Ärztliche Versorgung für Touristen auf Kuba?
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Hallo Openwater, hallo Meinungsfreiheit,
zur Kritik: "Nichts für ungut - Meinungsfreiheit und ich hätten nur gerne mal eine Info gehabt"
Rainer, die o.g. Infos habe ich Meinungsfreiheit am 03.02.09 per PM und dir Rainer am 04.02.09 ebenfalls per PM zur Kenntnis gegeben, schaut bitte mal in euren Postfächern nach.
Vielen Dank und salu2 -
infocuba wrote:
Hallo Openwater, hallo Meinungsfreiheit,
zur Kritik: "Nichts für ungut - Meinungsfreiheit und ich hätten nur gerne mal eine Info gehabt"
Rainer, die o.g. Infos habe ich Meinungsfreiheit am 03.02.09 per PM und dir Rainer am 04.02.09 ebenfalls per PM zur Kenntnis gegeben, schaut bitte mal in euren Postfächern nach.
Vielen Dank und salu2Du hast recht
Aber - irgendwo empfand ich - mich nicht hinreichend informiert - Nochmals * NIX für UNGUT* 
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Hola Belinda,
wir haben inzwischen fast 100 Großcontainer mit fast 7.000 Kubikmetern Hilfsgüter -überwiegend für das cubanische Gesundheitssystem- nach Cuba verschifft. Die Hilfsgüter kommen dort an, wo sie benötigt werden. Wir werden unsere Arbeit zum Wohle der cubanischen Bevölkerung fortsetzen, soweit dies von cubanischer Seite gewünscht wird und im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt.Salu2
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infocuba wrote:
...Rainer, die o.g. Infos habe ich Meinungsfreiheit am 03.02.09 per PM und dir Rainer am 04.02.09 ebenfalls per PM zur Kenntnis gegeben, schaut bitte mal in euren Postfächern nach. Vielen Dank und salu2Schade, dass diese Infos intern per PM an einzelne User geschickt und nicht gleich öffentlich im "Hilfe für Cuba"-Thread gepostet wurden :?
Wisst ihr, ob nicht noch mehr User hier aus dem Forum gespendet und auf weitere Infos gewartet haben? Zumal auf der Homepage der HCH auch keine diesbezüglichen Infos zu finden waren/sind...
Klar ist aktive Hilfe und entsprechende Organisation wichtiger als Pressearbeit aber ab und an eine Aktualisierung oder ein Zwischenbericht können -meiner Meinung nach- auch nicht schaden.openwater1 wrote:
...irgendwo empfand ich - mich nicht hinreichend informiert...Dem schließe ich mich an.
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infocuba wrote:
Hola Belinda,
wir haben inzwischen fast 100 Großcontainer mit fast 7.000 Kubikmetern Hilfsgüter -überwiegend für das cubanische Gesundheitssystem- nach Cuba verschifft. Die Hilfsgüter kommen dort an, wo sie benötigt werden. Wir werden unsere Arbeit zum Wohle der cubanischen Bevölkerung fortsetzen, soweit dies von cubanischer Seite gewünscht wird und im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt.Salu2
Hallo infocuba,
vielen Dank fuer die super Infos! Ich kann mir gut vorstellen, dass es in Cuba nicht einfach ist, auch wenns um Hilfe geht. Schon irgendwie krass das ganze, da will jemand helfen, und laesst ihn nicht. Aber so ist Cuba halt, leider.......
Ich hoffe, eure Container kommen sicher in Cuba an und gelangen auch zu den entsprechenden Organisationen. Ich wuerde mich freuen, wenn du hier drin posten wuerdest, falls ihr mal wieder so eine Spendenaktion macht oder so! -
@infocuba: Meine nächste Frage bitte nicht übel nehmen. Aber wie kontrolliert ihr eigentlich, dass mit den Hilfsgütern vor Ort kein reger Handel betrieben wird? Gut. Manche Sachen sind für den Schwarzmarkt nicht wirklich geeignet. Aber Medizin geht doch immer gut.
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@openwater: Du weißt aber auch, dass die Ärzte ihr karges Einkommen durch den Verkauf von Medizin unter der Hand aufbessern. Sehr oft ohne den eigentlichen Patienten jemals zu Gesicht bekommen zu haben.
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Trieli wrote:
@openwater: Du weißt aber auch, dass die Ärzte ihr karges Einkommen durch den Verkauf von Medizin unter der Hand aufbessern. Sehr oft ohne den eigentlichen Patienten jemals zu Gesicht bekommen zu haben.Hola - es sind unsere Freunde seit 2002 - zum Teil ist es für sie persönlich ( Ramipril) - und er als Arzt kann die (Dosis 5, 10, 20 , 30 mg ) selbst einschätzen . Manches geht auch an die Familie oder wird abgeben .
Me da igual -! ! Ich habs - und besser dort, als hier halb gebraucht in den Müll.
WIchtig: Nicht in Hände von Laien, therapiefähig - und nicht abgelaufen oder bald abgelaufen.PS- unsere Freunde kennen wir seit 2002 ( Wohnung , Einrichtung, Kleidung) - sehen nicht so aus als ob sie daran verdienen.

Nochmal: WICHTIG FÜR ALLE IST: MEDIKAMENTE ( auch frei käufliche) nicht wahllos verteilen !!!!!! Por ejemplo: Asperin !!! Verdünnt das Blut ( lindert Schmerzen ) aber in Kombination mit Marcomar ---

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Sei mir nicht böse. Aber ich gehe da lieber auf Nummer sicher. Ich kenne meine Familie und viele Freunde (auch Ärzte) seit 1998. Es ist leider Fakt, dass Kubaner, wenn es um ihren Vorteil geht, lügen das sich die Balken biegen. Nur mein Ex hat es inzwischen kapiert und spielt mit offenen Karten. Aber auch er wird häufig genug von seiner Familie und Freunden angelogen.
Ist zwar sehr schade und vieles entgeht ihnen dadurch, weil ich ihnen einfach nicht vertraue, aber so lange sie es nicht lernen, gibt es nix.Zum Thema Aspirin kann ich nur sagen, dass es auf dem Land nicht unüblich ist, kleinen Kindern (in dem Fall meinem Neffen als er vier war) Aspirin mit Rum zu verabreichen als er mal einen kleinen Schnupfen hatte. Danach gab es ein Riesendonnerwetter meinerseits und mir wurde versprochen es nie wieder zu tun. Wers glaubt. :?
Mein Ex hat letztes Jahr meiner Schwägerin als sie hier in Deutschland war abgelaufene Antibiotika verabreicht als sie erkältet war. Danach wäre sie beinahe in der Notaufnahme gelandet, weil ihr Blutdruck ins Universum gestiegen ist.
Auch noch haltbare Medikamente laufen irgendwann ab und werden auf Kuba auch dann noch wie Smarties geschluckt.
Wirklich wichtige Medikamente bekommen auch Kubaner verschrieben und werden entsprechend regelmässig kontrolliert. Also ist es nicht zwingend notwendig ihnen auch noch das Zeug mitzubringen.
Und um zum Thema des Threads zurück zu kommen. Touristen werden auf Kuba gut ärztlich versorgt. Ich mußte es bisher selber zweimal in Anspruch nehmen und konnte mich nicht beschweren. Logischerweise ist es nicht mit Deutschland zu vergleichen. Aber nicht umsonst werden kubanische Ärzte wegen ihrer guten Ausbildung weltweit sehr gerne eingestellt.
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Hola Trieli,
wenn du Interesse hast und in der Nähe von Dortmund wohnst, kannst du sehr gerne zum Container-Ladetag im April zu uns kommen. Dann wirst du auch schnell verstehen, wieviele Dokumente über den Containerinhalt lange vor der Beladung der Container auf Cuba vorliegen. Nur bei Vorliegen sehr detaillierter Listen erteilt Cuba überhaupt die Einfuhrgenehmigung. Während der Beladung werden die Listen präzisiert, denn es passiert immer mal, dass aus ladetechnischen Gründen avisierte Hilfsgüter nicht mitgenommen werden können und dafür andere Dinge in den Container kommen. Die in den letzten Jahren auf cubanische Forderung immer genauer gewordenen Ladelisten werden per eMail nach der Beladung hier in Dortmund an die cubanischen Autoritäten übermittelt. So weiß man auf Cuba lange bevor die Container in Havanna oder Moa ankommen, welcher Inhalt sie erwartet. Der Containerinhalt wird auf Cuba allen beteiligten Ministerien und Institutionen und auch dem Zoll mitgeteilt. Bei der Entladung der Container sind sämtliche Autoritäten anwesend und kontrollieren den Containerinhalt mit den von uns zuvor gemailten Listen. Dass die Container, die von uns nach der Beladung versiegelt wurden, erst vor Ort in Anwesenheit der cub. Autoritäten geöffnet wird, versteht sich von selbst.
Wir verschicken per Container keine Medikamente, nicht aber aus den von dir genannten Gründen, sondern weil dies zum einen von Seiten der deutschen Behörden sehr kompliziert wäre und zum anderen die Anforderungen bei der Übersendung von Medikamenten von cubanischer Seite so streng sind, dass sie unsere administrativen Möglichkeiten bei weitem übersteigen.
Jeder Cuba-Tourist darf nach den cub. Zollvorschriften 10 kg Medikamente ohne administrativen Aufwand einführen, wobei diese evtl. bei der Einreise vom Flughafenarzt kontrolliert werden. Diese Möglichkeit nehmen wir bei unseren Reisen natürlich regelmäßig wahr.
Für die Einfuhr von Computern und medizintechnischen Geräten gelten seit einigen Jahren ebenfalls sehr strenge Vorschriften. Wir können nicht einfach z.B. eine Zentrifuge, einen Sterilisator, ein Ultraschallgerät, ein Dialysegerät oder ein Röntgengerät nach Cuba verschiffen, wenn uns diese Geräte gespendet werden. Für jedes medizintechnisches Gerät ist nach cubanischer Vorschrift vor der Einfuhr ein Formular mit 19 Fragen zum Gerät, Herkunft, Laufzeit, evtl. Defekte, vorhandene Bedienungsanleitung, Zubehör usw. auszufüllen. Dieses Formular ist pro Gerät dem cubanischen Gesundheitsministerium -MINSAP- mitzuteilen und die Einfuhr damit zu beantragen. Das Formular wird intern an die zentrale Medizintechnik von Havanna weitergeleitet. Erst wenn die Medizintechnik ihr ok gibt, bekommen wir aus Havanna grünes Licht und die Einfuhr wird genehmigt. Erst dann können wir das Gerät auf die Containerliste setzen.
Ihr könnt euch vorstellen, dass bei einem Volumen von ca. 70 Kubikmetern pro Container umfangreiche Vorbereitungsarbeiten erforderlich sind, bevor die Container auf die Reise geschickt werden können.
Wir können bei den Containertagen immer Hilfe gebrauchen, und Ihr seid herzlich eingeladen mitzuhelfen. Für Getränke und Pizza während der Beladung wird regelmäßig gesorgt. Wir benötigen für die Beladung eines Containers ca. 3 Stunden, je nach Inhalt, bei vielen Krankenhausbetten geht´s schneller und beladen an einem Nachmittag in der Regel 2 Container.
Trieli, na klar wird auch mal was geklaut, das lässt sich nirgends auf der Welt vollständig verhindern aber die Verlustquote ist verschwindend gering. Sehr ärgerlich war vor Jahren mal der Verlust von 2 Computern, der sich jedoch aufklären ließ und für den **** im Knast endete.Salu2
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Kommen die Container wieder zurück?
Kubaner behalten sie gern

Als die DB die Deutsche Reichsbahn übernahm, fehlten Tausende von Containern.
Die sozialistischen Bruderländer behielten sie einfach
Sehr viele waren in Kuba zweckentfremdet.
Einer der wichtigsten Handelspartner der DDR war Kuba. "Und von dort kam praktisch kein Container mehr zurück", flüsterte ein Informant. Im Januar 1991 bestieg Michel eine Maschine nach Havanna. "Kaum in Kuba angekommen, brauchte ich nicht lange zu suchen: In den Häfen war kein Stück mehr, aber über das ganze Land verteilt standen die Container rum und wurden als Garagen verwendet, als Lagerhallen, Schuppen, Viehställe oder Behelfsquartiere". Jetzt musste er die Kisten zurückschaffen, oder besser: sie sich auszahlen lassen. Fidel Castros Funktionäre aber ließen den Gringo ins Leere laufen.
Artikel in der Welt
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Tja Juanito, die Rückgabe der Container ist zuletzt leider zum Problem geworden.
Die Container sind Leihcontainer, wobei der Transport vom Lager hier bis zum Hafen auf Cuba ca. 3.500,-€ kostet. Die Cubaner haben ca. 10 Tage Zeit, die Container zu entladen und wieder leer zurückzugeben. Werden sie nicht rechtzeitig zurückgegeben, fallen Zuschläge an, die gestaffelt sind und bis zu 50 USD(Abrechnungswährung) pro Tag betragen. Ich weiß aus der Vergangenheit von einigen Containern, die nicht rechtzeitig zurückgegeben wurden. Die fälligen Zuschläge wurden von cubanischer Seite gezahlt.
Sehr ärgerlich war im vergangenen Jahr die Situation, als wir als NGO für einen von cubananischer Seite mit 136 Tagen Verspätung zurückgegebenen Container rund 5.000 USD Zuschlag zahlen sollten. Da gingen etliche eMails hin und her und die Reederei verlangte vom cubanischen Staat eine schriftliche und verbindliche Erklärung, dass die Container rechtzeitig wieder zurückgegeben werden und evtl. Zuschläge für die verspätete Rückgabe von dort getragen werden. Sollte diese Erklärung nicht eingereicht werden, weigerte sich die Reederei, weiterhin Austauschcontainer zu befördern. Da die Erklärung leider nicht erteilt wurde, wir aber um den Bedarf vor Ort wussten, unser Lager zwischenzeitlich aus allen Nähten platzte und wir keine Spenden mehr annehmen konnten, entschlossen wir uns im vergangenen Jahr zähneknirschend dazu, anstelle der Austauschcontainer Kaufcontainer zu verschiffen, die dann vor Ort bleiben konnten und somit von der Reederei transportiert wurden. Aufpreis pro Kaufcontainer ca. 1.200,-€, die wir natürlich lieber für den Kauf von Hifsgütern verwendet hätten. Im vergangenen Jahr gingen auf diese Weise im Juli 3 Kaufcontainer an das Krankenhaus von Mayari (Provinz Holguín). Die Container erreichten das Krankenhaus kurz nach Hurrikan "Ike". Sie waren wegen der entstandenen Schäden natürlich noch herzlicher willkommen, als sie es ohnehin schon waren. Dazu kam nun, dass die Container in der speziellen Situation sehr gut u.a. als Lager genutzt werden konnten, da sie nicht mehr zurückgeschickt werden mussten. Wie gesagt, in der Situation ein Glücksfall aber eigentlich wegen der hohen Kosten für die Kaufcontainer sehr ärgerlich.Salu2
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@Infocuba: Herzlichen Dank für die sehr ausführliche Info. Ist schon sehr interessant zu lesen, wie umständlich das Ganze ist. Und vor allem "Hut ab" das ihr diese Strapazen auf euch nehmt. Dortmund ist in der Tat nur 100 km von mir entfernt. Es kommt allerdings auf das Datum an, wann die Container beladen werden sollen, da ich im April selber nach Kuba fliege.
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super, danke infocuba, nichts für ungut!
Wer sich mit Cuba beschäftigt, weiß, wie schwierig sich die Sache gestalten kann. Nur habe ich mit einigen Institutionen schon schlechte Spendenerfahrung gesammelt und hoffe, dass mein Paket bei Dir gut aufgehoben ist

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Schliesse mich Meinungsfreiheit an
--- und da er und ich auch etwas spezielles an Bord haben werden ( für Kinderklinik Holguin ) waren wir etwas * not amused*.Sodale - ich mach hier jetzt SCHLUSS! In 3 Tagen bin ich vor Ort ! Freue mich !!!!!
