend im Hotel in Manesar beim Betätigen der Toilettenspülung das Wasser über die Füße lief, es kam ganz einfach sprudelnd aus den Kachelfugen der Wand statt aus dem Toilettenzufluss.

    Die Abhilfe durch das herbeigerufene Hotelpersonal bestand im Abstellen der Toilettenspülung.

     

    Nun denn, dann konnte es ja nur noch besser werden (Wie war das mit dem Träumen?::).

    Zu dem Zeitpunkt schwankten wir noch zwischen einsetzender Verzweiflung und der Hoffnung, daß wir nun schon genug Missliebiges erlebt hätten, daß das Maß eigentlich ausreichend voll sei.

    Daß dem nicht so war, zeigte sich schon unmittelbar danach.

     

    Seitens der Reiseleitung war eine TukTuk-Fahrt in die Stadt zur Besichtigung angesagt. Beim anschliessenden Fußmarsch wurde eine der Mitreisenden angefahren, stürzte auf die Strasse und wurde verletzt. Der Ruf nach dem laut Mediplus "Stets für Notfallmaßnahmen erreichbaren Arzt" erscholl.

    Nur - er war gar nicht bei seiner Gruppe, hatte es vorgezogen, im Hotel zu bleiben.

    Hilfe durch ihn in diesem Fall? Völlige Fehlanzeige.

    Die Erste-Hilfe wurde aus der Gruppe der Reisenden heraus geleistet statt vom Arzt.

    Und dafür hat man bezahlt, darauf hat man sich verlassen?

     

    Dieses Bild rundete sich -leider weiterhin zum Negativen- ab, als der Arzt einer unter Krämpfen und Überlkeit leidenden Mitreisenden ein bereits im Februar 2007 abgelaufenes Medikament verabreichte - sage und schreibe fünf Jahre nach Verfalldatum (inzwischen von Mediplus bestätigt).

     

    Spätestens ab diesem Moment hatte sich unser Bild von der vermeintlichen Leistungsfähigkeit des Arztes verfestigt.

    Notfallhilfe? Besser nicht.

    Man möge uns davor beschützen!

     

    Hier passt bestens ins Gefüge, daß dieser Mensch, der laut Mediplus ggfls. auch auftragsgemäß Notfallmaßnahmen einleiten soll, noch nicht einmal im Besitz einer Liste der örtlichen Ärzte oder Krankenhäuser war (Mediplus hatte sie ihm nicht zur Verfügung gestellt).

    Durchfragen wäre angesagt gewesen statt unmittelbarer -auch stationärer- Notfallversorgung.

    Das kann man auch alleine, dafür braucht man keinen mitreisenden und von uns bezahlten Arzt, der im Falle des Falles allzu schnell an seine Grenzen stösst.

     

    Apropos Notfallmaßnahmen: Eine Infusion, ein tragbares EKG oder auch nur ein Pulsoymeter oder ein Intubationsbesteck zählten nicht zu seiner Ausstattung.

     

    Notfallmaßnahmen ohne adäquate Notfallausrüstung ergreifen - wie geht das?

     

    Also doch nur Pillenverteiler - und noch dazu abgelaufene?

     

    Die wortstark angepriesene Entsendung eines Arztes als Begleiter der Reise sehen wir übereinstimmend mit anderen Personen aus unserer Gruppe als reinen Marketinggag an, mit dem Mediplus versucht, sich einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern im Markt zu verschaffen.

     

    Ganz anders da der Reiseleiter :-),ein Inder mit wahrlich profunden Kenntnissen seines Landes und der Geschichte.

    Eigentlich perfekt, wenn Indien ausländischen Reisenden näher gebracht werden soll, wenn eine solche Reise auch Inhalte bekommen soll.

    Wenn er nur ein einigermassen verständliches Deutsch gesprochen hätte. So aber radebrechte und haspelte er sich durch die deutsche Sprache, konnte Vieles von seinem Wissen nicht in klare Worte umsetzen, liess immer wieder unbeantwortete Fragen offen.

     

    Sein Engagement hingegen war bewundernswert.

    Nicht im Sinne der Reisenden, vielmehr im Sinne seines Arbeitgebers, der von Mediplus beauftragten Reiseagentur "LPTI". Deren Interessen vertrat er vehement, verweigerte bei von Reisenden vorgetragenen -überaus berechtigten- Mängeln jedwede Abhilfe, jedwede Unterstützung und jedwede schriftliche Bestätigung der Mängel.

    "Ich darf das nicht, das ist mir untersagt" war die lapidare Antwort, wenn sich jemand über zerrissene Koffer oder auch miserable Hotelzimmer beschwerte und eine schriftliche Bestätigung des Reisemangels haben wollte.

     

    Ob wir im dreckigsten Hotel unseres bisherigen Lebens (Lalgarh Palace, Bikaner) -in dessen Zimmertoilette noch der Stuhlgang vom vorherigen Gast schwamm und sich Blut auf dem Boden befand- mit Nachdruck um eine andere Unterkunft baten oder wenn wir Hilfe bei der Suche nach einer Apotheke brauchten, er war nicht ansprechbar, war zu keinem Zeitpunkt in unserem Sinne tätig.

    Er war ausschliesslich Statthalter von "LPTI" und "Mediplus".

     

    Engagement jedoch zeigte er dann, wenn es darum ging, die Reisenden in vielfältigste Verkaufsshows zu führen.

    So durften wir erleben: Schal- und Bettdeckenverkauf, Einlegearbeitenverkauf, Schmuck- und Juwelenverkauf, angebliche Maßschneiderei, Gewürzladen, Teppich"manufaktur" ........alles natürlich mit entspr. Provisionen für ihn (oder den Veranstalter??) bei jedem getätigten Deal.

    Bei meiner Frage nach einem Elektronikgeschäft, in dem ich meine defekte Videokamera durch einen Neukauf ersetzen könne, zuckte er jedoch hilflos mit den Schultern. Provision gabs da ja nicht, da kein Vertragspartner. Statt des Reiseleiters halfen mir Einhemische bei der Suche.

     

    Er scheute sich nicht, auftretende Probleme mit der auf sein Anraten hin gekauften Ware mit einem "Da haben Sie Pech gehabt" abzutun.

     

    So häuften sich die Missliebigkeiten, aus der erwartungsvoll angegangenen Reise durch ein sehenswertes, hochinteressantes Land wurde eine Enttäuschung, weil das reiseorganisatorische Umfeld massivst krankte.

     

    Man kann durchaus mit Fug und Recht sagen, daß wir die Reise ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch absolvierten, nicht mehr mit Freude erlebten.

     

    Für unser Bewusstsein wurde in vielerlei Details sichtbar, daß es hier darum ging, eine Reisegruppe profitorientiert durch Rathjastan zu schleusen. Ein Bemühen des Veranstalters, sich als qualitativ hochwertiger Dienstleister zu profilieren, war für uns nicht erkennbar.

    Oberflächlichkeit und Desinteresse klangen unter dem Mäntelchen der vermeintlichen Serviceorientierung lautstark durch.

     

    Noch jedoch führten wir dies in erster Linie auf das vor Ort tätige Unternehmen "LPTI" zurück und vertrauten auf eine angemessene -und das Erschrecken ob der Abläufe demonstrierende- Reaktion durch Mediplus nach Rückkehr.

    Doch weit gefehlt.

    Mediplus wurde mehrfach per Einschreiben-Rückschein angeschrieben, im Rahmen dieses Schriftverkehrs wurden auch die erschreckenden -zum Erbrechen reizenden- Bilder des Hotels in Bikaner übermittelt, wurden alle aufgetretenen Probleme dezidiert dargelegt.

    Man bestätigte zeitnah den Eingang, bat um Wartestellung, um selbst mit Indien und dem Arzt Kontakt aufzunehmen.

    Bis dahin klang dies noch alles einigermassen hoffnungsvoll und bemüht.

     

    Den bisherigen Abschluss fand die Geschichte jedoch in einem Schreibens seitens Mediplus (verfasst von der Leiterin der "Kundenbetreuung/des Qualitätsmanagements") , in dem die Untätigkeit des Arztes intensiv zu entschuldigen versucht wird, in dem auf die Verhaltensweise des Reiseführers mit keinem Wort eingegangen wird und in dem allen Ernstes behauptet wird, die Mängel im verdreckten Hotel wären vor Ort nicht vorgetragen worden.

     

    Hinweis auf diese angebliche Untätigkeit meinerseits, die mir jedweden Anspruch auf Reklamation nehmen würde, wäre die fehlende schrfitliche Bestätigung des Mangels durch den Reiseleiter.

     

    Laut vor Zeugen getroffener Aussage des Reiseleiters verbietet man diesem, eine schriftliche Bestätigung auszustellen und erklärt dann im unmittelbaren Gegenzug, wenn diese Bestätigung nicht vorliege, gäbe es auch keinen anerkennungsfähigen Mangel. 

     

    Wenn das nicht eine wunderbar zielführende Taktik ist.......

     

    Wir haben bereits zahllose Reisen mit anderen -seriösen- Reiseveranstaltern durchgeführt. In seltenen Fällen gab es mal Gründe zur Reklamation -nie jedoch in dieser Massivität wie hier bei der beschriebenen Indienreise.

    In den wenigen bisherigen Fällen zeigten sich andere Veranstalter stets kulant und intensiv bemüht, die Verärgerung des Reisenden zu elimineren.

     

    Ganz anders erscheint uns jedoch die Vorgehensweise von Mediplus.

    Hier zieht sich der Reiseveranstalter zurück, weigert sich erkennbar, vorgetragene Fakten zu akzeptieren und spricht in seinem Schreiben von einer "auch von der deutschen Rechtssprechung geforderten Mitwirkungspflicht des Reisenden", der hier nicht nachgekommen worden sei.

     

    Punkt. "Wir wünschen Ihnen alles Gute". Danke.

     

    Diesem Veranstalter werden wir zukünftig weder unser Geld, noch unsere Urlaubszeit, noch unser Leben anvertrauen. Dazu ist uns das alles zu wertvoll.

     

    Mediplus? Für uns nie wieder!

  • miezekatze51
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    geschrieben 1333124189000

    Unsere Erfahrung mit Medi Plus Reisen.

     

    Wir sind gerade von einer Rundreise durch Rajasthan zurückgekommen und wir sind total begeistert.Ob Fahrer, Beifahrer oder Reiseleiter , jeder hat ein ganz dickes Lob verdient. DEr Fahrer hat uns stets sicher von einem Ort zum anderen gebracht. Der Beifahrer hat unseren Bus stets mit gekühlten Getrränken versorgt und den Bus peinlichst sauber gehalten. Die Reise war gut geplant und wir haben in diversen Hotels gewohnt und bis auf eines war alles Top. Das erwähnte Hotel hatte einen Pool, der von zahlreichen Tauben besucht wurde aber das war auch schon das einzige Manko. Der Palast in Deoghar war ein Traum ebenso wie das abendliche Büffet. Einfach Traumhaft !!!!!Unsere Ärztin, die wir in Istanbul begrüßen konnten, war jederzeit erreichbar und auch abends bekamen wir immer ihre Zimmernummer mitgeteilt, falls etwas sein sollte. Wir haben wunderbare Tage in Indien verleben dürfen, was in meinen Augen aber auch ein Verdienst unseres hervorragenden Reiseleiters war. Er sprach absolut phantastisches Deutsch und wir haben eine Menge Spaß mit ihm gehabt. Er hat auch außerplanmäßge Sachen mit uns unternommen, für die wir ihm unendlich dankbar sind. In unserer ganzen Gruppe ( 18 Personen ) war kein einziger dabei, der nicht von ihm mit seinem ganzen Wissen über Kultur, Land und Leute begeistert war. Er hat alles für uns organisiert und war stets präsent wenn es etwas einzukaufen gab oder wenn wir mit dem Verkäufer nicht handelseinig waren. Wir waren quasi rund um die Uhr gut aufgehoben. Wenn es einen Oskar für Reiseleiter gäbe, er würde von uns nominiert. Wir waren mit der gesamten Reise und deren Durchführung rundum zufrieden und würden jederzeit wieder mit Mediplus Reisen verreisen.

  • reisefreude15
    Dabei seit: 1332288000000
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    geschrieben 1333128223000

    Wunderbar, daß ihr ein derart gutes Reiseerlebnis hattet.

    Die begeisterte Beschreibung, die sich in erster Linie auf den Reiseführer und seinen Einsatz für "seine" Reisenden bezieht, zeigt, wie abhängig der Erfolg einer Reise doch von einzelnen Personen ist.

    Hatten wir unglaubliches Pech mit unserem -nur auf Provisionen und Trinkgelder erpichten- Reiseleiter, den die Interessen seiner Gruppe wenig oder garnicht tangierten, so hattet ihr ebenso grosses Glück.

    Ähnlich scheint es sich ja mit dem begleitenden Arzt verhalten zu haben, den Du in einem Nebensatz erwähnst.

     

    Hier muss ich meiner negativen Beschreibung des in Indien und im Nachgang mit der Sachbearbeiterin bei Mediplus Erlebten jedoch noch einen sehr positiven Aspekt anfügen, da die letzten drei Tage diesbezüglich recht interesant waren.

     

    Nach dem lapidaren, mich -ob meiner Schilderung des Erlebten- quasi als Lügner darstellenden Schreibens der "Leiterin Kundenbetreuung" habe ich ein für mich abschliessendes Schreiben nochmals direkt an den Geschäftsführer und Eigentümer der Mediplus-Gruppe gesendet.

     

    Und dieses bekam er das erste Mal auch tatsächlich zu sehen, wie sich herausstellte.

    Alle bisherigen Schreiben wurden offensichtlich direkt von der "Leiterin Kundenbetreuung" abgefangen und ohne jedwede Rücksprache innerhalb des Hauses -und dies trotz der Intensität meiner Vorwürfe- in eigener Regie abgehandelt/abgewimmelt.

    Aus dieser Selbstüberschätzung resultierte dann auch das mehr als negative Schreiben, auf das ich mich im Eingangspost zu meinen Reiseerlebnissen bezog.

     

    Nun, der Geschäftsführer und Eigentümer hielt es für angebracht, persönlich und in einem direkten Telefonat auf mein ihn erstmals erreichendes Schreiben zu antworten, mich anzurufen.

     

    Dies passte nun so garnicht in das Bild, das Mediplus durch die Sachbearbeiterin von sich gab, war höchst erstaunlich und ebenso begrüssenswert.

     

    Dieses besagte Telefonat verlief angenehm, sachlich und war von hohem Bemühen des Geschäftsführers gekennzeichnet, für die unumwunden von ihm eingestandenen Fehler auch gerade zu stehen.

    Erstmals wurde nicht negiert, erstmals wurde sachlich korrekt auf das Fehlverhalten des Indienpartners LPTI, des Reiseleiters und des Arztes eingegangen, wurden Fakten nicht unter den Teppich gekehrt, sondern bedingungslos und ohne Umschweife anerkannt.

     

    Nach diesem fast eineinhalbstündigen, äusserst intensiv auf die Sachlage eingehenden und sehr angenehm verlaufenden Gespräch zeigt es sich, daß auch hier alles wieder von der Einzelperson abhängig ist.

    Hat die sich überschätzende Mediplus-Mitarbeiterin einerseits völlig fehlreagiert, zeigt der verantwortliche Geschäftsführer -der sich dieser Verantwortung auch aktiv gestellt hat- nach Kenntniserlangung der Vorfälle engagiertes Bemühen.

     

    Trotz -oder gerade wegen- des auf der Reise Erlebten und der völlig fehlgeschlagenen Erstreaktion aus Bonn kann ich heute aktuell sagen, daß ich meinen Hut ziehe vor diesem jetzt gezeigten Verhalten.

    Ich denke, daß sich im Falle unserer Reise eine mehr als unglückliche Verkettung von sehr missliebigen Umständen und Negativeinflüssen ergab, die im Nachhinein durch die Mediplus-Mitarbeiterin noch potenziert wurden.

    Der Fakt jedoch, daß sich der Geschäftsführer persönlich meldet und höchst seriös um Schadenbegerenzung bzw. Wiedergutmachung -ganz offensichtlkich sehr ehrlich- bemüht ist, darf in Anbetracht der tagesaktuellen Entwicklung nicht übersehen werden und sollte hier im Forum nicht unerwähnt bleiben.

     

    Hier zeigt sich, daß Resignieren meinerseits die falsche Reaktion gewesen wäre, daß aktives weiteres Zugehen auf den Veranstalter durchaus zielführend sein kann, zumindest dann, wenn letztendlich -wie hier- eine solch qualifizierte, fundierte Reaktion kommt.

     

    Dem GF des Hauses Mediplus konnte es sicherlich nicht gelingen, das in indien Erlebte in ein positiveres Licht zu rücken, zweifelsohne ist es ihm aber deutlich gelungen, mein Bild von Mediplus zu korrigieren.

    Dafür ein Danke!

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