• bumblebee
    Dabei seit: 1151798400000
    Beiträge: 280
    geschrieben 1235934376000

    ja, mit 2 L :D Danke darauf werden wir achten. Weißt du den Inhaltsstoff?

    @Vietnamfan:

    Die Abgabe von Arzneimitteln außerhalb von Apotheken ist rechtswidrig. Bitte korrigiere deinen Eintrag entsprechend. Ich denke die Admin's werden's sonst bald tun :?

    Zu den Moskitonetzen: Ich hätte Interesse. Hast du meh Info's? Auch gerne per PN!

    Viele Grüße, bumblebee 01.04.09 - 17.04.09 Vietnam (Süd-Nord-Tour) 17.04.09 - 12.05.09 Bangkok, Krabi und Umgebung, Koh Phangan / Koh Tao, Chiang Mai u.v.m *freu*
  • plummi
    Dabei seit: 1189987200000
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    geschrieben 1239892915000

    @all:

    Malaria-Tabletten in Vietnam - hier ist definitiv Vorsicht geboten. Ich war bereits zweimal als Backpacker in VN und habe mich an folgende Regeln gehalten:

    1. Expositionsprophylaxe - in der Dämmerung langärmelig, dunkle Kleidung, Mückenspray

    2. Auf der "Autobahn"-Tangente Hanoi-Saigon hat man wenig bis gar keine Probleme. Mossi-Netze haben selbst die einfachsten Guesthouses. WICHTIG: Bei Tageslicht erstmal das Netz auf Löcher untersuchen - die gibt's nämlich sehr häufig. Daher immer etwas Reparaturband mitnehmen, dann kann man das gut flicken. Die Mücken finden das Loch - glaubt mir!

    3. Sobald man sich von Saigon aus nach Süden begibt, kommt man sehr schnell mit Mücken in Kontakt. Der Mekong-Delta besteht aus 40.000 km² Schwemmland, welches in und nach der Regenzeit teilweise komplett überflutet ist. Hier findet man aber auch in der Trockenzeit riesige Mangroven-Sümpfe. Das sind allerbeste Voraussetzungen sowohl für Dengue, als auch für die Anopheles.

    um mit ein paar Mythen aufzuräumen (persönliche Meinung):

    - Die Malaria wird durch einen Retro-Virus ausgelöst - also ähnliche Funktionsweise wie der HIV-Virus. Somit ist eine Therapie mit dem Ziel, das Virus aus dem Körper zu bekommen i.d.R. nicht erfolgreich. Dessen sollten sich alle bewusst sein, die so lautstark gegen Prophylaxen wettern.

    - Die große Abneigung gegenüber der Prophylaxe entstand durch die haarsträubenden Nebenwirkungen eines einzigen Präparats auf Mefloquin-Basis: Lariam. Dies wurde für das US-Africa-Peace-Corps entwickelt und während des Vietnam-Kriegs modifiziert. Vor Einnahme ist ausdrücklich zu warnen. Oftmals werden die Nebenwirkungen mit einer echten Malaria verwechselt und in den Urlaubsländern mit Halofantrin (Markenname: Halfan) behandelt. Diese Behandlung ist im höchstem Maße kontra-indikativ. Sehr gute Alternativen kommen aktuell von Glaxo-Smith auf Basis von Atovaquon und Proguanil (Markenname: Malarone). Hat wohl auch Nebenwirkungen (bei mir und meinen Mitreisenden übrigens überhaupt keine) aber bietet derzeit bei multi-resistenten Erregern - wie in Vietnam vorhanden - guten Schutz. Wird derzeit immer noch vom WHO empfohlen.

    - Die Wirksamkeit - insbesondere von 'Notfall'-Medikamenten - welche in Vietnam gekauft werden, ist mir in Bezug auf meine Gesundheit zu fraglich. Wer mal in einer vietnamesischen Apotheke war, weiß, wovon ich rede.

    Und nochmal:

    Die beste Prophylaxe ist, überhaupt erst gar nicht gestochen zu werden. Also guten Mückenschutz mitnehmen (ich nehme ein relativ unschädliches Mittel - Autan-Family - auf Ascorbin-Basis). Wer diesen vor Ort kaufen will, sollte besser nicht über medikamentöse Chemiekeulen schimpfen. Immerhin sprüht man sich das auf die Haut!

    Anti-Mücken-Imprägnierung der Kleidung hatte ich in der Vergangenheit ebenfalls hier und da probiert. Letztendlich aber immer mit dem Ergebnis, dass die Kleidung danach entsorgt werden konnte (Geruch, Haut-Unverträglichkeit).

  • Adrian-Berlin
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    geschrieben 1239963473000

    @plummi sagte:

    - Die Malaria wird durch einen Retro-Virus ausgelöst - also ähnliche Funktionsweise wie der HIV-Virus. Somit ist eine Therapie mit dem Ziel, das Virus aus dem Körper zu bekommen i.d.R. nicht erfolgreich. Dessen sollten sich alle bewusst sein, die so lautstark gegen Prophylaxen wettern.

    Ahhh, was veranlasst Dich zu so einer Aussage??? Meine Güte, man kann die Plasmodien sogar unter Mikroskop sehen! Malaria hat nichts, aber auch gar nichts, mit einer Viruserkrankung zu tun.

    Der obenstehende Beitrag gibt meine persönliche Meinung wieder und kann und soll den Besuch und die Beratung durch einen niedergelassenen Arzt nicht ersetzen.
  • plummi
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    geschrieben 1239991714000

    Adrian,

    Du hast natürlich absolut Recht - ich hatte die Worte eines Mediziners im Hinterkopf, der die Therapie-Probleme der Malaria mit denen des HIV verglichen hat. Sowohl der Parasit als auch das Virus sind durch ihre Fähigkeit, Ihre Angriffspunkte zu verändern derzeit nahezu unangreifbar.

    Einfach weitergeschrieben, ohne nachzudenken - Danke für die Korrektur und Entschuldigung für den Bockmist O_o

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