• Reisemarie
    Dabei seit: 1164585600000
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    geschrieben 1187506947000

    Hallo zusammen,

    das sind ja beachtliche und z.T. schlimme Geschichten, die ihr da erlebt habt.

    Zwei habe auch ich noch erlebt:

    Nr. 1

    Anfang der Neunziger haben wir mit dem Mietwagen eine vierwöchige Rundreise durch Malaysia gemacht. Eines Tages von Penang, also von der Westseite kommend, wollten wir an die Ostküste, immer entlang der thailändischen Grenze. Zu Beginn dieser West-Ost-Straße ist ein Schlagbaum mit einem Wärterhäuschen, in dem jedes Fahrzeug registriert wird, und wenn man bis zu einer bestimmten Uhrzeit nicht wieder an der anderen Seite angekommen ist, wird man gesucht.

    Wir hatten ja genug Zeit - es sollte kein Problem sein. Irgendwann haben wir die "Straße" verloren, standen auf einer Wiese, ringsum nur Wald. Die größte Angst, sind wir illegal über die Grenze? Wird man dafür bestraft?

    Als wir auf den Wald zufuhren kamen mehrere Soldaten, Gewehre im Anschlag, auf uns zu und ließen uns anhalten. Nachdem wir ihnen erklärt haben, daß wir an die Ostküste wollten, haben sie uns gezeigt, wo wir die Straße wieder finden und weiter fahren konnten.

    Als wir am Ende der Straße erneut an einem Wärterhäuschen zum "abmelden" ankamen, war ich doch sehr froh. Kurz dahinter befanden sich wieder ganz normale Straßen.

    Nr. 2

    Auf einer Informationsreise an die Algarve fuhren wir nach einem leckeren üppigen Mittagsessen wieder im Bus. Meine Zimmernachbarin Brigitte und ich saßen direkt hinter dem Fahrer, erste Reihe. Unser einheimischer Reiseleiter erzählte uns u.a., daß durch den Beitritt Portugals in die EU die Kriminalität deutlich zurück gegangen sei und man heutzutage doch sicher durch das Land fahren könne. Die meisten Kollegen waren zwischenzeitlich eingeschlafen, ich schaute an dem Fahrer worbei durch die Frontscheibe verträumt auf die Straße als dort plötzlich ein Jeep quer stand und uns zum anhalten zwang. Hinter dem Jeep sprangen auf einmal zwei vermummte Gestalten hervor, rissen die Bustüre auf, zerrten den Fahrer aus dem Bus. Einer der Maskierten setzte sich ans Steuer und fuhr weiter, der andere hielt unserer deutschen Reiseleiterin eine Pistole an den Kopf. Als ich sie ansah liefen ihr Tränen übers Gesicht.

    In meinem Kopf wirbelten die Gedanken umher, wo werden wir hingebracht? Wie und wann kommen wir wieder nach Hause? Ich merkte, daß ich überall zitterte. Etwa 8 - 10 Minuten - eine Ewigkeit - später fuhr der Bus auf einen Rasenplatz. Dort waren kleine Büdchen aufgebaut mit Getränken und diversen Süßspeisen. Der Bus hielt und es hieß "April April". Ein kleiner Gag des Reiseveranstalters, dessen Namen ich hier nicht nennen muß.

    Wir waren Bus 3 von insgesamt 9 Bussen, nach uns wurde dieser makabre Scherz gestoppt. Eine Kollegin aus einem vorderen Bus erlitt einen Nervenzusammenbruch, es hat im Nachhinein auch diverse Anzeigen gegeben.

    Wochen später, es war Herbst, fuhr ich als Beifahrerin mit meinem Mann auf einer mehrspurigen Straße und mußten an einer roten Ampel anhalten, als mein Mann fragte. Was machst du denn da?. Da merkte ich erst, daß ich zusammen gekauert unten im Fußraum mich versteckt hatte, weil auf der Nebenspur ein Motorrad vor der Ampel stand, auf dem 2 "vermummte Gestalten" saßen (mit Helm natürlich und schwarzen Schals).

    Diese Angst habe ich bis heute nicht verloren, sobald die kalte Jahreszeit kommt und ich "Vermummte" sehe, fange ich automatisch zu zittern an.

    Gruß Reisemarie

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  • olli_o2
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    geschrieben 1187604783000

    @Reisemarie sagte:

    Der Bus hielt und es hieß "April April". Ein kleiner Gag des Reiseveranstalters, dessen Namen ich hier nicht nennen muß.

    Wir waren Bus 3 von insgesamt 9 Bussen, nach uns wurde dieser makabre Scherz gestoppt.

    Ich denke mal nicht dass das ein Gag des REISEVERANSTALTERS war, sondern höchstens von den Bediensteten des örtlichen Veranstaltern dieses Ausflugs.

    Ich denke mal die werden ihren Job wohl danach losgeworden sein und damit wären sie m.E. noch gut bedient gewesen.

  • hartii
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    geschrieben 1187605320000

    Wir waren in Tunesien in Monastir und suchten Badeschlapfen und so ein Zeug, naja auf jeden Fall hatten wir einen Typ getroffen, der uns Tücher über den Kopf wickelte und uns sagte wie arm er sei. Er brachte uns dann zu seinen Freunden in den Laden wo wir alles fanden was wir nicht wollten und brauchten, auf jeden Fall fragten wir nach dem Preis und der Tunesier ging mit uns in ein Zimmer, einen kleinen Raum wo ich dann sah dass innen keine Türschnalle gewesen war und sein Freund immer versuchte die Tür zuzumachen. Da bekam ich wirklich Angst und wollte so schnell wie möglich raus. Das war das, wo ich wirklich angst hatte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :D :D ;)

    Gruß aus Linz; Daniel
  • Reisemarie
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    geschrieben 1187618225000

    Hi Olli 02,

    doch es war ein Gag des Reiseveranstalters!

    Ursprünglich geplant war - wie ich im Nachhinein erfahren habe - daß "verkleidete Zigeuner" in unseren Bus einsteigen sollten, die uns dann Schmuck, Geldbörsen usw. abgenommen und die wir später natürlich wieder bekommen hätten. Die Zigeuner sind aber -aus meiner Sicht leider - nicht gekommen und so mußte man sich schnellstens etwas anderes Spektakuläres einfallen lassen.

    Einer unserer "Kidnapper" war u. a. der Sohn des Firmenchefs, der ebenfalls in leitender Funktion in der Firma tätig ist. Der verliert seinen Job garantiert nicht.

    Wenn Info-Reisen an die Algarve stattfinden bzw. -fanden, ist/war stets die ganze Familie vor Ort. Ob der Vater und Gründer diese Idee befürwortet hat, wage ich zu bezweifeln. Aber so jung sind die Söhne auch nicht mehr.

    Die Agentur vor Ort hat vielleicht bei der Ausführung geholfen, Initiator aber war unser deutscher Veranstalter.

    Gruß Reisemarie

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  • maran-08
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    geschrieben 1187626906000

    Hallo Reisemarie,

    ich glaub', wenn ich dabei gewesen wäre und wenn ich dann die Auflösung des so genannten Scherzes gehört hätte - ich glaub, dann hätte ich das gemacht, was ich schon ca. 45 Jahre nicht mehr gemacht habe - ich hätte denen was vor die ****** gehauen.

    Mentalität hin, Mentalität her - das ist kein Scherz, so geht man mit niemandem um, auch nicht mit Touristen. Jemanden in Angst zu versetzen, ist nicht lustig. Wer so was macht und das als Scherz ansieht, hat nicht alle Tassen im Schrank und jedes Gefühl für die Psyche anderer Menschen verloren.

    Ich wünsche Dir, dass Du dieses Erlebnis bald vergessen kannst.

    LH, Hardy

  • Amouage
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    geschrieben 1187627760000

    hallo liebe Reisemarie,

    na, dann will ich mich auch mal melden.

    Ich hatte dieselbe Situation wie Du in Singapore. Im Far East Shopping Center war ich auf Suche nach einer Uhr. Wurde genauso durch einige Gänge in ein Hinterstübchen gelockt. Dann verschwanden wir hinter einer merkwürdigen Tür. Da ging mir dann auch etwas die Muffe. Aber was ich dann alles zu sehen bekam, lies mich schnell meine Angst vergessen. ;)

    Habe noch ein Erlebniss, aber das ein andermal.

    Liebe Grüsse,

    Deine Freundin

    Mai 2018-Reunion-Mauritius- Dubai
  • caribiangirl
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    geschrieben 1187631452000

    Hallole

    2000 in der Dom. Rep.

    Wir kennen in Boca Chica einen deutschen Kneipenbesitzer, bzw Mitinhaber.

    Mit jenem haben wir des öfteren auch kleinere Ausflüge gemacht.

    Jedenfalls beschlossen wir, nach Santo Domingo zu fahren. Also er, mein Sohn, mein damaliger Freund und ich. mein Ex saß auf dem Beifahrersitz, Sohnemann und ich hinten. Diddi (Kneiper) fuhr.

    Er fragte uns, ob wir nur die schönsten Teile der Stadt sehen wollten oder auch die Armenviertel (er nannte sie Slums). Wir entschieden uns, auch mal in den Slums vorbei zu schauen. Diddi sagte aber gleich dazu, dass man dort sehr aufpassen müsse, da dort viele Kriminelle unterwegs seien. Diebstahl wäre dort noch eine Art Kavalliersdelikt.

    Jedenfalls standen wir dort im Stau an einer Ampel und rechts und links sah man wirklich nur vergammelte Hütten und deren genauso düsteren Besitzer.Mein Ex hatte sein Fenster ca die Hälfte unten (Auto hatte keine Klimaanlage). Plötzlich sah ich eine dunkle Gestalt ans Auto rennen und ehe wir alle einmal ausgeatmet hatten, war die teure Goldkette von meinem Ex weg. Der Typ griff ganz schnell durchs halb offene Fenster und riß sie einfach vom Hals. Der 700 DM teure Anhänger fiel glücklicherweise ab, sodass nur die Kette weg war. Mein Ex hatte trotzdem Schrammen am Hals, da die Kette relativ dick war.

    Ich selbst hatte einige Goldringe und auch Goldketten um den Hals.

    Diddi bat mich dann, den Schmuck abzulegen und ihm solange zum Aufbewahren zu geben. Er erzählte uns dann noch, dass es in besagter Gegend schon Fälle gab, bei denen Touristen (am helligen Tag) überfallen wurden und wenn z. B. ein Ring nicht abzubekommen war, man den Finger abgetrennt hätte.

    Vorübergehend Schmucklos und mit klopfendem Herz machten wir uns dann schleunigst aus dieser Gegend vom Acker.

    Mein Ex, mein Sohn und ich machten 10 Kreuze, als wir endlich in die "Zivilisation" zurückkamen.

    Den Rest von Santo Domingo konnten wir wenigstens noch genießen.

    LG Silke

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • olli_o2
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    geschrieben 1187692564000

    @Reisemarie sagte:

    Hi Olli 02,

    doch es war ein Gag des Reiseveranstalters!

    Einer unserer "Kidnapper" war u. a. der Sohn des Firmenchefs, der ebenfalls in leitender Funktion in der Firma tätig ist. Der verliert seinen Job garantiert nicht.

    Wenn Info-Reisen an die Algarve stattfinden bzw. -fanden, ist/war stets die ganze Familie vor Ort. Ob der Vater und Gründer diese Idee befürwortet hat, wage ich zu bezweifeln. Aber so jung sind die Söhne auch nicht mehr.

    Also kein großer Reiseveranstalter wie z.B. TUI, NEC usw, sondern ein kleiner Familienbetrieb?

    O.k., trotzdem gebe ich Hardy Recht und hoffe diese Söhne haben von ihrem Vater, dem Unternehmensgründer, einiges in die Fr.... gekriegt.

  • Reisemarie
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    geschrieben 1187699595000

    Hi Olli 02,

    nein Olli, es ist auch kein kleiner Familienbetrieb. Es ist ein Spezialveranstalter für Portugal und diverse andere Destinationen. Er gehört nicht zu den ganz großen, das ist richtig. Aber soo klein sind die nicht (überleg mal, wenn man 9 Busse voll mit Reisebüromitarbeitern an die Algarve holt).

    Nun ja, es wurde anschließend alles verharmlost, nach dem Motto, man hätte sich nicht gedacht, daß es einige Leute so schwer nehmen, es wäre doch nichts passiert. Die Pistole war eine Spielzeugpistole und den Busfahrer hat man ja auch wieder von der Straße aufgesammelt, usw. Es kam auch eine Kiste mit Wein ins Büro als kleine Entschuldigung.

    Für mich wäre die Geschichte ja längst erledigt, wenn mich bei der Ansicht von "Vermummten" nicht immer wieder die Angst packen würde. Da kann ich einfach nichts gegen tun. Und die Geschichte passt nun mal zum Thema.

    Gruß Reisemarie

    Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum. Erfüllung Traum 1: Oceania Marina 21 Tage, Erfüllung Traum 2: H.A.L. Noordam 27 Tage
  • gutenmorgen
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    geschrieben 1187699777000

    ..., ich glaube Olli02 hat nicht genau gelesen oder der Begriff -Inforeise- ist ihm nicht geläufig :(

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