Ärztliche Versorgung für Touristen auf Kuba?
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Wie sieht es denn mit der ärztlichen Versorgung für uns Touristen auf Kuba -und speziell in Varadero- so aus?
Wohin muß man im Krankheitsfall gehen? Gibt es Hotelärzte, oder muß man zu einem Krankenhaus gehen?
Gibt es in Varadero überhaupt eins??Mit welchen Kosten muß man ungefähr rechnen?
Wie sieht es aus mit Apotheken? Kann man dort auch Medikamente rezeptfrei bekommen?
Vielen Dank

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Die ärztliche Versorgung ist auf Kuba vorbildlich – auch für Touristen.
In den meisten hochrangigen Hotels gibt es einen Arzt für die medizinische Erstversorgung. Auf alle Fälle gibt es auf der Halbinsel Varadero eine internationale Klink. In der Nähe von Varadero (z.B. in Matanzas) gibt es mit Sicherheit ein Krankenhaus.
Was eine medizinische Behandlung kostet, musste ich zum Glück noch nicht erfahren.
Medikamente gibt es bedingt für CUC zu kaufen – eine Reiseapotheke kann ich somit empfehlen.
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Hi, ich hatte vor 2 Jahren auf einer Rundreise einen Unfall. Gottseidank in Havanna . Am ersten Abend bin ich in ein Einheimischen Krankenhaus zum Roentgen gekommen. Hatte wie ich in Deutschland dann endlich erfuhr einen Baenderriss. Einmal und nie wieder kann ich nur sagen! Krankenhaus war ein Horror. Am naechsten Tag wurde ich von meiner Privaten Krankenversicherung in Deutschlanend in ein Krankenhaus fuer Touristen geschickt, da im ersten nicht wirklich eine Diagnose getaetigt wurde (nur Krueken verteilt zu enormen Kosten!)und ich aber wirklich nach Deutschland zurueck mußte da ich mich wirklich nicht ohne Krueken fortbewegen konnte. Dort dann angekommen haben wir 4 Std nach Anmeldung gewartet und dann wollte man uns doch tatsaechlich wieder wegschicken! Daraufhin habe ich meine Privatversicherung in deutschland angerufen und diese haben sich mit denen in Verbindung gesetzt nach 7 Std Wartezeit mit wirklich dickem Fuß und ohne Sitzplatz kam ich dann endich nachdem ich erstmal meine Kreditkarte vorlegen durfte und 2000 EUR berappen durfte kam ich dann wiederrum 2 Std. spaeter in die Roehe zum mrt. Endefekt war dann das ich eine CD in die Haende bekam fuer das geld ohne mit einen Arzt zu sprechen obwohl ich diese Bitte mehrfach geaeußert hatte! Folge war das darauf die Privatversicherung mich nicht heimgeholt hatte. Ich bin auf eigene Kosten heimgeflogen da mir dies am 3 Tag einer 3 woechigen Reise passiert ist und ich zuhause erstmal operiert wurde und 2 monate darauf krank war. Also ich finde wenn einem das in solchen Laendern passiert hat man echt verloren! VG
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Das ist ja finster!
Da ich zeitweilig den Eindruck hatte, mein Mann müsse eventuell eine Herzklinik in Anspruch nehmen, hatte ich mich beispielsweise in Santa Clara und Trinidad schon mal prophylaktisch umgesehen. Es wirklte eigentlich gar nicht mal so finster.Zum Glück trat aber dieser Fall nicht ein.
Doro -
Hola!
In Varadero ist eine Touriklinik, in vielen Hotels ist ein Doc vor Ort. Ich selbst musste ihn einmal in Anspruch und war mit der Betreuung sehr zufrieden.
BF -
Mach dir keine Sorgen Catilyn, die aerztliche Versorgung auf Kuba ist auch fuer uns Touristen sehr gut. In Varadero gibt es eine internationale Klinik mit angeschlossener Apotheke. Die Arzneimittelpreise fand ich im Verhaeltnis recht hoch.
Habe letztes Jahr in Havanna eine Hotelaerztin aufsuchen muessen, bevor wir weiter nach Varadero gefahren sind. Verstandigung funktionierte auf Englisch/Spanisch. Untersuchung, Spritze und aufschreiben der benoetigten Medikamente hat knapp 20EUR gekostet. Das fand ich mehr als human. Die Medikamente hab ich mir dann in Varadero in der internationalen Apotheke gegen Vorlage der Scheine geholt. -
wenn "auch fuer touristen" heissen soll, dass die bonzen gut versorgt werden, dann stimmt das.
ansonsten: http://therealcuba.com/Page10.htm -
@jinetero
DANKE fuer diesen Link!!! Meine Guete, mir ist immer noch schlecht!! Kanns immer noch nicht fassen, was ich da gesehen habe! Muss leider zugeben, dass ich zu den vielen "Unwissenden" gehoere, die sich nicht haben vorstellen koennen, dass sowas auch nur annaehernd in Cuba existiert!
Mich wuerde jetzt interessieren, was Insider, wie zB. unser Infocuba, dazu sagt. Ist das wirklich so extrem???? Falls ja, wie kann das sein, das es niemanden gibt, der mal anfaengt, die Touristen darueber aufzuklaeren?????? Wenn jemand was machen kann, dann sind es die Touristen, die Geld ins Land bringen. Hallo?!?!!? Das kanns nicht sein oder???? Ich koennte grad kotzen......sorry. Aber jeder hier drin sollte diesen Link anschauen, und alle drin vorkommenden Fotos und Videos!
Das schlimmste ist, dass man als Aussenstehender ja total hilflos ist, oder weiss jemand, wie man etwas tun kann, damit diese Zustaende besser werden?? Die Menschen dort werden ja schlimmer "gehalten" wie Tiere!!!! Sowas menschenunwuerdiges hab ich schon lange nicht mehr gesehen, und dass sowas in meinem bisherigen Lieblingsland vorkommt, mir kommt die Galle hoch!! Meine Meinung ueber Fidel Castro hat sich soeben rapide geaendert......!!!! -
Belinda wrote:
Muss leider zugeben, dass ich zu den vielen "Unwissenden" gehoere, die sich nicht haben vorstellen koennen, dass sowas auch nur annaehernd in Cuba existiert!Es gibt leider noch viele andere schlimme Dinge auf Kuba, liebe Belinda, die der normale Tourist leider nie zu sehen bekommen wird.
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@Belinda: Hi. Also ich war bisher mehrfach in der Klinik in Holguin, die nur Kubaner vorbehalten ist, und kann solche Bilder nicht bestätigen. Klar sind die Räumlichkeiten nicht wie bei uns und 8 Bettzimmer sind jetzt auch nicht ungewöhnlich. Aber die Hygiene war aus meiner Sicht in Ordnung, wenn man bedenkt, dass das Thema Hygiene auf Kuba grundsätzlich einen anderen Stellenwert hat als bei uns. Ich bin dort aber auch Bedenkenlos und ohne Ekel auf die Toilette gegangen.
Grundsätzlich sollten man nicht alles direkt verurteilen. Speziell nicht, wenn dies aus der Feder eines Exilkubaners oder sogar Amerikaners kommt. Die machen sich doch gegenseitig seit Jahren mit reisserischen Artikeln und Fotos das Leben schwer.
Im Übrigen tauchen auch hier immer wieder ähnliche Bilder auf, die dann angeblich in deutschen Alten- und Pflegeheimen gemacht wurden.Geh einfach mal selber in eine Klinik oder zu einem Arzt wenn du da bist und mach dir dein eigenes Bild.
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@Dylan
Weisst du, was wirklich mal super waere - ein Insiderbericht, zB. von jemandem wie juanito, der mal diese schlimmen Dinge auf den Tisch legt. Wuerde mich echt interessieren!Ich war selber schonmal in einer kubanischen Klinik, 1991 in Varadero. Da gabs zwar schon die internationale, aber ich hab zuerst eine kleine kubanische gefunden, die sah nicht so toll aus und ich hab mir damals schon gedacht, hier moechte ich nicht schlimm krank werden. Also ich weiss sehr wohl, dass das Touristenkuba nicht das wahre Kuba ist, bin ja auch immer individuell gereist und hab schon oft sogar in Holzhuetten bei Einheimischen gewohnt, wo statt Fliesen nur der Erdboden ist, das Klo ausserm Haus und sogar einem Plumpsklo wie auf Oesterreichs Almen vor 100 Jahren nicht gerecht werden wuerde. Ich weiss also sehr wohl um gewisse Dinge, sehe mich nicht als "normalen" Touristen.
ABER diese Krankenhausgeschichte hat mich sehr sehr bestuerzt!
Seit ich diese Fotos gesehen habe, lassen sie mich nicht mehr los, und ehrlich gesagt, haben die mein Bild von Cuba leider getruebt....nicht dass ich jetzt nicht mehr hinmoechte, ganz im Gegenteil, ich frag mich seitdem nur, was kann man denn dagegen machen, kann man was machen?? Bin leider kein Arzt, sonst wuesste ich was tun!!! -
@Dylan. Das hast du sicher Recht. Aber daran können wir sicherlich nichts ändern. Da müssen ganz andere Leute ran. Ich denke auch, dass der normale Tourist das alles nicht wirklich wissen will und es auch nicht notwendig ist, dass er es weiß. Er soll dort einen unbeschwerten Urlaub geniessen.
@Belinda: Logisch sind die Verhältnisse dort bei weitem nicht wie hier. Die Frage ist doch, wie sich die Kubaner damit fühlen. Und die, die die westlichen Verhältnisse nicht kennen, haben kein Problem damit. Mein Ex hat nunmal 27 Jahre seines Lebens in diesen Verhältnissen gelebt. Er kommt nicht aus der Stadt, sondern vom wirklich platten Land, wo sich eigentlich nie ein Touri hin verirrt. Aber erst seitdem er in Deutschland lebt ist er etwas penibler geworden. Allerdings bei weitem immer noch nicht so wie wir.
Ansonsten bin ich nicht zu 100% davon überzeugt, dass all diese Fotos wirklich auf Kuba entstanden sind.
Selbst wenn, wird man da (auch als Arzt) nichts machen können. Die ganzen Kliniken gehören dem kubanischen Staat und der läßt sich, bekanntlicherweißen, nichts von aussen vorschreiben. Es wurden schon Medikamentenspenden aus falschen Stolz abgelehnt, also wird unsereins schon garnichts ändern können.Entweder man nimmt das Land und seine sehr langsame Entwicklung so wie es ist oder man sucht sich besser ein anderes Urlaubsziel. Damit meine ich jetzt die "normalen" Touristen. Leute mit besonderem Hang oder Familie dort mal ausgenommen. Aber die haben eh schon lange ihren eigenen Weg gefunden dort zu helfen oder zu unterstützen.
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@Trieli
Stimme dir voellig zu! Ich hoffe, im Juli nach Cuba zu koennen, und dann moechte ich falls moeglich mir so eine Klinik echt mal selber anschauen. Und ein Medikamentenpaket werd ich dann wohl auch mitnehmen, fuer meine Freunde in Baracoa zumindest, weil die leben wirklich noch in Holzhuetten mit Erdboden und ich glaube nicht, dass die sich mittlerweile viel mehr leisten koennen als seit dem Jahr, als ich das letzte Mal dort war. Man kann helfen, zwar nicht allen, aber doch vereinzelt, und wie du schon richtig schreibst, "Touristen" mit besonderer Verbindung zu Cuba haben immer geholfen, werden es auch weiterhin tun. -
@Belinda: Sei bitte vorsichtig mit Medikamenten mitnehmen. Im anderen Forum gibt es derzeit dazu einen netten Thread. Kubaner halten alle Pillen für Allheilmittel und schlucken diese unabhängig von Wirkung, Nebenwirkungen oder anderen Nachteilen wild durcheinander, wenn sie auch nur das kleinste Wehwechen haben.
Meine kriegen ausser Vitamintabletten nix mehr. Ist viel zu gefährlich. Die füttern sogar Kleinkindern ohne ärztliche Medikation mit Antibiotika voll.Also bitte sehr grosse Vorsicht. Auch bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Auch damit kann man großes Unheil anrichten.
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unser Freund infocuba tut da schon ne ganze Menge, wie z.B. versuchen, bei Krankenhausrenovierungen in Deutschland das Inventar zu bekommen.
Nur anscheinend kommen die Container nicht so recht voran. Wüßte auch nur zu gerne mal, wann denn mein Paket im Kinderkrankenhaus ankommt.
Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als wegschauen! -
Hallo Meinungsfreiheit, hallo zusammen,
nach den Hurrikans "Gustav" und "Ike", die im August 2008 große Teile Cubas verwüstet haben, war es für uns zunächst einmal wichtig, von cubanischer Seite zu erfahren, was vor Ort benötigt wird denn in einer derartigen Situation ist nichts unangebrachter, als Aktionismus.
Ich habe daher im Oktober 2008 die Provinz Pinar del Rio besucht und mit den Autoritäten diverser Ministerien Gespräche vor Ort geführt und unsere Hilfe angeboten. Es wurde vereinbart, uns detaillierte Bedarfslisten zukommen zu lassen. Bis heute haben wir aus der Provinz Pinar del Rio nichts mehr gehört, was uns sehr überrascht hat.
Im November 2008 war ein anderes Vorstandsmitglied in der Provinz Holguín um dort die Situation nach "Ike" zu begutachten und Hilfe anzubieten. Er kehrte Anfang Dezember 2008 mit sehr guten und detaillierten Infos zurück und so war für uns klar, dass wir 2 Großcontainer mit insgesamt 140 Kubikmetern Hilfsgütern in die Provinz Holguín schicken.
Die Hilfsgüter werden zu großen Teilen dem durch "Ike" stark beschädigten Hospital von Gibara zur Verfügung gestellt, aber auch andere Gesundheitsinstitutionen der Provinz Holguín werden von uns Hilfsgüter erhalten.
Wir haben in den letzten Monaten etliche tausend €uro an Spendengeldern erhalten, u.a. auch von Mitgliederen dieses Forums, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken möchte. U.a. mit diesen Geldern können wir die Hilfsgüter und den Containertransport finanzieren. Ganz aktuell haben wir auf cubanische Bitte einige hochwertige medizinische Geräte beschafft und immer noch fehlen Geräte. Wir sind immer bestrebt, hochwertige Geräte und Hilfsgüter zur günstigen Preisen oder in Form von Spenden zu bekommen und das dauert seine Zeit, was auf Cuba auch völlig klar ist. Wir sammeln nicht nach dem Gießkannenprinzip sondern gezielt in Kooperation mit den cubanischen Instituitonen, wobei der Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt.
Die Container sind in Cuba angemeldet und werden im April 2009 verschifft.
Alles läuft nach Plan und selbstverständlich sind die u.a. von euch gespendeten Sachgüter entsprechend beschriftet und werden ihren Bestimmungsort erreichen.
Ich werde berichten.
Nochmals vielen Dank an alle Spender!Salu2
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So ist das in Kuba.
Die Bezirksfürsten trauen sich nicht irgendetwas zu entscheiden. Alles ist zentral gelenkt.Beispiel:
Heiratet ein (loco) Touri eine Krankenschwester in der Provinz, muss der Gesundheitsminister in Havanna PERSÖNLICH entscheiden, ob sie aus Kuba ausreisen darf!

Da gibt es eine Sperre von 5 Jahren in welcher die Ausbildung abgearbeitet werden muß.
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Gustav und Ike im August 08, Containerverschiffung im April 09, Ankunft in Holguin??así es Cuba! :?
Und wie wird mit den Container in Kuba umgegangen?
Hier ein Beispiel:
Schlecht befestigt und vom LKW gerutscht. das mitten in Havanna!Er stand dort 2 Tage auf der Kreuzung bis der Kran herangeschafft wurde. Unter Pol.-bewachung natürlich, sonst?

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Trieli wrote:
@Belinda: Sei......
Meine kriegen ausser Vitamintabletten nix mehr. Ist viel zu gefährlich. Die füttern sogar Kleinkindern ohne ärztliche Medikation mit Antibiotika voll.Also bitte sehr grosse Vorsicht. Auch bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Auch damit kann man großes Unheil anrichten.
So ist es ! Wir haben zwar wieder 5 Kg !!!! . Meist rezeptpflichtige Medikamete mit , je Medikament mindestens in Grösse N2 ( Antibiotika, 3 Pillen einmal - machen nur resitent!!!) oder mehrfach N3 ( Bltuthochdruck) ausreichend für 1 Jahr . Diese gehen aber an Mediziner.
Ansonsten gibt es bei mir nur Vitamine und Bepanthen
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infocuba wrote:
Hallo Meinungsfreiheit, hallo zusammen,Nochmals vielen Dank an alle Spender!
Salu2
Hola - Nichts für ungut - Meinungsfreiheit und ich hätten nur gerne mal eine Info gehabt

Liegt noch etwas an für ICAP, Clinica Pedriatica - Holguin? ??? Abflug 27.03.!!!