• packard
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    geschrieben 1259621486000

    ;)  Siehste, das ist wieder so ein Extremisten-Schwachsinn.

    Ich liebe Familienurlaub. Mir wurscht wo. Warum soll ich stornieren? Ich sagte lediglich, das ich damit nicht ganz glücklich bin, nicht das ich es grauenvoll finde .

    2.-8.8. Mallorca, 15.-23.8. Sylt, 14.- 16.9. München U2 (yeahhh!!), 11.-18.10.10 Larnaca
  • R-Luethi
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    geschrieben 1259621870000

    @curiosus sagte:

    Respekt zollen? Wofür? Für Ausgrenzung und dafür in einer Welt voller dumpfer Vorurteile und "Angstgefühle" vor "Überfremdung" zu leben?

    Das bedarf ganz sicher keines Respektes, eher im Gegenteil. :(

    Nein für Demokratie!! Denn wo ausser in der Schweiz gibt es das sonst noch. Kirchtürme und Minarette sind Überbleibsel aus einer Zeit in der sich noch nicht jeder eine Armbanduhr leisten konnten.

    Zum einen muss man die gesamte Vorgeschichte kennen. Man spricht immer wieder das Antidiskriminierungs Verbot an. Da muss ich mal klar Stellung nehmen wer Diskriminiert wen? In der Nähe der Stadt Olten hat sich eine Gemeinschaft ein altes Haus gekauft, um darin ein Kulturzentrum zu errichten.  Nach einigen Jahren kam das Bedürfnis man müsse darauf ein, Minarett setzen also reichte man ein Baugesuch ein. Die zuständige Bauverwaltung entschied, man dürfe kein solche Minarett auf dieses Haus bauen weil der Zonenplan dies nicht zulässt. Das heisst das die Firsthöhe die Maximalhöhe ist die in diesem Gebiet gebaut werden darf. Also zog die Gemeinschaft dies vor Gericht, in erster Instanz wurde man zurückgewiesen weil die Erklärung mit dem Zonenplan nachvollziehbar ist. In der zweiten Instanz wurde jedoch den Projektverfassern recht gegeben, mit dem Hinweis auf die Religionsfreiheit. Es handelt sich um ein krasses Fehlurteil, weil die Bauverwaltung musste nicht bewerten, ob der Religionsfrieden gestört ist sondern ob die baulichen Massnahmen dem geltenden Zonenplan entsprechen. Es gibt Fälle in denen der Bauherr das oberste Stockwerk so vekleinern musste, weil das Haus einige cm über den Vorgaben des Zonenplan lagen, er ist der diskriminierte.

    Vom Prinzip her müssten wir als nur zum Glauben der Mormonen konvertiereb und wir könnten drei Frauen heiraten ohne das man uns wegen Pygamie strafrechtlich verfolgen dürfte weil dies unsere Religionsfreiheit einschränkt. Im flächenmässig grössten Bistum der katholischen Kirche findet man keinen einzigen Kirchturm, der zuständige Bischof sagt dazu damit kann ich viel Geld sparen den im Turm kann ich keine Gläubigen versammeln. Eine Religionsgemeinschaft benötigt keine Türme, sondern Menschen. Ist ein Berber ein schlechterer Muslime als einer der täglich mehrmals in die Moschee geht? Ich denke nein, den Religion muss man im Umgang mit seiner Umwelt leben. Mit dem Begriff Religion wird sehr viel Schindluder getrieben, da müssen sich die Christen auch an die Nase fassen, den die Auswirkungen der Kreuzzüge kann man im nahen Osten immer noch spüren.

  • packard
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    geschrieben 1259622257000

    Schon schlimm, wenn sich die Menschheit über so einen Unsinn streiten muss.

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  • R-Luethi
    Dabei seit: 1238803200000
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    geschrieben 1259623050000

    @Riviera_tr sagte:

    @tara67,

    auch wenn ich deine Meinung akzeptieren würde, wird der europaeische Gerichtshof hoffentlich deine Meinung nicht akzeptieren. Das ist gegen die Menschenrechte, falls Du natürlich weisst was das ist: MENSCHENRECHTE!!

    Wie hiess Altzheimer doch schon wieder zum Vornamen? Das Recht auf einen Kirchturm oder ein Minarett steht nirgendwo in der Menschenrechtskonvention verankert.

  • R-Luethi
    Dabei seit: 1238803200000
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    geschrieben 1259623991000

    @Riviera_tr sagte:

    Und sowas nennt man Demokratie in der Schweiz!! :frowning:

    Die EU ist keine Demokratie sondern eine Oligarchie, der Unterschied ist der Schweizer kann darüber abstimmen ob er mehr Mehrwersteuer bezahlen will während bei den EU Staaten dies eine Minderheit bestimmt.

    Indirekte Demokratie = Volksverdummung

    Demos=Volk

    Kratia= Herrschaft

    Demokratie heisst Volk wähle Dein Schicksal und nicht Volk wähle Deinen Fürsten.

  • susismile
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    geschrieben 1259624120000

    Was hier so alles durcheinander gewurstelt wird, bringt mich zum Kopf schütteln. Also, wenn man gegen die Minarette in der Schweiz ist, ist man entweder Rassist oder hat eine Islamphobie, oder ist intelektuell unterbelichtet oder man wohnt auf dem Land und und und .....

    Die Umfragen vor der Wahl hätten ein ganz anderes Wahlergebnis (gewünscht, gewollt ?) jedenfalls vorhergesagt. H. Longchamp (der renomierte Hochrechnungs- Vorhersager) hat sich die grösste Schlappe seiner Karriere geholt. Und weshalb? Weil das "unintelektuelle Volk" seinem unguten Gefühl mit einem Ja an der Urne stattgegeben hat. Viele haben nämlich die Befürchtung zuerst die Minarette, dann die Kopftücher, dann die Zwangsheirat, usw. usf.

    Ich finde es ziemlich anmassend, dass sich die Menschen (Medien, Journalisten) in anderen westlichen Staaten jetzt so aufplustern und über die Schweizer herziehen. Ich denke, dass in sehr vielen Europäischen Ländern das gleiche Ergebnis zu diesem Thema zustande käme, wenn man das Volk befragen würde.

  • packard
    Dabei seit: 1237766400000
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    geschrieben 1259624687000

    Na einigen wir uns doch einfach drauf das wir "de Dooom in Kööölllleeee" lassen und die Hagia Sofia in Istanbul, bautechnisch. Gebetet werden darf halt eben überall, basta.

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  • Reiselady
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    geschrieben 1259625524000

    Dies ist ein interessantes Thema, und ich finde es schade, wie diese Diskussion hier ausartet. Schwierig ist es auch, weil man sein Gegenüber nicht sehen und die Mimik nicht wahrnehmen kann. Darum halte ich mich normalerweise auch aus solchen Diskussionen raus. Die Schweiz hat abgestimmt und das Ergebnis sollte akzeptiert werden. Es spricht sicher vielen Bürgern auch anderer Nationalitäten aus dem Herzen. Unsere Kirchtürme in unseren eigenen europäischen Ländern haben eine lange Tradition und sind Teil unserer Kultur. Nun sind Migranten zu unseren Mitbürgern geworden, die ihre eigenen kulturellen Werte und Vorstellungen mitbringen.  Sollen wir deshalb unsere Kirchtürme abreissen? Ich denke, wenn man irgendwo einwandert, sollte man sich den Gegebenheiten des Gastlandes anpassen. Eine Integration kann nur so gelingen. Natürlich sollen die Migranten ihren Glauben behalten und praktizieren dürfen, aber muss man deshalb Minarette bauen? Es wird zum Teil heute in unseren Kindergärten und Schulen erwartet, dass z. B. Kreuze von der Wand entfernt werden, weil muslimische Kinder am Unterricht teilnehmen. Es wird zum Teil  erwartet, dass in Kindergärten  kein Martinsumzug mehr stattfindet, weil muslimische Kinder dort sind, aber als Laternenfest darf es weiterhin stattfinden. Das nur mal als kurze Anmerkung von mir. Es gäbe zum Thema noch viel zu sagen, aber das würde hier zu weit führen.

  • bernhard707
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    geschrieben 1259634574000

    Richtig Reiselady, da bin ich abolut Deiner Meinung, auch wenn ich, zugegeben manchmal doch nachdenklicher, Atheist bin.

    @Riviera_tr sagte:

    ...wird der europaeische Gerichtshofhoffentlich deine Meinung nicht akzeptieren. Das ist gegen dieMenschenrechte, falls Du natürlich weisst was das ist: MENSCHENRECHTE!!

    ...und was hat jetzt der EUGH mit der Türkei zu tun?

    Life is too short to limit your vision ... indeed
  • Pesche
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    geschrieben 1259635831000

    Hallo zusammen

     

    Oh, la, la! SeeteufelX hat mit diesem Thread ja einiges ausgelöst! Jetzt oute ich mich auch noch als ein Schweizer Stimmbürger, der ein “ja” in die Urne gelegt hat. Und das, obwohl ich weder Mitglied noch Sympathisant der rechtspopulistischen Volkspartei SVP bin, die die Initiative lanciert hat.

    Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Minaretten in unserem “Ländli”. Gleichwohl habe ich und viele meiner Landsleute der Initiative etwas wiederwillig zugestimmt um mal ein Zeichen zu setzten und klar zum Ausdruck zu bringen: Es muss sich etwas ändern!

    Viele Stimmbürger haben sich die zentralen Fragen gestellt: Wie Muslime in der Schweiz leben, was die Moscheen für Gläubige bedeuten, wo gefährliche Reibungsflächen zwischen den Kulturen bestehen. Es geht also nicht um Symbole wie Minarette, sondern um unsere Werte. Die klarste Richtschnur dafür sind die vom Staat garantierten Grundrechte und Sozialziele, die sich an den Menschenrechten orientieren und auf die wir uns in unserer Kultur demokratisch geeinigt haben. Etwa das Recht auf persönliche Freiheit, das Verbot erniedrigender Behandlung und nicht zuletzt das Recht auf die Gleichstellung, vor allem in Familien, Ausbildung und Arbeit.

    Es sind unter anderen diese entscheidenden Werte, die sich nicht mit dem Koran vertragen, der in den Augen nicht weniger Muslime in der Schweiz buchstabengetreu ausgelegt werden muss. So ist es laut Koran zulässig, eine widerspenstige Frau in ihrer Freiheit einzuengen und zu züchtigen, und ihr Leistungsausweis ist nur halb so viel wert wie das eines Mannes. Wir sollten deshalb keine Debatte über Minarette führen. Wir müssen nur klarstellen, dass in unserem Land die Verfassung gilt. Wir müssen klarstellen, dass es nicht angehen kann, dass jemand unter Berufung auf religiöse Freiheit die Grundrechte anderer Menschen verletzen darf. Und wir müssen dieses klare Bekenntnis auch einfordern von allen hier lebenden Muslimen.

    Und genau da, liegt der Hase im Pfeffer. Obwohl von gewissen politischen Kreisen inklusive unserer Regierung die Problematik stark verharmlost wird und bei jeder Gelegenheit erwähnt wird, dass die Grundrechte ohne wenn und aber für alle hier lebenden Menschen gelten, egal aus welchem Kulturkreis die Menschen stammen! Tatsache ist jedoch: Zwangsheiraten sind an der Tagesordnung (die Dunkelziffer ist hoch!), Mädchen müssen dem Schwimm- und Sportunterricht und den Klassenlagern in den Schulen fernbleiben, mit Sonder- und Ausnahmebestimmungen werden je nach Kanton die Anordnungen von den Schulen aufgehoben, der Ausgang mit gleichaltrigen Freundinnen und Freunden oder noch schlimmer, ein ungläubiger Freund wird den Mädchen verboten und obwohl von Muslimen immer behauptet wird, das Kopftuch werde von den jungen Frauen und Mädchen freiwillig und ohne jeglichen Zwang getragen und die jungen Frauen seien mit der Wahl der vom Familienoberhaupt ausgesuchten Ehemänner aus dem eigenen Kulturkreis voll einverstanden -- wage ich solche Statements stark anzuzweifeln.

    Leider sind diese Tatsachen nicht einfach zu beweisen, befürchten doch die leidtragenden jungen Frauen aus der Familie ausgestoßen und geächtet zu werden! Also schicken sich die Betroffenen resigniert in das Unausweichliche. Interessant auch, dass sich die sogenannt voll integrierten und aufgeschlossenen Muslime nur sehr zurückhaltend, wenn überhaupt, zu diesen Problemen äußern. Man will sich die Finger nicht verbrennen und erwartet von uns ein gewisses Verständnis und die Bereitschaft, die Integration vorzuleben und die Muslime nicht auszugrenzen. 

    Zugegeben, diese Problematik hat mit den Minaretten nichts zu tun. Aber jetzt ist unsere Regierung und die Politik gefordert. Es muss etwas geschehen. Und das ist gut so.

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
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