Durchsetzung der AGBn oder Zufriedenheit der Kunden. Was ist wichtiger?

  • Sina1
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    gesperrt
    geschrieben 1181590696000

    Möglich ist in der heutigen Zeit zwar alles - aber das

    @'Erika1' sagte:

    TUI + C&N + Rewe/LTG

    werden wir wohl nicht mehr erleben ;)

  • privacy
    Dabei seit: 1171238400000
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    geschrieben 1181592669000

    @sina1

    Sage niemals nie: Wenn das Kartellamt den Zusammenschluß

    LTU + AirBerlin in letzter Konsequenz verhindert,

    hat Rewe die LTU wieder "am Hals".

    Und dann werden die Karten nochmals neu gemischt.

    ( Aber natürlich eher unwahrscheinlich )

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • ADEgi
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    geschrieben 1181593967000

    @Erika

    Aha - dachte ich mir fast.

    1. HF + HLX

    Die Gesellschaften gehörten ohnehin der TUI. Sie bekommen nur einen einheitlichen Namen, je nach Zielgebiet aber unterschiedliche Servicestandards und das ganze wird nach meiner Prognose ein Riesenflop! Also keine Änderung, außer daß die TUI jede Menge Geld vernichten wird.

    2. Hierbei handelt es sich nur um Fluggesellschaften. Die Condor ist als einzige zum Teil in Veranstalterbesitz. Also kein Problem.

    3. Zwei Veranstalter schließen sich zusammen. Interessant wird das nur für England wo beide Flugzeuge besitzen als auch Veranstalter sind.

    4. Auch hier ist ausschließlich der britische Markt betroffen.

    5. Siehe Sina!

    Außerdem darf man nicht vergessen, daß wir in den Letzten Jahren etliche Veranstalter als neugründungen hinzugewonnen haben. Gleiches gilt für die Fluggesellschaften - also keine Panik. Die Konkurrenz ist weiter ausreichend vorhanden!

    Gruß

    Berthold

  • mosaik
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    geschrieben 1181595779000

    @'ADEgi' sagte:

    Der letzte Satz stimmt leider nicht ganz, aber Dir als Österreicher sei das verziehen. Ich kenne mich ja auch nicht perfekt in eurem Reisemarkt aus. Wenn ich ehrlich bin sogar fast gar nicht!

    ...meinst du die Tagesaktuellen Preise? Wenn dieser Punkt: Er ist defintiv in Deutschlan in der Form verboten, dass man im Katalog Richtpreise angibt und den Kunden verweist, im Reisebüro oder Internet nachzufragen.

    Andere Konstruktionen, wie im Posting angeführt wurden, kenne ich persönlich nicht im Detail, um sagen zu können, ob diese in Deutschland legal wären oder nicht.

    Auch heißt es noch nicht, weil einige damit experimentieren, dass es erlaubt sei - vielleicht hat nur noch kein Abmahnverein dies entdeckt.

    @'ADEgi' sagte:

    Aber kannst Du den Beitrag von Privacy über niedrigere Stornokosten in Österreich bestätigen und liege ich mit der Vermutung niedrigerer Reisepreise in Dutschland dafür richtig?

    Nein, dies trifft nicht zu: der Großteil der in Österreich am Markt befindlichen Kataloge sind Kataloge deutscher Reiseveranstalter, die einfach Zusatzleisten mit den österreichischen Abflughäfen (mit Zu- und Abschlägen wie auch in Deutschland üblich) haben.

    Im Gegenteil: es gibt z. B. "österreichische Produkte", die in deutschen Katalogen günstiger sind als in österreichischen "Originalen". Natürlich gibt es bei uns auch Veranstalter, die rein österreichisch sind und möglicheweise wie auch in Deutschland bei solch kleineren Nischenanbietern, auch da und dort günstiger Reiseangebote haben.

    Grundsätzlich ist es so, dass sich das österreichische Reiserecht und das Deutsche nicht wirklich und doch in einigen Punkten stark unterscheidet.

    Beispiele:

    Im Hotel tritt ein Leistungsmangel auf:

    Deutsche Veranstalter/Recht: Mangel muss gerügt werden und Abhilfe verlangt werden

    Österreichische Veranstalter/Recht: Mangel muss nur gerügt werden

    Deutsches Recht: Kennt auch eine Entschädigung wegen entgangene Urlaubsfreuden, auch wenn die Reise gar nicht angetreten wurde

    Österreich: nur Entschädigung wegen vertanem Urlaub - nur bei Antritt ...

    Deutsche Stornogebühren: bis 100 % als AGB

    Österreichische ARB 1992: maximal 85 % als AGB

    (beide Länder können natürlich aus Ausnahmen gestatten).

    Soweit ein kleiner Ausflug in die Unterschiede

    Gruß

    Peter

  • salvamor41
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    geschrieben 1181598901000

    Das hier hat sich jetzt zu einer sachlich anspruchsvollen Diskussion entwickelt. Schon fast zu anspruchsvoll, denn hier sind jetzt richtige Profis zugange, die sich um die bösen Anwürfe von einfachen Urlaubern kümmern! Ich hoffe, daß der Thread von möglichst vielen Urlaubern zumindest gelesen wird. Die aktive Beteiligung läßt leider zu wünschen übrig, weil die Materie doch ziemlich spröde ist. Aber vielleicht ist es auch besser so!

    Ich möchte aber trotzdem auch noch mal an das Ausgangsthema erinnern, das jetzt leider inzwischen in den Hintergrund gerückt ist, wenngleich die bisherigen Teildiskussionen natürlich zum Themenkreis gehören.

    Die "Fraktion der Reiseveranstalter und ihre Freunde" läßt hier keine Gelegenheit aus, sehr wortreich zu erklären, warum Dinge so laufen wie sie laufen und warum es keine Auswege daraus gibt. Ich merke keinerlei Entgegenkommen oder Bereitschaft, eingefahrene Abläufe in Frage zu stellen und verkrustete Denkstrukturen aufzuweichen. Eine enttäuschende Mentalität, die da zu Tage tritt.

    Ganz ausgeprägte Hardlinerschaft.

    Freunde, geht doch mal in Euch! Es kann doch unmöglich in Eurem Metier alles in bester Ordnung sein, so wie Ihr das darstellt! Das glaubt Euch doch kein Mensch!

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1181598951000

    ADEgi,

    HF + HLX = TUIfly

    Aber unterschiedliche Service-Standards, sagst Du.

    Ein sehr wichtiger Punkt.

    Denn das ist es doch! Der Kunde bucht, glaubt, mit A zu fliegen und erhält 2 Wochen vor Abreise den Bescheid, dass es nun doch B ist, die ihn transportiert. Und das auch nicht um 8 Uhr morgens, sondern um 22 Uhr abends.

    Was meinst Du, warum hier immer wieder Fragen auftauchen wie Flugzeiten-Verschiebung und Essen an Bord?

    Vielen Urlaubern wurde etwas anderes verkauft, als sie sich eigentlich erhofft hatten... für die schönsten Wochen des Jahres.

    Alles klar, steht ja in den AGB, dass Fluggesellschaft, Fluggerät und Flugzeit unverbindlich sind.

    Nicht nur hier wird den Urlaubern immer wieder vorgebetet, was in den AGB steht... mehr oder weniger unverbindlich für den Veranstalter, Änderungen jederzeit möglich... aber wehe, der Kunde wünscht eine Änderung!!!

    Nachtrag:

    Mit LTG habe ich scheinbar einen Tippfehler aus urlaub-perfekt übernommen - es sei denn, diesen Verein gibt es wirklich.

  • privacy
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    geschrieben 1181600198000

    Speziell bei TUIFly hat man nach einigem "Rumgehampel" in

    den ersten Monaten des Jahres die Konsequenzen gezogen

    und die Konzepte der HLX und HapagFly praktisch weitergeführt.

    Also Cityflüge ohne bzw. mit zukaufbarem Service,

    Urlaubsreisen angelehnt an das bisherige HapagFly-System.

    Kann ich aus diesem Monat zu den Kanaren aktuell bestätigen:

    - Freundlicher und kompetenter Service

    - Komplettes Verpflegungsprogramm

    mit warmen Mahlzeiten

    - 3 Getränke pro Richtung

    - Zeitschriften wie Stern und Brigitte

    - Unterhaltungsprogramm

    Keine Beanstandung.

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • Sina1
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    geschrieben 1181600200000

    Erika, korrekt müßte es in diesem Zusammenhang LTU heißen. Macht aber nichts - weiß eh jeder, was gemeint ist.

    Zum Thema TUIfly gibt es branchenintern mehr Diskussionen denn je. Und das völlig zurecht. Irgendwann steht man scheinbar vor der Problematik, daß der Schwanz mit dem Hund wedelt und nicht der Hund mit dem Schwanz.

    Meine ganz persönliche Meinung ist, daß man einem Urlauber, der für z. B. € 6000,- einen hochklassigen Robinson - Urlaub gebucht hat, nicht einfach in einen Billigflieger setzen und ein Gummibrötchen in die Hand drücken kann, AGB hin oder her. Für einen Gast aus dem unteren - mittleren Preissegment mag das ok sein, aber nicht für einen Premiumkunden - auch wenn die Flugpauschalen gleich sind. Das interessiert den Gast doch nicht. Zumindest ein Gutschein für ein Bordmenü und/oder einen Piccolo sowie Gratis - Kissen und -Kopfhörer sollte bei einem Premiumkunden drin sein, um ihm einen "Billigflieger" schmackhaft zu machen.

    Lassen wir uns überraschen, was noch alles kommt ;)

    Irgendwie sind wir jetzt gehörig vom Thema abgewichen - aber die Diskussion wird immer interessanter!

  • Erika1
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    geschrieben 1181601243000

    Sag´ ich doch Sina, ich habe den Tippfehler aus urlaub-perfekt übernommen...

    Übrigens: auf Mittelstreckenflügen mit Lufthansa gibt es auch nur ein pappiges Brötchen, keinen Bordverkauf, keine Bildschirme, kein Bordradio... nix.

    Hat auch nichts mit den AGB zu tun, deswegen zurück zum Thema:

    Der Veranstalter hält sich mit seinen AGB gaaanz viele Hintertürchen offen, so das der Kunde bis etwa eine Woche vor seinem Urlaubsantritt nicht ganz genau weiß, was ihn erwartet. Abgesehen von den Flugzeiten etc. wären da auch noch Überbuchungen u.ä., endloses Warten, bis der Transferbus endlich Richtung Hotel fährt, gerne auch mal Zwischenstopps auf den Transfers, dass die Urlauber die einmalige Gelegenheit nutzen, um Strelitzien oder Granatäpfel zu kaufen...

    Auf der anderen Seite weiß der Veranstalter aber sehr genau, dass er seine Verpflichtungen flexibel gestalten kann. Die Kunden murren, aber sie schlucken die Kröten.

    Warum??? Warum nimmt ein Urlauber das in Kauf?

  • Sina1
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    gesperrt
    geschrieben 1181602770000

    Der Urlauber nimmt das mit Sicherheit nicht alles in Kauf und wehrt sich. Im Übrigen entsteht hier ein leicht verzerrtes Bild: Es ist bei weitem nicht so, daß bei jeder Pauschalreise tausende Änderungen oder unverhergesehene Zwischenfälle (Flugänderungen, Overbooking, Baustellen, etc.) auftreten. Mindestens 95% (Schätzwert) der Pauschalreisen laufen veranstalterunabhängig buchungsgerecht und reibungslos ab. So soll es ja auch sein. Nun macht sich natürlich kaum jemand der Gäste, die einen reibungslosen Reiseablauf hatten, die Mühe, dies auch auf Internetplattformen zu kommunizieren. Wozu auch? Sie hatten einen schönen Urlaub, machen noch ein paar nette Diaabende mit Freunden und Familie, geben vielleicht noch eine Hotelbewertung und/oder Reisetipps ab und das Thema ist abgehakt. Diejenigen, bei denen der Urlaub nicht wunsch- oder buchungsgemäß verlaufen ist, haben deutlich mehr Motive, dies auch öffentlich zu verkünden und evtl. Hilfe in Rechtsfragen suchen. Das ist auch ihr gutes Recht.

    Öffentlichkeitswirksamer sind in jedem Fall die Negativmeldungen, das liegt in der Natur der Sache. Dennoch darf man nie vergessen, daß hinter einigen Negativmeldungen auch ein ganzer Haufen Urlauber steht, bei denen alles "glatt" lief.

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