• Florian80w
    Dabei seit: 1335139200000
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    geschrieben 1478443213000

    Vik62, schon richtig gesagt, aber es fehlt die Analyse des Bildungsbegriffs. Leider gilt in den staatlichen Schulen immer noch Auswendigrezitieren von Koransuren als Bildung, aber so mancher Minimarktverkäufer mit x Jahren Schule braucht für 3x2 + 2x4 einen Taschenrechner und ebenso für Rückgeldsumme auf 50 LE.

    Besagten Bettelkindern habe ich früher leider vergeblich in Dahab wenigstens Schutz ihrer eigenen Umwelt versucht beizubringen, leider immer erfolglos: Hier habt ihr einen Müllsack, sammelt ihn voll mit Müll am Strand, dann bekommt ihr 10 LE. Ich habe niemals diese 10 LE bezahlen müssen, auch nie einen Müllsack abgegeben.

  • Vik62
    Dabei seit: 1288483200000
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    geschrieben 1478447499000

    super Idee mit dem Müllsack. Das merke ich mir.... obwohl ich auch meine das es hoffnungslos ist. 

    Zur Bildung, ja es braucht nocht zeit, viel Zeit, aber der Grundstein ist gelegt. Ich habe Hoffnung.

    feel good
  • Vik62
    Dabei seit: 1288483200000
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    geschrieben 1478447691000

    Vik62:

    super Idee mit dem Müllsack. Das merke ich mir.... obwohl ich auch meine, das es hoffnungslos ist. 

    Zur Bildung, ja es braucht nocht Zeit, viel Zeit, aber der Grundstein ist gelegt. Ich habe Hoffnung.

    feel good
  • Sabaelcher
    Dabei seit: 1228780800000
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    geschrieben 1478456421000

    Florian80w - was nützt das, wenn sich die Strukturen nicht ändern? Solange keine Einsicht bei Teilen der Bevölkerung besteht und man immer in alten Mustern denkt, wird sich nichts ändern. Hast Du eventuell einen Tipp, wie "Empfängnisverhütung" in Ägypten aussehen soll? Dabei bitte nicht vergessen, dass hier überwiegend nach dem Koran gelebt wird.

  • Florian80w
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    geschrieben 1478599857000

    @ Sabaelcher

    Doch, ich hätte da sogar zwei Tipps. Schritt 1: Es müssen möglichst sofort per verpflichtendem Dekret der Islamobersten aus Kairo sämtliche lokalen Moscheevorbeter ins Boot geholt werden. Wenn jeder von denen jeden Freitag dem islamischen Fußvolk erklärt, dass viele Kinder und vor allem viele Söhne (schließlich entsteht statistisch pro gewollten Sohn auch eine nicht gewollte Tochter) Unheil über Familie und das ganze Land bringen, werden sie vermutlich mehrheitlich folgen. Schritt 2: Antikonzeptiva kosten Geld, aber wohl jede Frau kann bis 30 zählen. Strichliste an der Wand ab "red day 1", klare Ansage "kein Sex zwischen Strich 11 und Strich 15" kostet gar nichts. Dafür wird u. a. auf den erzkatholischen Philippinen mit großen Plakaten geworben.

  • leonov
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    gesperrt
    geschrieben 1478619294000

    Bei einem heutigen (8.11.16) Devisenkurs von rd. 20 Dschinees /Euro kann jedem Ägyptenurlauber nur die Mitnahme von 5 Euro-Scheinen geraten werden,, das dürfe viele Türen öffenen .

  • Florian80w
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    geschrieben 1478626641000

    Der OANDA-Währungsrechner nennt 17,76 EGP für 1 EUR.

  • Sabaelcher
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    geschrieben 1478629881000

    @Florian80w - bitte vergesse nicht, dass für den einfachen Ägypter Kinder die Altersvorsorge sind.  Der Imam wird nichts anderes vorbeten.

  • Florian80w
    Dabei seit: 1335139200000
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    geschrieben 1478632955000

    @ Sabaelcher

    Ich kenne natürlich die Denkweise der einfachen Ägypter. Sie ist identisch mit katholischen Drittweltstaaten und stammt aus einer Zeit, als man knapp zwei der vielen Kinder ihrerseits das fortpflanzungsfähige Alter erreichten und ihre mit 50 Jahren sterbenden Eltern mitversorgen konnten. Es kommt hinzu, dass Imam oder Pfaffe einen Teil ihrer Macht aus vielen ungebildeten Schäfchen rekrutieren.

    Heute sterben nicht mehr 8 von 10 Kinder frühzeitig, also hat der einfache und arme Ägypter (oder Filipino oder Subsahelbewohner)  9 Kinder jahrelang zu ernähren und ihnen sowas wie Schulbesuch zu ermöglichen. Das geht meist nicht, also versinken die Folgegenerationen zunehmend in Slums oder Squatters, sind bestenfalls Tagelöhner, können deshalb ihre Eltern nicht unterstützen, aber zeugen ebenfalls reichlich weiteren chancenlosen Nachwuchs.

    Kein Staat mag die Weltpresse von alltäglich tausenden Verhungerten, jeder Staat fürchtet Rebellion, Aufstand, Plünderungen der Habenichtse, also subventioniert er massiv deren Grundbedarf - bis er sich das nicht mehr leisten kann. Und genau dort ist Ägypten jetzt angekommen. Staaten wie Quatar mögen paar Milliarden Dollar pro Jahr Hilfe zahlen, werden das aber mit dezenter Einflussnahme in Richtung fundamentalistischem Islam zu verbinden wissen. Haben sie damit Erfolg, wird es spätestens in 10 Jahren das touristische Ägyptenforum nicht mehr geben.

  • leonov
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    geschrieben 1478639107000

    @ florian, Die 2oLE habe ich miR nicht aus den Rippen gesogen genau waren es 19 +

    über "Devisenrechner."

    Ich schätze Endstand in 1 Monat um die 25 LE

    Deine Horrorvision kann ich nicht teilen, , auch entspricht die Mentalität , dass die Kinder die Alten ernähren heute nicht mehr dem Denken,  dafür ist Ägypten(mit Fernsehen und GSM)bereits zu modern.

    Ägypten, also die Staatsverwaltung wird wohl oder übel das Land für einen liberalen europäischen Tourismus öffnen müssen, um wieder jene 19 % Beitrag ´´für den Etat zu bekommen, was nur mit Werbung geht. und der Entwicklug zu dem, was wir als Polizeistaat bezeichnen würden, ´denn jeder Anschlag reduziert die Bereitschaft zur Ägyptenreise.

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