• FrankO66
    Dabei seit: 1302652800000
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    geschrieben 1302697471000

    war im Januar in Ägypten. Aufgrund der politischen Lage durften wir nicht von Luxor nach Sharm el Sheikh fliegen.

    wir hatten extra diesen Veranstalter gebucht (PHOENIX), um keine lästigen Busfahrten zu machen.

    Es wurde uns angeboten den Badeaufenthalt in Hurghada zu machen. Bustransfer 5 Stunden!

     

    Meine Frage: Hat man trotz "Höherer Gewalt" einen Anspruch auf eine Minderung, die verschuldensunabhängig ist? D. h. ursprünglich wollten wir nach Sharm wegen der super Hausriffe, um zu tauchen und auch um das Katharinenkloster zu sehen.

    Bekommen haben wir Hurghada - zwar ein etwas gleichwertiges Hotel, aber die Tauchbedingungen waren wesentlich schlechter und wir hatten auch noch Fluglärm.

     

    Laut Frankfurter Tabelle hat man einen Minderungsanspruch von bis zu 25% für den Hotelaufenthalt, weil das Hotel an einem komplett anderen Ort war.

    Erstattet wurden nur die Preisdifferenz von Hotels und Bus-bzw. Flugtransfer.

     

    Über eine kompetente Auskunft würde ich mich sehr freuen.

  • bernhard707
    Dabei seit: 1195948800000
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    geschrieben 1302699501000

    Eine kompetente Auskunft kann Dir nur ein qualifizierter Rechtsanwalt geben.

    Ein Reiseforum kann keine Rechtsberatung sein und mit Sicherheit unterschiedliche Meinungen zu Deiner Frage bringen Dich kein Stück weiter.

    Eine von mir ist beispielsweise, bei

    "Aufgrund der politischen Lage durften wir nicht von Luxor nach Sharm el Sheikh fliegen"

    ist der Minderungsanspruch lt. Frankfurter Tabelle von bis zu 25% für den Hotelaufenthalt, weil das Hotel an einem komplett anderen Ort war völlig irrelevant.

    Life is too short to limit your vision ... indeed
  • Mausebaer120
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    Zielexperte/in für: ZE
    geschrieben 1302699858000

    Also die Reise war im Januar und wir haben mittlerweile April ... meinst Du nicht, Du bist etwas spät dran :frowning:

    Hier habe ich noch einen interessanten Link für Dich:

    Reiserecht – Mängel richtig anzeigen

    Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine größere Freude. ( Epikur von Samos )
  • Kourion
    Dabei seit: 1216684800000
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    geschrieben 1302703221000

    @Frank

    Du schreibst "im Januar". Muss aber schon sehr gegen Ende Januar gewesen sein, nicht wahr ?

    Allerdings ist selbst dann - siehe auch Mausebaers Link - die Frist für eine Beschwerde längst verstrichen... außer, du hast sie bereits eingereicht.

     

    Solltest du sie eingereicht haben, liegt deiner Beschwerde gewiss eine Bescheinigung bei, in der der örtliche RL bestätigt, dass du nicht mit der Umquartierung einverstanden warst.

    Hast du diese Bescheinigung nicht, wird davon ausgegangen, dass du das Ersatzhotel, den Ersatzort akzeptiert hast - auch in einer normalen Situation.

     

    Nun war die damalige Situation in Ägypten nicht normal. Ich habe noch einmal in den betreffenden Thread im Ägypten-Forum geschaut. Die ersten Meldungen beziehen sich auf den 16.1. - um den 25.1. wird es kritisch,  am 31.1. / 1.2. fliegen die ersten RV die Urlauber aus Luxor aus.     Hier nachzulesen

     

    Demzufolge gehe ich davon aus, dass - selbst wenn deine Beschwerde zeitgerecht eingereicht wurde, du eine Bescheinigung deines RL vorgelegt hast - du aufgrund der höheren Gewalt keinen Anspruch auf eine Reisepreisminderung hast.

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • chepri
    Dabei seit: 1148342400000
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    gesperrt
    geschrieben 1302705118000

    @FrankO66 sagte:

    Es wurde uns angeboten den Badeaufenthalt in Hurghada zu machen.

    Gab es denn noch eine andere Alternative? Ich vermute mal ja, nämlich die Kündigung des Reisevertrags nach § 651j BGB. Wen ich recht habe, hast du meiner Meinung nach absolut keine weitergehenden Ansprüche, hast du doch freiwillig dieser Lösung zugestimmt.

    Sollte ich falsch liegen, bräuchte man mehr Details. Meine werten Vorschreiber/innen haben vermutlich so nach Gefühl geantwortet (oder hat jemand das BGB konsultiert?), aber auf die Schnelle konnte ich nichts finden, wonach "höhere Gewalt" ein Grund wäre, Minderungen wegen Reisemängel kategorisch zu verneinen. Deshalb vermute ich ja, dass der RV sonst den Reisevertrag zulässigerweise gekündigt hätte.

  • vonschmeling
    Dabei seit: 1102896000000
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    geschrieben 1302705859000

    Höhere Gewalt spielt für den Leistungsumfang überhaupt keine Rolle, denn der alte Vertrag wurde gekündigt und ein neuer abgeschlossen.

    Davon abgesehen wären für Minderungen aus z.B. Fluglärm (sonst lese ich nichts Relevantes!?) abgeleitet die Fristen verstrichen - wie bereits angemerkt.

    Archäologen finden 4000 Jahre altes Nokia 3310 mit nur noch zwei Balken Akku
  • chepri
    Dabei seit: 1148342400000
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    geschrieben 1302712876000

    @vonschmeling sagte:

    denn der alte Vertrag wurde gekündigt und ein neuer abgeschlossen. 

    Tja, meine Vermutung, aber bestätigt ist das ja nicht. Ich kann mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Veranstalter die Kunden einfach so und alternativlos nach H. gebracht hat.

    Zu den Mängeln (ob verfristet oder nicht sei dahingestellt) würde mir aber schon noch einiges einfallen. Allerdings sehe ich auch die besondere Situation zum damaligen Zeitpunkt und bin der Meinung, wenn man sich schon auf die Alternative einläßt, in solch einem Fall hinterher das Studium der einschlägigen Mängellisten zu unterlassen, sondern dankbar dafür zu sein, dass das "Abenteuer Ägypten" glimpflich abging.

  • Kourion
    Dabei seit: 1216684800000
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    geschrieben 1302724000000

    @chepri + vs

    Nö, was mich betrifft - ich habe nicht wirklich "nach Gefühl" geantwortet, sondern mich an den recht spärlichen Angaben des TO "entlang geangelt".

    Wobei ich das Datum der Reise / der Umquartierung  für wichtig halte.

    Fällt es / sie mit den verschärften Reisehinweisen des AA zusammen ?

     

    Weiterhin (denn das wissen wir nicht): War die Reise des TO eine Kombi: Bildungsreise + Badeurlaub ? Der TO war bereits in Luxor, als die anscheinend verschärfte Situation sich präsentierte.

    Ob dem so war, keine Ahnung. Der TO schreibt es nicht.

    Kam ein neuer Vertrag zustande ? Wurde er akzeptiert oder wurde der schriftl. Einspruch des TO's (über den RL) festgehalten ? 

    Weiterhin - wie du schreibst - kam es zuvor zu einer Kündigung des RV ? Wissen wir auch nicht.

     Zu:

    @bernhard707 sagte:

    "Aufgrund der politischen Lage durften wir nicht von Luxor nach Sharm el Sheikh fliegen"

    ist der Minderungsanspruch lt. Frankfurter Tabelle von bis zu 25% für den Hotelaufenthalt, weil das Hotel an einem komplett anderen Ort war völlig irrelevant.

    Da wir nicht das Datum des o. g. Fluges kennen (verschärfte Situation ja oder nein), ist es recht schwierig zu beurteilen, ob der Vorgang sich unter "höhere Gewalt" einstufen lässt oder nicht.

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • Kourion
    Dabei seit: 1216684800000
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    geschrieben 1302725612000

    P.S.: Ich möchte noch meine ganz persönlich Meinung dazu schreiben.

     

    Alle, die zu der damaligen Zeit im Ägypten-Forum mitgelesen / gepostet haben, wissen, wie es war:

    Alle, die noch hier waren und reisen "mussten", forderten die Reisewarnung des AA ein und damit die kostenfreie Stornierung (obwohl diese nicht wirklich damit verbunden ist).

    Alle, die vor Ort waren (so schrieb später g_m), wollten nicht zwangs-heimtransportiert werden, da es in die Urlaubsgebieten ruhig war.

     

    Nun wurde ein Reiseziel des TO aus Sicherheitsgründen verlegt.

     

    Im Nachhinein ist es einfach zu sagen, ist alles nicht "so schlimm" gewesen.

    Das war aber nicht vorauszusehen... und auch dies wurde hier in anderen Threads schon mehrmals geschrieben.  :?

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • chepri
    Dabei seit: 1148342400000
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    gesperrt
    geschrieben 1302728532000

    @Kourion

    Wenn ich scbhrieb "nach Gefühl" so meinte ich damit, dass mir Rechtsgrundlagen fehlen, die eine Reisepreisminderung wegen höherer Gewalt ausschließen. Deshalb gehe ich ja auch davon aus, dass der ursprüngliche Vertrag gekündigt wurde und man anbot, Badeurlaub in H. zu bekommen.

    Wenn nämlich der Veranstalter den Urlauber ohne dessen Zustimmung einfach so nach H. gebracht hätte und vor vollendete Tatsachen gestellt hätte, würde ich dies anders beurteilen.

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