• besortgterurlauber
    Dabei seit: 1207699200000
    Beiträge: 6
    geschrieben 1211932005000

    Als ich schrieb, dass eine Behörde mir mitgeteilt hat, es gäbe kein Gesetz

    gegen das Verbrennen von Kabeln, meinte ich genau das:

    Man hat mir das zwar gesagt, um mich loszuwerden, aber stimmen muss das noch lange nicht.

    Ich habe inzwischen die europäische Gesetzgebung studiert, und bin fündig geworden. Bin nächste Woche wieder da, und werde dann die Anzeige erstatten. Die Gesetze gibt es, und Griechenland ist bereits von der EU-Kommision mit einem Strafgeld von 34000€ pro Tag und Fall bedroht, wo Verstösse nicht abgestellt werden.

    Dann kommt halt noch ein Fall hinzu.

    Wer ungestört seinen Urlaub verbringen will, soll das gerne tun.

    Wer helfen will, indem er Feedback gibt, dass ihn manche Sachen stören(falls es denn so ist) der hilft, da der Kunde(Tourist) eher gehört wird.

    Wenn die Einheimischen ihre Probleme nicht selbst lösen, dann werden sie ihre Quittung bekommen:

    Genau, und wenn man ankündigt, dass die Quittung kommt, kann man vielleicht noch bwirken, dass was geändert wird.

    Die Saison läuft sehr schlecht an, und man macht sich hier schon so seine Gedanken.

  • effi
    Dabei seit: 1119657600000
    Beiträge: 695
    Zielexperte/in für: Athen
    geschrieben 1211940154000

    Dein Engagement in allen Ehren. Ich denke aber trotzdem, dass man diese Probleme der griechischen Gesellschaft überlassen sollte und auch nur von da heraus gelöst werden können. Ich würde mir auch nicht anmaßen, meinen griechischen Gastgebern die deutsche Mülltrennung und fachgerechte Entsorgung von Problemabfällen nahezubringen.

    Solange mein Vermieter auf Naxos nichts schlimmes dabei findet seine 2 ausrangierten Rostlauben auf dem eigenen Grundstück verrotten zu lassen, der Maler eines kleinen Dorfes seinen halbvollen Farbkübel einfach über die Klippe ins Meer schüttet, nachdem er vorher die Mauern und Gässchen seines Ortes hübsch angepinselt hat und uns auf unsere ungläubigen Blicke hin versicherte, dass es "no problem" wäre und solange jeder seine Batterien, Säuren, Farben und Öle einfach hinter dem nächsten Busch ablädt, kann ich mich zwar darüber aufregen- ändern werde ich damit aber nichts. Wir haben im vergangenen Jahr in Volos eine junge Griechin kennengelernt, die sehr engagiert für eine kleine Umweltschutzorganisation arbeitete. Deren Arbeit ist ein täglicher Kampf gegen Windmühlenflügel, die Hauptarbeit aber besteht in der Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung- und das beginnt bereits bei den Kindern in den Schulen.

    Ich denke das macht weitaus mehr Sinn als irgendwelche Petitionen gegen die Verbrennung von Kabeln (wahrscheinlich passiert das in GR täglich hundertfach) einzureichen, die dann doch nur in den Rundablagen des trägen griechischen Behördenapparates verschwinden. Das Bewusstsein für die eigene Umwelt kann man nicht kollektiv verordnen und von heute auf morgen erzwingen.

    @besortgterurlauber sagte:

    Wenn die Einheimischen ihre Probleme nicht selbst lösen, dann werden sie ihre Quittung bekommen:

    Genau, und wenn man ankündigt, dass die Quittung kommt, kann man vielleicht noch bwirken, dass was geändert wird.

    Die Saison läuft sehr schlecht an, und man macht sich hier schon so seine Gedanken.

    Ein Problem kann man aber nur lösen, wenn man es als solches erkennt. Wenn die Gäste irgendwann ausbleiben, wird der Grieche mindestens 100 andere Gründe dafür finden, bevor er auf die Idee käme sein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

    LG Effi

  • besortgterurlauber
    Dabei seit: 1207699200000
    Beiträge: 6
    geschrieben 1211967579000

    Ich stimme dir absolut zu, dass die Jugend, die einzige Hoffnung ist, irgendwas zu ändern. Da sind wir auch dran, indem wir mit Kindergärten und Schulen zusammenarbeiten.

    Ich rede hier nicht von den unzähligen kleinen Sünden, die im privaten Bereich begangen werden. Die kann man nur über Aufklärung abstellen.

    Ich rede von einer grossen Sammelstelle für Altmetall, die gewerbsmässig betrieben wird, ohne Genehmigung und Kontrolle. Ich habe Fotos von der Stelle, die ich dir gerne als PM schicken kann. Die Verbrennung hat das Gelände verseucht. Die Brühe läuft daneben ins Meer.

    Die Behörden weigern sich das Problem abzustellen. Die Kabel werden angezündet,und die das tun, verschwinden sofort, bzw. leugnen es getan zu haben. Die Feuerwehr , wenn sie denn kommt, fährt nicht auf das Gelände, da sie mit Steinen beworfen werden, um sie vom Löschen abzuhalten.

    Es handelt sich hier also nicht um "kleine Umweltvergehen" aus Unwissenheit, sondern um Leute, die genau wissen, dass es unrecht ist.

    Ich masse mir glaube ich nichts an, wenn ich mich engagiere. Griechenland ist seit 1981 EU-Mitglied, die EU-Directive, die obengenanntes regelt, stammt aus der Mitte der 70er Jahre. Das Problem mit den wilden Müllkippen, wird auch erst in Angriff genommen, seit Brüssel Strafgelder androht.

    Ich bin Einheimischer! Ich habe das Problem am eigenen Leib, und so hat es eine ganze Wohngegend.

    Deine Anmerkung, dass die Kabelverbrennung wohl täglich hundertfach stattfindet , macht den Rauch auch nicht erträglicher.

    Die Toleranz mancher hier in allen Ehren, aber daheim würdet ihr das bestimmt nicht in Kauf nehmen.

Antworten
Thema gesperrt
Interner Fehler.

Ups! Scheint als wäre etwas schief gelaufen!