• Sina1
    Dabei seit: 1087171200000
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    gesperrt
    geschrieben 1155039027000

    Ich bin der Meinung, daß jeder Fluggast selbst dafür verantwortlich ist, nur sein eigenes Gepäck vom Kofferband zu nehmen.

    Ganz unabhängig von der Haftungsfrage hat es sich in der Praxis bewährt, sein Gepäck eindeutig zu kennzeichnen. Das kann das berühmte rote Schleifchen am Griff sein, ein bunter Koffergurt, ein Vorhängeschloß, bunte Kofferanhänger (gab es vor kurzem bei einem großen schwedischen Einrichtungshaus), etc.. Das sind Kleinigkeiten, die helfen, den eigenen Koffer schnell und eindeutig zu identifizieren und gleichzeitig davor schützen, daß der Koffer versehentlich von jemand anderem mitgenommen wird. Gegen Diebstahl schützt natürlich auch die beste Markierung nicht.

    P.S.: "Rote Schleifchen" habe ich mittlerweile schon oft gesehen - diese Methode ist also schon etwas zu bekannt ;)

  • angste
    Dabei seit: 1293494400000
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    geschrieben 1155039380000

    Also wenn mein Koffer nicht ankommt, wieso muß man davon ausgehen, daß der Koffer vom Laufband gestohlen wurde?

    Doch wohl eher, daß er gar nicht erst angekommen ist. Ich kann doch erst wieder über meinen Koffer verfügen, sprich auf ihn aufpassen, wenn ich ihn habe, und nicht, wenn er irgendwo aufs Laufband gelegt wurde.

    Wenn man sieht, daß er von Fremden vom Laufband genommen wird, ist das doch eine andere Sache.

    Ich hab auf meinen Koffern immer buntes Klebeband, ein Streifen rot oder Silber oder so.

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1155041087000

    Man kann auf den Koffer draufkleben, was man will, wenn ihn jemand vom Band geklaut hat, bevor man ihn selber entdeckt hat, nützt das alles gar nichts. Aber, wenn man ihn noch gar nicht entdeckt hat, weiß man andererseits ja auch nicht, ob er vom Band geklaut wurde oder gar nicht erst angekommen ist. In diesem Falle meldet man den Koffer als verlustig gegangen und wird, falls er nicht auffindbar ist, Schadenersatz bekommen..

    Wenn man ihn auf dem Band gesehen hat, konnte aber (noch) nicht dran kommen, und er wird dann geklaut, erhält man keinen Ersatz, sofern man bei der Anzeige des Vorganges ehrlich ist.

    Ich fordere hiermit alle, denen solches widerfährt, auf, ehrlich zu sein!

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • angste
    Dabei seit: 1293494400000
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    geschrieben 1155041694000

    Ich glaub, ich müßte zwangsweise ehrlich sein: Wenn ich bemerken würde, daß jemand meinen Koffer vom Band nimmt, würd ich mich schon lautstark melden :D

    Und schon wärs das mit "nicht angekommen".

    Würd wohl jedem so gehen.

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1155041937000

    @ eslipart

    Wat machsde denn, wenn Du den Koffer gesehen hast und es nicht bemerkst, daß ihn jemand klaut? Weil Dir aus welchem Grunde auch immer der Sichtkontakt versperrt ist?

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Erika1
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    geschrieben 1155042018000

    Hmm, wirklich eine schwierige Frage, oder doch nicht?

    Zunächst die Obhut: beim Check-In wird einem der Koffer abgenommen. Soweit klar.

    Nach der Ankunft hat der Mitarbeiter, der den Koffer auf das Gepäckband legt, den Koffer zum letzten Mal in der Hand, der Koffer ist also bis dahin noch in Gewahrsam der Transportgesellschaft.

    Dann aber taucht der Koffer in der Öffentlichkeit auf, das Kofferband wird nicht vom Personal beaufsichtigt. Für mich bedeutet das: in dem Augenblick, in dem der Koffer durch diese Sperre läuft, bin ich selbst dafür veranwortlich.

    Eine Markierung kann helfen; wir haben schrillbunte Kofferbänder und stellen uns in die Nähe der Ausgangsöffnung. Wir sehen den Koffer dann (fast) immer sofort und verfolgen ihn mit Argusaugen, bis er an unserer Position ankommt.

    Koffer sehen sich oft sehr ähnlich, sicherheitshalber sollte man immer nochmal auf den Gepäckanhänger schauen, um Verwechslungen auszuschließen - mit fremden Klamotten ist niemand gedient.

    Es ist bestimmt nicht auszuschließen, daß sich Diebe, die gar nicht im Flugzeug saßen bzw. einen Grund haben, sich am Flughafen aufzuhalten, beim Gepäckband einfinden und zugreifen.

    Allerdings habe ich auch schon Fluggäste beim Verlassen den Fliegers sagen hören: "Das dauert doch so lange, bis die Koffer kommen, gehen wir erstmal etwas trinken"...

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1155044069000

    Erika, wir haben auch schon oft gesehen, daß Gepäckstücke 20-30 mal durchlaufen, bevor sie entnommen werden. Ich halte das einerseits zwar auch für fahrlässig, aber von rechtlichem Belang ist es nicht, da ich so oder so für den Verlust selber aufkommen muß.

    Ich denke, es ist wirklich wichtig, wie Du schreibst, die Koffer zu beobachten, bis sie bei mir ankommen. In der Zwischenzeit kann ich dann meine "Zugriffsposition" langsam optimieren und muß nicht wie ein Rambo aus der dritten Reihe nach vorne schießen, wenn mein Koffer ankommt.

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • meinungsfreiheit
    Dabei seit: 1151971200000
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    geschrieben 1155047592000

    Interessant wäre in dem Fall doch, ob die Koffer vom Flieger auf dem Weg zum Gepäckband ausgescannt werden, was ich aber nicht glaube!

    Nur glauben heißt bekanntlich nicht wissen!

    Dann wäre die Haftungsfrage schnell geklärt. Ansonsten wird es immer Auslegungssache oder Kulanz der Versicherung bleiben, so IMHO.

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • Thorben-Hendrik
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    gesperrt
    geschrieben 1155048076000

    @'salvamor41' sagte:

    Erika, wir haben auch schon oft gesehen, daß Gepäckstücke 20-30 mal durchlaufen, bevor sie entnommen werden. Ich halte das einerseits zwar auch für fahrlässig, aber von rechtlichem Belang ist es nicht, da ich so oder so für den Verlust selber aufkommen muß.

    Ich denke, es ist wirklich wichtig, wie Du schreibst, die Koffer zu beobachten, bis sie bei mir ankommen. In der Zwischenzeit kann ich dann meine "Zugriffsposition" langsam optimieren und muß nicht wie ein Rambo aus der dritten Reihe nach vorne schießen, wenn mein Koffer ankommt.

    Ja und das hätte auch mein Koffer sein können, denn insbesondere bei Umsteigeverbindungen ist es schon x mal (in ca. 30% der Fälle) Vorgekommen, dass unser Gepäck weit vor uns am Zielort war, bis jetzt haben wir den dann aber immer beim Schalter der Fluggesellschaft oder er wurde einfach neben dem Gepäckband abgestellt, abholen können....

    In sofern ist dann definitiv die Fluggesellschaft haftbar bei Verlust.....

    [b][size=9]Jefe Gerente de Turismo de Eventos de ViRi[/b] [/size] [b][size=9]Nothing beats ViRi![/b] [/size]
  • mosaik
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    geschrieben 1155052396000

    @'salvamor41' sagte:

    @ mosaik

    Peter, wo bist Du?

    ... in Italien war ich, wo sonst ?????

    Zur Frage, da ich schon vor einiger Zeit hier irrte und mich da nochmals ganz schlau gemacht habe:

    "Die Schadensereignisse Zerstörung, Verlust[Anm. mosaik: Diebstahl] oder Beschädigung müssen an Bord des Luftfahrzeugs oder während eines Zeitraums eingetreten sein, in dem sich das aufgegebene Reisegepäck in der Obhut des Luftfrachtführers befand (Art. 17 II 1 MÜ*/Art. 18 II WA**). Aufgegeben ist das Reisegepäck nur, wenn es dem Luftfrachtführer vor oder bei Reiseantritt in dessen Obhut übergeben worden ist, also vom Check-In bis zur Entgegennahme am Gepäckband..."

    * Abkommen von Montreal

    ** Warschauer Abkommen

    Quelle: Dr. Führich, 2005, Randnote 1080 "Obhutshaftung"

    Somit muss die Fluggesellschaft auch bei Diebstahl nach dem Check in haften.

    Gruß

    Peter

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