• leonov
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    geschrieben 1478687453000

    Hier einmal etwas zum ägyptischen Geld, mit seinen Parallen zur Türkischen  Lira, als Beweis, wie eng Währungshistorie ist.

    Das ägyptische Pfund, wird auf den Geldscheinen mit dschinia (Dsch , nun, ya, femininta-ta marbuta, )  bezeichnet , mit dem ersten Buchstaben dsch,  in Ägypten fälschlich als G ausgesprochen, als Ginieh ,es gibt unterschiedliche Schreibweisen .

    Der Piaster, also der "ägyptische Pfennig" gewissermaßen,  als Kursch, wie im türkichen  die Untereinheit Kurusch heisst.

    Beides, die dschiniah und der Kursch sind arabischen Ursprung,

    Wem dieser Hinseis stört, kann ja weglesen.

  • Sabaelcher
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    geschrieben 1478705604000

    @Florian80w und Guest - wenn ich Eure Statements so lese, dann stellt sich mir die Frage: Wart Ihr wirklich schon einmal in Ägypten? Habt Ihr da ausschließlich Urlaub im Hotel gemacht? Anders kann ich mir diese Aussagen überhaupt nicht erklären. Redet mit den Leuten in Kairo, Luxor, Assuan usw. - dann werden diese Menschen Euch erklären, welche Werte sie haben. Fragt nicht nur den "supermodernen" Kellner - der ist nicht maßgeblich! Dann schon eher den Gärtner oder Zimmerboy. Und vor allen Dingen - legt nicht den europäischen Maßstab zugrunde. Unser Leben will der typische Ägypter gar nicht und das kann ich sehr gut verstehen! Die Familie hat in Ägypten einen sehr hohen Stellenwert - ganz im Gegensatz zu der Stellung in unserem Land.

    Abd al-Fattah as-Sisi täte gut daran, endlich den Massentourismus zu unterbinden und sich umzuorientieren - Qualität statt Quantität / Klasse statt Masse.

    Zu Guest - Ägypten ist bereits (kein Polizei- sondern) ein Militärstaat.

  • Florian80w
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    geschrieben 1478707897000

    @ Sabaelcher

    Mein erster Tauchurlaub in Hurghada war zu einer Zeit, in der es dort noch nicht mal den Sheraton-Rundbau gab. Ich war seitdem sehr oft in diesem Land, davon ziemlich selten in sowas, das sich in jedem heutigen Reisekatalog findet, habe öfters so gewohnt wie Einheimische und auch unter ihnen gewohnt.

    Ja, ich kenne sogar zwei Ausprägungsformen der Bedeutung von Familie, und ich kenne exakt diese beiden Ausprägungsformen auch gut aus dem Drittweltland Philippinen.

    Ausprägung 1: Familie und vor allem die Kinder und deren erfolgreiche Lebenszukunft haben sehr hohen Stellenwert. In Ägypten ist das vor allem bei der koptischen Minderheit und sowieso bei dem gebildeten und oftmals im Ausland studierten Bevölkerungsanteil so. Ein Paar hat 2-3 Kinder und kann deren bestqualifizierende Ausbildung ermöglichen. Ich war zweimal zu deren Familienfeiern eingeladen. Ähnliches habe ich bislang nur bei Exil-Iranern in D erlebt.

    Ausprägung 2: Familie besteht vor allem aus möglichst vielen Söhnen. Es ist egal, in welcher Armut in der Lehmhütte mit Dreck vor der Haustür man lebt, es ist egal, ob auch nur eins der vielen Kinder länger als 4 Jahre zur Schule geht und die Chance bekommt, selbst der familiären Armut zu entfliehen. Irgend ein Sohn wird hoffentlich im Tourismus unterkommen und sein mageres Einkommen mit der joblosen Großfamilie teilen.

  • leonov
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    geschrieben 1478773175000

    Wenn Du b ereits uin Hurhgqda gwesen bist, als der sharaton-rundbau noch nicht existeirt hat - ich war 1980 dort mit Rundbaui, dann kann ich bei eerfolgreicher Anwendung einer von 4 Grundrechenarten und meinem Alter schlussfolgern,

    @ saba al cher (wenn schon denn schon) Du würdest vor Neid erblassen, nennte ich Dir Personen, mit denen ich in Ägypten Umgang pflegte , als sie noch in Amt und Würde waren. vielleicht ist Dir Sahi Hawwas ein Begriff, von dem ich z.B.über Kairo schriftlich die Erlaubnis bekam mit dem Chef des Saqqara-Komplexes ind ie Gänge unter der Djoser zu gehen. oder ein Permit,von Assuan nach Abu Simbel zu fahren, solo mit eigenem kfz,

    Meine eigene Reisevita, oft mehrfach , zumeist mit eigenem KFZ. Westsahara, Marrokko, Algerien/Zentralsahara, Libyen, Ägypten, Syrien, Iraq zuletzt im Nordyemen, Und da ich ganz leidlich arabisch sprechen und lesen kann, fällt mir der Kontakt zu den Menschen nicht schwer.

    Nun wollen wir uns sicher hier nicht gegenseitig beweihräuchern.

    DerGrund fürden füchrterlichen Zusammenbruch der ägyptischen Währung ist in nicht geringem Maße auch durch uns, durch Deutschland verursacht und zu verantworten.. begründet in unserm latenten Fremdenhass.

    Die Anschläge in Tunis, auf Djerba, Soussse , in Taba , der Beschuss von Nilschiffen ,i oder der Anschlag in Dair es Baharija schlimm genug, waren doch nicht so gravierend, die Toursimus-Freundschaft mit Ägypten zu kündigen.

    Millionen von Touristen fuhren jährlich von Hurghada mit klapperkisten in die Ressorts, verunglückten oft tödlich, in seltenen Fällen wurde hier darüber berichtet, vetrauten sich Fahrern an, denen vor der Abfahrt die erforderlichen Führescheine zugesteckt wurden.

    Jede noch so kleine Kleinigkeit, die vielleicht einen terroristischen Hintergrund vemuten ließ, wurde genüsslich als muslimische Gewalttat breit getreten . ich kann mich noch sehr gut an das Verschwinden der egypt-airmaschine erinneren, als tagelang in den Medien von einen Anschlag gesprochen wurde

    Nun bin ich sicher kein Verschwörungstheoretiker, aber die einseitige und sicher auch den Verantwortlichen in den nationalen Tourismusverbänden nicht unwillkomene anti-ägyptische /antitürkische Berichterstattung kommt dem Torusismus in Südeuropa

    zugute.

  • Florian80w
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    geschrieben 1478778638000

    Ich gebe dir zumindest teilweise Recht: Pauschaltouristen sind eine etwas eigenartige Spezies, und Medien übrigens auch. 5000 Verkehrstote jährlich auf deutschen Straßen halten niemand von der Benutzung seines Autos ab, ein tödlicher PKW-Unfall ist bestenfalls eine lokale Zeitungsmeldung. Eine in einem Touristengebiet explodierte Bombe ist tagelang in allen Medien, es folgt prompt eine Reisewarnung des AA. Gebuchte Reisen werden sofort storniert oder umgebucht, das Neugeschäft bricht ein. In Reiseforen häufen sich die Fragen "Ist es dort überhaupt sicher?" selbst 2-3 Jahre nach einer einmaligen DIY-Bombe. Deren Urheber wollen natürlich den ihnen verhassten "verwestlichten" Staat in einer seiner Haupteinnahmequellen treffen und ruinieren, um einen "Gottesstaat" zu installieren. Sie kennen die eigenartige Psychologie der Urlauberentscheidungen und nutzen sie für ihre Zwecke gnadenlos aus.

    Hinzu kommt bei viele Touristen ein irrationales Enfernungsgefühl in ihnen fremden Ländern. Niemand hat Österreichurlaub boykottiert, obwohl wenige 100 km südlich der Bosnienkrieg tobte. Aber eine in El Arish beschossene Polizeistation ist Grund genug für Urlaubsboykott nicht nur im Südsinai, sondern auch in Hurghada oder Marsa Alam.

    Mitten im Kuwait-Krieg war Hurghada nahezu touristenleer, ich war mit Kumpels trotzdem zum Tauchen dort. Auf Reede lagen paar US-Schiffe in Wartestellung, wer Freiwache hatte, kam per Tender an Land. Allabendlich nette Runde in den wenigen Bars am Hafen, GIs, Einheimische, Touristen gemeinsam beim Stella.

    Die Reiseveranstalter und Reisebüros haben wenig Interesse an einer Bewusstseinskorrektur. An einer für 500 Euro verkauften Ägyptenreise verdient das Reisebüro 50-60 Euro Provision. Die Leute wollen reisen, geben dafür Geld aus (notfalls mit Kredit), sie buchen auch für 2000 Euro das Clubresort auf den Kanaren, macht 200-240 Euro Provision. Warum sollte also ein Reisebüro den Kunden einreden, dass Badeurlaub in Ägypten sicher ist? Der Handyladen verkauft auch lieber ein 700 Euro-Smartphone als seinen funktionsidentischen 170 Euro-Klon.

  • leonov
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    geschrieben 1478781760000

    Ach ja , das AA mti seinen Reisewarnungen. Ich war vor rd. 1 jahr in dere türkischen Provinz Hatay, obwohl das AAA vore einem Besuch ausdrücklich warnt. Selbst hier lebende Türken nahemn für das Gebiet eine Gefahr an, selbst an der Straße von Antakkia nach Bab el Hawa (Tor der Winde, trükische Grenze nach Syrien ) noch nciht einmal eine Polizeisperre.

    Die Gründefür diese skurilen warnungen sehe ich darin, neunmalklugen Rechtsanwälten den wind aus den Segeln zu nehmen, dass es die Pflciht der Bundesregierung sei, vor einem Anschlagsrisiko zu warn und zum Schutz gegen ebenso neunmalkluge Touristen, für eine mögliche Siccherheitsvorkehrung der Polizei/Militär Schadensersatzanspüche geltend zu machen .

    Was nun dein Hinweis auf den Bosnienkrieg betrifft, von dem sich Urlauber in Österreich nicht abhalten ließen: Spanienurlauber in den 60 und 70 jahren hatten ich auch nicht vom Urlaub im faschistischen Stanien Francos abhalten lassen., immerhin Kumpan Hitlers.

  • Sabaelcher
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    geschrieben 1478781889000

    Ich glaube, das geht gerade komplett am Thema vorbei. Nur soviel - wenn es bei uns Tote im Straßenverkehr gibt, dann liegt das in unserer Hand und ist auch meistens nicht beabsichtigt. Wenn eine Gruppe Bombendrohungen ´rausgibt, dann ist das ein ganz anderes Kaliber. Es ist auch unstrittig, dass es inzwischen zahlreiche Anschläge gab. Man darf nicht immer nur die harmlosen Vorkommnisse in den Vordergrund stellen.

    Ich fahre nach wie vor nach Ägypten, weil ich das Land und die Mentalität der Leute dort schätze (dieses Jahr übrigens 2x). Die Touriorte sind aber inzwischen dermaßen verkommen, dass ein Imagewechsel nötig ist - nur meine Meinung. Ich würde auch auf Nachfrage keine Empfehlung für einen Urlaub dort aussprechen, das muss jeder selbst wissen. Für sicher halte ich Ägypten nicht, deshalb habe ich volles Verständnis für Urlauber, die sich ein anderes Ziel aussuchen.

  • leonov
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    geschrieben 1478782693000

    ,saba al cher, Genau DAS meine ich,, diese negative Sich.

    Dann bitte doch und hier coram publico>: Nenne hier doch einmal Dinge, die Ägypten als unsicher zeigen.

  • Florian80w
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    geschrieben 1478784344000

    Eine der immer noch aktuellen kuriosen Sicherheitswarnungen des AA betrifft das angebliche Entführungsrisiko auf der philippinischen Urlaubsinsel Boracay. Ich kenne sie gut. Ein einziges Mal ist dort ein Deutscher entführt worden: Expat, der sehr krumme Geschäfte gemacht hat, wurde von einigen seiner Gläubiger in seinem Edeldomizil "abgeholt".

    Das einige Touristenorte zumindest in Teilen vergammelt aussehen, liegt teilweise an generellen Bausünden (es muss wirklich nicht im gesamten Erdgeschoss jedes Hauses auf der Straßenseite ein Laden sein, der mangels Kunden oft schließen muss und aus dem einne Müllhalde wird). Es liegt teilweise an der ägyptischen Mentalität, halbfertige Baustellen als solche zu hinterlassen und Müll überall dahin zu werfen, wo er nicht unmittelbar stört - Ägypten ist nicht Singapur -, und sowieso jegliche Sorte Müll landseits hinter die Resortmauern zu werfen - vorne hui, hinten megapfui. Es liegt vor allem an fehlendem Geld, und das kommt nicht ran, wenn noch mehr Touristen deshalb wegbleiben.

    Und ohne die Eurobeitritt-Mauscheleien der Griechen, ohne zig Milliarden Geschenke der wohlhabenden EU-Länder, hätte Griechenland mit der Drachme längst eine massive Währungs- und auch eine Dreckkrise.

  • leonov
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    geschrieben 1478788391000

    Dass es hier ein Ägyptenforum ist, ist Dir schon klar ?

    Und mit Sciherheit hat es ncihts mir Ausöänderfeindlichkeit zutun, wenn auf die Sicht z.B. der Ägypter auf Schmutz und Müll hingewiesen wird. , Wir Europäer haben eben eine andere Sciht auf die Besitigung von Müll. von Müll, , darum sehen z.B. die Ägxypter in den älteren Hotels nicht die abgeplatzen Verputzungen,

    selektives Sehen nennt man so etwas.

    Ich störe mich nicht daran, auch nicht am Müll,Bauchutt entlang der Straße, ich störe mich an uralten KFZ-Modellkarossen, die man oft an Ägyptens Straßen findet, die,restart, und das für n´ appel und n´Ei, Tausende  bringen würden.

    Ich habe v o einiger Zeit gehörfrt, dass in einer Stadt im Delta sehr viele alte Autos aus den 40 und 50 Jahren fahren sollen. ich werde da mal im Frühjar kommenden Jahres  recherchieren.

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