Majestätsbeleidigung
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Bangkok (dpa) Wegen Majestätsbeleidigung muss ein Schweizer in Thailand für zehn Jahre ins *********. Der 57-Jährige hatte vor gut drei Monaten in angetrunkenem Zustand fünf große Poster mit dem Bild des Königs Bhumibol Adulyadej (79) mit schwarzer Farbe besudelt.
Das ist nach den strengen Gesetzen gegen Majestätsbeleidigung ein schweres Delikt und hätte mit 75 Jahren Haft geahndet werden können. Das Gericht in Chiang Mai rund 560 Kilometer nördlich von Bangkok verurteilte den Mann am Donnerstag zunächst zu 20 Jahren Haft. Der Richter reduzierte die Strafe aber umgehend auf die Hälfte, weil der Mann sich schuldig bekannt hatte.
Der 57-jährige zeigte nach Augenzeugenberichten keine Regung bei der Urteilsverkündung. Er war an den Füßen gefesselt und in einem vergitterten Gefängniswagen zu dem Gebäude gefahren worden. Der Mann, er seit zehn Jahren in Thailand lebt, kann seine Strafe nach Angaben der Schweizer Botschaft in Bangkok nicht in der Schweiz absitzen. In dem entsprechenden Rechtsabkommen sei diese Möglichkeit bei allen Delikten, die die Königsfamilie betreffen, ausdrücklich ausgeschlossen, sagte Botschaftssprecher Jacques Lauer der dpa. Der Mann habe sich bei den konsularischen Besuchen bislang aber nicht über die Haftbedingungen beschwert. Die Botschaft wollte das Urteil nicht kommentieren. Sie respektiere die Autonomie der Justiz.Der Schweizer war am Abend des Königsgeburtstags, dem 5. Dezember, mit einer Sprühdose auf die Bilder des Königs losgegangen. Er wurde dabei von Überwachungskameras aufgenommen. Nach Angaben der Schweizer Botschaft war eine zweite Person beteiligt. Über deren Verbleib ist nichts bekannt. Der Schweizer wurde festgenommen und bekannte sich Anfang März bei einer Anhörung hinter verschlossenen Türen schuldig.
Thailand hat strikte Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Jedes Vergehen kann mit 15 Jahren Haft geahndet werden. König Bhumibol wird in Thailand tief verehrt. Überlebensgroße Porträts mit dem Bild des ernsten Monarchen sind überall in Thailand zu sehen und meist mit Blumen geschmückt.
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Majestätsbeleidigung gibts bei uns nicht mehr,-- aber..
§ 103 StGb
Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten
(1) Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt oder wer mit Beziehung auf ihre Stellung ein Mitglied einer ausländischen Regierung, das sich in amtlicher Eigenschaft im Inland aufhält, oder einen im Bundesgebiet beglaubigten Leiter einer ausländischen diplomatischen Vertretung beleidigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe, im Falle der verleumderischen Beleidigung mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.(2) Ist die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen, so ist § 200 anzuwenden. Den Antrag auf Bekanntgabe der Verurteilung kann auch der Staatsanwalt stellen.
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@juanito aber Beleidugung des Präsidenten.
§ 90 1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.Ansonsten hat er doch Glück gehabt 75 Jahre waren möglich 10 hat er bekommen.
Man muß sich halt an die Gesetzen des Landes halten. -
"Berija" wrote:
@juanito aber Beleidugung des Präsidenten.
§ 90 1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft......und kommt als Ersttäter wahrscheinlich mit 30 Euro Bußgeld davon.
Der Typ war betrunken und es ist niemand zu Schaden gekommen. Wenn man zu Hause vorm PC sitzt, lässt sich leicht sagen, hätt' er sich halt an die Gesetze gehalten, aber das ist schon extrem hart für den/die Beteiligten.
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ich finde es auch ziemlich hart das der mann gleich 10 jahre bekommt.
muss aber dazu sagen das erste was mein onkel zu mir damals in thailand gesagt hatte als ich ihn besuchen kam (lebt seit 15 jahren dort) man sollte niemals öffentlich den könig oder die königsfamilie beleidigen da wie @ chriwi schon gesagt hatte selbst wenn man das geld beschmutzt auch den könig beschmutzt und so man bestraft werden kann.
verstehe halt nicht wenn laut dem oben genannten bericht der schweizer schon einige jahre in thailand lebt das noch nicht wusste. -
also ich finde dieses Urteil einfach nur lächerlich.
Da sieht man mal wieder, wie und was wir und alle Ausländer hier bei uns alles tun dürfen.
Ist noch gar nicht lange her, da hatte dieser König Geburtstag und dann gabs ein riesen Fest und der Reporter erzählte im Überschwang der Gefühle, wie wahnsinnig tolerant, nett und lieb das gesamte Königshaus doch wäre.
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Ja es ist blamabel was da abgeht, einfach nur lächerlich, wegen eines beschmierten Bildes......Bananenrepublik....
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@Woodstöckchen: Wie gesagt, wenn man im warmen Wohnzimmer hinter dem PC sitzt, dann schreibt sich sowas sehr leicht...
Ich versuche immer im Urlaub die Regeln des Gastlandes zu respektieren und lese auch die diesbezüglichen Kapitel der Reiseführer. Der Schweizer (hallo SCHWEIZER, die queren normalerweise nicht mal bei Rot eine Straße, auch wenn die Ampel defekt ist und sie stundenlang dort stehen) hat die Regeln sicher gekannt.
Trotzdem: Er ist unter Alkoholeinfluß gestanden, es kam niemand zu Schaden, mmg. nach würd's eine Ausweisung aus LOS auch tun. Und ist man bei König's jetzt wirklich beleidigt, weil eine betrunkene Langnase ein paar Plakate beschmiert hat?
Ich hab großes Verständnis und Interesse für die Kultur und Lebensphilosophie der Thais, aber da muss ich leider passen.
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Na ja,aber wenn jemand abends im Dunkeln die Bilder vollschmiert,dann tut der es sich auch leicht,nach dem Motto:"Sieht mich schon keiner." Und immer diese Alkohol -Ausreden,ist genauso wie:"Ach der arme,hatte ja ne schlechte Kindheit",wenn irgendwelche ****** wieder freigelassen werden.
Und wenn man in dem Land lebt,weiss man ja,das die Strafen bei Majestätsbeleidigung so hart sind.Bei einem Touristen,der mal ein paar Tage da ist,hätte ich es evl eher verstanden,das so einer nicht weiss wie hart die Strafen sind(was natürlich kein Grund sein sollte,die Bilder vollzuschmieren).
Schlimmer finde ich,wenn ahnungslosen Fluggästen heimlich Drogen untergeschoben werden,und diese unschuldig im Knast sitzen. -
Ja so hart wie es ist, aber Gesetz ist Gesetz. Dort wird durchgegriffen, hier nicht, aber das ist ja wieder eine andere Geschichte.
Da er dort lebt kennt er sich mit den Dingen aus.
Ob nun besoffen oder nicht, wenn er nicht bis zur Gesichtslehmung breit war, weiß man eigentlich noch was man tut.
Sogar Geldscheine knüllen oder beschmutzen steht unter Srtafe.Gruß Marco
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Und ist man bei König's jetzt wirklich beleidigt, weil eine betrunkene Langnase ein paar Plakate beschmiert hat?
Und was war mit einem Kanzler der Bundesrepublik Deutschland?
- Mann des Staates.
Hat doch eine Zeitung die Frechheit besessen zu behaupten er hätte kolorierte Haare

Was machte er?
Ging vor Gericht!Sicher hatte er gerade nichts wichtigeres zu tun

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Bei der Höhe der Strafe wurde sicher auch berücksichtigt, dass das Ganze vorsätzlich geschah:
Der Schweizer hatte schwarze Farbe dabei und beschmierte mehrere Plakete.
Damit passierte es nicht mal kurz aus einer Alkohollaune heraus, sondern geplant!
Die Strafe ist hoch, jedoch kannte der Verurteilte nach 10 Jahren Aufenthalt die Gesetze und hat vorsätzlich gehandelt. Sein Alkoholspiegel kann auch kaum so hoch gewesen sein, dass er total benebelt war.
Mein Bedauern hat er nicht! -
Man kann schlecht widersprechen, denn irgendwie habt Ihr ja recht.
Aber ...angenommen,
er hat bei seiner Arbeit irgend welchen Ärger und an dem sind irgend welche Erlasse ...Gesetze...Verordnungen schuld...und nach der Flasche Hochprozentiges hat sich seine künstlerische schwarze Seite gemeldet.
Passiert doch bei uns (Deutschland) auch an jeder Ecke. Da ärgert sich einer über XY und macht das allergleiche

Dann kriegt er eine Geldstrafe und fertig.
Für zehn Jahre Knast musst du bei uns schon 1 1/5 Menschen umbringen. Hört sich überspitzt an, aber so ist es.
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ich bin auch der Meinung, wenn er dort lebt muss er wissen was passiert wenn er sowas tut. und wenn ich in einem fremden land leben will muss ich mich an die regeln halten, ist nun mal so. Als ich in thailand war, war dass eines der ersten dinge die mir gesagt wurden, tritt nicht auf geldscheine, lass die bilder in ruhe und red nicht mal schlecht über die königsfamilie da es thais gibt die deutsch verstehen...
der schweizer muss echt froh sein dass es nur 10 jahre sind!