• meinungsfreiheit
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    geschrieben 1161530139000

    @'carsten wismar' sagte:

    Auch verstehe ich nicht, daß man eine Produktion zeitlich so kalkuliert, daß es so eng wird. Dieses Problem war schon mal.

    lg

    Hallo Carsten,

    das ist doch durchgängig in allen Sparten so, nur dass bei einem Flugzeug das Sicherheitsrisiko zu gross ist, mit Mängeln auszuliefern.

    Nehme nur mal die Autoindustrie:

    Die Zyklen zw. Modellwechsel werden immer kürzer. Da werden die Autos lieber mit Mängeln ausgeliefert, als ins Hintertreffen zu gelangen.

    Bei Boeing und Airbus ist es das ständige Gerangel, wer den nun der Marktführer ist.

    Boeing verfolgt nun eine ganz andere Stratgie. Sie setzen eben auf etwas kleinere Flugzeuge.

    In wirtschaftl. schwierigen Zeiten meines Erachtens besser, da man schneller auf den Markt reagieren kann(Auslastung).

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • noki
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    geschrieben 1161533070000

    @Meinungsfreiheit,

    ...... mit der Concord wollte ich nur auch wieder die Entwicklungsphase ansprechen! Dass die Technik veraltert war, ist kein Geheimnis. Nur damals, als dieser 'Superjet' in der Planung war, und es einen Staatsvertrag zwischen Frankreich und England gab dieses Prestigeobjekt zu realisieren, da lief das meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch auf einem ähnlichen Geleis ab! So war die Parallele gemeint Bei dem A380 sehe ich das ähnlich gelagert.

    Wie die Banken reagieren weiß ich nicht und es ist mir auch egal, jedenfalls hat der kleine Mann die Suppe auszulöffeln. Oder ist hier jemand anderer Meinung? Es gibt viele Gründe dafür lieber kleinere Flugzeuge zu bauen, aber die Technologie des A380 wäre dann auch für diese wegweisend?! - Die "Gene" blieben die gleichen.

    Was an Inovation und Technologie in den Superjet reingesteckt wurde, könnte sich später doch nachhaltig auswirken in kleineren Exemplaren? Hier, beim A380, wird doch nur zu deutlich versucht den Deutschen das "Heft" aus der Hand zu nehmen.

    Zuvor hatte ich schon auf die Abwerbung französischer Firmen im Flugzeugbau hingewiesen. Und das sind nicht nur Wissenschaftler gewesen, sondern vorwiegend gut ausgebildete Techniker und Ings.

    Mal ganz allgemein und pauschal: Gehen nicht gute Leute heute ins Ausland, weil sie dort 1. mehr verdienen, 2. bessere Möglichkeiten und Chancen haben als hier? In den exakten Wissenschaften ist das schon lange bekannt und es ist sehr betrüblich. Die Ausbildung hier ist gut, aber was folgt danach? Deswegen sind doch die Stipendien für Postdoc's so üppig aus den USA und sonstwo.

    In einer Uni in den Staaten wurde ich einmal gefragt was ich denn hier so an sportlichen Leistungen vorzuzeigen hätte. Auf meine Antwort ich lege keinen gesteigerten Wert auf sportliche Höchstleistungen, sondern eher auf eine fachliche Qualifikation, zog sich das Team zur "Beratung" zurück! Ich war sehr amüsiert! Somit hätte ich dort wohl niemals einen Titel bekommen, so ist das auch heute noch. Sportliche Höchstleistungen sind noch eine Fast Vorbedingung für einen Abschluß.

    Die sportlichen Leistungen auf deren Campus ist immer noch mitentscheidend, wenn auch antiquiert.

    Dieter

    Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!
  • salvamor41
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    geschrieben 1161600605000

    @ noki

    Als einer der Hauptgründe, warum sich die Auslieferung des A380 verzögert, wird oft die Tatsache genannt, daß es auf dem Markt einen Mangel an Flugzeugingenieuren gibt. Wenn es so ist, wie Du schreibst, daß deutsche Ingenieure zum Beispiel in die Staaten und nach Frankreich abwandern, dann muß man doch fragen, warum das so ist. Werden die deutschen Ingenieure nach dem Studium erst mal jahrelang von Unternehmen mit Praktika abgespeist, um ihr Wissen möglichst kostenlos abzuschöpfen? Bekommen sie dann anschließend so unterdotierte Verträge, daß sie abwandern, weil sie ihre Familien nicht ernähren können? Irgendwelche handfeste Gründe muß es doch geben. Ich äußere nur Vermutungen, kenne mich da nicht wirklich aus. Vielleicht kannst Du uns mal einen tieferen Einblick geben!?

    Du sprichst die sportlichen Leistungen an den Universitäten in den USA an. Das ist wohl auf die puritanischen Wurzeln der dortigen Gesellschaft zurückzuführen. Eduard VI. läßt grüßen. ;)

    "Mens sana in corpore sano!" hat den amerikanischen Volkscharakter stark geprägt. Es gibt halt so einige für uns unverständliche Eigenarten der Amerikaner. Dazu gehören zum Beispiel auch ihre Prüderie und ihre Einstellung zur Ernährung.

    Was soll's?! Daß sportliche Leistungen zu einer wesentlichen Voraussetzung für gute Leistungen im Beruf hochstilisiert werden, halte ich für einen ausgemachten Blödsinn. Aber ich bin ja auch kein Puritaner! :D

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • salvamor41
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    geschrieben 1161601543000

    Nachdem zwischen dem französischen Wirtschaftsminister Thierry Breton und dem französischen Hauptaktionär, der Lagardere-Gruppe, wohl schon ausgekungelt worden ist, wie es personalpolitisch und auch sonst weitergeht, hat sich Peer Steinbrück, Finanzminister und Anti-Urlauber;) in der Sache EADS/AIRBUS zu Wort gemeldet.

    Er verteidigte den möglichen Einstieg Deutschlands bei EADS: "Es geht darum, ein Unternehmen zu stabilisieren, qualifizierte Arbeitsplätze zu sichern und zudem Augenhöhe zu wahren gegenüber unseren französischen Partnern", sagte er der Süddeutschen Zeitung. Steinbrück wies Kritik zurück, nach Subventionsmilliarden stecke die öffentliche Hand nun weitere Geld in das Unternehmen: "Kein Mensch in der Bundesregierung beabsichtigt, den Bund plötzlich zum Unternehmer zu machen. Aber man kann Airbus nicht koppheister gehen lassen, nur weil das Unternehmen auf Grund von Managementfehlern in einer Anpassungskrise steckt oder sich ein Anteilseigner von Anteilen trennen will."

    Noch nie habe ich unserem Bundesfinanzminister so heftig zustimmen können.

    Wenn es nur mal nicht schon viel zu spät ist mit seinen Erkenntnissen! :question:

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • meinungsfreiheit
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    geschrieben 1161602188000

    @noki

    die Ausbildung in Deutschland zählt zu den Besten. Gerade dadurch waren wir lange im Maschinenbau führend!

    Wenn ich nur an z.B. die Turbinen bei den Niagarafällen denke (Voith).

    Retarder in Bussen(Voith), Krones und und und. Bsp. gibts genug

    Die Unternehmen müssen dann aber auch weiterhin an ihren Azubis festhalten. Nicht nur ausbilden und dann ziehen lassen.

    Pos. Beispiel: Porsche!

    Wiedeking pfeift auf Quartalsberichte und Börsennachrichten, sondern konzentriert sich auf die eigentl. Arbeit. Dann folgt autom. die Honorierung am Finanzmarkt.

    Unsere Manager müssten mehr ein erfolgsabhängiges Gehalt beziehen.

    Wenn der Leistung bringt ist es mir doch wurscht, wieviel Mio. er kassiert. Nur wenn er, um sein Unternehmen profitabel macht, nur Arbeitsplätze vernichtet, dann fette Kohle einstreicht, das Unternehmen weiter runterwirtschaftet, dann geht und eine dicke Abfindung erhält, dann läufts gewaltig in die falsche Richtung!

    Das die Sache ähnlich gelagert ist, als bei der Concorde sehe ich auch so.

    Die Technik des A380, von der Du sprichst, hätte man aber auch beim A350 einsetzen können. Dazu muss man nicht erst ein Milliardengrab schaufeln, um dann die Innovationen in anderen Flugzeugen einzusetzen.

    Steinbrück hat ja gestern schon signalisiert, dass die Regierung einspringt. Mir ist es nicht egal, ob Banken mit ins Boot genommen werden. Die deutsche Bank verbucht dann wieder unter "Peanuts" und wir Kleinanleger, die auf die Rente sparen sollen mit Aktien, wir sind dann wieder die "Dummen".

    Der gute Peter Alexander hats besungen:

    "Immer auf die Kleinen"

    Denn die eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus!

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • meinungsfreiheit
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    geschrieben 1161603798000

    @'salvamor41' sagte:

    Anpassungskrise

    Salvamor, was für ein nettes Wort?

    Ein typisches Politikergesülze. Hab es ja schon weiter oben geschrieben, man wird wieder eine elegante Lösung finden.

    Wenn dann die Arbeitsplätze nach Stornierungen des A380 trotzdem wegfallen, sind wieder Alle schuld, nur nicht die Regierung.

    Dann hat man die innovative Technik gerettet, die nachher in kleineren Flugzeugen zum Einsatz kommt!

    Bravo, sag ich da nur!

    Das nennt man dann wohl Schattenwirtschaft!

    An der Realität vorbei, Augen zu und durch!

    Immer eingreifen, wenn`s Kind in den Brunnen gefallen ist !

    Wer hilft eigentlich dem Schreiner, wenn er sich an Ausschreibungen beteiligt, die drei Nummern zu groß für ihn waren?

    Wer hilft dem Einzelhändler, der die falschen Waren für seinen Standort gewählt hat?

    Wer hilft dem Mittelständler wirklich, wenn er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat?

    In der Kummulation dieser Insolvenzfälle haben wir eine viel größere

    Misere, nur das sich niemand drum schert, leider!

    Ich weiß, jetzt kommt wieder, nicht vergleichbar, da politisches Konstrukt!

    Ja, aber Donnerwetter, dann muss die Regierung, wenn Sie ein solches Konstrukt eingeht, den verantwortl. Managern auf die Finger schauen und gegensteuern.

    Nicht immer nachher einschreiten und dann wieder loben. Wir haben Arbeitsplätze gerettet, ja wir sind die Größten.

    In meinen Augen die größten Pfeifen der Nation, wenn so gewirtschaftet wird!

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • salvamor41
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    geschrieben 1161607249000

    @ meinungsfreiheit

    Ja, klar, die Erkenntnisse der deutschen Politik kommen viel zu spät. Die Franzosen kungeln die Arbeitsplätze jetzt unter sich aus. Daß die deutschen Standorte das Nachsehen haben werden, ist zumindest nicht auszuschließen.

    Die Politik, so sie denn ein solches politisches Gebilde mit beeinflussen möchte, hat sich im Sinne der Arbeitsplatzsicherung deutscher AN viel zu spät eingeschaltet. Mir ist es unverständlich, daß es man es deutscherseits zugelassen hat, daß der französische Staat sich an dem Unternehmen beteiligt hat, ohne gleichzeitiges deutsches Engagement. Man hat sich wohl im wesentlichen auf die DaimlerChrysler-Beteiligung verlassen, aber was die davon halten, sieht man ja jetzt.

    Aber davon abgesehen, glaubst Du wirklich, daß irgendeiner von den Politikern sich in die Niederungen eines Wirtschaftsunternehmens begibt, um nachzusehen, ob da alles richtig läuft? Da könnte man sich höchstens eine blutige Nase holen. Die greifen nur ein, wenn sie sich persönlich oder für ihre Partei profilieren können, so wie das jetzt der Fall ist. Es geht ihnen dabei weniger um die persönlichen Schicksale der Menschen, sondern darum, sich im Hinblick auf die nächsten Wahlen zu proflieren.

    Wenn es um 22.000 Arbeitnehmer geht, kann man sich natürlich besser darstellen, als wenn es um 2 Arbeitsplätzer beim Bäcker Schulze oder um 200 in der Maschinenfabrik Schmidt&Meier geht.

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • meinungsfreiheit
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    geschrieben 1161610745000

    @'salvamor41' sagte:

    Aber davon abgesehen, glaubst Du wirklich, daß irgendeiner von den Politikern sich in die Niederungen eines Wirtschaftsunternehmens begibt, um nachzusehen, ob da alles richtig läuft? Da könnte man sich höchstens eine blutige Nase holen. Die greifen nur ein, wenn sie sich persönlich oder für ihre Partei profilieren können, so wie das jetzt der Fall ist. Es geht ihnen dabei weniger um die persönlichen Schicksale der Menschen, sondern darum, sich im Hinblick auf die nächsten Wahlen zu proflieren.

    Wenn es um 22.000 Arbeitnehmer geht, kann man sich natürlich besser darstellen, als wenn es um 2 Arbeitsplätzer beim Bäcker Schulze oder um 200 in der Maschinenfabrik Schmidt&Meier geht.

    Wie unsere Regierung mit Zahlen umgehen kann, das sieht man ja.

    Eigentlich sollten sie sich öfters an ihre Wurzeln erinnern, so wie der schöne Ronald bei Hart aber fair mit ihrer blöden Wortglauberei, ob jetzt Unterschicht oder welche auch immer.

    Die wirklichen Probleme werden gar nicht oder zu spät angepackt.

    Vielleicht sollte Bäcker Schulze und Maschinenfabrik Schmidt& Meier auch gleich als AG starten. ;)

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • Klaus43
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    geschrieben 1161613858000

    @'noeler' sagte:

    Die muessen nur aufpassen das Emirates nicht abspringt. Dann koennen die ihren A380 einpacken.

    Unter der Überschrift "Emirates zweifelt an A380-Zeitplan" schreibt der SPIEGEL in seiner heutigen Ausgabe, dass die Airline (43 Bestellungen) bezweifelt, dass der mittlerweile dreimal verschobene Auslieferungstermin eingehalten werden kann. Emirates will Mitte November ein Team von Technikern nach Toulouse schicken, die dann überprüfen, ob die geänderten Terminvorgaben zu erreichen sind.

    Emirates macht dies deshalb, weil vom A380 die gesamte künftige Expansionsstrategie des Unternehmens abhängt. Die Airline will - sofern der Zeitplan erneut ins Trudeln gerät - zur Überbrückung bis zu sieben Maschinen vom Typ 777 von Boeing leasen, auch wenn die deutlich weniger Sitze haben als der A380.

    Also scheint Emirates doch am A380 festhalten zu wollen. Trotzdem habe ich kein gutes Gefühl. Die ganzen Medienberichte und das Gestammel der Politiker tragen nicht unbedingt dazu bei, die Zukunft dieser Sparte von EADS auch nur blassrosa zu sehen. Ich befürchte, dass die Franzosen schon längst dabei sind, ihr eigenes Süppchen zu kochen. Unschwer zu erraten, wer diese dann auslöffelt.

  • noki
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    geschrieben 1161615030000

    @ An alle Poster leztendlich,

    ... irgendwo habt ihr alle Recht, nur ich will mich auf das beschränken, was unsere jungen Fachleute angeht. Politik, Management und die windigen Finanzierungen interessieren mich nicht. Da kann man eh nichts ändern. Die sind halt so wie sie sind!

    Unsere jungen Studenten hier in Deutschland haben sich noch zum größten Teil gewünscht eine gute Ausbildung zu bekommen. Dafür sind deutsche Hochschulen und Unis bekannt - nämlich für eine solide, qualifizierte Ausbildung! Noch vor ihren Examina werde sie schon hofiert mit freizügigen Stipendien aus dem Ausland, so ihre Noten einigermaßen gut sind! Soll man ihnen das übelnehmen, wenn sie abwandern? Hier bei uns gibt es in der Forschung noch eine viel zu hohe Hirarchie, die nicht aufkommen läßt, was die "Obrigkeit" nicht wünscht. In anderen Staaten heißt es hingegen: Leistest du nicht genug, dann fliegst du - und zwar nicht mit dem A380! Dafür hast du gutes Geld verdient.

    Die deutschen Ings und Fachkräfte, sowie auch Wissenschaftler, sind überall sehr begehrt und werden sehr umworben mit finanziellen und materiellen Mitteln. - Nur prüfe sich wer sich länger bindet ...!

    Nicht alles ist Gold was glänzend ist. Wenn ich aus meiner Erfahrung schreiben sollte, dann würde dieser Thread zu lang werden.

    In vielen Ausländern beteutet Deuschland gottlob noch: Innovation, persönliches Engargement und eine gute Ausbildung!

    Wobei Innovation - Ideenreichtum - und Aubildung einhergehen.

    Das solls erstmal gewesen sein.

    Grüße

    Dieter

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