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  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Hallo Gia,

    da habt ihr aber Pech gehabt mit dem Wetter und seid voll in den Passat gekommen! - Schade! - Aber ich denke mal ihr habt es hingenommen wie es kam und macht kein heulendes Palaver davon.
    Euer Appartement nahe dem Botanischen Garten liegt ja fast schon am Stadtrand in Richtung La Orotava. Der Park ist sehr schön und sehenswert, wie fast alle Parks zumindestens auf der Insel. Dort verwirklichen diejenigen ihre Wünsche, die nicht in einem Haus mit einem Patio wohnen können, der ganze Stolz der Hausbesitzer.
    Und ausgerechnet die Gegend um Los Gigantes/Puerto Santiago ist eine meiner oft besuchten Regionen. Das liegt an den "historischen Erinnerungen", denn dort fing alles an - im Hotel Barcelo Santiago. - Meine Liebe zu Teneriffa und seinen Menschen. Meine jetzigen Freunde und ständigen Gastgeber hatten mich damals, ausgerechnet bei einem Besuch bei ihnen auf Mallorca, hierher 'komplimentiert'. Und da habe ich mich sofort in diese Insel verliebt.
    Los Gigantes ist doch sozusagen die letzte natürliche Küsten-Bastion gegen den immer weiter von Süden nach Norden vorrückenden Massentourismus mit all seinen Randerscheinungen. Früher war vor Adeje und Fanabe Schluß, und heute??? Es ist wie ein alles vernichtendes Feuer, das sich immer weiter und unaufhaltsam nach Norden entlang der Küste ausbreitet und alles zerstört was sich ihm in den Weg stellt, ungeachtet der Mühen und des Aufwandes, der für diese felsige Landschaft aufgebracht werden muß und nötig ist! Die ganze Region Playa de las Americas/Los Christianos sollte längst saniert worden sein.
    Es ist kein Märchen, wenn ich sage, dass im Tal von Masca ein riesiges Hotelareal a la P. d. l. Americas/Los Christianos entstehen sollte, geplant und die Baugenehmigung schon beantragt war. Da gab es dort, wie fast auf der ganzen Insel und auch eigentlich in ganz Spanien, einen Volksaufstand. Alle Zu-, und Abfahrten des Tales wurden von den Einheimischen völlig gesperrt, und in der Regierung Santa Cruz gab es einige "rollende Köpfe", derjenigen die den Bauantrag überhaupt erst angenommen hatten. Aber was bringt das ein? Es ist wie bei einer Hydra: Ein Kopf rollt, und 10 wachsen nach! Korruption und Bestechung einer Gruppe von den Inseln westlich von Deutschland war's, da haben die Staatsbeamten der Inselregierung nach wie vor immer ein offenes Ohr. Masca steht bei den Kanariern ganz hoch im Kurs und ist auch ohne Gesetze so gut wie unantastbar!
    Na gut, wenn es mir an meinem ständigen Aufenthaltsort zu heiß wird, dann besuche ich auch gerne P. d. l. Cruz, vorwiegend das Tal von La Orotava, besonders gerne die Miniaturstadt Miniaturas de Pueblo Chico, sowie die Fiesta del Corpus (Frohnleichnam) mit den Alfombras de arena (Blumen und bunte Lavastein Teppiche, das Schönste was ich je gesehen habe), mit seinen tollen Sehenswürdigkeiten und den großen Orangen-Plantagen an den Hängen. Da kommt selbst San Christobal de La Laguna und Candelaria kaum mit! Und das soll schon viel heißen!

    Also auf geht's bald wieder dort hin!

    Gruß Dieter

    P. S. Pssssst Gia! Die Finca San Pedro bei St. Cruz ist noch ein absoluter Geheimtip! Es ist wunderschön dort.

    Teneriffa

  • Flugsimulator
    nokiN noki

    Hallo Sandra!

    Das ist wohl der Wunsch vieler, einmal das Gefühl zu haben solch einen "Flug-Apparat" selbst "geflogen" zu haben. Das kann solch ein Simulator durchaus vermitteln! Nun gibt es aber einige verschiedene Typen von Simulatoren, die nur für bestimmte Flugzeugarten geeignet sind. Ich meine hiermit ganz grob die Unterscheidung z. B. für Motorflugzeuge und Turbinenflugzeuge, und zu letzteren gehören alle heutigen Ferienflieger, außer den Turboprop-Motoren. Zwischen diesen Arten von Antrieben sind die Cockpits verschieden, innerhalb der Art jedoch gleich, bis auf die Steuerung - normales Steuerhorn oder Airbus-Joistick.
    Eine Erlaubnis für einen Simulator eines Jets z. B. vom Typ Airbus oder Boeing zu bekommen, dürfte nicht so ganz einfach sein, weil es davon nicht so sehr viele gibt und die stark durch die Profis ausgelastet sind. Durch Beziehungen war bei mir die Wartezeit nicht so lange, und dann trotzdem noch nachts.
    Es ist in der Tat ein Original-Cockpit mit allen Funktionen, deren Auswirkungen auf das Verhalten der Maschine durch sehr aufwendige Hydrauliken von außerhalb nachempfunden werden. Dazu sind sehr komplizierte Computer notwendig, die die Befehle und Aktionen an die äußeren Bewegungselemente weitergeben, und diese zu den entsprechenden Reaktionen veranlassen. Außerhalb sitzen auch die Experten an den Computern und überwachen alle Maßnahmen.
    Fast alle Situationen sind simulierbar, nur beispielsweise keinen Anflug für eine Notwasserung, aus mehreren Gründen!
    Bei Laien ohne Voraussetzungen geht eine kurze Einführung voraus. In der Kanzel selbst sitzen allgemein 3 Personen, wovon einer der Trainer ist.
    Alleine das Gefühl dort zu sitzen und den akustischen backround zu haben, ist schon toll! ........... Nur glaubt leider ja nicht, das ihr alleine auch nur ein Triebwerk zu starten in der Lage wäret! Bei kritischen Aktionen ertönt ein Orgelspiel von Alarmen und ein Feuerwerk von Lämpchen. Dann kommt oft die spaßige Meldung: Der Krater den sie beim Aufschlag hinterlassen wird einen Durchmesser von .... Metern habenund ihren Namen tragen! Oder die Meldung: Achtung, wenn sie vorne sitzen, rollt vor dem Aufschlag noch der Getänkewagen vorbei! - Und schon ist der Spuk vorbei; die Geräte schalten ab.
    Also so einfach ist das dort nicht, auch wenn der Trainer die Maschine in die Luft gebracht hat und im normalen Horizontalflug übergibt, und ihr sollt selbst nach Anweisung nur eine leichte Kurve fliegen, sinken oder steigen!
    Üben am heimischen Pc bringt schon ein bisschen was um ein Gefühl zu bekommen was die Pedale, Schubhebel, Start/Lande- Bremsklappen usw. bewirken und wie die Reaktionen sind.
    Die mietbaren Simulatoren in den Flugschulen für Laien sind sehr stark vereinfacht und abgespeckt. Schließlich kostet ein vollwertiger Simulator einige Mill. Euro.
    Für Leute mit Flugangst ist jedoch ein Besuch einer dieser Simulatoren eine sehr feine Sache, wenn ihr dabei seid und seht wie der Trainer fliegt.
    Viel Spass und
    Gruß Dieter

    Airlines

  • Tui Ausflüge Teneriffa
    nokiN noki

    @dvdfan,

    eine Halbtagesfahrt zum Teidegebiet ist zeitlich so eng, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass da noch Zeit für die Seilbahn bleibt! Nehmen wir mal an der Bus holt euch um 8 Uhr in einem Hotel im Süden ab, dann ist es meistens so getimed, dass er um 10 bis 11 Uhr oben am Teide ist. Das machen aber nun alle Busse aus allen Richtungen kommend so! Regelmäßig ab 10 Uhr habt ihr nun sowohl eine Bus-, wie auch eine riesenlange Warteschlange vor der Talstation. Mir ist es nicht bekannt, dass es möglich ist, Plätze zu reservieren. Also steht ihr bis ihr dran seid, und das kann Stunden dauern, denn in eine Kabine gehen nur 32 Leute rein, und die fährt so alle 25 Minuten! Es gibt nur 2 Kabinen, eine rauf und eine runter. Das ist regelmäßig ein Gedränge und Geschiebe, und das Personal ist unverschämt frech und ruppig. Rechnet ihr einen kurzen Aufenthalt oben und das Gleiche wieder runter, dann ist schon der halbe Tag locker weg, dann kommt noch die Heimfahrt dazu! Ab ca. 14 Uhr wird es dann ganz schlimm, dann kommen noch alle Einheimischen und alle anderen dazu. Das wissen auch die Busfahrer, und sehen zu, dass sie dann wegkommen.
    Fast genauso ist es mit der Jeep-Safari. Die startet meistens in Tamaimo oder Santiago del Teide. Anreise auch wieder mit dem Bus ab Hotel. Sollte diese Safari wirklich bis ins Tal von Masco hinunterfahren, dann müssen alle auch wieder die Strecke zurück um zum Teide zu kommen. Und sie fahren nicht die schönen Straßen dorthin, sondern querfeldein von Santiago. Das wird euch den Rest geben, fürchte ich! Es liest sich aber so merkwürdig: Masca/Teide! Das hört sich sehr missverständlich an, und ist es wohl auch! Es ist sehr wahrscheinlich, dass damit auch nur eine Tour rund um Santiago del Teide gemeint ist?! Das ist das typische Gebiet für solche Unternehmungen mit Picknik. Alles andere wäre viel zu lange und zu anstrengend. Abends seid ihr froh, wenn ihr den enormen Staub und die Rüttelei hinter euch habt, denn zimperlich sind die Leitfahrer nicht. Es sind immer die gleichen Strecken mit den gleichen Rastplätzen.
    Aber alles mit Vorbehalt; ich weiß es nicht besser und verbindlicher!
    Alleine für den Teide braucht man wirklich schon einen ganzen Tag, auch aus oben genannten Gründen.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Hallo Gia,

    bitte schreib noch mehr solche Berichte! Dann bin ich nicht so alleine in diesem Thread! Wenn das Gefühl entstanden ist mittendrin zu sein, dann war es schon ein wesentlicher Punkt den ich erreicht habe! Mehr kann ich mir doch gar nicht wünschen!

    ........... Das mit dem Buch schreiben ist mir auch schon einige male vorgeschlagen worden, besonders deswegen, weil meine Aufzeichnungen noch viel mehr hergeben würden. Sie sind noch sehr umfangreich! Aber ich glaube so ist es besser, alles in überschaubaren Kapiteln zu schildern?! Und es kommt ja regelmäßig noch etwas hinzu bei meinen Besuchen dort. Für einen solchen Anspruch eines Buches, reichen nach meiner Einschätzung mein Wissen und die Kentnisse Teneriffas wohl noch nicht ganz aus! Wenn ich behaupten würde, ich kenne Teneriffa, dann stimmt das einfach nicht! Ich kenne wohl einen Teil davon, nämlich das was ich aus eigenem Wunsch mir in Erfahrung bringen wollte, mehr nicht! Ihr merkt es doch schon daran, dass mir das touristische Brimborium nichts sagt, sondern mehr das Ursprüngliche. Ich könnte doch auch schlecht behaupten, dass ich ein anderes Land kenne, das ich bereist habe, aber unbedingt Wert auf die heimische Küche, den eigenen Standard zuhause und meine vertraute Umgebung mit deren Komfort legte!? Das sind zwei verschiedene Wege. Aber beides ist nun mal so vorhanden und heutzutage kann Eines durch das Andere in diesen Reiseländern nicht ausgeschlossen werden.
    Hoffentlich ist bisher etwas Verwertbares in Bezug auf Reiseinformationen dabei gewesen!? Sonst höre ich sofort auf!
    Das was ihr dort macht, ist doch schon mehr als der Beginn dessen was man sich selbst erarbeiten kann und wünscht!
    Ganz genau das ist es ja: Abseits allen Trubels liegt der Kern und das Ursprüngliche, dass es wert ist entdeckt zu werden.
    Aber verständlich ist es auch, dass das bei den meisten Besuchern nicht machbar ist. Sie sind halt 2 oder auch 3 Wochen dem hiesigen Alltag entflohen, und wollen nun möglichst viel sehen. Das beißt sich dann natürlich mit dem Wunsch nach Gründlichkeit und intensivem Kennenlernen. Man muß einfach einen Kompromiss schließen, mehr läßt die Zeit nicht zu, obgleich Gelegenheit genug da wäre, würde man auf heimischen Gepflogenheiten und vertrauten Umgebungen nicht so viel Wert legen, und sie in den Vordergrund rücken!
    Das ist sicher auch vielfach der Grund für die immer wiederkehrenden Fragen: Was muß man sehen/besuchen und wie, mit dem Auto, organisierte Fahrten, Bus oder wandern? Wenn dann so gar keine Vorstellungen da sind, und auch noch keine Lust zu Vorbereitungen und zum Lesen, dann ist es natürlich schwierig, wenn nicht gar aussichtslos. So interpretiere ich auch die vielen "Wohin"-Fragen. Da man sich nicht der Mühe unterziehen will sich zu informieren, wird dadurch versucht die Entscheidung anderen zu überlassen! - Man muß es selbst WOLLEN! -Auf den organisierten Rundfahrten heißt es doch immer nur: Keine Zeit, links sehen sie ....., Blende 8 und 1/100-stel Belichtungszeit! Bitte einsteigen wir fahren weiter! Gesehen haben die Leute eigentlich gar nichts!
    Sieht es nicht so oder ähnlich aus?
    Ich denke mal besonders sieht es bei denen so aus, die heute hier, morgen dort, quer über den Globus reisen, behaupten sie jedenfalls! Ihnen ist der Sitzabstand, das Essen, die Bordunterhaltung, Fluggesellschaft, usw. usf. und ebenso die Nebensächlichkeiten des Ortes und Hotels viel wichtiger als das Urlaubsdomizil selbst, das sie sich ausgewählt haben, und darüber beklagen sie sich anschließend! Beklagenswert ist auch, dass meistens die Einwohner eines Gastlandes noch nicht einmal Deutsch verstehen oder gar sprechen, aber man muß ja unbedingt im hintersten Winkel eines Ortes, halb um die Erde herum, gewesen sein! Schließlich kann ich doch da auch diese Sprachkenntnisse erwarten, denn sie sind ja mitbezahlt, wir haben immerhin AI gebucht! Einerseits haben sie vielleicht viel gesehen zum Angeben, und andererseits doch eigentlich überhaupt nichts! Überwiegend ist ihre Angeberei sehr leicht durchschaubar! Sie können einem Leid tun in ihrer selbst verschuldeten Unzufriedenheit. Fragt man sie wo sie denn genau gewesen sind, dann kommt die Antwort: Weiß ich nicht genau, steht aber alles auf der Buchung! Jedenfalls war es ein 5***** Hotel!

    Wie gesagt, wenn nichts rüberkommt an Eindrücken, höre ich auf! Das habe ich mir vorgenommen.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • 1 Tag in Teneriffa...was tun ??
    nokiN noki

    Alice,

    in den großen Geschäftsstraßen, die Calle de Casillo und die angrenzenden Straßen, sind voll von solchen Bars, vor denen man herrlich draußen unter Palmen sitzen kann. Sehr viele dieser Straßen sehen aus wie Prachtalleen, von Palmen und anderen nicht nadelnden Bäumen gesäumt. Auch das Mercado de Africa oder der Mercado de Santa Cruz, gleich vorne an, ist fast ein Stadtteil für sich mit sehr buntem Treiben und vielen Bars. Dort gefällt es mir fast noch besser, und ich besuche den Markt jedesmal, wenn ich etwas in den Regierungsgebäuden zu erledigen habe, denn die kanarischen Beamten werden nach Untätigkeit bezahlt, da bleibt viel Zeit für solche Spaziergänge. Die Bars, bei denen der Camarero draußen nicht im "Frack und Zylinder" bedient, das sind die besten! Und schaut euch die Innenhöfe (Patios) der alten Nobelhäuser an; sie sind sehenswert. Ist dort zufällig jemand, dann gebt ihm durch Zeichen von außerhalb des schmiedeeisernen Tores zu verstehen, dass ihr den Patio einmal näher sehen möchtet. Sie sind sehr stolz darauf euch alles zu zeigen. Und es lohnt sich.
    In der Innenstadt, die gleich am Hafen beginnt, sind die meisten Straßen Fußgängerzonen. Und überall wo man ist, man endet immer in einem wunderschönen Park! Z.B die Calle de Castillo endet an der Plaza Wyler. Wendet man sich dann nach rechts, die Av. de Julio oder die Calle Mendez Nunez hinunter, landet man in dem riesigen Park Garcia Sanabria. Oder gleich ein paar Schritte vom Schiff entfernt zur Plaza del Prinzipe, von dort die Calle el Pilar hoch. Überall Parks und Bäume. Ich glaube keine Straße dort ist nackt und ohne Bepflanzungen. Kaum hat man die breite Küstenstraße überquert, ist man auch schon mitten drin in Santa Cruz. Alles nur Wege von einigen Minuten.
    Ich glaube, dass die wenigsten Leute Santa Cruz wirklich kennen und schon dort waren, deshalb auch die Vorschläge weite Touren über die Insel zu machen.
    Stellt euch vor, ihr seid gerade auf der Fahrt über Esperanza hoch zum Teide, alleine die Anfahrt nach Esperanza um den Flugplatz rum ist auch für Kenner nicht unter 30 min zu schaffen, und ihr geratet in die Wolken in den Lorbeerwäldern!? Dann vergeht sehr viel Zeit sich dort hoch zu kämpfen, denn sehr oft hat man nur ein paar Meter Sicht. Von der Tour über Tamaimo, Santiago, Masca, Buenavista will ich erst gar nicht reden! Alleine von Santiago nach Buenavista dauert es einige Stunden, quer durch das Tenogebirge. Ich verstehe nicht, wie man soetwas vorschlagen kann als fest definierte Tagestour?! Manchmal habe ich fast den Eindruck, dass von einigen diese Strecken noch nie selbst gefahren wurden, sondern nur mit dem Finger auf der Straßenkarte. Es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten.
    Na ja, mir soll's egal sein!

    Gruß Dieter

    P.S. Esst Fisch! So frisch und gut zubereitet bekommt ihr ihn nur noch in den kleinen Hafenörtchen auf der Insel, ganz abseits.

    Teneriffa

  • 1 Tag in Teneriffa...was tun ??
    nokiN noki

    Hallo Alice,

    so würde ich verfahren, wenn ich nur einen Tag dort Station machen würde!
    Alle die ganzen Fahrten sind wohl sicherlich gut gemeint, aber teilweise in einem Tag völlig unrealistisch. Besonders die halbe Inselrundfahrt. Das war wohl auch mehr Luftlinie gemeint und mit besten Ortskenntnissen, nicht mit den ganzen kurvenreichen Gebirgsstrecken!? Größtenteils kann man die meisten Strecken doch nur im 2. ten Gang fahren. All die vielen Ortsdurch- und -Umfahrten würden schon ein großes Loch in den Zeitetat reißen. Nein, das ist eine große Illusion, oder vielleicht auch versuchter Selbstmord! Selbst ich würde das nicht mit der Uhr im Nacken riskieren, und ich brauche keine Straßenkarte mehr!
    Also macht's gut!

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • 1 Tag in Teneriffa...was tun ??
    nokiN noki

    hallo sunny-1980,

    ich würde euch raten einfach in Santa Cruz zu bleiben und dort zu bummeln. Alles andere ist ungewiss und kann zeitlich sehr eng werden, wenn man sich überhaupt nicht auskennt. Nur ein Tag ist für Fahrten doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Ihr werdet sehr viel sehen, denn in Santa Cruz ist das Historische fein säuberlich getrennt von den modernen Architekturen.
    Gleich am Hafen beginnt schon der eigentliche Stadtkern. Die Plaza de Espana mit dem Monument und den Regierungsgebäuden sieht man schon vom Hafen aus. Gleich anschließend liegt die Plaza de la Candelaria, von der die Calla de Castillo, die Hauptgeschäftsstraße, weiterführt. In einer Seitenstraße findet ihr das Wahrzeichen der Stadt, die Iglesia de Nuestra Senora de la Conception. Über eine Brücke überquert ihr dann das Barranco de Santos und kommt in den Mercado de Nuestra Senora de Africa. Das sind zweistöckige Markthallen der Superlative. Es gibt nichts, was es dort nicht gibt an Waren für den täglichen Bedarf, hauptsächlich kanarische Produkte, keinen afrikanischen Plunder.
    Alles liegt in unmittelbarer Umgebung und ganz leicht zu erreichen. Ihr werdet staunen wie interessant Santa Cruz ist. Wunderschöne alte Häuser, große Parks und unendlich viel zu sehen. Das sensationelle Auditorio de Tenerife direkt am Meer, eine spektakuläre Architektur, fast wie in Sidney.
    Wenn ihr auch nur einen Teil hiervon in aller Ruhe schafft, dann hattet ihr einen schönen Tag!

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Ausflug nach Masca
    nokiN noki

    Hallo Christane,

    du meintest doch gewiss eine Wanderung durch die Schlucht und nicht zur Schlucht, wie du schriebst?!

    Man muß kein geübter Wanderer sein um die Schlucht von Masca durchwandern zu können. Die kritischen Stellen sind längst alle gesichert und sicher zu gehen, wenn ihr nicht gerade in Sandalen dort durch wollt! Dann ist es noch ein Unterschied, ob man vom Meer aus nach oben startet, oder runter von Masca aus.Von der Bucht aus aufwärts ist es etwas beschwerlicher. Es sind ca. 650 Höhenmeter zu überwinden. Eine solche Wanderung kann man eigentlich in jedem Hotel oder bei der Reiseleitung buchen. Dann ist sie geführt! Das hat den Vorteil, dass man sich nicht verlaufen kann, und der Führer mit Rat und Tat behilflich ist. Alleine ist die Gefahr sehr groß versehentlich vom richtigen Weg abzukommen, und das kostet Zeit und Kraft. Eine Strecke dauert gute 3 - 4 Stunden. Wenn man eine geführte Wanderung gebucht hat, dann wird man mit dem Bus nach Masca gefahren und in der Bucht von einem Schiff wieder zurück, meistens nach Los Gigantes, gebracht, oder umgekehrt. Geht nicht vom Weg ab, ihr kennt die Kennzeichnungen nicht und schon habt ihr euch verlaufen!
    An den engen Stellen kann es recht kühl und feucht sein, trotzdem die Sonne von oben auf den Kopf und die Schultern brennt.
    Wenn euch schon am Eingang zur Schlucht junge, dynamische Bergexperten überholen, so lasst sie, ihr trefft sie später wieder, aber dann haben sie schon den größten Teil ihrer Kondition sinnlos und angeberisch verpulvert, und würden gerne bei den Langsameren einen Kredit aufnehmen. Es ist immer das gleiche, die lernen es nie!

    Gruß Dieter

    Hier im Teneriffa-Forum gibt es viele Beiträge zu Masca und dem Barranco! Bitte mal suchen.

    Teneriffa

  • Ausflug nach Masca
    nokiN noki

    Guten Morgen Jane!

    Die Natur hat sich Gott sei Dank schon wieder weitgehenst regeneriert, jedenfalls der Teil, der nicht aus sehr alten Bäumen bestand. Das Masca, das allgemein als der Mittelpunkt gehalten wird, ist mit viel Aufwand und in höchster Priorität wieder renaturiert und restauriert worden. Nur wenn man genauer hinsieht, sind noch irreversible Schäden auszumachen. Leider musste auch einiges tuschiert werden, aber das sieht nur einer, der vorher alles genau kannte. - Uralte Bäume kann man eben nicht erneuern! - Und die waren vorwiegend an den oberen Hängen bei den großen Terrassenplantagen zu finden. Abseits sieht es noch anders aus!

    Was alle wohl am Vordringlichsten interessiert, ist das Barranco! Das ist schon lange wieder freigegeben, nachdem die Brücke am Eingang erneuert worden ist. Die Pflanzenvielfalt und Blütenpracht wurde ja seit eh und je von den niederen Büschen und Sträuchern bestimmt, und die regenerieren sich relativ schnell!
    Wie gesagt, nur Insider sehen noch die nicht wiederbringbaren Schäden!

    Masca ist nach wie vor ein sehr besuchenswertes Tal! Das ist unbestritten.
    Manche Führer weisen sogar ausdrücklich darauf hin, auf die Reparaturen.

    Gut, wenn ich traurig sage "mein Masca", dann soll das ein Hinweis darauf sein, dass ich dieses Tal und viele seiner Einwohner schon lange und genauestens kenne! Das hat dann einen ganz anderen Hintergrund, und eine andere Betrachtungsweise.

    Ich erinnere mich an eine alte Frau dort, die kurze Zeit nach dem Feuer sagte: "Alles ist vergänglich, nur Masca nicht! Hier waren so viele fremde Kulturen und nicht immer gerade freundliche Menschen, und wir sind immer noch hier und bleiben es auch!" - Das ist die Weisheit des Alters!

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Cala San Vincente
    nokiN noki

    Hallo Emma,

    ich nochmal! Wandern kann man dort sehr gut, denn es ist nicht sehr hoch, etwa 400 bis 530 Meter sind die Berge ringsum. Ausflüge kann man ohne Mühe machen nach Puert Pollenca oder auch nach Pollenca, zu den Höhlen von Los Encinares, weiter nach El Vicar, einem kleinen Ort nahe der Hauptstraße, oder zum Punta de Cores Blanques. Diese Hauptstraße führt durch eine sehr fruchtbare Ebene. Hinter Pollenca Richtung Lluc ins Gebirge fährt man im Frühjahr durch eine wahre Blütenpracht von rotem Oleander und Hibiskus, deren Blüten teilweise noch für die Kosmetikindustrie geerntet werden.
    In Vicente selbst findet man sehr lauschige und gemütliche Restaurants, die an den Wochenenden stark u. a. von den Promis aus Pollenca besucht werden. Rings um Pollenca an den Hängen protzt es nur so von Nobelvillen verarmter Promis. An jeder zweiten sieht man das Schild: Se Vende! Zu verkaufen. Wir "rutschen" gerne abends mal dort hin; es ist so still und gemütlich da!
    Wenn man kein Partygeschehen braucht, schätze ich den Erholungsfaktor als sehr hoch ein.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Cala San Vincente
    nokiN noki

    Cala Sant Vicenc (Vicente) liegt an der Nordküste Mallorcas, etwa 6 Km von Pollenca entfernt. Erreichbar über eine gut ausgebaute Straße 220, die zwischen Puerto Pollenca und Pollenca abgeht. Es ist ein eher kleinerer und sehr ruhiger Ort an zwei Buchten gelegen, mit schönen Häusern an den Berghängen und sehr gepflegt. Historisches gibt es dort nicht zu sehen. Die nicht zu großen Hotels ordnen sich sehr gut in das Ortsbild ein. Party? Fehlanzeige! Wandern in der schönen bergigen Umgebung ist angesagt! Vicenc ist noch ein sehr guter Tip.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • teide??
    nokiN noki

    Marcel0311usa wrote:
    was ist an dem teide so besonders?? und lohnt es sich wircklich ihn zu besichtigen?? was kann man dort alles entdecken??? ❓

    ..... Das was zig-Tausende Besucher jährlich aufsuchen und was sie fasziniert! 😞
    Das ist der Teide!

    Es gibt hier im Foum eine große Anzahl von Berichten zu dieser Frage, aus denen du vielleicht schon den Unterschied zwischen unserer heimischen Vulkaneifel und dem dortigen Gebiet erkennen könntes!
    Der Unterschied ist in etwa der eines kleinen Stadtparkes zu einem riesigen naturbelassenem Urwald.

    Der Teide IST Teneriffa, sowie auch Teneriffa der Teide IST!
    Ein Teneriffa ohne Teide ist nicht vorstellbar.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Quer durch das Anaga-Gebirge, hinein in das Leben eines Eremiten; weit abseits der Zivilisation!

    Keine Angst, ein Dschungelcamp wird es nicht sein, worauf ich mich da eingelassen habe. Und menschenwürdig bleibt es auch!
    Obgeich in dem Camp ja hinter fast jedem Baum eine ganze Mobil-Klinik lauert, ohne die sie niemals überleben würden! Jedenfalls diese Promis nicht!
    Objektiv betrachtet scheint mir diese ganze Gesellschaft und die Fragestellung ihrer Initiatoren, ganz offensichtlich von so großer Dekadenz und pathologischer Natur zu sein, dass sie nicht einmal mehr selbst, aus eigenem Antrieb, die Kraft aufbringt den elementarsten aller Triebe, nämlich denjenigen zum Überleben, ohne Hilfe aktivieren und mobilisieren zu können! Der kulturelle und geistige Verfall liegt hier so offenkundig vor und ist nicht mehr zu übersehen! - Und zu retten?! -

    Ich folgte nur der Einladung des Eremiten Patre Lois.
    Den Schneid, den Ehrgeiz und die Kondition des Patres, von nahe El Tanque bis ganz ans nördliche Ende Teneriffas zu wandern, wie er es tat als er uns besuchte, konnte ich nicht aufbieten. Aber gut eineinhalb Wochen wird`s schon gehen!
    Planung und Vorbereitung bis in alle Eventualitäten und Kleinigkeiten, sind schon fast der halbe Marsch, - und lebenswichtig! Jedes unnütze Teil wiegt was, und es kann mit der Zeit immer schwerer werden; aber jedes wichtige Utensil, das fehlt, könnte ein großer Fehler gewesen sein. Ein kräftiger Wanderstecken gehört auf jeden Fall dazu! Er war mein bester Freund, Helfer, und Stütze; ein handgefertigtes Geschenk der Nachbarn aus einem besonders knorrigem Holz. Alles in Allem habe ich mich ca. zwei Wochen mit den Vorbereitungen und Beschaffungen herum geplagt. Ich wollte alleine gehen, obgleich sich einige gute Leute etappenweise mir anschließen wollten. Die feldmarschmäßige Ausrüstung wog alles zusammen ca. 8,5 - 9 Kg. Gerade richtig um sich nicht übermäßig zu plagen. Es muss ja trotzdem mit Allem gerechnet werden! Nun noch die Abmeldung bei der Guardia Civil mit Hinterlegung der Handynummer und des Routenplanes wegen des Ortungssystems, denn ohne dieses bekommt man heute für solche Unternehmen keine Erlaubnis mehr, und dann ging's los!

    Startpunkt war drei Wegstunden vor El Peladero in der Nähe von Bajamar, Tegueste und Las Mercedes, das noch mit einem Jeep erreichbar war. Hauptstraßen oder befestigte Landstraßen waren verboten! Es gab auch wenige auf der Route. Das Ziel war kurz vor Lomo de las Bodegas im nördlichen Zipfel unweit von Chamorga. Dort ist die „Inselwelt“ auch schon fast zu Ende.
    Bis zum Ausgangspunkt wurde ich gefahren; dann gingen wir nochmals die Route durch, insbesondere die Querung des Barrancos de Taborno, und prüften unsere Handys, den Notnagel, für den Fall: "Nichts geht mehr"! Auch war es dort meine vorletzte Nacht in einem Bett unter einem festen Dach. Dort in der Herberge traf ich Johann, den Wanderführer. Er kam vor vielen Jahren aus Bayern, wo er Sommers auch Bergführer war und im Winter Skilehrer. Er ist ein guter und strenger Führer, und steht in den Diensten einer Reisegesellschaft. Wir gingen am nächsten Tag ein Stück zusammen, bis er in Las Carboneras eine Gruppe übernahm. Ganz früh morgens, als noch die anderen mit dem Aufstehen kämpften, ging es los in eben die besagte Richtung Carboneras mit den vielen Holzkohlenmeilern "vor der Tür"!. Es war alles noch sehr feucht und die Wolken zogen hoch zum Grat. Dann geht es sich am besten, wenn man auf die feuchten und glatten Felsen acht gibt. Es ging gut voran, - na ja, war es doch erst der erste Tag! Das wird sich noch gewaltig ändern.
    Man muss einen „Schritt“ haben, der dem Herzschlag und der Atmung harmonisch entspricht. Die meisten Leute schwatzen viel zu viel! -Sie schwatzen sich ihre eigene Kondition kaputt. Normalerweise pendelt sich dieser Rhythmus ganz automatisch ein, auf glatter Strecke! Hier war es etwas anders; gleichmäßiges Gehen war nicht möglich. Zwischendurch wurde immer wieder mal angehalten und ein „Mineralschnaps“ genommen. Der Elektolythaushalt ist sehr empfindlich und für ein schlappes Gefühl verantwortlich - man mag einfach nicht mehr weiter! Hinter Las Caboneras, irgendwo im Wald, schlug ich mein Lager auf, noch vor dem Barranco de Taborno, das ich morgen überqueren wollte. Das wird eine Heidenarbeit werden! Ein Barranco entlang seines Verlaufes zu gehen, ist längst nicht so besonders schlimm und schwer, wie das Risiko und die Anstrengung es zu überqueren! Das ist wie mit einem amerikanischen Canon. Heute ist der Auf- oder Abstieg noch da, morgen vielleicht schon nicht mehr begehbar! Morgen war die Strecke über Taborno bis Casas de Afur angesagt. Immer schön an den Ortschaften vorbei! Ich schlief sehr gut, obgleich es nachts sehr feucht und kühl war, bis mich der „Hahn“ wecke! - Ach nein, es war ja weit und breit keiner da. Also Sachen zusammenpacken und das Barranco in Angriff nehmen, worauf ich psychisch und physisch schon vorbereitet war! Der Wald war sehr dicht und überall moos- und algenbehangen, und wieder der gleiche dicke Nebel. Ständig fielen große Wassertropfen von den Bäumen. Jetzt beweist sich der Ausdruck 'Wolkenmelker' der Kiefern an den Teideflanken! Im Nu ist man nass, und die Kleidung vollgesogen. Wenn dann die Sonne kommt, ist alles unter den Bäumen eine fast undurchsichtige Dampf- und Nebelsuppe. Deswegen sollte man nie zu dieser Zeit ohne Regenschutz durch unbekannte Wälder marschieren!
    So kann ich die Schlucht nicht queren, dazu muss die Sicht gut sein! Ich war schneller als ich gedacht hatte, und nun musste eine Zwangspause eingelegt werden. Als sich der Nebel löste, konnte ich nach einem Abstieg Ausschau halten. Es war eine glückliche Stelle dort, und der Abstieg ging wider Erwarten gut. Nun der Aufstieg auf der anderen Seite. Wo suchen? Zum Meer hin werden die Wände zwar immer flacher, aber das bedeutet auch einen großen Umweg. Talaufwärts fand ich was Passendes, aber ohne Seil war das nicht gut zu machen, trotz Bäumen und Sträuchern an den Felswänden, sie waren viel zu steil. Also ging es los mit dem Seil, an dessen einem Ende mein Rucksack befestigt war, den ich jeweils von oben hinter mir her zog. Ein paar Stunden waren schon drauf gegangen, aber später von Gegenüber sah das alles viel besser und leichter aus – geschafft! Nun war erstmal Essen angesagt in der Nähe einer Quelle, denn bislang war mein Magen noch, bis auf ein paar Kekse, leer gewesen. Mit vollem Magen sollte man solche anstrengenden Klettereien auch nicht machen! Da die Quelle hier entsprang, konnte sie noch nicht vom Vorlauf verschmutzt sein; und so braute ich mir meinen Mineralcocktail aus Brausetabletten oder Pulvertütchen, die es in jeder Apotheke gibt, mit dem frischen Quellwasser und unterzog mich einer Reinigungsprozedur mit diesem sehr kalten Wasser und flüssiger Seife!? -Warum flüssige Seife? Weil sie viel ergiebiger und löslicher ist, besonders bei sehr weichem und kaltem Wasser, als die Stücke! Außerdem ist sie bequem und platzsparend in einer verschließbaren Platikflasche aufzubewahren, und seift nicht den ganzen Rucksackinhalt ein, wie es die nassen Stücke tun.
    Um mich herum wurde es lebhaft. In den Lorbeerbäumen tummelten sich ganze Heerscharen von Finken, die alle lautstark bemüht waren den neuen Tag und die Sonne zu begrüßen. Sie freuten sich, so wie ich mich auch! Jetzt fehlten eigentlich, außer mir, nur noch die anderen Affen! - Es war einfach herrlich mit den ganzen Pflanzen und Blumen um mich herum. Und dabei war es schon, oder erst, Mittag, und die Sonne fing an grell zu werden. Dann lieber zusammenpacken bevor die große Hitze einsetzt, und weitergehen, denn sonst können Beine und Gelenke anschwellen. Afur erreichte ich schon sehr früh, und so entschloss ich mich noch weiter bis zur Försterei bei Paso, in 934 Metern Höhe, zu gehen. Dort wollte ich den Grat überqueren und auf der südlichen Seite weitergehen. Denn hier weiter in Richtung Taganana würden mich eine sehr zerklüftete Bergwelt und ein neues Barranco erwarten, das Bco. de la Iglesia. Es war schön in der Försterei, und man fragte mich nach der Registrierung im Kontrollbuch ordentlich aus! - Ein Aleman, ganz hierher gewandert? Niemals im Leben! Mein Ausweis machte mich glaubwürdig. Es war eine Kopie, die in Folie eingescheißt war, die ich in einer Tasche um den Hals trug. So muß es mit allen feuchtigkeitempfindlichen Teilen und Dokumenten sein! Alle anderen Sachen, insbesondere alle Nahtstellen, trotz zusätzlicher Schweißungen und überlappenden Blenden, den Rucksack mit Schlafsack, den Anorak und das Zelt, hatte ich lange vorher sorgfälltig mit Teflon-Spray oder -Fett imprägniert. Sonst fängt alles bald an zu stocken. Das waren nun fürs erste meine letzte warme Mahlzeit und ein richtiges Bett. Die Hälfte war geschafft, und auf der Südseite geht es besser voran, trotz des besonders dichten Waldes. Dort im Forsthaus sah ich erstmalig eine Wildziege mit stark gebogenem Gehörn, so wie eine Gemse es hat. Auch sah ihr Körperbau ganz ähnlich aus, nur kleiner, als wäre sie noch ein Zicklein. Sie sind sehr selten, hervorragend getarnt, sehr scheu und leben in den nackten Felsen nahe der Küste. Diese hier hatte sich ein Gelenk verletzt, mit dem sie nach einer Ruhestellung und Behandlung aber schon wieder ganz munter war, sonst hätte sie draußen auch nicht lange überlebt. Am nächsten Morgen dann: „Adios Amigo, und komm' auf dem Rückweg vorbei, y Vaya con Dios Aleman!“ Wir waren die Route nochmals sorgfältig durchgegangen, und ich war auf dem richtigen Weg zur Eremita. Man wußte aber nur in etwa wo sie genau liegen soll. Das reichte mir aber schon. Schließlich waren die Forstmänner ortskundig und glaubwürdig.
    Nirgendwo auf Teneriffa sah ich jemals so viele und ausgedehnte Terrassenplantagen, wie hier in dieser Gegend!
    Es ging forsch voran, immer am Hang entlang durch sehr dichte Wälder mit feuchtem und rutschigem Untergrund ohne eine Ortschaft. Da tritt es sich schwer, auch mit starken Profilsohlen ist es noch glatt und schmierig, weil die Blätter auf dem Boden so feucht sind. Nur ein paar kleine Bauernhäuschen und eine Menge ganz kleiner Örtchen waren ganz abseits gelegen, und wahrscheinlich auch solche von den selbsterwählten Einsiedlern, wie dem Orgel- und Pfeifenbauer. Ich kreuzte die Hauptstraße von San Andres nach El Bailadero. Überall an den Straßenrändern sieht man kleine Kapellen, geschmückt mit frischen Blumen. Teils sollen die dort verehrten Heiligen die Autofahrer beschützen, teils sind es auch Gedenkstätten für Verunglückte, die hier zu Tode gekommen sind - und es müssen schon recht viele gewesen sein! Die Straße ist sehr kurvenreich; ich bin sie schon mehrfach in beide Richtungen gefahren!
    Noch zwei Übernachtungen mit den Vögeln, dann sollte ich eigentlich angekommen sein! Das letzte Ende war wieder ziemlich mühsam, weil es nicht mehr ganz so viel Wald gab, dafür schroffere Felsformationen und Gluthitze. Also mußte das Tempo verlangsamt werden! Die Hitze und die Sonnenstrahlung sind der Feind Nr.1 eines jeden Wanderers dort; dann unbedingt den "Gang" herunterschalten, denn sonst geht der Kreislauf in die Kniee! Eine ersehnte Dusche würde jetzt nicht erfrischen, sondern alles nur noch verschlimmern und beschleunigen. Das ist der häufigste aller Fehler bei der Heimkehr nach längeren, ob geführten oder nicht, Wanderungen. Schnell unter die Dusche, und "Peng" ist es passiert! "Herr Kreislauf " meldet sich, er will nicht mehr! "Alleinreisenden" braucht man das nicht erklären, die wissen das ohnehin was passiert! Unterwegs fängt es immer an mit schweißnasser aber kühler Stirn (kalter Schweiß), leichte Blässe mit flatterigen Händen und flachem Puls. Erst dann kommt der unsichere Gang mit Krämpfen, Gleichgewichts-, Bewußtseins- und Sprachstörungen, wie Doppelbilder bis hin zur Bewußtlosigkeit (Kollaps). Einziges sofortiges Mittel bei den ersten Anzeichen dagegen, nicht nur für unterwegs, ist: Ganz schnell flach auf den Rücken legen, enge Kleidung, besonders am Hals, öffnen, und die Unterschenkel und Füße möglichst hoch auf den Rucksack, bis alles vorbei ist. Stirn kühlen erfrischt zwar, nützt aber gar nichts! Ein Würfelzucker, Kekse oder Schokolade, alles was Zucker enthält, hilft sofort gegen Unterzuckerung, welches die gleichen Symptome hat, aber beaufsichtigt eingenommen werden sollte, oder noch bei vollem Bewußtsein auf der Seite liegend! Denn der Schluckreflex ist auch betroffen, und dann droht Erstickungsgefahr! Traubenzucker ist das Idealste! Meistens dauert es nicht lange an. Dann langsam und vorsichtig erstmal hinsetzen, nicht gleich wie ein Stehaufmännchen hoch! Denn dann kann es richtig "schwarz" werden, mit spontaner Bewußtlosigkeit. Das Blut muß Zeit haben sich umzuverteilen.
    Noch einmal die Straße nach Chamorga überqueren und auf die Nordseite wechseln, und dann noch etwas mehr als drei Stunden und ich war am Ziel! Bis auf ein einziges Mal hatte ich nie den Kompass benutzt! Wozu sind die Sonne, die Karte und eine Uhr da?

    Er war da und erwartete mich, der Patre Lois, der Mönch und Eremit! Die Wiedersehensfreude war sehr groß, und erst jetzt legte ich meinen Stecken beiseite und kramte einige Geschenke hervor; wir waren sehr gute Freunde geworden, mein Stecken und ich! Auf dem Rückflug von Teneriffa bekam ich seinetwegen fast noch Probleme bei der Kontrolle, weil alle Welt glaubte er sei ein altes Kulturgut, weil er doch oben am knorrigen Knauf mit Schnitzereien verziert war, und ziemlich abgegriffen aussah! Erst ganz zuletzt, bevor er mir abgenommen werden sollte, wurde auf der halben Länge der eingeschnitzte Wunsch "Vaya con Dios" entdeckt. Das Kreuz, ein Geschenk vom Patre, blieb hingegen unbeanstandet. Und gerade das war wirklich schon sehr alt, und hatte alle unübersehbaren Merkmale eines solchen Gutes! Es stammte aus einem bekannten Monasterio.

    Des Patres Haus war eigentlich kein festes Haus in dem Sinne, sondern, bis auf den Keller und den Kamin, ganz aus dicken, runden Holzstämmen und Schindeln gebaut und abgedichtet mit einer Masse, bestehend aus Lehm oder Ton, verknetet mit sehr widerstandsfähigen Pflanzenfasern (Bambus-, Palmwedel- und Sisal-, Hanffasern), wie die Eisengebinde im Beton! Das geht niemals kaputt! Ebenso waren die Lavasteine des Kamins verklebt und verfugt. Ein Keller war einfach in die Lava gehauen und schön gleichbleibend kühl und trocken. Dichter Wald und große Felsen schützten die Lichtung von allen Seiten vor Wind und Wetter. Rings um das Haus fanden sich alle möglichen Sorten von Gemüsen in buntem Gemisch durcheinander, die teilweise dreimal im Jahr geerntet wurden. Daran war wahrlich kein Mangel!
    Da waren ein Batterie betriebenes Radio, viele Bücher und eine Quelle vor dem Haus, und das war aller Komfort. Alles andere war selbst aus Holz gezimmert und geschnitzt, selbst Teller, Löffel und Gabeln und Schalen, abgesehen von dem anderen Inventar! Es war wie in einem Märchen!
    So zogen wir tagein tagaus durch die Wälder, sammelten Beeren, Kräuter, Blüten, den echten Lavendel und den giftigen Oleander, besondere Pilze und Moose. Machten Brennholz, versorgten die hauseigenen Ziegen, die beiden Hunde, den treuen Esel und kochten unseren Tee und das Hirse-, Hafer-, und Kräuter-Süppchen mit Ziegenmilch. Ein paar eigene Aloe Vera-Pflanzen gab es auch. Es sind ganz besondere Heilpflanzen, die dort auch extra in großen Plantagen und Kulturen auf Feldern angebaut werden, wofür Patre Lois ein begehrter Berater war, denn er kennt sich mit den Schädlingen ebenso gut wie mit den Pflanzen aus. Bei uns ist sie eine beliebte Topfpflanze. Ihre Ähnlichkeit mit der Agave ist rein willkürlich, denn mit der ist sie weder "verwandt noch verschwägert! Alle Varianten sind genießbar; nur für Menschen mit Niereninsuffizienz kann ihr Saft oder Harz (ziemlich bitter) unverträglich sein. Als Wildling zählt sie zu den besonders geschützten Pflanzen, so die Erklärung von Patre Lois!
    Es war Juni, und die Tage schon lang.
    Manchen Abend saßen wir ganz schweigsam beieinander und sprachen dennoch miteinander! Nur dass der Ton abgeschaltet war!
    Das Haus stand immer offen; es existierte auch kein Schloss, nur ein Holzriegel für kalte Tage und Nächte, damit die Tür gegen Kälte geschlossen bleibt. Hin und wieder kamen Ziegenhirte vorbei und brachten Brot oder etwas Nützliches mit. Dann wurde stets Ziegenkäse in Holzbütten bis spät in die Nacht gemacht. Meistens übernachtete sie dann auch dort. Draußen wimmelte es dann von Ziegen. Dem Gemüse konnten sie aber nichts tun, das war gut geschützt.

    Ich vermisste nichts, so wie ich auch auf dem Weg hierher nichts vermisst habe. Das ist gewiss nicht jedermanns Sache auf diese Weise stille Einkehr und eine „Inventur“ mit und in sich selbst zu machen! Leute, die auf solchen Touren immerfort plappern müssen, sind mir höchst unsymphatisch und lästig; ich verabscheue das. Ich weiß auch nicht wie lange ich das gekonnt hätte! Jedenfalls tut es gut, sich einmal körperlich zu fordern, ohne gleich an seine individuelle Leistungsgrenze zu gehen!
    Nur nie die Reserven unnötig beanspruchen, sie könnten noch gefordert werden, solange man noch nicht auf der Schwelle seines Zieles steht! Das ist eine alte Weisheit!
    Nach einer Woche ging es wieder heim mit dem Auto von Lomo de las Bodegas. Wir hatten eine schöne Zeit, der Patre und ich.
    Aber ich habe niemanden vermisst oder gebraucht, ganz ebenso wie mich auch keiner vermisst hat!

    • Oder doch? Vielleicht ein junges Mädchen? -

    Zu Hause fiel mir ein solches mitten auf der Straße, in Tänen aufgelöst und völlig aus der Fassung geraten, um den Hals, als sie mir begegnete und mich gesund und heil sah. Ich kannte sie gar nicht, und erinnerte mich auch nicht ihr schon jemals begegnet zu sein. Auf meine Frage nach der Ursache ihrer Fassungslosigkeit und ihrer Tränen, meinte sie, sie hätte solche Angst gehabt; es geschehe doch so viel und es sei doch alles so gefährlich, wie man im Dorf so erzählt! Das war nun so ganz und gar nicht die Art einer unverheirateten, wohlerzogenen und tugendhaften jungen Spanierin in der Öffentlichkeit; ihr spontanes Verhalten mitten im Ort auf der Straße war ganz sicherlich unmöglich gewesen und muß sie einfach überwältigt und sehr viel Überwindung gekostet haben! - Eigentlich hätte ich nie etwas anderes vorgehabt als so wiederzukehren, wie ich fortgegangen war, erklärte ich ihr! - Aber lieb war es trotzdem von ihr, und ich fand es irgendwie rührend! Und so machte ich auch keinen Hehl daraus sie einfach in den Arm zu nehmen und ihr das sofort und selbst auf der Straße zu sagen. Es hat viel Klatsch und Tratsch gegeben, bis hin zu Beleidigungen und Diffamierungen gegen mich als Deutscher, die gerichtlich sehr wirkungsvoll geahndet wurden, aber es hat uns noch tagelang amüsiert, denn nun begegneten wir uns häufiger, wahrscheinlich nur deshalb weil ich sie vorher nicht wahrnahm. Nun kannte ich sie und vorher nicht. Fortan grüßte ich die Fenster einiger Häuser immer besonders überschwänglich, bei denen ich wußte, dass die alten Klatschweiber hinter den Gardinen saßen. Sie waren ja von draußen zu sehen! Dann sind sie immer blitzschnell verschwunden. Heute lachen wir darüber. Vor 25 Jahren wären die Tuscheleien des "Nachrichtendienstes" vielleicht wohl begründet gewesen - ich geb' es zu! Viel später beim Tanz auf einer Fiesta erfuhr ich, dass sie Medizinstudentin sei und in den Ferien den Eltern half. Eine von drei Töchtern, die das Glück einer gehobeneren Ausbildung gegenüber ihren Schwestern hatte. Meistens ist es innerfamiliär so geregelt, dass nur ein Kind auserwählt ist, etwas anderes zu werden. Das hat viele Gründe, sowohl finanzielle, wie auch historische! Also doch kein "ländliches Kulturgut"! Wie ich es mir eigentlich schon so gedacht hatte.
    Ihre Schwestern waren ebenfalls sehr itelligent und aus dem gleichen "Holz" geschnitzt, mit ebensolcher guten Ausbildung. Ganz einfach, unkompliziert, sympathisch und charmant! Wir brachten es sogar fertig oftmals abends gemeinsam zu viert, sogar manchmal zu sechst mit den Eltern, durch den Ort zu bummeln und draußen vor einer Bar an der Plaza zu sitzen. Das Gegaffe war spassig! Sie mußten immer noch einmal wieder vorbeigehen, und krampfhaft bemüht sein, uns zu übersehen! Ein richtiger "Wildwechsel", und alle taten so als existierten wir überhaupt nicht. Gott sei Dank reagierten die Eltern mit außerordentlich großer Aufgeschlossenheit und noch mehr Humor! Der Papa war ein bekannter Architekt in St. Cruz mit Büros in Pt. de la Cruz, also nicht gerade ganz unbegütert!
    Ich glaube sie hat wohl doch zu viel Dschungelcamp oder Robinson & Co. gesehen, und glaubte allen Ernstes daran. Aber damals gab es das ja noch nicht in dieser menschenunwürdigen Form.

    Bis zu diesem Tag war sie mir ganz fremd, ich ihr offenbar nicht!? Ich habe nie danach gefragt, um sie nicht eventuell in Verlegenheit zu bringen. Heute ist sie die Senorita Doctora in der modernen Kinderklinik von La Laguna - Santa Cruz.

    Nun musste ich so viel erzählen, wie es auch gewesen wäre, wenn ich hier die ganzen Wochen normal geplappert hätte. Sie wollten alles auf einmal wissen. Der ganze Ort sprach über diese Reise in die "Wildnis", was sie ja überhaupt nicht war! Es gab dort nur weniger Zivilisation als hier! Es hat Vor- und Nachteile alleine zu gehen. Auf jeden Fall erfordert es eine noch größere Vorsicht, und eine gute Fähigkeit eine Situation oder ein Risiko bestmöglichst einschätzen zu können!
    Jedenfalls ist solch ein Unternehmen eine Schlankheitskur mit Erfolgsgarantie!

    Zwei Wochen später fuhr ich nochmals nach las Bodegas hinauf, um Säcke und Kartons voller notwendiger Utensilien und Nahrungsmittel dort in einer Bar für Padre Lois zu deponieren. Gewisse Dinge sind sehr wichtig, wie Salz, Zucker und dann die Seifenmittel, Nähgarn, Bleistfte, Papier und all den vielen Kleinkram, und noch ein kleines bisschen Luxus. Es war eine sehr lange Liste! Haferflocken und Milchpulver waren auch ein paar Kilo dabei, das isst er so gerne. Der Ziegenhirte des Ortes, der auch gleichzeitig der "Dorftrottel" war, bot sich an, alle Sachen nach und nach per Esel bei Padre Lois abzuliefern. Das war absolut glaubwürdig, und verlangte nach einer deftigen Belohnung. Wie ich hörte, war alles in ein paar Tagen geliefert.
    Es gibt sehr Vieles zu bedenken, bevor man sich auf den Weg macht!

    Es dauerte eine Weile, bis das alles innerlich verarbeitet war!

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Gibt es Hotels auf Mallorca, die nicht hellhörig sind?;-)
    nokiN noki

    Hallo ihr lärmgestressten Urlauber,
    natürlich habt ihr Recht mit euren Beschwerden über die Hellhörigkeit, und natürlich hat auch Bernat Recht mit dem was er schreibt und als Gründe anführt! Nur leider muß ich seinem letzten Satz bezüglich der neuen Hotels/Appartements etwas hinzufügen.
    Gewiss, in den 60er/70er Jahren hat niemand auf die Materialien geachtet, die verwendet wurden, und das wird es leider heute auch noch nicht!
    Wenn ihr sehen würdet, wie heute noch dort gebaut wird, dann ist alles andere bezüglich der Hellhörigkeit völlig verständlich.
    Spanier lieben das laute Palavern, dass möglichst auch die ganze Nachbarschaft vom "Gespräch (Geschrei)" etwas mitbekommt. Das nennen sie südländisches Temperament?! Bei den Griechen und Italienern ist es ebenso.
    Niemand dort stört sich dran, bis auf uns! Das Geschreie kann ich auch nicht ab!
    Ich habe mich extra rangemacht und Fotos eines Wohnkomplexes, aus 4 dreistöckigen Häusern bestehend, rausgesucht, an dem ganze fünf Jahre lang mal mehr mal weniger, eher weniger, gebaut wurde. Und das auf eine Weise, dass ich nur den Kopf geschüttelt habe. Es war so ein typischer Bau, der noch vor dem Baustopp genehmigt worden ist. Also rasch beginnen! Mit viel Elan die Tiefgaragen, dann schnell den Rohbau, das Gerippe, aus gegossenen Decken und Pfeiler mit viel Eisen für die nächste Decke. Alles aus Beton! Dann war erstmal Siesta für ein Jahr, weil das Geld verbraucht war. Dann hat man zögernd weitergebaut, und zwar einige Wände, wenn man das so nennen kann. Trennwände aus geklebten splitterhart gebrannten ziegelroten Plattenelementen, ca. 40 X 80 cm und 7 cm stark, mit lauter Durchgangs- Hohlröhren von 3 cm Durchmesser! Wie soll da jemals ein Dübel oder Nagel halten? Darauf kam eine Weichputzschicht beidseitig von nicht mehr als 1 cm Dicke. Wenn sich da jemand rasiert, hört man das wahrscheinlich im Nachbarhaus noch durch den Beton und die Plattenwände. Außen waren die Wärmetauscher mit den Lüftern der Klimageräte auf dem Betonboden befestigt! Wehe wenn da mal ein Keilriemen quietscht oder ein Radlager heult!
    Eine Wohnung wird dann bezugsfertig als Musterwohnung fertig gestellt, damit Käufer kommen, denn das Geld ist schon wieder alle. Und so zieht sich das über Jahre auf dieser ewigen Baustelle hin. So bauen sie drauflos von der "Hand in den Mund", ohne einen ordentlichen Finanzierungsplan.
    Die Bäume an den Bauruinen sind größtenteils in den Jahren schon höher gewachsen als zumindestens das erste Stockwerk. Und das hier ist nur ein Beispiel von vielen!
    Im Oktober 2008 waren nur ein paar Wohnungen wirklich bezogen, das erste Foto des Rohbaues stammt von 2003!
    So ist der Baustil leider auch heute noch, lieber Bernat. Ich mach das dort anders mit anderen Teil-Verträgen nach Baufortschritt: Eine Arbeit fertig, - Geld; Arbeit nicht fertig, - kein Geld, nicht erschienen, - Lohnabzug, Material verschwunden, - Ersatzstellung oder Abzug! Nur so geht es! Das wirkt Wunder, und diese "Zwangsjacke" ist dort noch nicht so bekannt, denn die Zeiten, da sich die Bauhandwerker dumm und dusselig verdienten und sich am Material anderer bedient haben, sind vorbei! Damals, bei der Hochkonjunktur im Baugewerbe, haben sie sich alle hoch verschuldet, - und nun können sie nicht einmal mehr die Zinsen für die Gelder bezahlen. Zur Freude der Banken!
    Die letzteren Erkenntnisse habe ich von einer guten Freundin, einer Anwältin in Palma.

    Leider weiß ich nicht wo ich die Fotos hochladen soll, zwecks Beweis?

    Vielleicht einen Rat. Nehmt euch eine ältere, renovierte Finca, denn die haben meistens noch ein solides Mauerwerk, das nicht so hellhörig ist. Natürlich kommt es darauf an was euch wichtiger ist, die Ruhe oder das Essen.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Überlebt eine DVD-Camera die hohe Luftfeuchtigkeit?
    nokiN noki

    Hallo Tappy,

    …. es gibt unterhalb noch einen Thread fast gleichen Namens:
    „Luftfeuchtigkeit und Kamera“

    Also ich hoffe doch nicht, dass es wie bei den Airlines so ausläuft: „Hundert mal gefragt, und zig-tausend mal beantwortet!“
    Bis auf einen Beitrag im oben zitierten anderen Thread, gibt es sonst keine Hinweise auf Schäden, die eindeutig auf Einwirkung von Luftfeuchtigkeit zurück zu führen wären! Jedenfalls wird nichts berichtet! Und bei dem einen Beitrag bin ich mir auch nicht so ganz sicher, ob dieses beschriebene Rädchen neben dem oder am Okular nicht für den Dioptrienausgleich sorgt. Ansonsten ist es das Einstellrad für diverse Belichtungs-Modi. Dessen Defekt kann durchaus auch ganz andere Gründe haben, und das ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, denn das Rad ist ein Schalt- oder Stellelement und kein Schleifregler! Wenn es nämlich an dem wäre, dass das ein Feuchtigkeitsschaden war, dann würde die ganze Kamera keine Reaktion mehr haben, denn die Funktionen sind alle miteinander verknüpft und auf dem gleichen Chip, und benutzen auch alle das gleiche Software-Programm! Der Experte im Fotoladen konnte ja zu den Kunden gar nicht anders reagieren, denn dann würde er ja zugeben sich nicht auszukennen. Also macht er alles noch viel schlimmer, was hätte passieren können. -Was nicht sein kann, nämlich Wasser als Ursache, sagt er ja nicht!
    Laut Wetterangaben schwankt die relative Feuchte in der DR in den Monaten September bis März zwischen 55 und 85 % r. F., je nach Temperatur. In den Sommermonaten mag sie etwas höher sein.
    Ich habe mal in den Bedienungsanleitungen meiner Kameras nachgelesen, und dort sind die Betriebsdaten mit 10 bis 80 % r.F. angegeben. Nun ist ja eine DVD-Kamera auch nichts anderes, außer dem Laufwerk, als eine Foto-Kamera.
    Also helfen auch die gleichen Schutzmaßnahmen.
    Ich weiß, gleich ergießt sich ein Schwall von Erklärungen und Protesten über mich, dass ein DVD-Rekorder gaaaaaanz etwas anderes ist als eine normale Digital-Kamera. Ist er eben nicht im wesentlichen !!!!! Kurze Sequenzen macht heute schließlich schon jede Pocket.
    1.Vor direktem Spritzwasser und Sand mit einer Plastiktüte schützen!
    2.Starke Temperaturunterschiede vermeiden (Kondenswasser-Gefahr), bzw. der Kamera genügend Zeit zur Temperierung lassen.
    3.Ist es dennoch passiert, Akku und Speicherchip bzw. (DVD) herausnehmen und geduldig warten bis die Linsen wieder frei sind. Nicht mit einem Föhn nachhelfen, auf die Heizung oder in die Sonne legen (hier bei uns)!
    4.Nicht auf den Frontlinsen herumwischen! Der Antireflexbelag ist nur ein Hauch und sehr empfindlich.
    5.Ein Schutzfilter ist für digitales Video nicht zu empfehlen. Erstens nützt ein solches nichts, und dann verändert es auch noch den Weißpunkt und evtl. gibt es noch im WW-Bereich Abschattungen in den Ecken (Viegnettierungen).

    Mehr kann man nicht tun! Rosten kann nichts, denn es gibt kein Material an einer Kamera, das rosten könnte!
    Wenn auch nur 1 % aller Urlauber mit bewiesenen Feuchtigkeitsschäden an ihren Kameras aus der DR oder anderen subtropischen Gebieten zurückkommen würden, was meint ihr wohl, was hier in diesem Thread dann los wäre?

    Gruß Dieter

    Fotografie, Unterwasserfotografie, Filmen (alt)

  • Langstreckenflug bei Erkältung
    nokiN noki

    Doro,

    .... wenn man jetzt ganz bös' ist, könnte man ja sagen: Was soll's, es ist doch alles ein ganz "kindgerechtes" Verhalten! Was ist daran auszusetzen? 😉
    -"Nein, meine Suppe ess ich nicht, nein!" - Ich bin zwar ein ganzer Kerl, aber .......!
    Jedenfalls das mit dem beschädigten Trommelfell sollte er sich nicht nur hinter die Ohren, sondern auch in die selben schreiben! Er wäre nicht der erste Fall den das trifft. Dann weiß er aber auch vor Schmerzen was er falsch gemacht hat!
    Mach was drauß, sonst wird dein Zurückstecken und die Rücksichtnahme für ihn und dich langsam zur Gewohnheit!
    Und unbedingt auf Fieber achten! Wenn das dazukommt, sollten alle Alarmglocken läuten!
    Oder steckt da womöglich ganz was anderes dahinter?

    Gruß Dieter

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Langstreckenflug bei Erkältung
    nokiN noki

    Sind nicht nur diejenigen "artztscheu", die sich davor fürchten, die von ihnen längst vermutete Wahrheit zu hören?
    So jedenfalls, wäre ein solcher Flug wohl auch eine große Zumutung für die anderen Mitreisenden und die Flugbegleiter. Ich denke jetzt nicht an deinen Mann. Der ist alt genug um selbst entscheiden zu können. Sollte aber deswegen ein außerplanmäßiger Zwischenstop eingelegt werden müssen, weil sich sein Zustand bedrohlich verschlechtert, dann wird sich dein Mann über die Kosten wundern, denn das war dann vorsätzlich!
    Ich glaube auch, wer offensichtlich und erkennbar krank an Bord gehen will, dessen Beförderung kann wohl auch ohne ärztliches Attest abgelehnt werden?!
    Ich würde ihm allzugerne dann die gelbe Karte zeigen und alleine fliegen, wenn jemand Vertrautes hier nach ihm schauen kann. Sollst mal sehen was der für ein Gesicht macht! Das muß aber ernst- und unzweifelhaft von dir dargelegt werden.
    Stornieren erfordert auch eine äztliche Bescheinigung!

    Gruß Dieter

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Babynahrung in Cala D´or?
    nokiN noki

    ... Dieser Schlecker-Markt liegt an der Hauptstraße Alcudia-Arta. Von Alcudia gesehen ziemlich vorne an in Can Picafort. Ein Stückchen weiter ist der Riesen-Supermercado Mercadona. Dort bekommst du alles, auch Importware. Oftmals ist die spanische Babykost etwas flauer, denn bei den sommerlichen Temperaturen fördern Salz und Zucker enorm das Schwitzen. Auch die spanischen Familien haben gesunde Kinder und wissen was sie tun! Deshalb verstehe ich das immer nicht, warum es ausgerechnet die teuren Importe sein müssen. Alle bekannten deutschen Marken werden dort angeboten; man muß schon genau hinsehen wo sie hergestellt sind. Der Preis ist meistens ein guter Hinweis darauf.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Condor - Der Thread
    nokiN noki

    Oh bitte, gern geschehen!

    Wann kann man denn wieder mal mit Ryanair oder Spanair rechnen, oder ist die "Spule" schon abgewickelt? Wir brauchen bei uns hier wieder mal was Lustiges zum Lachen!

    Gruß Dieter

    Archiv

  • Condor - Der Thread
    nokiN noki

    Marco L.

    Wenn du etwas mehr als die Hälfte der Zeit (innerhalb 20 min muß der Start erfolgt sein) nimmst, dann kommt das hin! Also bei einer Mischung von 50/49 % Glykol und Wasser, bei Frostwetter ohne Niederschlag, wird üblicherweise der Typ II genommen. Das fehlende % sind Verdicker bzw. Haftungszusätze. Die Entscheidung ob Typ II, III oder IV ist abhängig vom Wetter und die alleinige Entscheidung des Kapitäns. Eine Two-Step Enteisung wird nur in ganz besonderen Fällen benötigt, wenn diese Maschine schon sehr häufig enteist wurde, und zu befürchten ist, dass sich Ablagerungen und Rückstände der Zusatzmittel in die Gelenke gesetzt haben könnten.
    Zum Start wird meistens auch die eigene thermische Enteisung (thermal anti ice) mit Heißluft aus den Turbinen aus Leistungsgründen abgeschaltet.

    Gruß Dieter

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