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  • Mietwagen Alamo
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    heinzrüdiger1988: Danke Gunnar, das bedeutet dass ich die erste Tankfüllung gratis dazubekomme und bei der Rückgabe das Auto auch leer übergeben kann?
    Dann bin ich ja besser dran als wenn ich es voll bekomme und wieder voll übergeben muss..  Seh ich das so richtig 🙂

    Leider nicht. Es ist eine der bekannten Mogelpackungen von Autovermietungen. Die "erste Tankfüllung inklusive" bedeutet: ja, man kann den Tank leer zurückgeben. Aber wie leer wird er sein, wenn das Auto zurückgegeben wird? Schafft das jemand, mit 500 ml im Tank zum Abgabepunkt zurückzufahren? In der Regel sind die Tanks immer noch zu einem Viertel bis zur Hälfte voll, bedeutet: das Benzin wird dem Vermieter geschenkt!

    Fairer sind Angebote, bei denen der Tank voll sein muss bei der Abgabe. Man bekommt ihn voll und gibt ihn gefüllt wieder ab, also bezahlt man nur das, was man verfahren hat. Die Unsitte mit der leeren Abgabe setzt sich leider immer mehr durch und man sollte das zumindeste bei der Gesamt-Preiskalkulation mitberücksichtigen.

    Florida

  • 4 Wochen USA mit Kind (von San Francisco nach Las Vegas)
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Solch eine Tour mit einem einjährigen Kind? Davon würde ich strikt abraten. Ich bringe es mal auf den Punkt: das Kind hat von diesem Urlaub nichts, denn ob es bei knappen 40°C in Palm Springs im Kinderwagen oder im Tragetuch oder beim Einsteigen in den backofenheißen PKW Spaß haben könnte, darf bezweifelt werden.

    Ich verstehe, dass man als (junge?) Eltern etwas von der Welt sehen will, wenn man noch nichts gesehen hat. Aber ich möchte wirklich appellieren, das Wohl Eures Kindes an die erste Stelle zu setzen und da sind ruhige und stressfreie Ferien an einem moderat temperierten Ort immer zu bevorzugen als eine Rundreise in dem Format, wie Ihr sie vorhabt und dann bei diesen Temperaturen!

    15 Unterkünfte in vier Wochen....  das solltet Ihr dem Knirps nicht zumuten, wirklich nicht!

    Ich rate dringend zur Stornierung, wenn denn schon gebucht. Wenn es denn einigermaßen warm sein soll, ginge immer noch Mittelmeer, was im Juni noch nicht so heiß ist und bei der Auswahl eines Hotels wäre zu prüfen, in wie weit eine Infrastruktur in der Nähe ist, die für Kleinkinder passt. In den Gegenden, die Ihr bereisen wollt, kann's schon problematisch werden, in akzeptabler Zeit ein Krankenhaus zu erreichen und bitte denkt daran, dass so kleine Kinder durch Überhitzung ganz schnell in einen sehr kritischen Zustand geraten können. Ich will ja keine fiesen Szenarien an die Wand malen, aber in USA versteht man in USA keinen Spaß. Da heißt es in den Abendnachrichten schon mal "A german couple was travelling with a 12months old toddler through the desert of California. After suffering from heat stroke the child was finally rescued in Cathedral City's hospital. Mother and father of the child are now accused of neglecting their duty of care."

    Was ist mit der Kindernahrung? Wollt Ihr das ganze Zeug aus Deutschland mitbringen? Ich schätze, das Kind soll Nahrung aus USA bekommen. Was ist, wenn es wegen ungewohnter Nahrung Verdauungsprobleme bekommt?

    Zahlreiche Kreuzfahrtgesellschaften beispielsweise akzeptieren Kinder unter zwei Jahren nicht als Passagiere, weil hier die medizinische Versorgung im Notfall kaum adäquat möglich wäre. Sicher, an Land sieht das üblicherweise anders aus, aber in den Weiten des Westens der USA kann das sehr schwierig werden. Ich musste schon mal mit einem Reisebegleiter zwei Stunden zu einem Krankenhaus brettern, weil dieser einen allergischen Schock hatte - das war nicht lustig.

    Bitte, bitte - stellt Euren verständlichen Wunsch nach Fernreise und Abenteuer zurück, das Wohl Eures Kindes sollte Priorität haben. So ist es eben, wenn man kleine Klinder hat. Die meisten Paare unternehmen ein paar Fernreisen, bevor die Kinder kommen, aber wenn sie mal da sind, heißt es auch, die eigenen Ansprüche zurückzustellen. Ich hoffe, dass ich nicht der einzige bleibe, der das hier im Forum so sieht!

    editiert

    Sonstiges USA

  • Hilfe bei Planung (Route und Wetter)
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Mit Verlaub, dieser Reiseplan sieht nach Stress Pur aus, denn ich sehe darin den üblichen Fehler aller Reisenden, die zum ersten Mal in einer Region Nordamerikas unterwegs. Viel zu viele Orte in kurzer Zeit, viel zu große Fahrtstrecken dazwischen, viel zu wenig Zeit, Orte gebührend zu erkunden. Morgens hier, nachmittags dort - wann wollt Ihr eigentlich den Ulaub mal genießen?

    Mein Vorschlag: Die Keys streichen bei so wenig Zeit und der Seele mehr Zeit zum Baumeln gönnen. Die Straße nach Key West über unzählige Brücken ist sehr schön, keine Frage, es zieht sich aber auch und man muss immer mit den Rentnern rechnen, die statt der erlaubten 40 mp/h auf manchen Inseln mit 20 mp/h zuckeln (wegen der schönen Aussicht oder weil sie wirklich schon sehr unsicher mit dem Fahren sind) - da sind dann auch etliche Gespanne mit großen Booten auf dem Anhänger unterwegs, und da überholt es sich auch nicht mehr so locker. Wer einmal in Florida Speeding-Tickets kassierte, der weiß, wie fröhlich das macht.

    Stellt Euch nur mal vor, Ihr kommt mal in einen Stau - da ist der ganze eng getaktete Plan im Eimer. Bei Disney World würde ich, wenn ich nur einen einzigen Tag habe, mich auf das EPCOT-Center beschränken. Magic Kingdom ist mir (und anderen, die es mit mir besucht haben) deutlich zu infantil - mit putzigen knuddeligen Plastikhäuschen, in denen Mickey & Minnie wohnen und süße Prinzessinnen überall. EPCOT dagegen lässt auch Erwachsene staunen und auf den "Flug zum Mars", experienced version, würde ich nicht verzichten wollen.  Das gigantische Feuerwerk am Abend über dem See von World's Showcase bei EPCOT muss man gesehen haben, das ist deutlich spektakulärer als das von MK. Wenn man die Keys weglässt, passt auch noch Animal Kingdom hinein, das ist auch ein tolles Erlebnis! Schönen Urlaub!

    Florida

  • Ryanair Teil II
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    an CS:

    In der Tat entscheide ich mit bei meinem Lebensstil, wann immer es möglich ist, für fair gehandelte Ware, denn ich möchte, dass sich der Kaffeebauer bei seinen täglich 16 Stunden Malloche nicht noch mit Pestiziden vergiftet und er seine Kinder zur Schule schicken kann anstatt sie auf dem Feld arbeiten zu lassen. Dafür sind mir auch die läppischen 8 EUR pro Pfund Kaffee nicht zuviel, über die von vielen Seiten gern gejammert wird. Einfach mal weniger zu Starbucks rennen und schon hat man die Knete für guten Kaffee eingespart. So viel zu diesem Thema.

    Wer sich aber aus dem Fenster lehnt als jemand, der das billige Fliegen erfunden hat, dabei auf LH & Co. herabblickt (wie erinnern uns an die Lackierung "Bye, Bye, Lufthansa!" ), der muss sich schon fragen lassen, auf welcher Basis sein Geschäftsmodell denn wohl beruht. Wenn ich die Millionen an Steuergeldern in den Rachen geschoben bekomme, ja dann dürfte wohl jedem der Billigtrip leicht fallen, gell? Auf eigener Leistung beruhen diese Preise sicher nicht. Was ist es eigentlich für eine müde Rechtfertigung zu sagen, dass es immer unfaire Praktiken geben werde? Jeder Einkauf ist ein politisches Statement für oder gegen ein Geschäftsprinzip und das ist offenbar den meisten egal. Traurig, aber wahr.

    Es ist kein Zufall, dass beim Diverting auf Valencia gleichzeitig [b**]drei** Maschinen von Ryanair Luftnotlage erklären mussten wegen Kerosinmangels. Das gibt es bei keiner anderen Airline, auch keine Piloten als Subunternehmer.

    Die Frage ist: wie billig muss es noch werden und wie viele Menschen müssen bei diesen Geschäftsmodellen noch auf der Strecke bleiben, bis der geneigte Konsument bemerkt, dass Geiz töten kann? Dass er das bereits heute tut, sehen wir in der bereits von Dir zitierten Textilindustrie beispielsweise in Bangladesch. Man müsse auch gucken wie man zurecht käme und könne sich keine Einkäufe zu fairen Preisen leisten ist eine ganz billige Ausrede -ausblendend, dass in absehbarer Zeit diese Geiz-Pholosophie auf einen selbst durchschlägt, in dem die Arbeitsbedingungen vor Ort sich denen der anderen angleichen. Eine Abwärtsspirale ist eingeläutet.

    Da Homo Sapiens aber offenbar nicht in der Lage ist, langfristige Vorteile über kurzfristige (das schnelle Schnäppchen heute und hier) zu stellen, wird sich daran nichts ändern. Dies ist auch der Grund, warum es heute niemand einsehen will, dass weniger Kohlenstoffverbrennung heute Vorteile für die eigenen Kinder und Enkel bringt.

    Um noch abschließend die Frage nach meinen Einkaufsquellen zu beantworten: mein Brot habe ich heute in einer der besten Bio-Bäckerein gekauft, bekannt vom Vorkoster und Nelson Müller - faire ökologische Handarbeit, Lebensmittel kaufte ich auch heute wieder in Bioland- und Demeter-Qualität, weil ich auf Glyphosat & Co. keinen Bock habe und der Ansicht bin, dass man auf unseren Ackerflächen auch im Jahr 2088 noch etwas anbauen können sollte.  Bei solchen Quellen kaufe ich immer, und bei Netto, Aldi und Lidl niemals. Ja, das kostet mehr und auch deswegen renne ich nicht wöchentlich bei H&M und Primark der Billigmode hinterher, sondern trage meine Bio-Baumwolle so lange es geht. Dafür muss man natürlich begreifen, dass die Mode-Industrie ein Möderverein ist, was die Produktionsländer betrifft.

    Solche Lebensweise führt zu der angenehmen Erkenntnis, dass weniger und bewusster Konsum, dafür hochwertiger, mehr Glücksgewinn bedeutet als massenhaft Billigschrott zu kaufen, beim Essen über Klamotten bis zu Elektronik oder Möbeln.

    Nein, ich gebe keine Vermögen aus für meinen Lebensunterhalt, denn hochwertig und fair konsumieren bedeutet auch, sich in den Mengen zu bescheiden und vor allem nichts zu verschwenden. Wir haben sowieso keine Wahl: entweder werden wir rechtzeitig eine nachhaltigere Lebensweise führen oder die Verhältnisse werden uns dazu zwingen. Letztere Variante wird jedoch so schmerzlich und gravierend werden, dass weder Zeit noch Ressourcen bleiben werden, um Anpassungsmaßnahmen umzusetzen. It's your choice.

    Airlines

  • Balkon Kabine? ja oder nein?
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Die Frage, ob Balkonkabine oder nicht, sollte sich eher nach dem Reisebudget richten als nach eventuellen Nachteilen, die damit verbunden sind. Es gibt zahlreiche Seiten im Netz, bei denen man gute Informationen für Kreuzfahrt-Neulinge findet.

    Wer die Preise im Netz recherchiert, stellt schnell fest, dass sich die Preise zwischen Innen- über Außen bis zur Balkonkabine sehr unterscheiden können, da wird nicht selten für eine Balkonkabine mehr als das Doppelte einer Innenkabine fällig und auch zwischen "Bullauge" und "Balkon" liegen schon gern einmal 70% Preisdifferenz.

    Wenn man es sich leisten möchte, rate ich zur Balkonkabine, sofern die Reiseroute Potenzial hat. Ob ich bei einer Transatlantikpassage im frühen April etwas von meinem Balkon habe, wenn Windstärke 10 bläst und 12 Meter hohe Wellen vorbeitosen, mag man bezweifeln, den Blick hat man in jedem Fall und man mag auch im Frühjahr damit rechnen, dass in innerhalb von 10 Tagen, vor allem wenn es Richtung Florida oder Louisiana oder Texas geht, das Wetter beruhigt.

    Innenkabine: fensterlos, wie man es erwarten kann, bei manchen Reedereien gibt's Fenster zu einem Atrium oder Gang bei einigen Kabinen, aber es gibt eben keinen Blick nach draußen. Einige neue Schiffe werden mit virtuellem Ausblick werben, riesigen LCD-Bildschirmen, die per Livebild den Blick zur Seite zeigen, als hätte man eine Balkonkabine. Wer preiswert reisen möchte und die Kabine eher nur zum Schlafen aufsucht, ist hier gut beraten, denn es ist immer die günstigste Möglichkeit. Ich habe da meistens den schönen Blick nach draußen nach dem Aufwachen vermisst, aber - das wäre teurer gewesen.

    Außenkabine. Liegen immer auf einem der unteren Decks, denn hier können aus Sicherheitsgründen keine Balkone installiert werden, denn bei Seegang droht Wellenschlag. Daher ist das Fenster nicht zu öffnen. Tobt die See, dann kann es auch mal kräftig donnern, wenn die Wellen gegen die Schiffswand klatschen. Vorteil: man kann hinaussehen, es gibt Tageslicht und ggf. einen aufregenden Blick über (oder unter) die brodelnde See, je nachdem wie heftig es wird. Da diese Kabinen weiter "unten" im Schiff liegen, können evtl. Geräusche von Motoren oder Service-Einrichtungen durchdringen.

    Balkonkabine: die liegen auf höheren Decks, wo Wellen eher nicht oder weniger wahrscheinlich aufschlagen können. Daher haben viele große Schiebetüren von Decke bis zum Boden und oft auch verglaste Brüstungen, so dass man vom Bett aus in die Landschaft gucken kann. Balkonkabinen knapp über den Außenkabinen sind oft metallummantelt und bieten daher von innen keinen direkten Blick über Meer und Landschaft, weil man durch das Metall nicht hindurchgucken kann. Nur auf dem Balkon im Stehen geht's - dafür sind diese Kabinen bei den entsprechenden Schiffen auch günstiger als jene weiter oben.

    Die Frage "wo schaukelt es am wenigsten?" kann man mit Hilfe der Physik beantworten: Innenkabine auf einem Deck möglichst weit unten und mittschiffs. Ob aber das Schaukeln ein Störfaktor ist und der Unterschied in der Schaukelintensität bei verschiedenen Kabinen desselben Schiffs den Ausschlag geben sollte bei der Kabinenwahl - hm, da bin ich sehr skeptisch. Wie oft habe ich Menschen über Seekrankheit schwadronieren hören und auch meine 78jährige Mutter hatte Bedenken, ob denn das alles "gut geht", aber siehe da - sie hat auch 9-Meter-Wellen auf dem Atlantik in einer Balkonkabine auf Deck 11 prima verkraftet.

    Macht Euch also bitte locker und wählt die "schönste" Kabine, die der Geldbeutel hergibt.

    Kreuzfahrten

  • Ryanair Teil II
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Ach, ja? Wenn es denn so lächerlich ist, dass der größte Teil der Ryanair-Piloten als Subunternehmer von einer Vermittlungsagentur an den irren Iren ausgeliehen wird, keinerlei Absicherung im Krankheitsfall hat, dann wird man davon ausgehen können, dass da auch Piloten im Cockpit sitzen, die trotz Krankheitssymptomen ihren Job machen, weil sie ansonsten ohne Geld dastünden.

    Es ist wie immer in unserer immer egoistischer werdenden Gesellschaft: was interessiert mich das Wohl und Wehe der anderen - Hauptsache mir geht's gut und billig. Rein zufällig bin ich Mitarbeiter einer großen und etablierten deutschen Airline und weiß, wie es besser geht: besser für die Mitarbeiter und besser - und sicherer - für die Passagiere.

    Airlines

  • Ryanair Teil II
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    "Niemand wird gezwungen bei Ryanair als Pilot zu arbeiten oder Saftschubse zu spielen", solche Aussagen sind beschämend und an Einfalt nicht zu unterbieten. Niemand wird gezwungen überhaupt irgendwo zu arbeiten, das ist alles immer freiwillig und daher dürfen Firmen wie FR sämtliche Regeln des Anstandes außer Acht lassen? Was ist das denn bitte für eine Einstellung?

    Ja, es fliegt sich bestimmt mit sehr leichtem Geldbeutel, wenn man nach Weeze oder Hahn hinausfahren muss, die sich aber Frankfurt und Düsseldorf nennen, für Sitzplatzwahl, Essen, Getränk, Koffer, vergessenes Onlineeinchecken, vergessene Gepäckvorreservierung, viermal endlose Bustransfers noch einmal krfätgi zur Kasse gebeten wird und dann weiß, dass die Piloten vorn auf eigene Rechnung fliegen, als Subunternehmer und wieder einmal mit der knappsten gerade noch legalen Menge Kerosin unterwegs sind.

    Dass alles haben bei FR beschäftigte Piloten zu Protokoll gegeben, wie es sich mit den Hitlisten für die Helden des geringen Benzinverbrauchs verhält. Warum der Billigflieger so billig ist, dass dürfen wir gern einmal unsere Provinzpolitiker fragen, die inzwischen an jeder Milchkanne auf dem platten Land einen Flughafen hingeklotzt haben, natürlich immer und stets "zur Unterstützung der Region". Daher musste auch Kassel-Calden her, nur wenige km von Paderborn entfernt und weil es so grandios läuft in der Pampa, wurde der Erstflug gleich mal abgesagt und die Passagiere nach Paderborn mit dem Bus gekarrt und zwischen Herbst und Frühjahr hat der Flughafen gleich ganz geschlossen. Kann man in zahllosen TV-Dokus bewundern, bei denen gern mal heulender Wüstenwind eingespielt wird. Es fehlt nur noch Purzelkraut wie in der Wüste von Arizona, das durchs Bild rollt.

    All das zahlen wir mit unseren kostbaren Steuergeldern, weil Provinzfürsten sich Prestigeklitschen ins Gehölt klotzen mussten. Seit 2005 resultierte daraus eine rechnerische Verdoppeltung der deutschen Flughafenkapazität, und weil das ganze nur mit irrsinnigen Subventionen funktioniert, reichen diese Flughäfen die Gelder 1:1 an Ryanair & Co weiter, verschleiert natürlich in Form von null Landegebühren. Ryanbair kann so auch prima diese Standorte erpressen: "Machts mir billig oder wir kommen nicht mehr". Das ist ein Geschäftsmodell - Chapeau!

    Ja, bei solchen Verhältnissen hockt es sich ganz bequem im Sessel und man kann gemütlich über Lufthansa & Co. ablästern, die jedoch in FRA und MUC die fairen Kosten für die gesamte Infrastruktur bezahlt und ihre Mitarbeiter fair behandelt, inklusive Altersversorgung und Sozialleistungen, wie es sich für ein verantwortungsvolles Unternehmen gehört.

    Als preisbewusster Urlauber ist man sicher immer schnell dabei, wenn es darum geht, für den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes und ein gutes Gehalt zu demonstrieren, nicht wahr? Da wird schnell das Streikleibchen übergestülpt, die rote Fahne geschwungen und ins Megafon gebrüllt. Wenn man aber genau die Leistungen eines Unternehmens bezahlen soll, das solche Leistungen seinen Mitarbeitern gewährt, ach - da ist einem das Hemd doch wieder näher als die Hose. Sorry, das ist nicht nur beschämend, das ist in hohem Maße asozial.

    Übrigens: für "erstmal dies" und "dann mal das" ist übrigens kein Platz. Die übliche Platitüde lautet bekanntermaßen: "Sollen die mir doch erst mal einen fairen Lohn bezahlen, sonst kann ich mir solche Flüge gar nicht leisten." Vorleistung ist angesagt, denn sonst, liebe Foristen, gibt es bald nämlich nur noch so viel Knete, dass auch FR-Flüge unerschwinglich werden.  Darüberhinaus muss man sich fragen, ob zwei bis fünf Billigtrips mit FR & Co. im Jahr überhaupt nötig sind, um irgendein Glückgsgefühl zu erleben.

    Ab und an sitzen Passagiere von FR in der S-Bahn nach DUS und fragen mich, ob ich wüsste, wo Ryanair denn abfliegt. Ich teile ihnen dann mit netten Worten mit, dass sie gerade zum falschen Flughafen unterwegs sind, lasse mir die Tickets zeigen und füge dann hinzu, dass der Flug wohl ohne sie abheben wird. Diese Gesichter solltet Ihr sehen. Anschließend rate ich dazu, nach DUS weiterzufahren, um bei LH, Air Berlin oder sonstwo nach einem "Sozialticket" zu fragen. Manchmal ist das Leben eben doch noch gerecht.

    Hier gibt es eine nette Reportage über die Arbeitsbedingungen bei FR:

    [url]http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/auto_verkehr/billigflieger115.html

    Airlines

  • Flug ab Cancun über USA
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Wie schon korrekt geschrieben, muss man beim Umsteigen in USA und Weiterflug üblicherweise sein Gepäck abholen, dem Zoll ggf. vorführen, dann mit dem Koffer nicht aus dem Sicherheitsbereich hinaus, sondern den Koffer danach auf ein Band legen, wo es gleich wieder in die unterirdische Koffer-U-Bahn geht, zum Anschlussflug und weiter zum Gate, evtl. noch einmal durch Security.

    Diese Gepäckbänder findet man, wenn man nach dem Zollcheck NICHT ganz raus (EXIT) geht, sondern den Schildern "connecting flights" folgt.

    Je nach Flughafen entfällt dieses, wenn das Ziel nicht innerhalb der USA liegt - und so ist es in Eurem Fall. Die jeweilig gültigen Verfahren sollten auf der Website des Flughafens zu finden sein. Es ist daher möglich, dass Euer Gepäck sogar direkt den Weg nach Mexico findet, ohne dass Ihr es noch einmal in die Hand nehmen müsst.

    Sonstiges Mittelamerika

  • Von Vancouver nach Calgary in 19 Tagen
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Hallo,

    schon in einem anderen Beitrag habe ich dargelegt, dass Vancouver Island riesig ist und damit durchaus für einen ganzen Kanada-Urlaub ein perfektes Ziel darstellt. Die Insel misst von Nord nach Süd locker 450 km! Es ist ein häufig gemachter Fehler von Besuchern, die zum ersten Mal ein Ziel in Nordamrika bereisen, dass sie viel zu große Strecken bewältigen wollen und die Zeit zum Genießen der Natur einfach nur zur kurz kommt.

    Bei vier Wochen würde es Vancouver Island mit einschließen wollen, bei 19 Tagen wirklich nicht. Besser als Tofino, was sehr mit surfenden Freaks on Speed belegt ist, hat mir das nahe Ucluelet gefallen. Lies Dir mal meine Rezension vom Waters Edge Resort At Pacific Rim in Ucluelet durch.

    Wenn Ihr den Icefield Parkway hinauf fahrt nach Jasper, dann plant doch die Weiterfahrt Richtung Quesnel ein und von dort zur historischen Stadt Barkerville. Es ist geradezu einmalig, was einem dort an authentischem Leben mit sehr viel Herzblut aller Beteiligten geboten wird!

    www.barkerville.ca

    Es gibt dort auch einige wenige Übernachtungsmöglichkeiten. Das hatten wir damals nicht gemacht, aber ich werde sicher zurückkehren und dort eine oder zwei Nächte verbringen.

    Klare Empfehlung: keep your itinerary simple! Weniger fahren, mehr Natur genießen, lieber eine oder zwei Nächte länger am Ort verweilen!

    Kanada

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    heli902:... zum Thema Streik Lufthansa und Co. habe ich heute endgültig meinen Schlußstrich gezogen; Lufthansa und "Anhängsel" sind für mich Geschichte.

    Jetzt wird's hier aber langsam emotional und damit droht es ins Lächerliche abzurutschen. Jedes Mal, wenn die Beschäftigten im Verkehrssektor zu Arbeitsniederlegungen kommt, ertönt das erboste Geschrei betroffener Passagiere, wie es denn sein könne, dass "ausgerechnet" jetzt in der Ferienzeit oder "ausgerechnet" jetzt in der Vorweihnachtszeit oder "ausgerechnet" in der Wintersportsaison oder "ausgerechnet" kurz vor (bzw. nach) dem Wochende streiken könne.

    Will sagen: "ausgerechnet" dann, wenn ich verreisen will, und sonst gar nichts. Irgendjemand muss wohl beeinträchtigt werden, wenn Flüge ausfallen - und nach vorsichtiger Prognose trifft es diesmal über 400.000 Menschen - ausgerechnet!

    Es ist eine der ureigenen Aspekte eines Streiks im Verkehrswesen, dass - Überraschung - die Kundschaft durch ihn beeinträchtigt wird. Streik bedeutet "Betriebsstörung", schon vergessen? Aus der Schmollecke heraus wüste Drohungen gegen ein bestreiktes Unternehmen auszustoßen, ist kindisch und führt zu gar nichts. "Mit Ihnen fliege ich nie wieder", jaja - tausendmal gehört und genauso oft als leere Drohung entlarvt. Wenn Buchungsportal XY dann bei der nächsten Urlaubsreise die Lufthansa wieder als geeigneten Anbieter ausspuckt, einen von A nach B direkt zu einem akzeptablen Preis tansportiert, während Gesellschaft QP dieselbe Leistung mit zweimal Umsteigen in Timbuktu und Nairobi im Programm hat, ach ja - dann entscheidet ma sich am Ende doch wieder für die gute sichere deutsche Firma, nicht wahr?

    Wenn man sich nur einmal mit den Themen beschäftigen würde, die hier zwischen Pilotenschaft und Lufthansa für Dispute sorgen, dann wüsste man auch, dass es ganz und gar nicht um "mehr Geld" geht. Desweiteren würde ich gern einmal die Frage stellen, ab welcher Gehaltsklasse Du denn wohl gern die Tarifautomonie in die Tonne treten möchtest? Schon bei mir, der locker das Zwei- bis Dreifache einer normalen ALDI-Verkäuferin verdient? Piloten mit 70.000 EUR p.a. dürfen dann "gerade noch" streiken, aber die mit 150.000 EUR nicht mehr?

    Es ist so populistisch und darüberhinaus neidgesteuert, hier verbal die Axt herauszuholen und hat mit einem reflektierten Umgang mit gesellschaftpolitischen Themen null zu tun.

    Airlines

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Überflüssiges Zitat entfernt.
    @redfly
    Ganz schnell was anderes buchen, einen Sitzplatz gibt's noch hier und den Rückflug von SKG nach DUS muss U4 dann durchführen - oder gleich hin und zurück mit einer anderen Airline buchen.

    https://www.expedia.de/Details?action=UnifiedDetailsWidget@showDetails&rfrr=&c=6226b8d6-492e-4209-9b92-861ef421c989

    Airlines

  • Neue Routen, neue Reedereien
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Passt auch "neues Schiff" in diese Rubrik? Probieren wir's doch mal. Ein nettes PR-Video für die neue Quantum Of The Seas von RCI:

    http://youtu.be/VKN1uYS21ok

    Kreuzfahrten

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Daniel Gorf: (...) Art von Neulingen akzeptiere ich nicht. (...)

    Ach, soooo ist das? Foristen, deren Anmeldung länger zurückliegt, besitzen quasi ein Abonnement an Meinungsführerschaft? Interessante Vorstellung von Meinungsaustausch, in der Tat!

    Airlines

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Daniel Gorf: @ mk116:Das hat nichts mit Neid zu tun, es geht hier um die Verhältnismäßigkeit. Man hätte auch einen anderen Weg finden können. Das sind Erpresser und der Dumme ist der Fluggast und das lässt sich nicht schönreden. Ciao Daniel

    Langsam werden diese Ausfälle unerträglich. Der Streik im Öffentlichen Dienst kürzlich war wohl auch Erpressung, oder was? Schließlich waren Millionen von Menschen gezwungen, früher aufzustehen, Fahrrad oder Taxi zu fahren und wenn bei der Bahn gestreikt wird, hey, dann ist das ja auch Erpressung, weil mann dann Auto fahren oder fliegen muss.

    Was ist denn das bitte für eine Einstellung zu Grundrechten? Wer darf denn streiken und wer nicht? Merkwürdigerweise kommen solche Sprüche recht selten, wenn Fluglotsen streiken. Liegt wohl daran, dass man von denen so wenig sieht.

    Es ist übrigens eine der wesentlichen Eigenschaften eines jeden Streiks im Verkehrswesen, dass er "auf dem Rücken" der Passagiere ausgetragen wird, bei der Bahn wie bei den Fliegern. Ein Streik, den man nicht bemerkt, ist kein Streik - sollte eigentlich klar sein. Ist Dir aber nicht klar, offenbar, sonst würdest Du ein solches Zeug nicht verbreiten.

    Airlines

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Daniel Gorf: Ich muss jetzt mal ganz blöd fragen warum überhaupt gestreikt wird. Wie mir scheint handelt es sich um eine Gruppe sehr gut bezahlter Menschen, die noch mehr wollen. Da man deren Aufgabe kaum kompensieren kann, nutzen sie diese Macht aus und lassen tausende darunter leiden. Für mich steht eines fest, eine Airline, welche regelmäßig den Flugverkehr lahmlegt ist als Partner untragbar. Piloten verdienen bei der LH doch sehr gutes Geld, es gibt andere Menschen, die eine ähnlich hohe Belastung haben und auch Verantwortung zu tragen haben und die träumen von solchen Gehältern. Das hat nichts mit Tarifverhandlungen zu tun, das ist pure Erpressung. Man sollte bedenken, dass die Personen welche jetzt darunter zu leiden haben, deren Gehäter finanzieren. Ich habe nichts gegen Gewerkschaften, ganz im Gegenteil ich finde diese wertvoll und richtig, aber diese Art der Verhandlung ist hinterlistig und wird nie zu einem Ende führen, denn die können ja fordern was sie wollen, man muss denen irgendwann nachgeben, weil niemand ansonsten das Passagieraufkommen abdecken kann.

    In einem Punkt werde ich nicht widersprechen: "Ich muss jetzt mal ganz blöd fragen..." Was ist denn das bitte für eine verquere Einstellung zur Tarifautonomie? Die Piloten verdienen doch "sehr gutes Geld", aha. Und wer bitte entscheidet, was gerecht ist und was nicht? Hey, ich arbeite zufällig auch bei diesem Konzern, habe schon 20 Jahre Dienstjahre hinter mir und verdiene locker das Doppelte bis Dreifache dessen, was eine Bäckereiverkäuferin bekommt.

    Das würde ja bedeuten, dass ich auch demnächst nicht mehr streiken darf, wenn mir die Firma an die Altersvorsorge will oder mir nach Jahren immer noch die Spesen von 2006 zahlt, obwohl auch im Ausland die Kosten inzwischen gestiegen sind.

    Wenn Du noch jung genug bist, dann setz Dich hin, lerne fleißig und werde Pilot bei Lufthansa, aber hör bitte auf, eine Neiddiskussion anzufachen, der nur eines zugrunde liegt: ich gönne niemandem, dass er mehr verdient als ich.

    Das Streikrecht gilt für alle und egal, auf welchem Gehaltsniveau man sich bewegt. Ich jedenfalls fühle mich sicherer, wenn vorn im Cockpit Leute sitzen, die sich auf ihre Arbeit konzentrieren können anstatt ständig zu überlegen, wie sie nun die Familie ernähren sollen, wo die Gattin mit Zwillingen schwanger ist.

    Airlines

  • Wieviel Trinkgeld gebt Ihr an Bord????
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Der Deutsche tat sich immer schon schwer mit Trinkgeldern. Dass es überhaupt eine Diskussionsthema ist, wenn man es sich in einem schwimmenden Luxushotel mit Vollpension gutgehen lässt, während Horden geringbezahlter Philippinos um einen herumwuseln und im besten Falle die Wünsche von den Augen ablesen, finde ich beschämend.

    Als Kreuzfahrer, ob es nun ein MSC-Billigtrip für 299,- EUR ist oder die kostspielige Luxusvariante, schippert man auf der Sonnenseite des Lebens. Dies beweist allein schon das Dasein an Bord als Passagier.

    Dass es sich im amerikanisch dominierten Kreuzfahrtmarkt eingebürgert hat, dem Personal einen Teil seines Gehaltes in Form eines Serviceentgeltes zukommen zu lassen, welches den Bordkonten der Passagiere in Rechnung gestellt wird, ist eine Entscheidung, die man akzeptieren kann oder auch nicht. Wenn man etwas dagegen hat, sollte man bei einer Reederei nicht buchen, die diese Praxis betreibt und eine andere wählen, bei der alle Serviceentgelte im Reisepreis enthalten sind. Auch sollte er diesen Reedereien sagen, was ihm daran nicht passt.

    Keinesfalls sollte aber die unliebige Reedereipolitik an deren Mitarbeitern ausgelassen werden, denn die können nichts dafür und sind froh, überhaupt einen Job zu haben. Mit diesem ernähren sie in der Heimat ganze Großfamilien und auch wenn sie auf einem Kreuzfahrtschiff mehr verdienen als sie das auf den Philippinen könnten - es reicht oft nicht mehr als für einen einzigen Heimatbesuch in einem Dreivierteljahr. Bitte bedenkt, dass es in einer Großfamilie den Unterschied ausmachen kann zwischen "Kinder in die Schule schicken" oder "Kinder bei der Ernte arbeiten lassen", wenn man auf einem Kopfkissen ein paar Münzen oder Scheine hinterlässt oder eben nicht. Das, was wir mit Bauchgefühl und aus einer Laune heraus entscheiden können, ist bei anderen Menschen existenzentscheidend. Daher kann man hier nur an das Verantwortungsgefühl appellieren - und nochmal: die schwächsten Glieder eines Kreuzfahrtkonzerns sollte man nicht für Dinge bestrafen, die man im Rahmen der Unternehmenspolitik ablehnt.

    Da aber bei vielen Reedereien die Servicepauschale ein Gehaltsbestandteil ist, sollte man sich mit der Idee anfreunden, dass es eben schon dann eine gerechtfertigte Zahlung sei, wenn die Leistung an Bord schlichtweg "OK" war. Wird einem dagegen eine gute, sehr gute oder exzellente Leistung erbracht, ist hier sehr wohl ein Extratrinkgeld angebracht. Schon der Begriff Tringeld ist ein Irrsinn, denn wir dürfen davon ausgehen, dass der Durchschnittsbeschäftigte in Bar, Restaurant oder Zimmersteward sicher nicht seine Extrazuwendung versaufen wird.

    Mein Zimmersteward findet täglich mindestens 5 USD auf meinem Kopfkissen und bislang habe ich noch keinen konkreten Anlass gehabt, dieses Bonbon nicht für ihn zu hinterlegen.

    Darüberhinaus möchten auch Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich mit Respekt behandelt werden. Ich kann dazu mehr als nur ein Liedchen singen, denn als Servicekraft im Luftverkehr begegnen mir täglich einige, die durchaus nicht zu den Ärmsten zählen, die sich aber ganz deftig im Ton vergreifen. Wie es in den Wald hineinschallt..... das gilt überall, und auch auf dem Schiff.

    Kreuzfahrten

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    annimaus: Hallo, wir fliegen am 05.04. mit der Lufthansa von HAJ nach FRA und dann von FRA nach AUH .... wie sieht es damit wohl aus?

    Da zu diesem Zeitpunkt weder klar ist, wann, wie lange und ob überhaupt gestreikt wird, ist jetzt noch längst nicht der Zeitpunkt, in Aktionismus zu verfallen. Wie es "wohl" aussieht, ist pures Gucken in die Glaskugel. Unmöglich.

    Der Streik geht ja bis 04.04. 23:59 Uhr wenn man den Medienberichten Glauben schenken darf.

    Der in den Medienberichten genannte Streiktermin ist weder bestätigt noch unveränderlich. Streiklänge und ob überhaupt gestreikt wird, ist weiterhin offen.

    Kommt wohl drauf an wo die Flieger dann sind.
    Wie soll man sich verhalten? Wir haben eine Pauschalreise gebucht?
    Der Reiseveranstalter kann ja jetzt dazu auch noch nichts sagen .... müssen die einen dann auf andere Flüge (Gesellschaftem) umbuchen? Oder wie läuft das?

    Sehr richtig: im Falle einer jeden "Irregularity", also Unregelmäßigkeit im Flugverkehr, stehen die Flugzeuge zum Termin X am falschen Ort Y. Verhalten soll man sich jetzt ruhig. Die Frage, ob man eine Pauschalreise gebucht hat, kann man durch einen Blick in die Reiseunterlagen klären. Sollte dies aber keine Frage gewesen sein, dann ist der Reiseveranstalter der Ansprechpartner.

    Die Erkenntnis, dass der Reiseveranstalter keine bessere Glaskugel hat als Du oder ich, ist so schlicht wie wahr.

    Im Falle eines Streiks "müssen" Reiseveranstalter im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes tun, um den Vertrag so nah wie möglich am Vertragsinhalt zu erfüllen. Streiks sind jedoch Ereignisse, die nicht in der Verantwortung des Reiseveranstalters liegen. Wie Vulkanausbrüche oder Stürme werden sie im Reiserecht als nicht zu beeinflussende Größen gewertet.

    Da besonders im Falle der Deutschen Lufthansa von jetzt auf gleich zigtausende Passagiere betroffen sein könnten, wenn schlagartig die gesamte Kapazität des größten Luftfahrtkonzerns Deutschlands ausfällt, steht hier erwartungsgemäß nicht ebenso schlagartig Ersatz für alle Passagiere zur Verfügung.

    Die Möglichkeiten der Reiseveranstalter oder auch der Lufthansa für jene, die direkt bei ihr gebucht haben, beschränken sich auf die üblichen Maßnahmen: zunächst wird über Medien, Mails und SMS den Passagieren davon abgeraten, zum Flughafen zu kommen. Jenen, die dennoch vor Ort aufschlagen, werden nach Möglichkeit Betreuung gewährt in Form von Verpflegung, Hotels oder anderen Ruhemöglichkeiten. Da weder in FRA noch MUC noch sonstwo zigtausende Hotelbetten schlagartig organisiert werden können, heißt das in der Regel für viele: Feldbett im Terminal.

    Wer dies vermeiden möchte, fügt sich der Empfehlung und reist gar nicht erst an.

    Selbstverständlich wird die Lufthansa versuchen, für Passagiere am Flughafen Ersatzflüge anderer Gesellschaften anzubieten, sofern dort Kapazitäten frei sind. Nur ein Teil der Passagiere wird somit auf andere Gesellschaften umgebucht werden können. Es steht den Fluggesellschaften hier frei zu entscheiden, wer von den vielen Interessierten zuerst auf einen alternativen Anschlussflug kommt. Hier mögen der Ticketpreis, der Vielfliegerstatus oder schlicht die Position in der Warteschlange am Schalter ausschlaggebend sein.

    Da zigtausende gestrandete Passagiere die Kundenbetreuung von Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern, Flughäfen, Hotels uns alle Beteiligte rasch an die Grenzen des Machbaren bringt, kann man nur zur Geduld raten. Es wird dazu kommen, dass Hotlines dauerbesetzt sind und man keine Antworten auf seine Fragen kommt. Bitte bedenke, dass JEDER Passagier einen für sich guten Grund hat, seine Reise anzutreten und JEDER würde gern bevorzugt werden in der Abfertigung, auch wenn andere zurückstehen müssen. Wenn ich dann im TV immer sehe, wie Passagiere sich beklagen, dass man sich nicht kümmern würde, kommt mir schon manchmal die Galle hoch, denn die Betreuungsdienste vom Boden arbeiten gerade in solchen Situationen wie sie sich jetzt anbahnen, am Rande der Erschöpfung.

    Wutausbrüche, Hysterie und andere emotionale Ausbrüche bringen hier gar nichts und haben schlimmstenfalls zur Folge, dass das Bodenpersonal, das ohnehin mit dem Rücken an der Wand steht, völlig genervt ist und dass angenehmer auftretende Fluggäste bevorzugt werden. Man sollte sich bei aller verständlichen Aufgewühltheit bemühen, die Form zu wahren. Try to be british and keep your stiff upper lip.

    Für Reisende mit Pauschalreisen und einem Veranstalter ist immer der Veranstalter der Ansprechpartner, denn sie haben keinen direkten Vertrag mit der Fluggesellschaft! Dieser Vertrag besteht nur zwischen Fluggesellschaft und Veranstalter.

    Mir ist klar, dass es schwerfallen mag, jetzt nichts zu tun, aber verstehe bitte auch, dass für solche Ereignisse niemand verantwortlich gemacht werden kann, denn das würde im Endeffekt bedeuten, dass unser hohes Gut der Tarifautonomie unter die Räder kommt und das kann nicht Ziel und Zweck einer Univeralhaftung sein.

    Das bedeutet, dass wenn man hier auf "Nummer Sicher" gehen und jedes mögliche Risiko ausschließen will, dass man natürlich beim Veranstalter jetzt anrufen kann, um den Abflug und damit den Reisebeginn vorzuverlegen, und zwar auf eigene Kosten.

    Airlines

  • Streik- Info Thread
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    wukovits: Hallo.Ich plane für den Herbst eine Reise bei der ich auf einen Zubringerflug nach Deutschland angewiesen bin. Gibt es aus der Vergangenheit Erfahrungswerte wie die Veranstalter sicher stellen das aus Österreich anreisende Gäste den aus Deutschland abgehenden Urlaubsflieger erreichen können, oder muß ich damit rechnen das mir im Falle eines Streikes lediglich ein kostenloses Storno der gesammten Urlaubsreise angeboten wird ? Gruß Karl

    Das bedeutet: es ist NOCH nichts geplant? Geht es hier primär um das Verpassen bzw. Nichterreichen des Anschlussfluges in Deutschland? Grundsätzlich muss man wissen, dass Flugverspätungen aus den unterschiedlichsten Gründen zum "täglich Brot" gehören. Ich erlebe regelmäßig, dass Passagiere völlig verzweifeln, wenn sie ihren Anschlussflug nicht mehr erreichen und von den Mitarbeitern verlangen, sie mögen dafür sorgen, dass das Flugzeug auf sie "wartet". Dies ist auch nachvollziehbaren Gründen aber oft nicht möglich, denn man würde aus einer einzigen Verspätung schlimmstenfalls sehr viele Verspätungen fabrizieren, und weil die abfliegenden Maschinen auch irgendwann wieder zurückkehren werden, erneut zahlreiche Verspätungen.

    Verpasst man den Anschlussflug und ist die Anschlussverbindung quasi unter EINER Buchung gelaufen, dann sorgt der Anbieterm (in der Regel die Fluggesellschaft) dafür, dass der Reisende auf dem nächstbesten Wege an sein Ziel geflogen wird. Das kann bedeutet: nächster Direktflug, nächste Umsteigeverbindung. Wer beispielsweise von Wien nach Frankfurt flog, um dort nach San Fransisco weiterzufliegen, der kann z.B., wenn er den Anschlussflug nicht erreicht, von Frankfurt nach New York geflogen werden und dann weiter mit einem Partner der Star Alliance (z.B. United) von New York nach San Francisco.

    Es kann auch zu einer ungeplanten Übernachtung in Frankfurt kommen, falls keine adäquate Verbindung am selben Tag mehr verfügbar ist. Üblicherweise wird alles getan, um die Verzögerung so gering wie möglich zu halten, es wird jedoch kein Veranstalter mit einem Militärjet angerollt kommen, um einen Fluggast zum Umsteigeflughafen zu bringen. Die Möglichkeiten der Reiseveranstalter sind hier begrenzt, denn sie hängen ab von der Leistungsfähigkeit der Fluggesellschaften, der Flugsicherung und allen anderen an diesem komplexen Räderwerk Beteiligten.

    letztendlich kann sich deren Bemühung nur noch auf die Betreuung von Passagieren konzentrieren, wenn es ganz arg kommen solte - Stichwort Aschewolke, 9/11 und Ähnliches. Wenn begründete Zweifel daran bestehen, dass ein Flug oder alle Flüge mit höchstmöglicher Sicherheit operiereren können, dann wir (zum Glück!) nicht geflogen. Dass so wenige gravierende Zwischenfälle geschehen, ist direkte Folge einer funktionierenden Sicherheitsphilosophie. Da müssen nachvollziehbare persönliche Interessen, z.B. das pünktliche Antreten eines Urlaubes, leider immer zurückstehen.

    Die Chance, wegen eines Streiks nicht transportiert zu werden, dürfte allgemein gering sein, auf sämtliche Verkehrstage umgerechnet, deswegen rate ich zur Entspannung. Wenn man besonders entspannt reisen und das viel größere Risiko bei einer knappen Transitzeit umgehen möchte, dann fliegt man schon am VORTAG nach Deutschland und übernachtet einmal - natürlich auf eigene Kosten - in relativer Nähe zum Flughafen. Guten Flug!

    Airlines

  • Kreuzfahrten verkommen zur Ramschware
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    mcgee: Du scheinst ja ein ganz toller Typ zu sein... 😆
    Und schön Zitieren kann er/sie/es, obwohl es nicht nötig ist... 😱

    Danke für die Blumen. Warum geben wir uns denn so sprunghaft bitte? Was an Zitaten nötig ist und was nicht würde ich gern selbst entscheiden dürfen, wenn's recht ist. Vielen Dank!

    Kreuzfahrten

  • Kreuzfahrten verkommen zur Ramschware
    HC-Mitglied1962447H HC-Mitglied1962447

    Hallo, wenn Du schon etwas mehr im Forum geschrieben oder gelesen hättest, würde Dir ev. schon öfter der Ausdruck Fred stattThread aufgefallen sein. Das sollte, von mir mit Absicht geschrieben, nur etwas zur Auflockerung beitragen, weil hier vieles sehr angestrengt oder überladen gepostet wird... Apropos: überladen... 😉

    Haben wir in der Schule auch immer gesagt, dass wir den Fehler absichtlich gemacht haben, damit wir keinen zu verdächtigen Notensprung nach oben vollführten lg

    Kreuzfahrten
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