@ lexilexi
Das eine Person, die an ihrem Job mehr Spaß hat als andere, diesen auch mit mehr Leidenschaft ausübt. In diesem Punkt gehe ich mit dir konform.
Da es schwarze Schafe in jedem Berufszweig gibt, ebenfalls.
Allerdings sind diese schwarzen Schafe nicht nur Quereinsteiger, die aus der Not des Harz IV bei z.B. Versicherungen verkaufen müssen.
Für mich gibts drei Sorten von Versicherungsvertretern, Finanzberatern und wie sie sich nicg alle schimpfen:
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Die, wo der Kunde wirklich vor dem Abschluss gut und fair beraten wurden ist, wo man nicht sofort zu einem Abschluss genötigt wird, wo der Versicherungsvertreter sich auch mal nach dem Abschluss der Versicherungen blicken läßt zwecks eines Servicetermins, etc. pepe. Jeder Kunde, der so einen hat, bitte festhalten, weil superglück.
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Da gibts die, die zwar wirklich das nötige Fachwissen haben, aber Ihre Kunden lieber was anderes verkaufen, weil Sie bei den Abschlüssen mehr NWE`s und höhere Provisionen bekommen. Da wird zwar evtl. noch nach den Kundenwünschen gefragt, aber als Angebot erhalten die Kunden immer Produkte, wo der Profit für den Verkäufer am höchsten ist, obwohl er genau weiß, das es auch Produkte gibt, die viel geeigneter und auch günstiger für den Kunden wären. Und solange dem Kunden nichts passiert oder er mal auf einen Vertreter der Sorte 1 stößt, merkt er es ja nicht, das er falsch beraten wurden ist.
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Da gibts dann noch die Quereinsteiger, die nichts anderes mehr gefunden haben, die werden gekördert mit der Aussicht, das das Geld nur auf der Straße liegt, man braucht nur im Monat soundsoviele NWE
s schreiben, dann bekommt man auch ein richtig hohes Gehalt. Dann macht man mit denen einen Schnellkurs, welche Produkte/Versicherungen es gibt und natürlich, welche Produkte man den Kunden verkaufen soll, weil es bei den Produkten die meisten NWEs und die höchsten Provisionen gibt. Wenn der neue Mitarbeiter noch Glück hat, dann kriegt er noch einen Bestand an Kunden (die betreffenden Kunden haben dann weniger Glück). Meistens ist das aber ein Bestand, wo schon zig VAs oder nebenberufler die armen Kunden schon zig mal abgeklappert haben, das heißt, die Kunden haben kein Bedarf mehr und sind auch schon ein wenig genervt über die 21zigste Visitenkarte des aktuellen zuständigen Versicherungsvertreters. Und da es dann halt bei den Bestandskunden nichts zu holen gibt, wird erstmal die Verwandschaft, Freundeskreis und Nachbarschaft abgegrast mit dem Halbwissen, was einem so zwischen Tür und Angel vermittelt wurden ist. Und die Wochen verfliegen so und je näher das Monatsende kommt und der einzelnen noch bei weitem nicht genügend NWEs hat (weil nur das interssiert das Unternehmen, ob der Vertreter von seinem Provisionen leben kann ist doch dem Unternehmen wumpe), je hecktischer werden die Vertrter. Merkt man dann auch als Kunde, das kurz vorm Monatsende immer sofort auf einen Abschluss gedrängt wird, damit der Vertrag halt noch für den Monat zählt. Und wenn der Vertreter am Monatsabschluss seine geforderten NWE´s nicht beschafft hat, dann gibts Druck, bei dem einen Unternehmen mehr, bei den anderen weniger. Das halten die meisten nur ein paar Monate aus und sind sie wieder, wegen Erfolglosigkeit draußen, stört ja dem Unternehmen auch nicht weiter, gibt ja genügend, die schon wieder vor der Tür stehen, weil Sie einen lukrativen Job suchen.
Für den Kunden heißt das im Klartext, das die Verkäufer der Sorte B und C zuerst an den eigenen Profit denken und nicht an das Wohl des Kunden. Der Unterschied ist halt nur, dass Sorte B den Kunden absichtlich falsch berät und C halt unwissentlich, weil er von der Materie keine Ahnung hat.
Suchen Sie sich einen der Sorte A, der kommt nicht nur für fünf Minuten vorbei und schwatzt ihnen sofort was auf, sondern der kommt auch für ne Stunde, klärt erst mal in einem Gespräch mit dem Kunden, was der Kunde will, was hat er schon und der Vertreter der Sorte A setzt sich in sein Büro, arbeit was für die Versorgungslücke aus und zeigt dem Kunden seine Versorgunslücken auf und zeigt ihm verschiedenen Angebote, wie er günstig diese Versorgungslücken schließen kann. Der Kunde zahlt dann weniger Beitrag im Monat und ist dabei sogar effektiver auf die persönlichen Bedürfnisse des einzelnen versichert, als bei Sorte B und C, wo man meistens erheblich zuviel zahlt und dann im Notfall noch nicht mal richtig abgesichert ist. Dies merken die Kunden meistens aber erst, wenn es zu spät ist und "das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist".