• ADEgi
    Dabei seit: 1180828800000
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    geschrieben 1229278423000

    Hallo,

    keiner kann je den Nachweis erbringen, daß die Leistung erbracht wird. In keinem Hotel, denn das kann ja auch einen Tag vorher abfackeln.

    Der Kunde hat einen klaren Rechtsanspruch auf diese Leistung. Wird Sie nicht erbracht, dann muß halt nachträglich reklamiert werden.

    Da wird sich auch nichts ändern lassen. Denn jede versprochene Leistung ist nun einmal so ausgelegt. Es gibt kaum etwas bei dem ich einen Garantie darauf bekomme, daß alles so funktioniert, wie vereinbart.

    Bei jeder Ware kann ich in der Regel nicht vorher erkennen, ob sie nicht einen Defekt hat, der kurz nach dem Kauf auftritt. Auch hier muß halt dann reklamiert werden.

    Gruß

    Berthold

  • soedergren
    Dabei seit: 1209945600000
    Beiträge: 679
    geschrieben 1229278429000

    Ja maximax, sicherlich wäre mehr Kooperationsbereitschaft auf allen Seiten wünschenswert. Ich halte es in der Praxis nur für schwer umsetzbar, da es leider auch Kunden geben würde, die dies extrem ausnutzen würden.

    Auf diese Weise müsste sich der Kunde dann überhaupt nicht an den ja immerhin abgeschlossenen Vertrag halten und könnte mit irgendwelchen Ausreden kommen, um kostenlos im Nachhinein aus seiner Verpflichtung entlassen zu werden. Es würde letztlich bedeuten, dass sich der RV immer an die vertraglich zugesicherten Dinge zu halten hat, der Kunde aber immer und jederzeit ggf. auch noch komplett grundlos zurücktreten kann.

    Der Sinn und Zweck eines Vertrages würde so ad absurdum geführt.

    Man kann ja nie wissen, ob eine zukünftige Leistung ordnungsgemäß erfüllt wird, und könnte so immer mit dem Verweis auf die Befürchtung darauf, dass dies nicht der Fall ist, einfach mal so stornieren.

    Abgesehen davon bedeutet für mich das Wort "Kooperation" ja auch, dass auch der Kunde dem RV ein Stück weit entgegenkommt, sich also beide Parteien aufeinander zubewegen.

    Eine Kooperation kann nicht bedeuten, dass der Kunde komplett kostenlos aus einem einmal abgeschlossenen Vertrag herauskommt, d.h. dass er alle Vorteile allein hat. Insofern halte ich die Möglichkeit, ggf. umzubuchen, für eine ordentliche Kooperationsbereitschaft seitens des RV.

    Ich weiss natürlich sehr gut, dass dies nur einen Teil der Kunden und auch nur einen Teil der RVs betreffen würde, aber leider gibt es hier wie da schwarze Schafe, die mehr Kooperationsbereitschaft auf der jeweils anderen Seite schamlos ausnutzen würden (und eine Bitte an den TE: fühl dich davon bitte um Gottes willen nicht persönlich angesprochen, ich rede hier von der allgemeinen Situation).

    Ließ einmal hier diverse Threads im Forum, in denen davon die Rede ist, wie man am besten mit einer frei erfundenen Krankheit die Reiserücktrittskostenversicherung und/oder den RV hereinlegen kann und aus seiner Verpflichtung kostenlos entlassen werden kann. Oder wie man mit minimalen Mängelchen möglichst 50% und mehr vom Reisepreis zurückverlangen kann.

    Wie gesagt, das sind natürlich nicht DIE Reisenden, aber genauso wenig sind es DIE Reiseveranstalter, die grundsätzlich immer den Kunden über den Tisch ziehen wollen.

    Schließlich und endlich verstehe ich auch nicht, warum gerade hier im Rechtsforum in jedem zweiten Thread diese Grundsatzdiskussion geführt werden muss. Wenn ein TE eine rechtliche Frage hat, dann bringen im Antworten, die ihm sagen was alles rechtlich ach so schlimm ist und von den bösen RVs und RSBs besser gemacht werden könnte / müsste / sollte, leider überhaupt nichts.

    Bei einer rechtlichen Frage nutzt eine rechtliche Antwort, die das widerspiegelt, was die Rechtsprechung und die Gesetzeslage zur Zeit hergibt. Alles andere mag philosophisch interessant sein (und könnte ggf. in einem dafür eröffneten Thread in einem anderen Unterforum erörtert werden), für die Frage ob und was man in einer bestimmten Situation rechtlich machen kann, ist es aber komplett unerheblich.

    Deshalb kann die Antwort auf die Frage "Wir kommen uns verarscht vor, was können wir tun?" eben nur sein, "vorneweg höchstens kostenpflichtig stornieren oder umbuchen, sonst nichts".

    Gruß,

    soedergren

  • UteEberhard
    Dabei seit: 1185840000000
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    gesperrt
    geschrieben 1229350048000

    Schön die vorstehenden Beiträge zu verfolgen und den Abklatsch von Pro+Contra zu lesen.

    Hier geht es aber eigentlich um viel mehr. Hier geht es nicht um ein RB wie es reagiert hätte, hier geht es auch nicht um Vor-oder Nachteile bei der Buchung über das Internet und hier geht es nicht um kleine und/oder große RV.

    Es geht hier um eine (Reise) Branche, um deren Methoden, Vorgehensweise, Taktik, Beschwerdemanagement, Reklamtionsbearbeitung und den Umgang mit dem Gast. Und es geht um die Zuordnung von Verantwortung. Die Prozesskette bei der Buchung beinhaltet diverse Leistungsträger:

    Reisebüro/Reisevermittler-Reiseveranstalter-Fluggesellschaft-Incomingagentur-Hotel.

    Wer aber fühlt sich wirklich für den Gast verantwortlich. Die bestehenden Gesetze und die gültige Rechtsprechung haben geregelt, wer verantwortlich ist. Aber wer kümmert sich wirklich in diesem Netzwerk um den Gast, wenn Probleme auftreten.

    Oftmals benötigt der Reisende schon einige Semester eines Jurastudiums um Aus+Beschreibungen in Katalogen oder im Internet richtig zu bewerten.

    Und welcher Reisegast versteht schon immer "die geheime Sprache" in den Reiseprospekttexten.

    Wird der Gast immer ehrlich und offen aufgeklärt und beraten ??

    Schauen wir in eine andere Branche, der Automobilbranche. Man stelle sich vor, in der Automobilbranche würden Manager aus der Touristikbranche arbeiten.

    Der Kunde kauft ein neues Auto. Nicht nur neu, sondern auch ein sehr neues Modell, dass erst wenige Tage auf dem Markt ist. Das Auto wird ausgeliefert und dem Kunden übergeben. Der muß leider feststellen, dass das Auto fahrbereit ist, aber einige Funktionen arbeiten noch nicht oder nicht fehlerfrei. Auch stellt er fest, dass bestimmte Austattungsmerkmale die er bestellt hat, sich nicht im oder am Auto befinden. Er reklamiert und erhält von den Managern folgende Antworten:

    - "Man kauft kein ganz neues Modell, da müssen Sie immer mit Kinderkrankheiten rechnen".

    - Die bestellte Austattung X und Y konnten wir noch nicht liefern, dazu ist die Fertigung und damit auch das Auto noch zu neu."

    - "Wir bauen dieses Auto erst seit wenigen Tagen und das Werk ist noch ganz neu, da kann noch nicht alles funktionieren.

    Der Kunde staunt, versteht die Welt nicht mehr und erwartet nun umgehend die Beseitung der Mängel. Die Antwort der (Touristik)Manager in der Automobilbranche lautet:

    - "Ja wir haben leider unser Servicepersonal noch nicht ausreichend schulen können und einige führen diese Arbeiten zum ersten Mal aus. Andere sind ungelernte Kräfte.

    Die Geschichte endet hier. Der Automobilkunde kann seine Mängel und die Ansprüche aus der Gewährleistung bei allen Händlern dieser Marke in ganz Europa anmelden und nicht nur bei dem Händler, bei dem er das Fahrzeug gekauft hat. Und Händler (hier Reisebüro) und Hesteller (hier Reiseveranstalter) fühlen sich gemeinsam (!) für die Bearbeitung der Reklamation verantwortlich. Händler und Hersteller bilden eine Einheit !

    Die Kritiker dieser Zeilen werden mir jetzt vorhalten, wer bei einer Buchung "der juristische Vertragspartner ist", sie werden mir sagen, wer der oder die Leistungsgeber sind. Und sie werden aufklären, warum das in der Touristikbranche alles anders ist, warum es nicht so gehen kann, wie z.B. in der Automobilbranche oder anderen Branchen. Und sie werden oftmals den Gast als den Schuldigen ansehen, weil der sich nicht ausreichend vorher informiert hat und bei der Buchungen so viele Fehler gemacht usw, usw.usw.

    Das Abschlußargument ist dann die geringe Provisionsspanne der RB's und auch die geringe Handelsspanne der RV's und Hotels.

    Sorry liebe Branche, dass ist dem Gast egal. Der will nur reisen. Klärt den Gast richtig auf, aber auch was in für 299,- A.I. in der Türkei erwartet oder nicht.

    Schöne (Weihnachts)Ferien,

    Hans

    Kapitalanleger, kommst Du nach Liechtenstein, tritt nicht daneben, tritt mittenrein.
  • bernhard707
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    geschrieben 1229350508000

    @UteEberhard sagte:

    ....Klärt den Gast richtig auf, aber auch was in für 299,- A.I. in der Türkei erwartet oder nicht....

    Das ist nun wirklich, bei genügend Resthirn des Gastes, überflüssig.

    Eine gewisse Eigenverantwortlichkeit sollte man bei erwachsenen Menschen schon voraussetzen.

    Life is too short to limit your vision ... indeed
  • UteEberhard
    Dabei seit: 1185840000000
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    gesperrt
    geschrieben 1229350880000

    Hallo Bernhard,

    sorry stimme dir natürlich zu, aber ich denke du hast diesen Satz von mir schon richtig verstanden. Mir geht es nur um eins in dieser Branche: Klarheit im Leistungsversprechen und um den Umgang mit dem Gast, in anderen Branchen auch Kunde genannt.

    Kapitalanleger, kommst Du nach Liechtenstein, tritt nicht daneben, tritt mittenrein.
  • soedergren
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    geschrieben 1229350997000

    Hier geht es aber eigentlich um viel mehr. Hier geht es nicht um ein RB wie es reagiert hätte, hier geht es auch nicht um Vor-oder Nachteile bei der Buchung über das Internet und hier geht es nicht um kleine und/oder große RV.

    Es geht hier um eine (Reise) Branche, um deren Methoden, Vorgehensweise, Taktik, Beschwerdemanagement, Reklamtionsbearbeitung und den Umgang mit dem Gast. Und es geht um die Zuordnung von Verantwortung.

    Sorry Hans,

    da interpretierst du m.E. viel zu viel in diesen Thread hinein. Die Frage war schlicht und einfach "was können wir tun?". Nicht mehr, nicht weniger.

    Ganz abgesehen davon, dass ich deinen Vergleich leider auch nicht ganz passend finde. "Und Händler (hier Reisebüro) und Hesteller (hier Reiseveranstalter) fühlen sich gemeinsam (!) für die Bearbeitung der Reklamation verantwortlich. Händler und Hersteller bilden eine Einheit!" Denn auch in der Automobilbranche ist das nicht immer der Fall. Warum sonst meinst musste erst der BGH z.B. definieren, dass ein Auto, das seit Jahren unbenutzt beim Händler herumsteht, kein Neuwagen mehr ist?

    Nichts desto weniger wäre es natürlich schön, wenn in allen Branchen mehr Miteinander möglich wäre. Allein, mir fehlt der Glaube...

    Gruß,

    soedergren

  • UteEberhard
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    gesperrt
    geschrieben 1229351939000

    @soedergren

    Hallo,

    die Interpretation resultierte nicht aus dem Thema (damit vielleicht sogar OT) sondern aus dem Schlagabtausch hier.

    Das Beispiel "wie definiere ich einen Neuwagen" ist bekannt und es gibt auch noch weitere, negative Beispiel aus der Automobil-Händlerszene. Aber hier geht um Tendenzen. Und die Audi/VW, Opel, DB und andere guten Markenhändler bearbeiten den Verbraucher gemeinsam mit dem Hersteller. Und genau in diesem Feld hat die Touristikszene noch erhebliche Reserven.

    Es gibt weitere Branchen die ähnlich erfolgreich agieren. Natürlich haben die dafür auch viele Jahre gebraucht. Letztendlich partizipieren davon viele Marktteilnehmer. Herzlichen Gruß an das Bundeskartellamt.

    Gruß

    Hans

    Kapitalanleger, kommst Du nach Liechtenstein, tritt nicht daneben, tritt mittenrein.
  • soedergren
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    geschrieben 1229352413000

    Hallo zurück :-)

    okay... aber letztlich ist es das, was ich weiter oben schon geschrieben hatte. Ist es für einen TE, der eine einfache Frage gestellt hat, wirklich hilfreich, wenn sich daraus bei den "Stamm-Usern" zum x-ten mal die selbe Grundsatzdiskussion ergibt, der Thread dadurch ellenlang wird und die eigentliche Frage komplett untergeht? Wäre da ggf. ein eigener Thread, der diese Grundsatzdiskussion zum Thema hat, nicht hilfreicher?

    Wie auch immer, zum eigentlichen Thema dieses Threads hier ist m.E. alles gesagt.

    Gruß,

    Eckhard

  • UteEberhard
    Dabei seit: 1185840000000
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    gesperrt
    geschrieben 1229352867000

    Hallo Eckhard,

    das mit dem eignen Thread kann ich nachvollziehen. Mir ist nur dieser Schlagabtausch "gegen den Strich" gegangen, der war nun wirklich nicht zielführend. Daher meine Anregung, auch mal über den Tellerand hinaus zu denken.

    Kein Vorwurf an Dich, sondern an andere hier.

    Gruß

    Hans

    Kapitalanleger, kommst Du nach Liechtenstein, tritt nicht daneben, tritt mittenrein.
  • CaptainJarek
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    geschrieben 1229353558000

    Mal abgesehen davon, dass ein Reisebüro nicht der "Händler" ist ( weil´s nicht einen eigenen Preis kalkulieren kann ) und auch zwischen Produzenten und Vertrieb sicherlich keine gemeinsame Einheit existiert. ( Eher das Gegenteil ist der Fall. Eigentlich würden beiden nicht miteinander wollen, aber beide - vor allem die Produzenten - brauchen einander. Zweckgemeinschaft ... mehr ist es nicht. )

    Mehr Flexibilität - auch ein Stückweit in der Touristik - wäre mir persönlich hochwillkommen. Wie´s damit realistisch klappen soll ... :frowning:

    Viele Grüße.

    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele; Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist´s! Reise, Reise! ( Wilhelm Busch )
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