Durchsetzung der AGBn oder Zufriedenheit der Kunden. Was ist wichtiger?

  • Bifi44
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    geschrieben 1181570069000

    winke, winke,

    geht es bei den AGB eigentlich nur um Stornokosten? Oder enthalten die AGB nicht noch mehr einschneidende Bedinungen?

    Nur mal so gefragt.....

    MfG Rainer :? :?

    Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)
  • privacy
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    geschrieben 1181570267000

    @Berthold

    Solange der Wettbewerb funktioniert, braucht man sich da nicht

    wirklich zu sorgen. Und daß die Reisepreise in Deutschland

    relativ günstig sind - worauf stützt Du diese Aussage?

    Deutschland gehört nach wie vor zu den Hochpreis-Ländern

    in Europa. Das siehst Du ja schon an den Verkaufs-Nettopreisen

    für Automobile und Preisunterschiede bis zu 30 Prozent für

    einen VW-Golf.

    Konnte man um das Jahr 2000 eine 1-wöchige Reise auf die

    Kanarischen Inseln im DZ/HP und 4**** ( Tabaiba Princess,

    Tjaereborg, Reisezeit gelb Januar) um die 990 DM /Person

    buchen, so ist dies heute (umgerechnet in Euro)

    praktisch nicht mehr zu bekommen.

    Selbst wenn man allg. Kostensteigerungen berücksichtigt,

    die Preise sind geblieben, nur der Euro steht davor.

    Leider hilft da oft nur Eigeninitiative:

    Mein letzter Individual-Urlaub für 11 Tage HP ****

    und Flug mit TUIFly auf die Kanaren hat etwa 510 Euro/Person gekostet und das kann man als günstig bezeichnen.

    Der Löwenanteil dieses Umsatzes wird allerdings

    jetzt in Spanien (Hotel) verbleiben und die

    deutsche Reisebranche profitiert nicht wirklich davon.

    Der Veranstalter-LM-Preis 14 Tage vor Abflug Ende Mai

    lag bei 900 Euro pro Person und war im gesamten

    Zeitraum April/Mai 2007 etwa auf dieser Höhe.

    Soviel mal zum Thema relativ günstig.

    Dieses Problem wird sich noch verschärfen, man wird

    verzichten lernen - oder man erkennt das endlich und steuert gegen.

    Solche Maßnahmen wie Reduzierung der Stornogebühren, freiwillig

    oder auf gesetzlicher Basis, könnten sich durchaus positiv darstellen.

    Mehr Urlauber haben die Möglichkeit, sich eine Reise zu erlauben.

    Was zunächst nach einem Einkommensverlust aussieht, kann

    vielfach durch zusätzlichen Umsatz kompensiert oder sogar

    noch ausgebaut werden.

    PS: Und das Reisebüros eine Leistung erbringen, wer will das bestreiten. Zwischen einer überhöhten Provision (bezogen auf die Stornogebühr) und einer Provision liegt ja dann eine angemessene Provision. Und die hat man sich dann natürlich auch verdient.

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • mosaik
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    geschrieben 1181570377000

    Zum Thema - Obergrenze 50 % wären fair:

    Flug Mittelmeerraum Mischkalkulation über eine Saison

    120 Sessel pro Flugzeug, drei Monate, eine Rotation (Deutschland - Urlaubsland - Deutschland) z. B. € 35.000.-- mal 12 Wochen = 420.000 dividiert durch 85 % ige Auslastung (120 Sessel x 12 Wochen = 1.440 verkaufbare Sessel, davon 85 % Auslastung: 1.224 Sessel)

    also 420.000 Flugkosten : 1.224 Sessel = ergibt einen über drei Monate hinweg durchschnittlichen Flugpreis von € 343.-- pro Person

    Hotel pro Nacht € 35.-- x 7 Nächte = € 245.--

    Transfer pro Person € 24.--

    macht Kosten für Flug, Unterkunft und Transfer von € 612.--

    dann kommen noch allgemeine Kosten wie Werbekosten, Reiseleiterkosten, eine Provisons- und Gewinnspanne dazu - sagen wir alles im allen 20 % von 612.-- also € 122.-- und das ergäbe einen Katalogpreis von

    € 734.-- (sehr vereinfacht errechnet).

    Nun nehmen wir mal an, eine Woche vor Reisebeginn stornieren auf unserer fiktiven Maschinen vier Personen mit eben diesen 50 %. Für Last Minute wird es in den allermeisten Fällen schon zu spät sein. Das Hotel im Urlaubsland hat längst alle Veranstaltermeldungen bekommen und wird - sehr wahrscheinlich - diese zwei Zimmer nicht mehr vermieten können und die vereinbarte Stornoregelung wird greifen. Z. B. 50 Prozent vom vereinbarten Preis.

    Die Flugsessel bleiben auch leer, zumal sowieso noch ein paar Plätze freigewesen wären.

    Da kommen jetzt also folgende Kosten auf den Veranstalter zu:

    Flugsessel € 343.--

    Hotelkosten € 122.--

    macht also zusammen € 465.--

    die Stornogebühren würden allerdings nur € 367.-- betragen, nicht berücksichtigt die Provison ans Reisebüro (€ 29.--) und natürlich eine Aufwands- und Ertragsentschädigung für den Reiseveranstalter.

    Also - wirtschaftlich nicht tragbar.

    Ok - Gegenargumente:

    - aber bei einem Storno früher als ein Monat hat er deutlich weniger oder vielleicht sogar keine Kosten

    - aber dafür fliegt er manchmal ja mit 100%iger Auslastung

    - aber dafür zahlt er in einem anderen Hotel nix oder weniger, weil er bessere Verträge hat

    - ja, das war ein Durchschnittsflugpreis (mein Gegenargument: richtig, im Sommer lässt sich am Flug € 500.-- verlangen, in der Vorsaison aber nur € 150.--, gell!)

    Durchaus zutreffend die Argumente. Aber aufgrund meines vereinfachten Beispiels wird aber auch einleuchten, dass das, was man bei einem Fall mehr einnimmt, durch andere Fälle wieder gemindert oder aufgefressen wird.

    Daher wird die Obergrenze von 50 Prozent wohl unrealistisch bleiben

    meint Peter

  • privacy
    Dabei seit: 1171238400000
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    geschrieben 1181570908000

    @Chiara

    Soll ich ein schlechtes Gewissen haben, weil Du verzweifelst.

    Aber da mußt Du schon alleine durch. Die Wahrheit ist oft unangenehm.

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • privacy
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    geschrieben 1181571128000

    @mosaik

    Sind doch mal Zahlen auf dem Tisch.

    Danke für das Einbringen sachlicher Argumente.

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • Günter/HolidayCheck
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    Administrator Zielexperte/in für: Fuerteventura
    geschrieben 1181572736000

    @Chiara:

    Auch gerade noch abgekürzte Schimpfwörter gehen hier nicht. Und dafür gibt es eine gelbe Karte!

    Günter/HolidayCheck

  • ADEgi
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    geschrieben 1181575470000

    Hallo Chiara,

    hier muß ich Günter absolut recht geben. Auch ich wäre schon mal gerne privacy an die Gurgel gegangen aber trotzdem sollte man sachlich bleiben, oder es allenfalls mit freundlichem/bitterem Sarkasmus versuchen.

    Erstens kommt das besser rüber und zweitens bringen Schimpfworte die Diskussion nicht weiter. Wenn Du Dich schon unbedingt mit Ihm (oder jemandem anderen) steiten willst, dann mach denjenigen doch sachlich fertig.

    Jeder sollte hier einfach mit den gleichen fairen Waffen kämpfen. Auch mir liegen die insgesamt wesentlich sachlicheren Beiträge von z.b. Mosaik mehr aber es geht auch nicht an, alles zu verteufeln, nur weil es jemand geschrieben hat, den man vielleicht nicht leiden kann.

    Gruß

    Berthold

  • privacy
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    geschrieben 1181576054000

    Na klar, aber da gehören immer 2 zu:

    Der, der versucht, jemanden sachlich fertig zu machen

    und der, der das mit sich machen läßt.

    Es ist mir ein Vergnügen - auch wenn ich

    mich nicht beliebt mache bei einigen in der Reisebranche.

    Ein Kunde ist ein Kunde ;)

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • Erika1
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    geschrieben 1181582137000

    @'Bifi44' sagte:

    winke, winke,

    geht es bei den AGB eigentlich nur um Stornokosten? Oder enthalten die AGB nicht noch mehr einschneidende Bedinungen?

    Nur mal so gefragt.....

    MfG Rainer :? :?

    Natürlich gibt es noch mehr Dinge, die ich beanstande; einige davon habe ich zu Beginn des Threads aufgeführt.

    Vor allem die Einseitigkeit zu Gunsten der Veranstalter.

    Man lese mal ein bisschen im Airline-Forum über die unverbindlichen Flugzeiten. Die Passagiere werden wie auf einem Schachbrett hin- und hergeschoben, bis sie alle kostengünstig auf die Flieger verteilt sind. Schon lange vor Beginn einer Saison kann man in Presseveröffentlichungen nachlesen, welche Destination welchen Zuwachs verzeichnen kann. Anhand dieser Vorhersage und bisheriger Erfahrungswerte sollte es den großen Veranstaltern möglich sein, entsprechend zu planen.

    Mosaiks Zahlenspiel ist recht interessant, jedoch bleibt offen

    a) was mit den Storno"gebühren" geschieht, nachdem die Reise

    Last Minute doch noch verkauft worden ist und somit gemeinsam vom Reisenden als auch vom Nichtreisenden weit mehr als 100 % des ursprünglichen Reisepreises bezahlt wurden und

    b) werden Flüge gestrichen oder zusammengelegt, ergeben sich

    weitere Einsparungen, die nicht an den Kunden weitergegeben

    werden.

    Ich denke, der genaue Reisepreis läßt sich erst nach der Reise exakt berechnen, so dass von den Veranstaltern recht großzügig kalkuliert wird, um überhaupt einen Preis nennen zu können.

    Das mal angedachte Verfahren "Reisen zu tagesaktuellen Preisen" dürfte für den Urlauber vorteilhafter sein. Weiß jemand, was daraus geworden ist?

  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1181583412000

    @'Erika1' sagte:

    Mosaiks Zahlenspiel ist recht interessant, jedoch bleibt offen

    a) was mit den Storno"gebühren" geschieht, nachdem die Reise

    Last Minute doch noch verkauft worden ist und somit gemeinsam vom Reisenden als auch vom Nichtreisenden weit mehr als 100 % des ursprünglichen Reisepreises bezahlt wurden und

    Unter der Voraussetzung, dass der Reiseveranstalter diese Maschine, auf der einerseits Stornogebühren bezahlt wurden und andererseits durch Last-Minute-Verkauf diese Plätze wieder verkauft wurden, somit diese Maschine voll verkauft fliegt, hat der Veranstalter eine zusätzliche Einnahme.

    In diesem Fall kann aber der Kunde - wenn er es nachweisen kann - auf Rückzahlung bestehen (dies gilt nur für Deutsche Veranstalter, wir in Österreich kennen dieses Recht in dieser Form nicht).

    Es wird aber auch Flüge geben, die dann nicht mehr ausgebucht sind, und somit bestenfalls ein besseres Ergebnis hinsichtlich der Flugkosten ergeben.

    Aber auch hier muss man die Sache auf die gesamte Dauer einer so genannten Flugkette (vom ersten Flug im ... April bis zum letzten Flug im... Oktober) anschauen.

    @'Erika1' sagte:

    b) werden Flüge gestrichen oder zusammengelegt, ergeben sich

    weitere Einsparungen, die nicht an den Kunden weitergegeben

    werden.

    müssen sie auch nicht, denn das ist eben ein Faktor, der im Wirtschaftsleben üblich und gestattet ist. Andererseits trägt der Veranstalter ja auch andere wirtschaftliche Risken, die er nicht direkt auf Konsumenten weitergeben kann (Stichwort: Hurrikans - hier kann es zu totaler Rückzahlung eines Reisepreises kommen, obwohl der Kunde beide Flüge in Anspruch genommen hat)

    @'Erika1' sagte:

    Ich denke, der genaue Reisepreis läßt sich erst nach der Reise exakt berechnen, so dass von den Veranstaltern recht großzügig kalkuliert wird, um überhaupt einen Preis nennen zu können.

    KEIN Veranstalter kalkuliert großzügig, die echten Gewinnspannen liegen meist deutlich unter fünf Prozent. Im Gegenteil, z. B. die TUI steht mächtig unter Druck, weil sie mit vielen ihrer Reiseangebote nicht mehr wirklich Gewinn einfährt.

    Und man kalkuliert heute nicht mehr eine Reise oder ein Monat ab, sondern man rechnet / kalkuliert in Perioden. Es wäre viel zu kompliziert, einzelne Kosten exakt einer ständig schwankenden Anzahl von Passagieren Reisegenau (also was hat der Flug vom 1. bis zum 7. Ertrag gebracht) zu errechnen - es ergäbe eben auch keinen Sinn aufgrund meiner Anmerkungen: mal mehr mal weniger

    @'Erika1' sagte:

    Das mal angedachte Verfahren "Reisen zu tagesaktuellen Preisen" dürfte für den Urlauber vorteilhafter sein. Weiß jemand, was daraus geworden ist?

    Ja, ist gesetzlich derzeit in Deutschland noch nicht erlaubt...!

    Gruß

    Peter

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