• alicia_muc
    Dabei seit: 1187568000000
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    geschrieben 1202644649000

    Hallo,

    bislang hab ich hier nicht wirklich was gefunden, was mir weiterhelfen könnte, deshalb meine Frage:

    Ist Reisekrankheit dasselbe wie Seekrankheit und helfen hierbei die gleichen Mittel?

    Grund ist ein 10 Stunden Flug im April, bei dem es ja auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen kann. Helfen hier also die gleichen Mittel wie bei Seekrankheit?

    Und könnt Ihr mir ein paar Mittel empfehlen? ... die wenn möglich nicht allzu teuer sind... :?

    Vielen Dank schonmal!

  • Marlena
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    Beiträge: 12409
    geschrieben 1202648830000

    Am besten fragtst du in der Apotheke oder direkt bei deinem Arzt nach,was DIR hilft.

    Lg Marlena

    Lege dich nie mit Menchen an die oft verletzt wurden sie sind gefährlich,weil sie wissen wie man überlebt.
  • Orchidee
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    geschrieben 1202734902000

    Hallo!

    In der Regel sind es die gleichen Medikamente. Jedoch kann die Übelkeit bei Flugreisen anders ausgeprägt sein, als auf See.

    Ich benötige zwar auf See Reisetabletten (wegen des Wellengangs), aber nicht im Flieger :p , daher empfehle ich den Arzt oder Apotheker diesbezüglich zu kontaktieren.

    Oftmals hilft bei Flugreisen auch ein leichtes Beruhigungsmittel und diese sind in der Regel rezeptpflichtig!

    Also viel Erfolg!

    Tanja

    Man lebt nur einmal, mach das Beste daraus....
  • tosca4711
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    geschrieben 1202824478000

    Im Flieger war mir noch nie schlecht. Das passiert im allgemeinen nur wenn jemand extreme Flugangst hat. Ich vertrage aber überhaupt keine Schifffahrt. Da nehme ich immer Reisetabletten. Es gibt Reisepep Kautabletten. Die braucht man erst einnehmen wenn es einem schlecht wird und die helfen dann sofort.

    23.11-27.11 Dublin
  • JulieL.
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    Zielexperte/in für: Zillertal und Tirol Tirol Florida Dubai
    geschrieben 1202826103000

    Es stimmt nicht, dass einem nur schlecht wird beim Fliegen, wenn man Angst hat.

    Es ist genau der gleiche Mechanismus im Ohr, egal ob man fliegt oder Schiff fährt. Der eine kann es halt ab und der andere nicht. Das hat nun aber nichts mit Angst zu tun.

  • Siggi1234
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    gesperrt
    geschrieben 1202827486000

    @JuliL: Du liegst richtig, es ist das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, das gestört wird. Das steht in direkter Verbindung mit dem zentralen Nervensystem, dort setzen die meisten Medikamente an. Sie beruhigen auch gleichzeitig. Was viele nicht wissen: Reisetabletten werden oft auch - unter anderem Namen - als Beruhigungs- oder sogar als Schlafmittel verkauft. Ein gängiger Wirkstoff ist z.B. Diphenhydramin. Es wird u.a. als Emesan gegen Reisekrankheit und als Vivinox als Schlafmittel in ähnlicher Dosierung des gleichen APIs (Wirkstoff) verkauft - übrigens rezeptfrei. Wovon man Abstand nehmen sollte, sind verschreibungspflichtige Mittel wie Diazepam (bekannt unter Valium oder Faustan), das sind Hämmer mit hohem Suchtpotential (wurde neulich mal in einem anderen Thread empfohlen - kreuzgefährlich).

    Julie: Angst spielt schon eine Rolle. Sie verstärkt das Unwohlsein. Manchmal wird die Angst anhand der Symptome (Schweißausbrüche, Zittern) als Reisekrankheit ausgelegt. Gegen beides hilft aber alternativ - völlig kostenlos, ungefährlich und ohne Nebenwirkungen - ein in den Arm nehmen, Kuscheln und liebe, ablenkende Worte ;)

    Gruß, Peter

    Das Leben ist eine lange Straße. Manchmal befindet sich das Ziel aber am Wegesrand.
  • portvendres
    Dabei seit: 1174089600000
    Beiträge: 173
    geschrieben 1202850477000

    Roamers Beitrag finde ich klasse! Möchte noch kurz erklären, was es mit dem Innenohr und dem Gleichgewichtsorgan auf sich hat. Dieses registriert nämlich zwei Dinge, nämlich erstens Beschleunigungen und zweitens die Lage im Raum. Und da sind wir eigentlich unendlich belastbar, denn ständig bewegen wir uns und setzen unseren Kopf den unterschiedlichsten Beschleunigungen aus. Zum Beispiel beim Autofahren durch die Stadt. Trotzdem wird dem Fahrer des Wagens nicht übel. Durchaus aber dem Beifahrer. Woran liegt das? Nun, in unserem Gehirn verarbeiten wir nicht nur die Informationen zu "Lage im Raum" und "Beschleunigung", sondern auch z. B. visuelle Eindrucke, die dazu "passen" müssen. Bedeutet: Sagt das Innenohr "20 Grad Links-Schieflage", dann muß auch das Auge diese Information bestätigen. In der freien Natur eigentlich nie ein Problem, wohl aber in geschlossenen und sich bewegenden Räumen. Hier registriert das Gleichgewichtsorgan andere Informationen als das Auge. Auf einem schwankenden Schiff meldet in der Kabine das Auge "alles bleibt an seinem Platz" und "nichts bewegt sich". Das Innenohr feuert aber ganz andere Infos an das Gehirn. Aus diesem "Zwiespalt" der Informationen reagiert der Mensch mit einer Reizung von Hirnarealen, die unter anderem für Übelkeit und Erbrechen zuständig sind. Medikamentöse Behandlungsstrategien setzen auf eine "zentrale Dämpfung" der Informationsverarbeitung. Ich halte es jedoch für besser, falls es möglich ist, dem Gehirn wieder zu einer vollständigen Information zu verhelfen - nämlich das visueller Eindruck und "Lage im Raum" zu einander passen. Also auf dem Schiff möglichst raus aus der Kabine und Blick auf den Horizont, im Auto nicht lesen, sondern wie der Fahrer ständig auf die Straße blicken. Im Flugzeug weg mit dem Bordmagazin und lieber aus dem Fenster sehen. Die ganze "Reisekrankheit" fällt übrigens unter den Begriff der Kinetosen - und ist damit nicht eine wirkliche Krankheit, sondern allein eine Sensibilität des Gehirnes auf widersprüchliche Sinneseindrücke. Kann man übrigens in gewissem Maße trainieren. Viele Grüße von Jörn

  • alicia_muc
    Dabei seit: 1187568000000
    Beiträge: 69
    geschrieben 1202903200000

    Danke Euch für Eure Beiträge!

    Also wenn Angst eine Rolle spielt, dürfte ich damit eher keine Probleme haben, aber wer weiß das schon vorher, wenn er noch nie so lang geflogen ist? ;)

    Bislang habe ich nur 1-2 Stunden-Flüge hinter mir, bei denen ich nichts merkte, aber da ich eben gelesen hatte, dass es bei langen Flügen doch passieren kann, wollte ich einfach mal nachfragen...

    @Roamer:

    Diazepam hat jemand empfohlen? Das ist ja fast schon fahrlässig, denn diese Mittel sind wirkliche Hämmer!

    Du hattest "Diphenhydramin" als Wirkstoff empfohlen. Weißt Du zufällig, ob der W.stoff "Dimenhydrinat" dasselbe ist?

  • Delfo
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    Beiträge: 331
    geschrieben 1202927592000

    Da kann ich vieleicht weiterhelfen...

    Diphenhydramin wirkt sedierend (beruhigend) und ist gleichzeitig ein Antihistaminika.

    Dimenhydrinat wirkt antiemetisch (gegen Übelkeit) und ist ebenfalls ein Antihistaminika.

    Jetzt hängt es davon ab, weshalb es Dir schlecht wird. Wenn Du denkst, dass es ein Angstproblem ist, fährst Du mit dem erstgenannten Mittel vermutlich besser, da es Dich müde macht und vermutlich auch die Angstgefühle dämpft. Jedoch ist es kein Anxiolytikum.

    Der zweite Wirkstoff eignet sich eher, wenn es ein Gleichgewichtsproblem ist, was bei Dir wohl der Fall wäre.

    Alles andere wurde ja von Portvendres schon sehr ausführlich und korrekt beantwortet.

  • alicia_muc
    Dabei seit: 1187568000000
    Beiträge: 69
    geschrieben 1202991989000

    @Delfo:

    danke Dir für Deine Ausführung! Hilft mir sehr weiter, weil ich denke, dass bei mir dann - wenn überhaupt - der zweite Wirkstoff angebracht ist.

    Danke nochmal!!

    Gruß

    Sabine

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