• salvamor41
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    geschrieben 1107106631000

    D'accord! Mit etwas Freundlichkeit und Nettigkeit kommt man besser durchs Leben, und wenn bei Gelegenheit auch noch ein Tip dazukommt, läuft alles wie ein frisch geöltes Uhrwerk. Das funktioniert im Inland genau so wie im Ausland. 

    Manche fangen schon im Taxi vom Flughafen zum Hotel an, zu knausern und wundern sich dann, wenn der Taxidriver sie ein bischen spazieren fährt, damit er ein "paar Märker" verdient.

    Ein "wunderbarer" Einstieg in den Urlaub! 

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Holginho
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    geschrieben 1107180420000

    Hallo Stephan!

    Ja, unbestreitbar: "Trinkgeld" ist eine freiwillige Leistung".

    Einige Leute sollten aber mal ganz schnell ihre "Toleranz" in diesem Punkt überdenken!

    Richtig ist auch, das viele Ägypter nach Hurghada gehen um in der Touristikbranche Geld zu verdienen. Aber dazu GEHÖRT AUCH Trinkgeld, denn die Jobs sind zwar relativ sicher (es sei denn, ein Herrenmensch-Touri sorgt für die Entlassung des Angestellten), werden aber keinesfalls (auch für ägyptische Verhältnisse) hochwertig entlohnt. Und so ist es in unzähligen anderen Urlaubsdestinationen weltweit.

    Übrigens, das Thema "Trinkgeld" ist für viele Hotelangestellte (und auch externe Restaurantangestellte) mit Einführung des AI-Systems vieler Hotels nicht "einfacher" geworden.

    "Hurghada steht nicht unbedingt auf Platz 1 der Urlaubs Top-Ten."

    Da irrt der Herr aber ;-) Auf die Schnelle habe ich zwar jetzt nur ein ranking gefunden (könnte aber später gerne weitere nennen):

    Quelle News Archiv TUI Dez. 2003: TOP TEN WINTERZIELE...5.Hurghada...8.Sharm el Sheik...-und ich kann Dir versichern diese Zielgebiete boomen auch weiter.

    Die von Dir geschilderten "Geschäftspraktiken" am Flughafen gibt es weltweit in mehr oder weniger identischer Form.

    Die Verkaufsstrategien viele Händler in Ägypten (aber auch vieler Destinationen in Asien, Afrika, der Karibik und auch Europa) sind für uns zwar "ungwohnt", aber nunmal deren Mentalität. Gerade bei AI-Urlauben wird niemand gezwungen die Hotelanlage zu verlassen. Tut er es doch, muß er spätestens dann, die Landessitten respek- und akzeptieren! Dies meinte ich z.B. mit Uninformiertheit und Ignoranz!

    Aber der Trinkgeld-Geiz vieler Touris ist m.E. nur eine weitere Auswirkung von Billigtourismus (bei meistens allerdings höchsten Ansprüchen). Dann darf sich der werte dergestalt Reisende aber auch nicht wundern, wenn verstärkt nach Touristen aus anderen Nationen "Ausschau" gehalten wird..."Russen" (um bei einigen "beliebte" Miturlauber zu nennen) sind dann aber gefälligst klaglos zu akzeptieren.

    Viele der Dinge sind quasi ein hausgemachtes Problem vieler deutscher Touristen.

    Viele Grüße, Holger

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  • Bulgarienfan
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    geschrieben 1107181438000

    @Sohn vom kleinen Prinzen

    Ich habe kein Trinkgeldproblem, auch keines mit geizigen Mitreisenden. Solche nehme ich nämlich erst gar nicht mit.

    Ob Angehörige anderer Nationen großzügiger mit Trinkgeld sind als Deutsche, weiß ich nicht. Ich halte nicht viel von Verallgemeinerungen.

    Viele Grüße vom

    Bulgarienfan

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  • Holginho
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    geschrieben 1107182667000

    Hallo Bulgarienfan!

    Vollkommen richtig: Verallgemeinerungen sind unangebracht und meistens auch nicht richtig. Ich wehre ich auch immer (wie bereits in vielen threads hier im Forum) gegen diese Art der Verunglimpfung vieler Nationen.

    Genau deswegen habe ich auch "vieler deutscher" geschrieben, und ganz bewußt nicht "der deutschen Urlauber".

    Ich hoffe, ich konnte dieses Mißverständnis hier damit direkt wieder ausräumen.

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  • Bulgarienfan
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    geschrieben 1107184885000

    @Sohn vom kleinen Prinzen

    Ist schon klar. Das hatte ich bei dir auch nicht ernsthaft vermutet.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass du ein wenig verärgert über Billigtouristen bist, die trotz niedriger Preise Superleistungen erwarten und einfordern?

    Viele Grüße vom Bulgarienfan

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  • Holginho
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    geschrieben 1107187221000

    @Bulgarienfan:

    Ok, es paßt zwar nicht ganz zum eigentlichen Thema hier, aber ich hoffe, unsere Mitdiskutanten verzeihen uns einen kleinen Schwenk...

    Auch zum Thema "Billigtourismus" möchte ich nicht pauschalisieren - auch wenn es in Bezug auf so manche Thematik dabei nicht ganz einfach ist.

    Ich denke, dies ist ein sehr komplexes Thema (zumal es auch in viele andere Dinge im weiten Feld des Tourismus hineinspielt) und eigentlich einen eigenen thread wert.

    Grundsätzlich sollte man m.E. zwischen Billig- und Günstigtourismus unterscheiden.

    Genauso grundsätzlich sollte man beide Formen von Tourismus auch nicht verteufeln. Sie sind m.M. nach beide Bestandteile unserer heutigen Konsumgesellschaft und oftmals auch sehr wichtig, um einer Vielzahl von Menschen Urlaub überhaupt noch zu ermöglichen. Die jetzigen politischen und sozialen Bedingungen/Verhältnisse sind nun einmal alles andere als ideal und "gerecht" - aber wollen wir nicht (auf immer noch hohem Niveau) jammern.

    Ein "Problem" habe ich dann mit dieser Form von Tourismus, wenn einige Leute (leider nicht wenige) ernsthaft glauben (und sich auch entsprechend (ver?)halten), sie könnten für 2 Wochen für 400 Euro/Person 5*****Urlaub machen; sie optimale Flugverbindungen und Airlines erwarten; die Reiseveranstalter 24 Std. nur für sie vor Ort sind; sie die besten Zimmer haben wollen, sie die Hotel(sklaven?) schikanieren und erwarten das diese für sie Frondienste leisten; die Küche Sterne-Standart haben muß (natürlich individuell auf ihren eigenen Geschmack ausgerichtet);und...und...und

    Wir erstellen hier für viele Unternehmen aus der Touristikbranche Strategien etc. und ich bekomme sehr oft und sehr viel direkt aus "erster Hand" (sowohl aus Unternehmenssicht, alsauch aus Verbrauchersicht) mit...und da bleibt häufig nur (als positivste Reaktion!) noch ungläubiges kopfschütteln.

    Wenn ich mir zudem das Verhalten nicht weniger Mitreisender anschaue, komme ich auch immer mehr zu der Überzeugung, das es vielleicht besser wäre, wenn einige Destinationen "unerschwinglich" und damit dem Massentourismus nicht mehr "zugänglich" sind - aber das ist wohl wieder ein anderes Thema!

    Viele Grüße, Holger

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  • wally/x
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    geschrieben 1107193313000

    Hallo Holger,

    ich finde Deinen Beitrag sehr gut, denn ich bin derselben Meinung wie Du und kriege regelmäßig sooo... einen Hals, wenn mir in meinem hart verdienten Urlaub solche Zeitgenossen begegnen.

     Vor allen Dingen kommt es mir manchmal so vor, als würden manche Reisenden nicht die Information lesen, die sie von den Veranstaltern erhalten und trotzdem meinen nur sie wären der Nabel der Welt.

     Ich gebe Trinkgeld wenn es mir angemessen erscheint u. siehe meine Bewert. fürs

     Giftun, keins mehr wenn keine Leistung erbracht wird.

    Etwas anders sieht es da in Nordamerika aus, aber auch das steht in den Reise-Informationen.   also lesen oder auch mal bei der ( bei einigen angeblich nicht nötigen) Reiseleitung bzw. auch dem Gästeservice nachfragen.

    LG Wally

    Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene. | Carl Hilty
  • caribiangirl
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    geschrieben 1107218974000

    Hallo allerseits

    Da muß ich auch kurz was  zum Thema Trinkgeld loswerden.

    Es stimmt sicherlich,dass viele Deutsche sich in dem Gastland aufführen,als wären sie Millionär.Aber nicht nur Deutsche.

    Wir Europäer werden doch allgemein in anderen Ländern als "Rockefeller"eingestuft.

    Logisch sollte ein gewisses Budget für diverse Trinkgelder in der Urlaubskasse eingeplant werden.Aber dabei nicht ausnützen lassen.

    Ich habe eben auch schon sehr schlechte Erfahrungen diesbezüglich gemacht.

    Als ich das 2. mal in der Dom.Rep war,wollten wir nicht mit dem Transfer fahren.(Santo Domingo/ Boca Chica).

    1.Am Flughafen Santo Dom.wurden uns auch schon die Koffer von irgendwelchen Leuten (ohne Namensschild oder "Uniform") regelrecht

     aus der Hand gerissen.Als wir die Koffer wieder haben wollten,den Herren verständlich und freundlich klarmachten,dass wir unser Gepäck selbst rollen,bekamen wir es "knurrend" zurück.Die "angeblichen Kofferträger" hielten aber trotzdem,wie selbstverständlich,die Hand auf.Da haben wir auch keinen Cent gegeben.

    2.Wie erwähnt,der Transfer.Wobei ich zugeben muß,dass es unsere eigene Schuld war,so abgezockt zu werden.

    Ein Mann mit weißem Hemd und schöner Bundfaltenhose hatte irgendwie mitbekommen,dass wir ein Taxi brauchen.Er hatte auch ein Namensschild mit Bild an seinem Hemd hängen.

    Wir dachten,es wär ein Flughafenangestellter.

    Er bot jedenfalls ein billiges Taxi an,das er uns schnell besorgen

    könnte.Wir hatten umgerechnet 20 DM mit ihm vereinbart.

    Er hatte uns noch bis ans Taxi begleitet,die 20 DM einkassiert und ist weg.Als wir in Boca Chica mit dem Taxi ankamen,wollte der Taxifahrer auch nochmal 30 DM fürs bringen.Die mußten wir dann logischerweise auch noch zahlen.Da finde ich,hört es auf.

    Dass man dann Trinkgelder gegenüber etwas kleinlicher ist,kann der ein oder andere vielleicht verstehen.

    Für das Zimmermädchen,den Kellnern,Bedienungen und eventuell mal Animateuren aus dem Hotel haben wir immer Trinkgeld übrig.Es wird aber von uns bestimmt,wieviel!!!

    Logischerweise auch den Bedinsteten, aus einem anderen Restaurant oder Bar.So lange wir allerdings nicht auf die Hilfe eines Kofferträgers angewiesen sind,geht dieser auch leer aus.

    Uns macht es auch nichts aus,mal X- beliebigen Einheimischen ein paar Euro zu geben.Nur dürfen diese nicht aufdringlich sein.

    Die meisten Ausländer denken leider,dass wir alle sehr reich sind,weil wir uns Urlaub in ihrem Land leisten können.

    Dass wir aber hart dafür arbeiten müssen,sehen die meisten nicht.

    Das finde ich irgendwie schade.

    Ich finde ganz einfach,dass die Menschen aus dem Gastland teilweise auch nicht so unverschämt sein sollten.

    Gruß Silke

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • harti
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    geschrieben 1107239886000

    Hallo zusammen,

    Silke hat das Problem absolut richtig erkannt! Das was ihr passiert ist ist ohne Frage bereits Betrug. Und gerade das ist es, was einen Touristen ohnehin noch vorsichtiger werden lässt. Denn auf solche Erfahrungen will man verzichten. Und im Hotel will man auch nicht ohne Gepäck ankommen. Anderes Beispiel: Auf unserer letzten Urlaubreise in Mexico erzählte uns ein Pärchen, dass es für die Fahrt vom Flughafen Palma zur Playa de Palma mit dem Taxifahrer einen (fairen) Preis von 15 EUR ausgehandelt hat. Am Zielort angekommen will der Taxifahrer das Gepäck nur dann herausgeben, wenn dazu nochmal 15 EUR Trinkgeld gezahlt werden. Beim Ruf nach der Polizei hatte es sich der Taxifahrer dann anders überlegt. Sicher würde sich jeder leichter tun angemessene (!) Leistung zu vergüten, wenn man guten Gewissens sich jemanden anvertrauen kann. Aber leider wird das immer wieder von den Einheimischen (die ja unbestritten vom Tourismus leben) ausgenutzt (wie das Beispiel mit dem Toilettenpapierverkäufer, der von einer öffentlichen Toilette die Rollen herausholt, sich davor setzt und diese verkauft; der Bedürftige meint er müsse (!) hierfür bezahlen - übrigens habe ich so etwas weder in China, Singapur, Australien, Südafrika, Spanien, Griechenland, Österreich, Norwegen, Frankreich, England, der Schweiz, den Französichen Antillen oder den USA erlebt). Und diese "Vorsicht" hat auch nichts mit Geiz oder Billigtourismus zu tun (der Trinkgeldforderer unterscheidet nicht danach wieviel der Touri für seine Reise gezahlt hat). Wie ich bereits schon geschrieben habe: Ich habe kein Problem damit, wenn angemessene (nicht aufgedrängte) Leistung honoriert werden soll, wohl aber damit, wenn man versucht das auszunutzen.

    Viele Grüße Stephan

  • Petrajetset1
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    geschrieben 1107281522000

    Hallo zusammen,

    zu Zeiten von Hartz IV, steigender Arbeitslosigkeit, ständig steigender Fester Kosten bei gleichbleibenden Löhnen möchte ich hier auch einmal etwas sagen. Es gibt auch in unserem angeblich reichem Land viele Leute, die naha an der Armutsgrenze leben. Viele Leute mit geringem Einkommen sparen das ganze Jahr über für einen Urlaub mit der Familie. Wenn dann immer steigende Trinkgeldfordeungen hinzu kommen, werden diese Leute (es sind nicht wenige) bald nicht mehr verreisen. Das müssen die Leute in den Tourismusgebieten bald nicht nur auf "ihr" geliebtes Trinkgeld verzichten, sondern auf ihren Job, weil die Gäste wegbleiben. Meiner Meinung nach ist ein gering bezahlter Job besser als gar keinen. Ich will damit nicht sagen, dass man kein Trinkgeld geben sollte, aber eben nur für besondere Leistungen, nicht als Selbstverständlichkeit oder Forderung. Alle die hier über Trinkgeldgeiz sprechen sollten darüber einmal nachdenken.

    Viele Grüße Petra

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