• ADEgi
    Dabei seit: 1180828800000
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    geschrieben 1207688858000

    Sorry privacy,

    hier muß ich Dir mal wieder, nach langer Zeit, kräftig wiedersprechen.

    1. Nachdem schon die Anwälte korrespondieren, würde ich das Angebot nicht mehr als "mehr oder weniger freiwillig" bezeichnen.

    2. Hier postet nicht "die geballte Vertretung der Reisebranche" sondern die "geballte Vertretung des gesunden Menschenverstandes".

    Wenn ich eine Reise buche, zumal eine recht teure, dann wird mich niemand je dazu bringen eine Nacht vorher im Flughafen zu verbringen. Da fällt einem immer eine andere Lösung ein. Wenn mir das nicht einfallen möchte, dann kann ich nur darauf schließen, daß ich es auf den Erhalt von Rückzahlungen anlege.

    Sicher ist nicht alles so gelaufen, wie erwartet, oder gebucht. Hier aber gleich den Veranstalter zu verteufeln schießt deutlich über das Ziel hinaus. Dieser bietet ein Umbuchung an, obwohl er dies eigentlich nicht müsste und möchte. Wahrscheinlich auch, weil er sich möglichen Problemen zu dieser Zeit schon bewusst war. Wenn ich jetzt aber auf etwas bestehe, worauf ich im Übrigen keinen Anspruch habe, dann sollte ich wenigstens so in den Urlaub starten, daß ich nicht gleich sauer vor Ort ankomme und in der Lage bin bei der einen, oder anderen Sache, auch noch gnädig darüber hinweg zu sehen.

    Schätze wenn alle so wären wie der Threaderöffner wird Neckermann das nächste mal keine Kulanz walten lassen. So wird's kommen.

    Das Groteske daran ist, ja eigentlich, daß wenn die Reise wie geplant angetreten worden wäre, vermutlich alles in Butter wäre. Auch so ein Gedanke....

    Gruß

    Berthold

  • privacy
    Dabei seit: 1171238400000
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    geschrieben 1207690193000

    hallo adeghi,

    war mir ja klar, daß das nicht unkommentiert bleibt.

    So ist der Threaderöffner ein wenig aus der Schusslinie. :p

    Immerhin hisst dieser gewiefte Anwalt des Reiseveranstalters,

    der mit allen Wassern gewaschen ist, die weiße Fahne.

    Der ist halt Realist. Schon gut, daß der Threaderöffner

    nicht mit Euch Hardlinern verhandeln muß. ;)

    Das Thema mit dem Flughafen habe ich gar nicht angesprochen,

    das ist Privatsache. Geht uns auch praktisch nichts an, wie

    man zum Flughafen kommt. Das dürfte ja auch nicht in

    die Reklamation hereinspielen. Was sollte es bringen?

    Und da gebe ich dir Recht: Der Reiseveranstalter hätte notfalls

    die Reise absagen müssen. Ansprüche des Reisenden wären

    damit aber auch nicht vom Tisch gewesen.

    So ganz aus der Verantwortung ist man nie,

    wenn man den Anspruch erhebt, Reisen gut organisieren und

    durchführen zu können. Daran muß man sich auch unter

    erschwerten Bedingungen messen lassen.

    Gruß privacy

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • mosaik
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    geschrieben 1207731398000

    Wie @privacy richtig und nüchtern aufgelistet hat, liegen hier schon Mängel vor (ungeachtet, was nun der "VIP Status" gekostet oder nicht gekostet hat).

    Ich meine auch, dass selbst ein "VIP" Status ein gewisser Teil einer Leistung sein kann - schließlich setzt ja der Veranstalter bewusst auf "Leute, dann seid ihr mal für ein paar Tage Teil der High Society" (oder so) - und das ist eben manchen dann Geld wert - also sollte auch ein Equivalent dafür geboten werden. Streiten kann man über den "Wert" dieser Leistung.

    Allerdings bedarf es bei einer 40prozentigen Rückforderung ja schon fast der "Vereitelung" der Reise. Nun waren ja die Rundreise und zumindest die Unterkunft an sich nicht zu beanstanden. Flug kann man jedenfalls zur Seite lassen, da er Mittel zum Zweck ( = Urlaub) war.

    Ich meine auch, dass man bei der Beurteilung der Leistung oder Minderleistung die Gesamtumstände zumindest erwähnen muss (wenn auch sie vielleicht im Endeffekt nicht schlagend vor Gericht werden könnten): Kenia - Hysterie (... war ja doch schon länger bekannt, dass es dort gärt, gell!). Umbuchungs - Hysterie: ja wo denn hin um diese Zeit... gell! Also war eigentlich ganz objektiv damit zu rechnen, dass Tausende Kenia-Urlauber in die Karibik fliegen werden, eventuell noch nach Thailand - dann ist aber auch schon oha weil es ja auch um das Preisniveau geht.

    Man wird also schon damit rechnen müssen, dass es bei solchen Situationen auch zu Überbuchungen und Unannehmlichkeiten kommen kann. Wie gesagt, ob man sie dann ersatzlos hinnehmen wird müssen oder Ansprüche aus dem Titel der Gewährleistung hätte, muss in Tat in jedem Fall einzeln geprüft werden.

    Mein Rat im konkreten Fall:

    Ist man der Meinung, dass hier wirklich und nachweisbar nicht jene Leistung erbracht wurde, die einem versprochen war und man persönlich auf den Standpunkt steht, dass die gebotene Summe eindeutig zu wenig ist, dann sollte man klagen. Im Wissen, dass ein Richter die gebotene Summe als zu niedrig anerkennt, aber auch als zu hoch und sie richterlich senkt (gell! so was kommt auch vor!). Im Wissen, dass es zu einem Vergleich kommen könnte: Kläger bekommt mehr, zahlt aber seine eigenen Anwaltkosten. Im Wissen, dass der Anwalt im Vorfeld einen Verfahrensfehler begeht und der Kläger auf seinen Anwaltskosten voll sitzen bleibt (ja, so etwas ist erst jüngst geschehen - ist mir aber jetzt zu lang, um hier zu erklären).

    Oder man nimmt die gebotene Summe.

    Meint

    Peter

  • Holzmichel
    Dabei seit: 1087430400000
    Beiträge: 5677
    geschrieben 1207740229000

    @mosaik sagte:

    Mein Rat im konkreten Fall:

    Ist man der Meinung, dass hier wirklich und nachweisbar nicht jene Leistung erbracht wurde, die einem versprochen war und man persönlich auf den Standpunkt steht, dass die gebotene Summe eindeutig zu wenig ist, dann sollte man klagen. Im Wissen, dass ein Richter die gebotene Summe als zu niedrig anerkennt, aber auch als zu hoch und sie richterlich senkt (gell! so was kommt auch vor!). Im Wissen, dass es zu einem Vergleich kommen könnte: Kläger bekommt mehr, zahlt aber seine eigenen Anwaltkosten. Im Wissen, dass der Anwalt im Vorfeld einen Verfahrensfehler begeht und der Kläger auf seinen Anwaltskosten voll sitzen bleibt (ja, so etwas ist erst jüngst geschehen - ist mir aber jetzt zu lang, um hier zu erklären).

    Oder man nimmt die gebotene Summe.

    Meint

    Peter

    Und was ratst Du nun ??

    Klagen oder die angebotene Summe annehmen ?

    Ich finde, die angebotenen 800 Euronen sind fair und der Situation angemessen. Es kann doch nicht sein, dass es in dieser Gesellschaft immer nur daraufhin läuft, daß jede Kleinigkeit, wo man sich vielleicht etwas benachteiligt fühlt, mit großen (Schau-)Klageprozessen enden. Man muss auch mal an die Verhältnismäßigkeit in Kulanzfragen denken.

    Ich selbst bin auch sehr kulant, wenn es um berechtigte Reklamationen geht, gebe meinen Kunden oft mehr, als ihnen zustehen würde.

    Aber irgendwann geht es an die Substanz einer wirtschaftlichen Unternehmensführung - inbesondere so wie bei mir als klein-und mittelständische Unternehmen.

    Es macht sich so langsam die Tendenz breit : "Reicht man den kleinen Finger, wird gleich die ganze Hand genommen !"

    Zum Glück gibt`s bei mir nur sehr selten Anlaß zu Reklamationen, weil wir bereits im Vorfeld mit strengen Qualitätskontrollen gegensteuern.

    In der Reisebranche würde ich mir derartige Qualitätssicherung auch noch deutlich stärker wünschen.

    Aber wegen ein paar hundert Euronen - wie hier im geschilderten Fall - vor Gericht ziehen ??

    Ich hätte da Besseres zu tun !!

    Sorry, ist aber meine Ansicht !

    Erwin

  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1207748620000

    Erwin, du musst das emotionsloser sehen:

    Ich war nicht dabei. Ich kann nur das verarbeiten, was ich hier lese. Ich kenne nicht die Reiseausschreibung. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie viel die Reise gesamt gekostet hat (oder habs ich überlesen?).

    Rate ich also jemanden in so einer noch überhaupt nicht genau verfizierten Situation zur Klage und er verliert - dann schaut die Sache blöd aus. Sage ich, er soll das Geld nehmen und es lägen aber tatsächliche Gründe vor (die ich so eben nicht ganz richtig erkennen kann) und es läge vielleicht wirklich ein 40prozentiger Mangel vor, dann käme beispielsweise auch eine Entschädigung wegen vertanem Urlaub in Frage und - vielleicht gar eine 100%e Reisepreisrückzahlung.

    Folglich will und kann ich bei so einem Fall so über das Internet nur raten zu klagen, wenn es einem wert ist oder die gebotene Summe nehmen.

    Ich kann nicht einmal sagen, was ich persönlich jetzt täte - eben weil ich quasi keine echte "Akteneinsicht" habe.

    Ich stelle mich da auch gar nicht auf eine der beiden Seiten. Aber erfahrungsgemäss meine ich, wenn da schon Rechtsanwälte gewerkt haben und bisher nicht wirklich mehr heraus geschaut hat, wäre ich wahrscheinlich nicht abgeneigt, mich mit dem Gebotenen zufrieden zu geben

    meint

    Peter

  • themrx
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    Beiträge: 2
    geschrieben 1207859749000

    Vielen Dank für die netten Briefe :kuesse:

    Hotelüberbuchung von - 10 sind in Deutschland normal.

    Ich weiß das weil ich in der 4/5* Hotelerie arbeite.

    Soviel erst mal zu den Thema. Wen mir ein Hotelmanger in der Domrep erzählt ich hätte Glück gehabt, weil ein Nachbarhotel gerade - 150 hatte dann liebe Reiseveranstalter würde ich mir mal gedanken machen.

    Wissen sie was ein normaler Hotelgast bekommt wenn er nur zu lange auf seinen Roomservice wartet?

    Servicewüste Deutschland ist in der hohen Hotel Gastro lange her, hier wird ein harter Kampf um Gäste geführt.

    Wir würden uns niemals trauen Gäste auszulachen wenn sie fragen was hätten sie denn jetzt gemacht wenn es unsere Flitterwochen gewesen sind.

    Orginal Komentar eines Neckermann verantwortlichen unter Zeugen HA HA sie werden lachen Gestern wurden erst Flittergäste nach Santa Domingo gefahren die eigentlich Punta Cana gebucht hatte es gab keine Kapazitäten mehr.

    Dafür würde ich gefeuert werden in Deutschland und das zu Recht.

    Wir wissen von anderen die sind sofort wieder nach Hause geflogen.

    Wir haben 10 Leute kennen gelernt 8 umbucher Kenia 2 Sri Lanka und alle hatten Ärger vielleicht sollten wir mal ein Stein ins Rollen bringen zum Thema

    Kalkulierte Überbuchung

    Zum Thema ein Hotel nehmen, es soll Leute geben die auch noch vor dem Urlaub arbeiten und nicht erst ein paar Erholungstage in Frankfurt nehmen.

    Ich habe vor gut einem Jahr eine Beschwerdemangementschulng besucht die müßten ganz dringend die Reiseveranstalater auch nehmen.

    Ps Reisekosten fast 5000 € plus doppelt und dreifache Ausgabe an Trinkgelder, jedes Hotel neu

    Und es ist ein riesen Unterschied ob ich einen guten Gin Tonic trinke oder sogenanten Fusel Tonic trinke. Wer lange weile hat kann sich ja mal die Preisunterschiede für Gin ansehen 30 € die Flasche kein Problem bei VIP war es dabei.

    Aber das habe ich ja schon alles geschrieben.

    So liebe Reiseveranstalter ich hoffe ihr wißt jetzt das ich vom Fach bin und somit viel Hintergrundwissen habe.

    Wer weiß vielleicht habt ihr mich jetzt ja herausgefordert und ich gebe jetzt auch immer etwas Öl ins Feuer wenn ihr versucht Arme Leute an ihrem Recht zu hindern bloß weil ihr nicht rechnen könnt. -10 ist immer kein Problem alles darüber hinaus muß in Deutschland bei den meißten Ketten der Hotelmänager entscheiden.- 150 never!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Robin Hood der Hotelgäste, ohne Sie hätte ich keinen Job, und ohne Reisende hättet ihr kein Job denkt mal drüber nach. ;)

  • Sina1
    Dabei seit: 1087171200000
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    gesperrt
    geschrieben 1207861955000

    @themrx sagte:

    Hotelüberbuchung von - 10 sind in Deutschland normal.

    Ich weiß das weil ich in der 4/5* Hotelerie arbeite.

    Soviel erst mal zu den Thema. Wen mir ein Hotelmanger in der Domrep erzählt ich hätte Glück gehabt, weil ein Nachbarhotel gerade - 150 hatte dann liebe Reiseveranstalter würde ich mir mal gedanken machen.

    Ich bitte hier um die Angabe in % und nicht in absoluten Zahlen, um wirklich realistisch vergleichen zu können. Da Du ja, wie Du selbst schreibst, "vom Fach" bist, dürfte Dir das nicht schwerfallen ;) . Deutsche 4-5 - Sterne Hotel haben selten 1000 (und mehr) Zimmer (wie viele Hotels in der Dominikanischen Republik).

    10 Zimmer Überbuchung sind für ein Hotel mit 100 Zimmern sehr viel, für ein Hotel mit über 1000 Zimmern in Relation sehr wenig. Natürlich hilft das keinem, der von einer Überbuchung betroffen ist - das ist ärgerlich für jden Einzelnen.

    Aber Äpfel mit Birnen vergleichen und pauschal die Reisebranche zu verteufeln, macht auch keinen Sinn.

  • Holzmichel
    Dabei seit: 1087430400000
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    geschrieben 1207872079000

    @themrx sagte:

    So liebe Reiseveranstalter ich hoffe ihr wißt jetzt das ich vom Fach bin und somit viel Hintergrundwissen habe.

    wenn ihr versucht Arme Leute an ihrem Recht zu hindern bloß weil ihr nicht rechnen könnt.

    Also lieber themrx,

    das verstehe ich jetzt nicht ganz !

    Wenn Du "vom Fach" bist und Dich somit auskennst - also auch im Beschwerdemanagement - worum fragst Du dann hier um Rat ??

    Wenn Du vom Fehlverhalten der RV so überzeugt bist und mit dem Entschädigungsangebot nicht zufrieden bist o.k., dann klage doch !!

    Es wurden hier nur subjektive Meinungen von HC-Usern gesagt, die persönliche meinungen sind und kein "Sprachrohr" von irgendwelchen RV`s - glaube ich jedenfalls ganz fest !

    Und letzteren Vorwurf, daß hier "arme Leute" wegen "Nichtrechnenkönnens" am Recht gehindert werden, ist wohl ein bissel daneben und könnte Dir selbst vielleicht noch Probleme bringen !

    Und um "arme Leute" kann`s in Deinem geschilderten Fall ja auch nicht gehen - sofern ich alles richtig kapiert habe !

    Ich wäre mit dem Angebot zufrieden, aber mach, was Du für richtig hältst !!

    Gute Nacht !

    Erwin

  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
    Beiträge: 1939
    geschrieben 1207908686000

    Drei Anmerkungen zu den neuen Aussagen:

    1. Es zeigt wieder, dass in Ausgangspostings nicht alles steht, was interessant sein könnte

    2. Ungeachtet der Tatsache, dass eine versprochene Leistung eingehalten werden muss, zeigt das letzte Posting vom Urheber dieses Threads, dass Reisenden aber leider immer wieder Mitteleuropa (Deutschland) und deren "Arbeitsweisen" auf der ganzen Welt erwarten. Karibik ist aber Karibik. Was in Mitteleuropa ein Kündigungsgrund wäre, ist in der Karibik "ganz normal".

    3. Es wundert mich, dass ein erfahrener Hoteltouristiker sich nicht mit diesen Umständen zurecht gefunden hat.

    4. Beschwerdemanangement: vor Ort - kann ich nicht beurteilen, ob die Vertreter aus Deutschland überhaupt etwas zu sagen haben oder schlichtweg an der Mentalität der Menschen "scheitern".

    Beschwerdemanagement in Deutschland: es wurde ja bereits ein Betrag angeboten bzw. im Verlauf der "Verhandlungen" erhöht.

    Alles weitere - siehe mit vorheriges Posting.

    Grundproblem sehr wohl verstanden und berechtigt. Es scheiden sich die Geister an der weiteren Vorgangsweise und der geforderten Summe meint

    Peter

  • höhenflieger
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    Beiträge: 105
    geschrieben 1207909704000

    Hallo nochmal

    Also wenn ich im Ausland Urlaub mache,dann kann ich nicht den Standard von Deutschland erwarten.Und da du in der Hotelbranche arbeitest müsste dir DAS erst recht bekannt sein.Aber wie ich schon geschrieben habe,die 800,00 Euro nehmen.Denn für 200,00 Euro mehr noch Monate,wenn nicht sogar Jahre warten,würde ich nicht.

    Gruß Ina

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