AKTUELLE SITUATION
Die Fluglotsen (spanienweit ca. 2.500) liegen seit Monaten im 'Clinch' mit dem Verkehrsministerium bzw. AENA (Luftfahrtbehörde die sämtliche Flughäfen betreibt). Es geht ûberwiegend um Geldforderungen. WOHLGEMERKT: der Durchsnittsverdienst der spanischen Fluglotsen liegt bei ca. € 350.000.-/Jahr (angeblich doppelt so viel wie die europäischen Kollegen), bei einigen steigt dieser Betrag bis zu über € 800.000.-/Jahr (unvorstellbar!!). AENA bietet ein Durchschnittsgehalt von € 200.000.- an.
Seit Jahren (Jahrzehnten?) haben es die spanischen Fluglotsen geschafft (Gewerkschaften, Arbeitnehmervertreter, etc.,) mit 'Tricks' (Überstunden, Extrazahlungen, etc.) ihr Gehalt/Verdienst nach oben zu schrauben. Aber sie wollen immer noch mehr. Der Verkehrsminister hat jetzt ganz klar 'STOP' gesagt und damit gedroht Militärfluglotsen einzusetzen (Verdienst ca. € 25.000.-/Jahr). Vor ein paar Wochen wurden dann ganz plötzlich ca. 40% der Fluglotsen 'krank' (angeblicb Stress) und lösten ein allgemeines Chaos im europäischen Luftraum aus.
Der Minister hat daraufhin ärztliche Untersuchungen angeordert und es stellte sich heraus dass quasi alle 'Kranken' wieder zur Arbeit kamen weil sie gesundgeschrieben wurden. Aber der 'Kampf' geht weiter.
Nach langen Verhandlungen (gestern Nacht bis in die frühen Morgenstunden) ohne jegliche Annäherung der Positionen haben die Fluglotsen mit Streik gedroht. Um die Sache komplizierter zu machen (und eine gute Vorrausplanung zu verhindern), legen sie sich aber auf kein konkretes Datum fest. Die Sprache ist "möglicherweise irgendwann einmal vielleicht zwischen dem 16.08 und 20.08.", wobei sie nicht sagen wollen ob der Streik 24 Stunden, den gesamten Zeitraum, oder vielleicht sogar an ganz anderen Daten stattfinden soll.
Selbst bei dem gesetzlich geregelten Minimaldienst müssten 90% der Lotsen während dem Streik ihren Dienst antreten. Auch wenn das der Fall wäre, würde das den absoluten Chaos mitsichbringen. Nur auf den Balearen wären - im besten Fall - mindestens 15.000 Passagiere/Tag betroffen mit einem Verlust der Touristikindustrie von ca. 5 Millionen/Tag.
Vertreter der Touristikbranche sprechen davon dass ein solcher Streik "nicht wieder gutzumachende, finanzielle Folgen" mitsichbringen würde.