• Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1163707097000

    @curiosus

    hier gibt es kein off topic. wir sind ja in der meckerecke.es geht ja nicht um ein bestimmtes thema.

    die meisten, die dort beim castor transport demonstrieren, sind nicht die anwohner der umgegend. das wäre ja noch irgendwie nachvollziehbar. die meisten die sich dagegen stellen, sind welche, die grundsätzlich gegen den transport und die aufbewahrung der castoren demonstrieren. wie gesagt, es soll ja uch deren recht sein, seine meinung dazu zu äußern. aber mit aller macht den transport verhindern wollen, der sowieso auf biegen und brechen auf jeden fall sein ziel erreicht ist doch irgendwie suspekt.

    ich bin mir sicher, dass die meisten demonstranten nicht wissentlich steuergelder verschwenden. aber letztendlich tun sie es.

    wenn ich aus jux einen feuerwehrwagen rufe, muß ich diesen einsatz auch bezahlen. der krankentransport, der nicht ins nächstgelegene krankenhaus fährt, sondern ins gewünschte, ist auch nicht umsonst. jeder wird für sein tun verantwortlich gemacht. warum also nicht diese.

    wie gesagt: ich meine nicht die, die sich mit plakaten an die schienen stellen und ihre meinung kund tun, ohne andere zu gefährden.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Reiselady
    Dabei seit: 1105228800000
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    geschrieben 1163717876000

    Ich wohne gar nicht so weit weg vom Zwischenlager Ahaus und habe diesen Artikel mal kopiert, einfach, damit ihr mal darüber nachdenkt.

    Wie sicher ist das "Zwischenlager" Ahaus?

    Bis 1995 rollten 57 Castor-Transporte mit 305 Behältern nach Ahaus. Auf diesem Wege sollten die Brennelemente des inzwischen stillgelegten Hochtemperatur-Reaktors Hamm-Uentrop "entsorgt" werden. Seit März 1998 lagern nun auch die ersten Transport- und Lagerbehälter vom Typ Castor V/19 und V/52 mit ausgedienten Brennelementen aus Leichtwasserreaktoren im "Brennelemente Zwischenlager Ahaus" (BZA).

    Das Zwischenlager umfasst eine Fläche von etwa 18 Hektar, auf der eine 10.000 Quadratmeter große Lagerhalle steht. Die Castor-Transporte rollen über einen eigens eingerichteten Bahnanschluss.

    In der Halle gibt es 420 Stellplätze für die Castoren. 50 von ihnen sind mit den 305 bereits angelieferten Behältern aus Hamm-Uentrop belegt. Weil sie kleiner als die Typen V/19 und V/52 sind und keine nennenswerte Wärme mehr abgeben, dürfen sie enger und übereinander gestapelt werden. Nach Angaben von Greenpeace entspricht die Radioaktivität ihres gesamten Inhalts der Strahlung des Atommülls in einem Castor V/19 oder V/52.

    Problematisch ist vor allem die hohe Temperatur in den V/19 und V/52 Behältern und die daraus resultierende Spannung der Castor-Hüllen. Niemand kann bisher verlässliche Angaben darüber machen, wie die Behälter im Laufe der Jahre darauf reagieren.

    Außerdem kann die Restfeuchte in den Behältern die Metalldichtungen vorzeitig rosten lassen. Die Haltbarkeit der ebenfalls verwendeten Kunststoffdichtungen ist ohnehin begrenzt. Es kann also notwendig werden, die Behälter vorzeitig zu öffnen, um sie zu reparieren.

    Wenn aber ein Castor-Deckel undicht wird, ist es unmöglich, die Reparatur in Ahaus durchzuführen. Es gibt dort nämlich keine sogenannte "heiße Zelle". Dabei handelt es sich um ein stark abgeschirmtes, dichtes Gehäuse, in dem radioaktive Materialien mit Hilfe von fernbedienten Werkzeugen gehandhabt werden. Die Arbeit wird durch Bleiglasfenster beobachtet.

    Beschädigte Castoren müssten also quer durch Deutschland nach Gorleben gebracht werden, um in einer "Pilotkonditionierungsanlage" repariert zu werden. Diese Anlage ist allerdings noch nicht in Betrieb.

    Nach Angaben von Greenpeace besteht außerdem die Gefahr von Flugzeugabstürzen auf das Zwischenlager. Rund um Ahaus würden Militärmaschinen Tiefflüge üben und die Lagerhalle als Orientierungspunkt nutzen.

    Kann man unter diesem Aspekt Leuten verübeln, wie auch immer gegen diese Atommülltransporte zu demonstrieren? Wer möchte sowas vor der eigenen Haustür haben? Und da wird halt direkt auf den Bahngleisen demonstriert, weil man kaum eine andere Möglichkeit sieht, die Lagerung vor der eigenen Haustür zu verhindern.

  • Erika1
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    geschrieben 1163718323000

    Reiselady,

    nein, das kann man den Leuten nicht verübeln.

    Aber ist es nicht so, daß Atomkraftgegner aus der ganzen Republik anreisen, um zu demonstrieren? Ich sah in der Zeitung ein Bild: Greenpeace-Aktive haben sich über der Transportstrecke kopfüber "aufgehängt".

    Ähnlich wie bei den Ausbauten des Frankfurter Flughafens, insbesondere Startbahn West: die wenigsten Demonstranten waren Anrainer - und genau diese waren friedlich. Die Überzahl waren einfach Stimmungsmacher, die die Bereitschaftspolizei provoziert haben.

  • Reiselady
    Dabei seit: 1105228800000
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    geschrieben 1163718986000

    Jedes Ding hat 2 Seiten, auch hier. Die einheimischen Atomkraftgegner sind nicht so zahlreich, um alleine etwas zu bewirken. Da ist überregionale Unterstützung willkommen. Und da werden natürlich immer Leute angelockt, die nur Krawall machen wollen, das ist einfach so. Verhindern kann man das nie.

  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1163719387000

    Und es sind genau diese Bilder - die der Krawallmacher -, die in den Medien gezeigt werden. Action ist gefragt.

    Immer mehr vermisse ich eine objektive Berichterstattung, zunehmend werden nur noch Sensationen und Sensatiönchen gezeigt.

  • Harzer
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    Zielexperte/in für: Belgien
    geschrieben 1163749744000

    @salvamor41

    "...Auch jemand, der von einer Brücke in den Rhein gesprungen ist in der Absicht, sich umzubrigen, hat das letztendlich freiwillig getan. Und trotzdem ist es ein Gebot der Menschlichkeit, gestützt von unserer Rechtsvorschrift, daß alles getan werden muß, um denjenigen zu retten...."

    Wer entscheidet das denn, das alles getan werden muss um warum muss das so sein?

    Nehmen wir nur mal das Beispiel dieser Halbgewelkten aus Bayern, die im Irak verschleppt wurde, deutesche Beamte haben Ihr Leben riskiert um Sie freizubekommen, es wurden deutsche Steuergelder verwendet, um das Lösegeld zu bezahlen und nach alledem, was kommt da. Sie sagt, Sie will wieder zurück. Von mir aus gerne, jedem das seine, aber Bitteschön sollte Sie vorher unterschreiben, das das auf eigene Gefahr geht und und falls Sie wieder verschleppt wird, das es dann pP ist.

    @Holhinho

    Zweitunterste Schublade, die niedrisgte sind die Kindermörder.

    Und wenn ich jetzt höre, das unsere Gefängnisse überfüllt sind, da gebe es schon sicherlich genügend Maßnahmen um das zu ändern, weil das deutsche Strafrecht und auch die Verhältnisse in deutschen Gefämgnisse ja nun wirklich keine abschreckende Maßnahmen erwirken.

    Leben und leben lassen!
  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1163751140000

    @reiselady

    das meine ich ja. die meisten direkten anwohner, die es wirklich direkt betrifft sind friedlich. und die können und sollen auch ihre meinung dazu kund tun. nur mit gewalt da so viele steuergelder aus dem fenster werfen, weil so viele sondereinsatzkommandos dort mithelfen müssen finde ich nicht richtig.

    was ich überhaupt nicht verstehen kann ist die tatsache, dass vorher auch immer riesig angekündigt wird, wann der transport stattfindet. wenn diese aktion relativ unangekündigt stattfinden würde, gäbe es so einen auflauf ja gar nicht.

    ich weiß, ich habe gut reden, da ich nicht in der nähe wohne, aber irgendwo muß dieser atommüll ja hin.

    dass man verhindern könnte , weiteren neuen atommüll zu produzieren steht auf einem anderen blatt. fakt ist doch aber:er ist da und er muß irgndwo hin. da wird es immer welche geben, die sagen: aber doch nicht hier.

    egal, wo man ihn zwischenlagert. es wird immer vor der haustür

    von jemandem sein.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • salvamor41
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    geschrieben 1163756539000

    Die Leute protestieren ja erst in zweiter Linie gegen die Transporte des Atommmülls. Das ist nur das Symbol. Ihr Protest richtet sich eigentlich gegen die Atomkraft selber.

    Ich denke schon, daß auch diese Atomkraftgegner eine Menge dazu beigetragen haben und noch weiter dazu beitragen, daß man heute auch seitens unserer Regierung wesentlich kritischer mit dem Thema Atomenergie umgeht. Und das ist gut so.

    Alle größeren Protestaktionen, ob angemeldet oder nicht, werden von einem umfangreichen Polizeiaufgebot begleitet, dei den Fußballbundesligaspielen geschieht das sogar prophylaktisch, auch wenn gar keine Randale angekündigt wurde.

    Solche Schutzmaßnahmen gehören zu den Primäraufgaben der Polizei. Bei den Castorttransporten dienen sie dazu, die Transporte zu ermöglichen, aber auch, um die Demonstranten vor sich selber zu schützen.

    Es würde eine nicht hinnehmbare Einschränkung der Meinungsfreiheit darstellen, wenn man solche Proteste mit dem Hinweis, die Schutzmasßnahmen seien zu teuer, untersagen würde. Und auch die Protestierer für diese Kosten verantwortlich zu machen, wäre nicht angemessen.

    Der Schutz der Meinungsfreiheit ist ein sehr, sehr wichtiges Anliegen. Wie fehlende Meinungsfreiheit aussieht, kann man überall in der Welt beobachten, wo totalitäre Systeme die Macht haben.

    Wollen wir wirklich Verhältnisse wie in Russland haben?

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1163757705000

    @ Harzer

    Das hat der Gesetzgeber so entschieden. Und das muß so sein, um dem normalen Rechtsempfinden der Bürger eines Rechtsstaates Ausdruck zu verleihen. In Not geratenen Mitbürgern zu helfen, gleich ob fahrlässig verursacht oder unschuldig, ist einer der Eckpfeiler unseres Rechtsstaates und unserer demokratisch-freiheitlichen Grundordung. Daran darf unter keinen Umständen etwas geändert werden. Es darf nicht geschehen, daß wir uns mit der Moral und Ethik von Unrechtssystemen gleichsetzen.

    Zu Deinem zweiten Absatz als Antwort an Holginho möchte ich am liebsten gar nichts sagen. Es ist erschreckend, daß solche direkt oder indirekt geäußerten Kopf-ab-Thesen immer noch bei uns hier rumgeistern.

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Lexilexi
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    geschrieben 1163761861000

    @salva

    zu deinem ersten posting:

    dass das recht der meinungsfreiheit ein wichtiges gut ist bleibt unumstritten. das haben ja alle user bisher auch hinlänglich betont.

    aber warum soll es unangemessen sein, die demonstrierer, die einen über das normale maß hinaus erzwungenen polizeieinsatz provozieren, zur kasse zu bitten?

    da werden durch diese einsätze steuergelder verpulvert, die man sich wirklich sparen kann. genaus so sehe ich das bei polizeieinsätzen bei fußballspielen. für diejenigen, die sich nicht für das spiel interessieren, sondern denen es nur ums die "große beulerei" nach dem spiel geht, sollte es rechnungen geben. vielleicht würde so die agressivität mal ein bißchen eingedämmt werden.

    die "erziehugnsmaßnahmen" fruchten doch nur, wenn es dem einzelnen weh tut. und am meisten tut es weh, wenn man am geldbeutel rüttelt.

    das ist genau so wie beim zu schnellen fahren. wenn die strafen höher ausfallen, reißen sich die schnellfahrer zusammen.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
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