• Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1126276623000

    ...umgekehrte Frage:

    Wer kommt denn auf eine Airline-blacklist?

    Diejenigen, bei denen es einen Absturz gab?

    Diejenigen, bei denen es Flugzeitenänderungen oder Verspätungen gab?

    Diejenigen, bei denen einigen Gourmets" mit dem "Menü" nicht zufrieden waren?

    Diejenigen, bei denen der Sitzabstand für einen 2Meter-Passagier in der "Holzklasse" zu eng war?

    Diejenigen, die mal nicht für jeden Paxe 259 Zeitungen und Zeitschriften zur Auswahl und freien Verfügung hatten?

    Wer kommt denn auf eine Hotel-blacklist?

    Wer kommt denn auf eine Veranstalter-blacklist?

    Nochmal:

    Warum sollte für Unternehmen ein anderes Recht gelten als für Verbraucher?

    Könnte es sein, das einige Verbraucher ein paar "Leichen im Keller" haben?

    Wir haben hier eben ein Negativ-Beispiel einer Versicherungs-blacklist mitbekommen - und, werden nun keine Versicherungen mehr abgeschlossen?

    Doch, sie werden. Nur für manche Leute werden sie dann halt ein wenig teurer oder es wird schwieirger daran zu kommen.

    Und, wo ist nun das Problem?

    Das einzige (allerdings zugegebenermaßen bei weitem kein kleines) Problem besteht doch darin, eine möglichst große Absicherung dagegen zu schaffen, das "falsche", unschuldige Verbraucher unter einer solchen Liste leiden.

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • Barbara R.
    Dabei seit: 1108252800000
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    geschrieben 1126278213000

    Ein schönes Wochenende Euch allen!

    Vielleicht bin ich etwas störrisch, aber ich meine schon, daß - wenn denn eine solche Blacklist angedacht werden sollte - man durchaus zu differenzieren weiß, wer drauf kommt und wer nicht.

    Es ist doch so, wenn ich im Urlaubsort ankomme und mein Hotel nicht den Erwartungen bzw. Katalogaussagen entspricht, ich bei der Reiseleitung vorstellig werde und reklamiere. Normalerweise (war jedenfalls zu meiner Zeit bei der TUI so) ist der Veranstalter bemüht, durch einen Hotelwechsel Abhilfe zu schaffen. Wie gesagt, zu meiner Zeit war es so, daß man dann möglichst eine Kategorie besser untergebracht wurde als gebucht. War damals Konzernphilosophie. Wie es heute ist, weiß ich natürlich nicht.

    Ich bin aber der Meinung, wenn man dann zu Hause nochmal was rausschlagen will, ist das einfach unverschämt. Für mich Nörgelei.

    Und jetzt kommt bestimmt das Argument, daß einem vielleicht ein halber Tag Urlaub flöten gegangen ist. Na und, was wäre, wenn der Flug verschoben worden wäre, dann hätte man auch einen gewissen Verlust gehabt, aber das wird normalerweise akzeptiert. Ist ja Charter und normal. Häh ?????

    Noch ein kleines Beispiel: Wenn sich zwei Nachbarn nicht ausstehen können und für jeden überhängenden Zweig vor den Kadi ziehen, dann bin ich sicher, daß man bei Gericht denkt: Nee, nicht der Meier-Müller-Schulze schon wieder. Die kennen ihre Pappenheimer bestimmt auch nach den ersten drei/vier Prozessen.

    Genauso wird es bei einer Blacklist zugehen - denke ich mir jedenfalls.

    Aber wie gesagt, vielleicht bin ich einfach nur naiv oder ein zu lebensfroher Mensch. Ich würde es mir jedenfalls dreimal überlegen, ob es sich lohnt, sich wegen jeder Kleinigkeit aufzuregen oder zum Anwalt zu rennen. Dazu ist mein Leben zu kurz und meine Lebensqualität mir zu wichtig.

    Was nicht bedeutet, daß ich einer berechtigten Kritik/Reklamation

    aus dem Wege gehen würde!!!!!!!!!

    Noch ein kleiner Nachsatz am Rande: Ich lese immer wieder in den Hotelbewertungen, daß die AI-Cocktails in Ägypten schauderhaft schmecken. Das stimmt vollkommen, sie sind grauenhaft. ABER, seit wann sind die Deutschen eine Cocktail-Nation? Noch nicht zu lange! Bis vor kurzem wußten mit Sicherheit viele noch nicht einmal, wie man das Wort schreibt. (Vorsicht: Sarkasmus!)

    Störrische Grüße von Barbara

    Barbara R. Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht den gleichen Horizont
  • turista
    Dabei seit: 1124150400000
    Beiträge: 60
    geschrieben 1126290159000

    Nachdem ich jetzt alle Beiträge hier durchgelesen habe möchte ich auch meinen "Senf" dazu abgeben ;)

    Eine sog. Blacklist könnte auch ein Schuss nach hinten werden, weil - wie schon beschrieben - vielleicht auch Personen, welche berechtigte Mängelansprüche gestellt haben dort drauf gesetzt werden könnten.

    Wer will schon entscheiden, was für den einen ein berechtigter Mangel und für den anderen Nörgelei ist. Das ist wie immer - Ansichtssache.

    Ich denke mir manchmal, dass die "Nörgler" auch zuhause mit sich und der Umwelt unzufrieden sind und vom Urlaub einfach zu viel erwarten. Außerdem glauben ja immer noch einige sie müßten im Urlaub hofiert werden und es fehlt nur noch der rote Teppich.

    Grausam - würg.

    Habe das auch schon erlebt. Urlauberin beschwerte sich weil sie um 10:01 Uhr noch keinen Cappuccino bekam obwohl die Bar erst um 10:00 Uhr geöffnet hat.

    Beispiele könnte man wohl endlos bringen, aber was nützt es??

    Ich lese die Hotelbewertungen sehr aufmerksam und auch zwischen den Zeilen. Denn auch hier muss man von wirklichem Mangel und Nörgelei unterscheiden und sich nicht negativ beinflussen lassen.

    Leider können wir alle die Menschheit nicht ändern - aber wir können unseren Urlaub genießen und das ist doch auch schön und entschädigt sicherlich manches Hotelpersonal für die negativen Sprüche die da schon mal fallen.

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1126295364000

    @ Hallo S.V.k.P.,

    Du hast oben unter anderem geschrieben: "Warum sollte für Unternehmen ein anderes Recht gelten wie für Verbraucher?"

    Unternehmen und Verbraucher begegnen sich nicht auf Augenhöhe

    Die unterschiedlichen "Rechte" ergeben sich daraus, daß der Kunde (Verbraucher) der "König" ist und der Reiseanbieter sein "Dienstleister". Ganz einfach!

    Die Reiseanbieter leben von den Kunden und nicht umgekehrt. Der Kunde kann sich seinen Dienstleister in freier Wahl aussuchen, und wenn ein Reiseanbieter/Reisebüro ihm zum Beispiel mit so'ner Blacklist auf den **** geht, dann sucht er sich einen anderen Anbieter oder bucht privat. Der Reiseanbieter kann sich aber nicht so einfach einen anderen Kunden suchen, um den Umsatzverlust auszugleichen.

    Das Kundenpotential, aus dem man schöpfen kann, ist nämlich, wie allgemein bekannt, in den letzten Jahren immer kleiner geworden.

     

    Der Markt regelt das, Holger! Gott-sei-Dank! 

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Sternedieb
    Dabei seit: 1077148800000
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    gesperrt
    geschrieben 1126296695000

    salvamor41 schrieb:

    >

    >

    > Unternehmen und Verbraucher begegnen sich nicht auf Augenhöhe

    > Die unterschiedlichen "Rechte" ergeben sich daraus, daß der Kunde (Verbraucher) der "König" ist und der Reiseanbieter sein "Dienstleister". Ganz einfach!

    >

             

    Wie wahr, wie wahr.

    So sollte es sein - die Frage ist, ist es so?

  • Reiselady
    Dabei seit: 1105228800000
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    geschrieben 1126314893000

    Barbara, du warst bei der TUIl Nun, ich war vor Jahren im Reisebüro angestellt und hatte einen Kunden, der mir bei der Buchung einen Reisegutschein des Veranstalters vorgelegt hat. Begründung: Habe ich erhalten auf Grund der Reklamationen vom letzten Urlaub. Das mache ich jedes Jahr so, da hab ich die Anzahlung schon mal raus! No Comment!

  • Barbara R.
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    geschrieben 1126335358000

    Genau Reisefan!

    Diese Sorte Mäuse gehören meiner Meinung nach wirklich auf eine "Schwarze Liste". Genau diese Leute meine ich auch!!!!

    Die machen ja nicht wirklich Ansprüche geltend, die tatsächlich berechtigt sind, sondern suchen akribisch die ganze Zeit danach, was man nach dem Urlaub zu barer Münze, bzw. "die Anzahlung für den nächsten Urlaub" machen kann. Eigentlich arme Schweine in meinen Augen.

    Übrigens, wir brauchen im Urlaub auch keine Reiseleitung, ich habe mich auch immer gewundert, wozu es diese überhaupt gibt. Aber seit ich selbst den Job gemacht habe, weiß ich es: Es gibt tatsächlich Menschen, die nicht in der Lage sind, z.B. an der Rezeption Bescheid zu sagen, daß die Handtücher mal nicht gewechselt wurden, sondern sich dafür an den Reiseleiter wenden, der dann natürlich auch nur an der Rezeption vorbeischaut.

    Grüße von Barbara, die für morgen in Spa auf Regen hofft !!!!

     

    Barbara R. Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht den gleichen Horizont
  • 3034ever
    Dabei seit: 1125792000000
    Beiträge: 3
    geschrieben 1126351232000

    ...aber WER nörgelt denn immer? Traurig aber wahr die (Ost)Deutschen. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man im Urlaub Stress macht, nur weil man z.B. Baulärm hört. Bei aller Liebe, aber wenn das zu Hause ist, sagt doch auch keiner was oder? Oder, viele regen sich auf, wenn man aus dem Nachbarzimmer "Geräusche" hört. Hallo??? Dann bucht doch einfach ein eigenes Apartment und Ruhe ist! Aber nein, dass ist ja viiiiiiel zu teuer. Das Fazit der Deutschen: Viel Komfort und Luxus für wenig Geld. Aber ist sowas nicht TYPISCH DEUTSCH??? Sowas erlebt man bei den Italienern oder Spaniern oder sonst was nicht. Nur die Deutschen sind so....

    Habe mir erlaubt, Deinen Beitrag etwas zu vergrößern und damit lesbarer zu machen.

    Admin

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1126351247000

    @ Sternedieb

    Deine Skepsis ist berechtigt. Der Kunde sollte zwar "König" sein und der Anbieter sein "Dienstleister", aber man hat bei solchen Kundenbeschimpfungen wie hier in diesem Thread schon manchmal den Eindruck, daß es in der Realität nicht so ist.

    Da wird wegen einer winzigen Minderheit immer nörgelnder Kunden, die es zweifellos gibt, der Popanz aufgebaut, man müsse sich vor diesen undankbaren Zeitgenossen unter anderem mit massiven Abwehrmaßnahmen wie einer Blacklist schützen. In Wirklichkeit hieße das aber, "mit Kanonen auf Spatzen zu schießen". Besser wäre, man würde selbstkritisch versuchen, herauszufinden, welche Fehler gegenüber den Kunden man selber macht. 

    Natürlich versucht ein Lieferant immer gerne, das weiß ich aus eigener Erfahrung als Industrieeinkäufer, dieses naturgegebene Abhängigkeitsverhältnis zum Kunden auszugleichen oder zumindest kleiner zu machen, indem man dem Kunden suggeriert, daß es so ein tolles Produkt in einer derart überragenden Qualität nirgendwo anders gibt. Unterstützt werden diese Bemühungen durch ganze Armaden von geschulten Verkäufern, Marketingstrategen, Werbefachleuten, Grafikern etc., die auf die Einkäufer losgelassen werden mit der Maßgabe, sie für den Lieferanten einzunehmen. So auch im Tourismus! Aber wer von den wirklich aufgeklärten Travellern glaubt wirklich, daß es noch alternativlose Angebote im Tourismus gibt? 

    Trotzdem, um auf Deine Frage zurückzukommen, gibt es schon noch Reiseanbieter, denen es gelingt, die Verhältnisse auf den Kopf zu stellen und Kunden so zu beeinflussen, daß diese zu der Übezeugung gelangen, sie seien die Bettler und der Reiseanbieter der König. Es gibt tatsächlich Kunden, die sich von den toll aufgemachten Prospekten beeinflussen lassen und kritiklos jede Silbe glauben, die da geschrieben steht. Und diese Kunden sind den Anbietern die liebsten!!!

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Bulgarienfan
    Dabei seit: 1091923200000
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    geschrieben 1126353995000

    @3034ever

    Hallo,

    ob das tatsächlich nur typisch deutsch ist? Ich habe Hotelbewertungen in einem englischen Reiseforum gelesen, das war auch nicht viel anders.

    Viele Grüße

    Bulgarienfan

    Einmal Bulgarien - immer Bulgarien! Once in Bulgaria - forever in Bulgaria! Веднъж в България – завинаги в България! Однажды в Болгарии – навсегда в Болгарии!
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