• herzing
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    geschrieben 1158331919000

    Wir haben im Urlaub eine Deutsche kennengelernt, die dort lebt und mit einem Türken verheiratet ist. Sie sagte, die Türken in den Tourismusgebieten haben sich zu früher total verändert. Sie machen fast nichts mehr, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.

    Früher waren das alles freundliche Menschen und jetzt versuchen die Meisten, andere zu ihrem eigenen Vorteil übers Ohr zu hauen.

    Gruss

    marion

  • caribiangirl
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    geschrieben 1158361183000

    Hallo

    Laut meiner Erfahrung dürfen die Angestellten (hauptsächlich Kellner ) in einigen AI Hotels gar kein Trinkgeld annehmen.

    In unseren seitherigen AI Hotels gab es manchmal ne Art Trinkgeldkasse am Tresen.

    In unserem "Stammhotel" in der Domi ist es allerdings verboten,den Angestellten Trinkgeld zu geben.Zumindest war das bis 2004 so,als wir das letzte mal dort waren.Komischerweise zählte diese Regelung für die Zimmermädchen nicht.Da bekommt es aber auch vermutlich niemand mit,wenn man als Gast etwas auf dem Kopfkissen liegen lässt.

    Logisch versuchte man dem "Zapfer" oder Kellner dann trotzdem mal etwas an Trinkgeld zu zu stecken,was sie auch gerne annahmen.

    Ich persönlich finde solche eigenartigen Regelungen schwachsinnig.Jeder Gast muß doch selbst für sich entscheiden dürfen,wieviel ihm die Arbeit dieser Leute Wert ist.

    Es ist ja freiwillig.

    LG

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • meinungsfreiheit
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    geschrieben 1158361557000

    @caribiangirl

    wenn sich das Personal schon mit Verboten drüber hinwegsetzt, wie wäre das dann wohl ohne Regelung.

    Den Begriff "Zapfer" kannte ich bis heute auch noch nicht. :D

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • caribiangirl
    Dabei seit: 1095033600000
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    geschrieben 1158362671000

    @meinungsfreiheit

    Vermute mal, dass du aber jetzt weißt, was ein "Zapfer" ist.

    Sie stehen gewöhnlich hinter dem Tresen an einer Zapfanlage ;)

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • sakura*no*hana
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    geschrieben 1158363345000

    @'Lelaina' sagte:

    Hallo,

    Ich bin übrigens auch auf der Suche nach einer geeigneten Patenschaft und wollte wo wir shcon beim thema sind mal fragen ob jemand da einen Link hat etc?

    Hallo Lelaina,

    ich bin von der Worlvision Patenschaft begeistert. Wenn man sich dort wirklich überzeugen möchte, dass das Geld auch ankommt, kann man sein Patenkind besuchen. Man kann sich wenn man Wert darauf legt auch so ziemlich alles aussuchen, z.B. Geschlecht, Region, Alter glaub ich auch. Des Weiteren bekommt man Bilder vom Patenkind (Fotos und gemalte Bilder), Briefe und Informationen über Projekte. Man kann damit echt einem ganen Dorf helfen. Mache das schon eine Weile und kann es nur empfehlen.

    Das Verbot für Angestellte Trinkgeld anzunehmen ist in einigen Länder (zu Recht) sehr verbreitet. Sonst passiert das, was caribiangirl zu Anfang beschrieben hat. Aber Animateure dürfen ja auch nix mit Touristen anfangen und daran halten sich die meisten auch nicht.

    LG

  • schafine
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    geschrieben 1158374633000

    Manche Länder sind arm, andere reich

    Ich denke das kann man überhaupt nicht vergleichen.

    Man sollte sich auch nicht am Elend der anderen hochziehen und denken, was geht es uns doch im Vergleich zu denen gut.

    Es kommt doch auf die innere Stärke des jeweiligen Menschen an und wie er mit seiner persönlichen Armut umgeht, egal wo er lebt.

    Vielleicht ein dummes Beispiel, dennoch treffend wie ich finde:

    Ein Mensch mit starker Neurodermitis schämt sich aus dem Haus zu gehen. Was soll der Rollstuhlfahrer dazu sagen. Es kann aber sein dass der Neurodermitiker seine Krankheit sehr schlimm empfindet, während der Rollstuhlfahrer gut mit seiner Beeinträchtigung zurecht kommt und sich mit ihr arrangiert hat.

    Ein deutscher Bürger mit wenig Geld in der Tasche kann seine Situation als sehr schlimm empfinden, während ein Mensch in einem armen Land sich mit seiner Situation besser arrangiert hat. Trotzdem ist er deswegen nicht unbedingt ein Jammerer, ihm dies zu unterstellen könnte ihn nur runterziehen, weil er ja weiß wie gut er sich im Vergleich doch fühlen müsste.

    Kommt bei manchen Menschen auch darauf an, ob jemand von Geburt an in Armut gelebt hat oder plötzlich in Armut gefallen ist.

    Ich spreche nicht von denen, deren Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken unbefriedigt sind. Denn diese müssen manchmal betteln um den nächsten Morgen zu erleben. Solche Menschen gibt es in einigen Ländern in Relation zur Bevölkerungszahl in größerer Menge, in anderen in kleinerer Menge. In Deutschland wenn überhaupt in kleinerer Menge. Sollen wir jetzt zuerst die Armut in Deutschland bekämpfen, bevor wir über die Grenze schauen? Ich denke nein, beides ist wichtig. Wozu gibt es Innen- und Außenpolitik. Sonst müssten wir ja das ganze Geld aus ‚Export’-Spenden ins eigene Land stecken.

    Trotzdem bekomme ich ehrlich gesagt ein schlechtes Gewissen, wenn ich in Ländern Urlaub mache, in denen die Armut sehr groß ist. Mir persönlich (geht nicht gegen caribiangirl) hat es in der Dominikanische Republik schon gereicht. Einmal war genug. Im AI Hotel zu sitzen und kaum aus dem Hotel die Armut der Bevölkerung zu erleben…da kommt bei mir nicht wirklich Urlaubsfeeling auf. Entweder ich reise dorthin und helfe aktiv etwas zu tun oder ich lasse es. Mag sich für die eine oder den anderen mit dem obigen Vergleich widersprechen, ist bei mir aber so. Ich kenne auch Leute, die nicht in islamische Länder fahren, weil ihnen die Unterdrückung der Frauen missfällt.

    Ich sage jetzt nicht, die armen Menschen dort tun mir leid, denn ich will es nicht vergleichen und so mancher fühlt sich durch Mitleid gekränkt. Leid tun mir die, die sich am Existenzminimum bewegen, krank sind, mit ihrer Situation wirklich und ehrlich unglücklich im eigenen Kopf sind ohne dabei zu hypochondern oder zu jammern, egal wo auf der Welt sie leben. Wobei Mitleid das falsche Wort ist, besser ist, wenn möglich, zu versuchen sich in jemanden hineinzuversetzen und seine Situation zu reflektieren, sich in Bezug auf das jeweilige Einzelschicksal nach dem ‚Warum’ fragen bevor man urteilt; völlig schnuppe wo derjenige geboren ist.

    Ich denke auch, dass es in bereits länger touristischen, aber dennoch armen Ländern wie z.B. der Dom. Rep. meist AI Anlagen gibt, weil es nun mal gefährlicher ist, sich dort aus dem Hotel zu bewegen als in Spanien. Wir hatten in Punta Cana bewaffnete Aufpasser am Strand. Natürlich kann auch in Spanien etwas passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Wenn ein Land, in dem arm und reich weit auseinanderklaffen, nicht selbst wüsste, dass auch die kriminelle Energie höher ist, würde es nicht versuchen, die Urlauber zu schützen um sich u.a. nötige Einnahmen aus dem Tourismus zu sichern. Aber kommt das Geld bei den Armen an? Hilft das Geld aus dem Tourismus nachhaltig die finanzielle Situation des jeweiligen Landes zu verbessern? Im Fall der Dom Rep bisher wohl eher nicht.

    Reich ist der, der liebt, sich freut und die kleinen Dinge schätzt; aber arm ist auch, wer sich das Essen vom Mund absparen muß.

    LG, schafine

    @'Brigitte' sagte:

    Wahre Begebenheit:

    Ich hab mal zu einer gesagt, "ich hab bei dem jungen Mann schon was reingeschmissen". Und dann sagte die junge Dame zu mir, "ja, ja, meine Oma singt auch im Kirchenchor".

    Darauf bräuchte ich jetzt eine gute Antwort....hast Du eine? *lol*

    Lügen haben fast so kurze Beine wie Sie.;)

    Hoppla, jetzt hat die Länge meines Postings caribiangirl bei weitem getoppt.

    let animals live
  • caribiangirl
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    geschrieben 1158387409000

    @schafine

    Boaahhhh hey. Tatsächlich haste mich jetzt mit der Länge des Posts übertroffen. Hab zwar die Zeilen nicht nachgezählt aber......

    Ne Quatsch, Spaß beiseite.

    Dein Beispiel mit dem Rollstuhlfahrer und dem Neurodermitiskranken finde ich absolut okay.

    Der ganze Beitrag ist übrigens einsame Spitze. Zu 95 % unterstütze ich deine Meinung.

    LG Silke

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • Brigitte
    Dabei seit: 1062633600000
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    geschrieben 1158399794000

    @'schafine' sagte:

    Lügen haben fast so kurze Beine wie Sie.;)

    *lol* naja das hätte nicht gepasst, die war nämlich wie man in Bayern so sagt, "a kloane Gsumpferte" (sehr klein)

    obwohl eigentlich hätte es grade deswegen sehr gut gepasst. :Ironie:

    zum Rest Deines Postings, sehr gut geschrieben.

    Ich fühl mich auch nicht wohl, wenn ich sehe wie armselig die Leute leben. Ich kann so nicht Urlaub machen.

    Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an. *Albert Schweitzer*
  • carstenW.
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    geschrieben 1158408207000

    @caribiengirl

    noch merkwürdiger finde ich, warum man dem Personal kein Trinkgeld zukommen lassen darf? Ist doch eigentlich jedem selbst überlassen wie er das handhabt.

    lg

  • Bifi44
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    geschrieben 1158418398000

    @ carsten wismar

    In den meisten Häusern wo das Trinkgeld für das Personal unerwünscht ist gibt es an der Reception einen Trinkgeld Tronk.

    Das hier von den Besuchern eingeworfene Geld wird nach einem festen Schlüssel an ALLE Angestellten verteilt. So bekommt auch der Hilfskoch in der Küche oder der Gärtner und Hilfstraßenfeger ohne persönlichen Kontakt zum Kunden seinen Obolus.

    Als Gedankenansatz zum Thema:

    Trinkgeld ist eine freiwillige Leistung von dem Kunden mit welcher er seine Zufriedenheit über eine erbrachte Leistung bekundet. Trinkgeld sollte nie, auch wenn es gerne vom Management gesehen würde um hier noch mehr bei der Entlohnung der Mitarbeiter zu sparen, ein nahezu einklagbarer Bestandteil des Einkommens sein.

    Diese Fehlentwicklung gibt es im Servicebereich in Amerika wo 10 Prozent Tipp ein Muß sind und erst der darüber gehende Betrag als echter Tipp verstanden wird.

    Auch gibt es Ansätze hierzu schon in Deutschland wo bei Stellenanzeigen für Friseusinnen steht; 40 Stundenwoche, Lohn 700 Euro und das GANZE Trinkgeld.

    Hier bin auch ich als der Gebende gefragt dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Sonst lebe ich Morgen in einer Welt welche ich so nicht wollte.

    MfG Rainer

    Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)
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