• jirair73
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    geschrieben 1481632004311

    Hallo Zusammen.

    Wir fliegen am 01.01. nach Hurghada.

    Ich werde wohl eher Bares mit Nehmen und dort wechseln. Oder ist es Besser wenn ich in Automaten mit EC oder mit Visa abhebe?

    Ist jemand Gerade dort und kann mir sagen was man in wechsel Stuben bzw. banken für je 1 Euro bekommt?

    Und Wie ist das jetzt mit einkaufen? Beispiel was früher 10 LE gekostet hat kostet jetzt ca. 20 LE ? ( Ich meine Klamotten , Schnorchel Ausflüge und so).

    Danke

    LG JIJI

  • Reiseamazone1970
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    geschrieben 1481635260479

    Ich war letzten Monat in Sharm el Sheikh.

    Der Umrechnungskurs am Bankschalter (Flughafen) betrug ca. 17 LE für einen Euro.

    Die Preise vor Ort haben sich nicht erhöht.

    Ich wechsele immer am Bankschalter EUR in LE, habe aber auch noch Dollar mit dabei.

    Manchmal zahle ich auch in EUR, je nachdem, was ich so bei den 3 Währungen parat habe :smirk:

    Und wenn das Geld knapp wird, gehe ich natürlich auch zum Automaten und hole mir weitere LE's.

    Den Umrechnungskurs habe ich aber jetzt nicht parat.

  • hbrem
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    geschrieben 1481710511089

    Ob man jetzt Bargeld vor Ort tauscht oder Geld mit der Karte abhebt macht nicht viel Unterschied. Wobei man bedenken sollte das beim Abheben am Automat mit Karte noch die Gebühr anfällt. Also besser doch Bargeld.

    Die Wechselstuben geben maximal 5-10 Piaster mehr als die Bank. Da macht es schon mehr Sinn sich die Kurse bei verschiedenen Banken anzusehen, da dort die Differenzen manchmal höher sind.

    Auch zu überlegen ist wieviel man wechselt. Bei kleineren Beträgen ist die Suche nach einem besseren Kurs die Zeit nicht wert.

    10 Piaster pro Euro mehr sind bei 100 Euro = 10 Pfund = ca 50 Cent

    So gut wie alles ist teurer geworden. Das Eine mehr, dass Andere weniger.

    Die gebräuchlichste Benzinsorte kostet jetzt 3,5 Pfund gegenüber vorher 2,6 Pfund, vor 2 Jahren 1,8 Pfund.

    Alleine das wird sich auf alle Waren niederschlagen. Durch den extremen Kursverfall sind alle Importe enorm teuer geworden und momentan teilweise schwer erhältlich.

    Die Inflation liegt im Moment bei ca 19.5%. Die Prognosen gehen von deutlioch über 20% für nächstes Jahr aus.

    Der tagesaktuelle Kurs Euro zu Pfund bei der Nationalbank von Ägypten ist 19,27 LE für 1 Euro oder 18,15 LE für 1 Dollar.

    Trotz gefallenem Euro bekommt man fast täglich mehr. Vor 2 Wochen lag der Kurs noch bei ca 18,65 bei einem höheren Eurokurs.

    Im Moment verfällt das LE rasend schnell. Leider.

    Sehr viele Ägypter haben nun die größten Probleme sich noch zu versorgen, da auch inländische Produkte sehr teuer geworden sind, wenn überhaupt erhältlich. Vor Wochen gab es keinen Zucker, danach keine Butter oder vergoldet.

    Für uns Ausländer ist so gut wie alles billiger geworden, da das LE so stark abgewertet hat.

    1 Liter Benzin kostet mich jetzt umgerechnet ca 0,18 Euro.

    Bei 2,6 LE für einen Liter waren es noch 0,27 Euro.

    Leider, leider müssen wir hilflos mitansehen wie das Land den Bach runter geht.

  • bph
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    geschrieben 1481895716201

    Sind auch gerade aus El Gouna zurück, dort gibt bei der Bank in Down Town sowie in unserem Hotel (Steigenberger Golf) einen Wechselautomaten. Dort kannst Du Euro, Dollar in LE wechseln. Aufgrund des Währungverfalls, bitte nicht wie früher 10 LE als Trinkgeld geben, sondern bitte 20 LE oder 2 $. Entspricht momentan 1 €. Auch wenn OT, deutsche Schokolade ist sehr beliebt.

    Schönen Urlaub

    Candy

    Dezember 2017, Ägypten, Steigenberger Golf Hotel, El Gouna
  • Florian80w
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    geschrieben 1481899985721

    @ hbrem

    Deine Zahlen für den Benzinpreis zeigen deutlich, was der ägyptische Staat auch nach der Preiserhöhung jeden Tag an Subventionen aufwendet, damit das Volk mobil und ruhig bleibt. Aktuell kostet eine Gallone Benzin auf dem Spotmarkt Rotterdam 1,55 USD = 28,6 LE. Das sind 7,56 LE pro Liter. Der Staat verliert also täglich verglichen mit dem, was er für Benzin auf dem Weltmarkt erlösen könnte, rund 5 LE pro getankten Liter. Es ist nicht anzunehmen, dass Ölförderfirmen wie Misr auf viel Geld verzichten.

    Dito Getreide: Was kostet ein Fladenbrot, was wiegt es (Trockengewicht)? Es besteht fast nur aus Weizenmehl, Mehl wird überwiegend importiert, auch dafür sind Weltmarktpreise im Internet findbar, auch Mehl wird staatlich hoch subventioniert.

    Die Schere zwischen stetig steigenden staatlichen Subventionen und anderen Geldausgaben und einer zu schnell wachsenden Bevölkerung einerseits und bestenfalls stagnierenden Einnahmen von Ägypten wird sich immer mehr öffnen - bis zum Zusammenbruch des Staates als next failed state in vielleicht 15 Jahren.

  • Sabaelcher
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    geschrieben 1481903137896

    Es wird keine 15 Jahre brauchen bis der Staat zusammenbricht. Teile der Bevölkerung hungern jetzt schon - es wird Unruhen und Flüchtlingsströme geben. Wenn es wie jetzt weitergeht, dann gebe ich Ägypten noch max. 1 Jahr. Man kann aber hoffen, dass andere Staaten umgehend Hilfe leisten - es müssen nur die richtigen Nationen sein.

  • Florian80w
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    geschrieben 1481909138162

    Dann leg doch bitte mal ein Konzept auf den Monitor, wie effektive Hilfe (im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe und nicht milliardenteure Daueralimentierung) aussehen könnte bei einem Staat, in dem du wegen abgründigem Bildungsniveau von 95% der Bevölkerung sowie nicht gerade herausragendem Arbeitsfleiß nicht mal im niederschwelligen Zulieferbereich von Industrieprodukten was Ertragreiches auf die Beine stellen kannst. Und selbst wenn das möglich wäre, wird das nicht zu stoppende "Karnickeln" jeglichen Fortschritt zerstören.

  • Sabaelcher
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    geschrieben 1481918347482

    Ich weiß, dass Hilfe zur Selbsthilfe schon lange stattfindet - aber alles dauert seine Zeit. Ich persönlich engagiere mich in Bildung für die Mädchen dort. Im Moment ist das allerdings nicht genug, weil keine Zeit mehr vorhanden ist. Hier ist ein umfangreiches wirtschaftliches Programm von Nöten und vor allen Dingen auf Regierungsebene ein Umdenken.

    Ich denke auch, dass viele den Ägypter/die Ägypterin unterschätzen. Es ist ein sehr gelehriges, kluges Volk. In manchen Familien gibt es wohl "zu viele" Kinder, aber auch das wird sich mit Ausbildung relativieren. Was sie machen, machen sie gut. Die Zeit hat aber noch nicht ausgereicht, um ein bodenständiges, wirtschaftliches Wachstum zu erreichen und gleichmäßig (demokratisch) zu verteilen - Ideen gibt es da genug (z.B. verfügt Ägypten über ca. 2.200 Milliarden m³ Erdgasreserven, das sind über 1,2 Prozent der weltweiten Erdgasvorkommen). Ich könnte seitenlang dazu schreiben - das will hier aber keiner hören. Die zwei Umstürze haben enorme Ressourcen gekostet. Es könnte alles gut werden aber die Zeit fehlt.

    Mit Dumpingpreisen im Tourismus wird das allerdings nichts. Das kostet wieder Ressourcen und es ist eine Frage der Zeit, dann kommt auch der ökologische Super-Gau dazu. Dann hat Ägypten noch nicht einmal mehr in dem Bereich etwas zu bieten.

  • Florian80w
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    geschrieben 1481970394485

    "Was sie machen, machen sie gut." Na ja, da bin ich ganz anderer Meinung.

    Beispiel Hochbauwesen: Ich war gerade auf Teneriffa, also auf dem in etwa gleichen Breitengrad, und dort nicht in einem hypermodernen Luxushotel, das eine Kolonne von Hochtief erstellt hat. Ob Bauhandwerker in irgend einem Land gut und sorgfältig arbeiten, zeigt sich bei sowas wie Verlegen von Fliesen und keramischen Platten. In diesem Hotel war keinerlei auch nur ansatzweiser Pfusch oder ungenaue Arbeit zu sehen. In Ägypten dagegen fand ich von 1* bis 4* in jedem Hotel und auch in Privathäusern reichlich Pfusch und Ungenauigketen, ohne dass ich intensiv suchen musste. Gleiches gilt für ägyptische Rohbauten: Es gibt auch dort Wasserwaagen, Senklote und Fluchtschnüre, aber viele grauenvoll schief hochgezogene Gebäude. Beton und Mörtel bei meernahen Baustellen wird mit Rotmeerwasser angemischt und niemand stört es.

    Beispiel Straßenbau/Tiefbau: Warum wohl fährt jeder kundige Ägypter in Ortschaften bewusst Bögen um Kanalschachtabdeckungen? Warum wird nach irgend welchen Tiefbauarbeiten in Gehwegen der Gehwegbelag nicht sofort wiederhergestellt, sondern es lauern tagelang Stolperfallen und Sandhaufen?

    Beispiel Tauchbootbau: Warum wird die Außenhaut der hölzernen Boote nicht hinterlüftet erstellt, so dass jedes Boot alljährlich in die Werft muss zwecks Austausch von verfaultem Holz?

  • Der mit dem Manta tanzt
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    geschrieben 1481971864472

    Man beachte auch die verlegte Elektrik auf Liveaboards...

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