Bulgarien soll touristisch besser vermarktet werden
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rock_roland wrote:
Landestypische Speisen muss man den Touris "verkaufen", damit meine ich nicht gegen Geld sondern mit werbenden und erklärenden Worten, manchmal reicht auch nur ein kleines Schildchen, auf dem die Speise erklärt ist.Das nützt aber bei einem Gericht wie "Mischmasch" überhaupt nichts. Matsch bleibt Matsch.
Sorry - was hat Bulgarien kulinarisch außer Spanferkel wirklich zu bieten? Nicht viel würde ich sagen. 14 Tage Spanferkel geht allerdings auch nicht, also besser die internationale Küche, die weitaus mehr bietet. -
Oh, man merkt dass Du sie bulgarische Küche gut kennst!
Was sie zu bieten hat? Eine ganze Menge! Piperki bürek, gefüllte Paprikaschoten, gefüllte Weinblätter, Shkembe Chorba, Bob Chorba, Tarator, Kavarma, Kebap, Güvech, zahlreiche Salate, zB Schopska oder Snejanka, Banitza.....und und und!
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@miss_varna
ich habe geschrieben: was hat die bulgarische Küche zu bieten, und nicht: was gibts auch beim Griechen oder Türken, bzw. was haben sich die Bulgaren dort abgeguckt
Matschgerichte kannst du nicht "schönreden"
würden nur einheimische Gerichte im Hotel angeboten werden, dürften sich die Fastfoodläden außerhalb größter Beliebtheit erfreuen -
Wie meistens kann man Metrostars Beiträgen nur ein müdes Läacheln abgewinnen!
Einen weiteren Kommentar erspare ich mir, weil er eh nicht nur kostenlos sondern völlig umsonst ist! Nur ein kleiner Tip- kauf dir mal ein bulgarisches Kochbuch und weitere Fachliteratur aus den von dir genannten Ländern! Selbst du müßtest dann merken, wie unterschiedlich die kulinarischen Genüsse dieser Länder sind! -
@Metrostar: Und Spanferkel ist bulgarische Küche? Ja nee, ist klar

Natürlich gibt es, historisch bedingt, osmanische Einflüsse - aber wie schon vom gastwirt angemerkt, sind die Gerichte nur ähnlich, nicht gleich. Aber es gibt auch Gerichte, die es nur in Bulgarien gibt und nein, damit meine ich nicht den Mischmasch, der es Dir so angetan hat.
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@miss_varna
Das besagte Spanferkel ist gelinde gesagt, das hochwertigste, wenn du verstehst was ich meine - ansonsten nüscht, niente, gar nichts
Allerdings kann es auch nicht funktionieren, einen Touristenort, wie Goldstrand/Sonnenstrand mit Lokalen, die Schicki-Micki-Speisen wie Sushi oder Gerichte mit toller Umschreibung und ebensolchen Preisen anbieten (wobei man erst fragen muss, um was es sich bei den Speisen überhaupt handelt
oder Lounge-Cocktail-Gedöns "aufwerten", denn dann bleibt das Publikum aus. -
Wenn Du nur am Goldstrand geblieben bist, kann ich Deine Aussage akzeptieren. Aber Du sagst ja selber, dass es am Goldstrand nur mittelmässiges Essen gibt, was auf den Geschmack der Touristen abgepasst ist - deswegen zu behaupten, die bulgarische Küche sei nicht gut bzw. eine solche gebe es quasi nicht, ist gelinde gesagt vermessen.
Übrigens gibt es am Goldstrand sehr wohl ein Gourmet-Restaurant

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Bulgarienfan wrote:
Für diese Touristen müssen komfortable Hotels mit gutem Service her, und die "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" müssen aus den Kurorten entfernt werden (mobile Obstverkäufer, Wechselbuden- und Taxibetrüger).Nicht nur die v. g.: der Mensch, der mit Schlange und Krokodil auf Urlauber lauert, denen er Geld fürs Fotografieren abknöpft
allzuviele Attraktionen auf "Schießbuden-Niveau" ziehen auch kein Publikum an, sondern stoßen eher ab ebenso Schmuddelecken wie die Gegend ums Iceberg am Sonnenstrand -
@Metrostar,
Auwaia............Spanferkel als bulg. Nationalgericht zu bezeichnen, das tut schon weh beim Lesen.
Die bulg. Küche ist eine der arbeitsaufwendigsten überhaupt, vorausgesetzt sie wird authentisch gemacht.
Leider findet man sie in den Touristenhochburgen kaum. Hier geht es nur noch um Masse statt Klasse.
Wenn dort der Kassiker "Güvetsch" mit Pommes frites, einer undefinierbaren weißen Soße und Resten von Kebapscheta als Nationalgericht angeboten wird, ist das für einen Kenner der bulg. Küche einfach schockierend.
Befaßt man sich ein wenig mit der bulg. Geschichte sollte man von den verschiedenen Einflüssen (z.B. türkische) auf die bulg. Küche wissen. Trotzdem hat Bulgarien seine eigene Nationalküche bewahrt.
Wenn Misch-Masch vernünftig zubereitet wurde ist es ein tolles Gericht und durch veschiedene Gemüsebeigaben ein gesunde Sache- im Gegensatz zum einfachen Rührei -
Jetzt versteh ich nichts mehr.
Einerseits sollen keine besseren Restaurants und Bars kommen, andererseits aber die Schießbuden weg? Ist das nicht ein- und dasselbe Niveau?
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Überteuerte Restaurants gibt es jetzt auch schon (und damit meine ich nicht das vorab erwähnte Gourmet-Restaurant
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Oh, Manfred, da hast Du ja eine Diskussion losgetreten. Leider nicht so amüsant.
Glücklicherweise findet jeder irgendwann SEIN "Traumziel", und die, die nicht nach BG kommen wollen, sollten es auch für kleines Geld lieber nicht tun. Es ist zwar richtig, dass die bulgarische Küche m.E. keine Gourmetküche ist, sie ist vielmehr aus der Tradition der armen Leute erwachsen. Dennoch ist sie nicht lanfweilig oder geschmacklos (vielleicht ein wenig salzarm). Ja, sie ist durch 500 Jahre türkisches Joch beeinflusst, genau wie jede andere Balkanküche auch, und es gibt natürlich auch griechische und makedonische Einflüsse. Dennoch ist das, was die bulgarische Hausfrau in ihre Schüssel tut allemal qualitativ besser als der hochgezüchtete Schicki-Micki-Sch... aus Mitteleuropa. Dort schmeckt die Tomate (noch) nach Tomate und das Huhn nach Huhn; und wer schon einmal ein Stück ******* für den Kavarma/den Giuvetch oder für eine andere Malzeit gekauft hat wird feststellen, dass es nicht nur mehr Geschmack hat, sondern dass auch noch mehr im Topf bleibt. Die Frage ist doch immer WAS man daraus macht.
Ein paar Bemerkungen zu den Beiträgen davor möchte ich aber auch noch loswerden:
@ eomer: wenn die "Billigtouris" wegbleiben passiert nicht mehr als jetzt. Es bricht zusammen. Aktuell sind es allerdings die Überkapazitäten. Ich hoffe das regelt sich (durch Abriss, weil keiner die Häuser will)
@ Birgit: Was Du suchst sollte in BG (auf Grund des Lohn- und Preisgefüges) eigentlich locker realisierbar sein. Leider steht einigen Hotelbesitzern der neue Dienstwagen näher als der Dienst am Kunden. Für uns auch ein Grund dem Pauschaltourismus abzuschwören. Warum sollten wir deshalb diesem schönen Land den Rücken kehren?
@ miss varna: Ja, schlimm. Die eigenen Leute machen (leider) sogar in der Türkei und in Griechenland Urlaub - weil es günstiger und der Service besser ist.
@ chmie: das beste Spanferkel ist das mit dem Euter zwischen den Beinen
@ eleana: Giuvetch mit Pommes kann ich noch toppen! Chop suey mit Pommes für "unsere anglitchani" - einfach ekelhaft
Guten Appetit i vsichko hubavo na vas
MfG/pozdravi Roland
PS: Gestern ist gerade wieder eine Schüssel mit bob chorba alle geworden. Jetzt ist die Soljanka dran. Möhreneintopf ist auch schon angesetzt. Ab dem 9. Oktober gibt es wieder Originalküche! -
Mit Burgas63 kann ich auch dienen, Special Edition
Und am Wochenende mache ich ne Kavarma, stilecht im güveche 
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Roland,
dass ein User das bulgarische Essen auf Spanferkel und Mischmasch reduziert, halte ich schon für amüsant. Aber auch in seinen Beiträgen steckt ein Körnchen Wahrheit. Nämlich, wenn sich die Speisen auf dem Balkan ähnlich sind, warum soll ich dann ausgerechnet nach Bulgarien fahren?
Das ist doch im Prinzip genau das, was die bulgarische Tourismusbranche beantworten muss: "Warum nach Bulgarien fahren und nicht zu den Konkurrenten?"
Ich bin keine Werbefachmann, aber man sollte schon mit Alleinstellungsmerkmalen werben. Das kann für den Massentourist der Preis sein, für den kulturell Interessierten Sehenswürdigkeiten wie Perperikon oder das Rilakloster, für den Naturfreund die Felsen von Belogradschik oder die Tschudnite Mostowe in den Rhodopen, oder für die Wanderfreunde die Stara Planina, die Rhodopen oder das Strandjagebirge.
Hauptsache, die bulgarische Tourismusbranche wacht endlich auf!
Gruß
Manfred
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@Manfred
Vielleicht sollten die Werbefachleute einfach mal hier ins Forum reinschauen, sich ein paar Anregungen holen und endlich loslegen.
Michaela